Tempolimit 130 oder darunter

Ich versuche mich kurz zu fassen.

Doch, ich versuche es anders zu formulieren:
Wenn der Staat eine große aber ineffiziente Keule hat, darf (soll) er sie nach meinem Staatsverständnis nicht einsetzten.

Anders formuliert:
Große Keule Tempolimit, die aber auch emmissionsfreie Autos mit beeinträchtigt. Hier wäre es sinnvoller nur die Verbrenner einzuschränken, damit wir schneller zur E-Mobilität wechseln.

Die nächsten beiden Dinger, Touristen, Youtuber. Klar das ist nur eine Randgruppe, aber hier gilt für mich: Assis gehört die Fahrerlaubnis entzogen, bzw. eingesperrt je nach schwere der Tat. Aber diejenigen die sich in einer kleinen Nische was aufgebaut haben sollen meiner Ansicht nach weiter ihrer Arbeit nachgehen. Auch wenn es nur eine marginale Randgruppe ist.

Bitte bleibt sachlich, nur weil ich gegen ein Tempolimit bin, bin ich keine Witzfigur.

Hier dachte ich eigentlich nur an die Autobahn, aber gut. In Deutschland insgesamt bis 2030 mit einhergehendem steigenden CO2-Preis.

Wann? Wie? Warum ist das gescheitert? Mit 100 km/h diff. Geschwindigkeit ist doch klar, dass man nicht mit mehr als 180 an einem LKW vorbeifahren darf?

Siehe oben: große Keule mit „wenig“ Wirkung.

Verstehe ich nicht, schnellere E-Mobile sind doch bessere E-Mobile? Je länger ein E-Auto auf der Autobahn schnell fahren kann, desto effizienter und größer ist doch das Gesamtpaket?

In so einer Welt will ich nicht leben. Ich war noch nie in Asien oder Südamerika und will das in meinem Leben auch mal bereisen.

Das ist mein schwächstes Argument, weil ich hierzu keine Daten habe. Nur mein Popometer und ich hab die Erfahrung gemacht, dass nicht-europäische Fahrzeuge im allgemeinen bei Fahrwerk und Geräuschdämmung mit europäischen nicht mithalten können. Auch im jeweiligen Preissegment.

Am Ende glaube ich handelt es sich beim Tempolimit um eine rein politische Entscheidung. Je emotionaler und verbissener wir die Debatte führen, desto größer wird die Verhandlungsmasse der Grünen, falls sie gegen Ende des Jahres in eine Koalitionsverhandlung eintreten.

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Je nach Ausgestaltung sehr viel! Denn das vermeintlich allgemeine Desinteresse ist keine Naturkonstante sondern ein sozialpsychologisches Phänomän: Ohne allgemeinem Tempolimit wird jede streckenweise Limitierung als Gängelung empfunden und 20 km/h Überschreitung als Bagatelle → Motto „Tempolimit ist nicht für mich gemacht sondern für die Luschen, die ihr Fahrzeug nicht richtig beherrschen, für mich gilt das nicht“.
Bei allgemeinem Tempolimit sieht das anders aus, wenn 130 km/h als „Normalität“ empfunden werden, dann fühlt man sich nicht ausgebremst und 30 km/h mehr werden als deutlicher Normverstoß gesellschaftlich geächtet.

Aus psychologischer Betrachtung ist es keinerlei Widerspruch, dass sich Jemand auf deutschen Autobahnen mit Dauerlichthupe permanent auf der linken Spur bewegt und sich über die 140 km/h Schleicher aufregt, die schließlich aus egozentrischen Motiven seine Freiheit beschneiden - und die gleiche Person sich auf französischen Autobahnen ganz handzahm im allgmeinen 120 km/h Strom einfügt und äußerst gechillt sein Reiseziel erreicht. Der Mensch kann sehr schnell und mehrmals täglich die Rollen wechseln.

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Eher Fliegenklatsche mit Tsunami Effekt.
Ansonsten widerspreche ich in allen Fällen.
Wenn der Popometer die neue Ri(e)chtschnur wird dann gute Nacht mit den Argumenten.

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Und das mit dem handzahm im Ausland kann Deiner Meinung nach nicht daher kommen, dass dort effektiver kontrolliert wird und die Strafen höher sind? Man nicht vertraut ist mit dem Land, den Gesetzen und evtl. der Sprache?
Im Ausland gibt es für zu schnell fahren z. B. so nette Folgen wie

  • Beschlagnahmung des Fahrzeugs oder
  • ein Bußgeld in Abhängigkeit des Jahresgehaltes.
    Da fährt man halt brav, während natürlich anders herum Menschen aus anderen Ländern es hier in Deutschland auch mal krachen lassen. Passiert ja nix.
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Ich habe dein Argument als Lacher bezeichnet, nicht dich als Witzfigur.

Kleiner Unterschied.

Dein Verbotsszenario ist dann wiederum ein Argument für ein Tempolimit.

Ein Tempolimit kannst du morgen einführen und damit die Einsparung sofort bringen.
Dein Verbot soll 2030 kommen also bringt es erst was in 9 Jahren.

Den Bußgeldparagraphen „unangepasste Geschwindigkeit“ gab es zu DDR Zeiten.

Und noch mehr Gummiauslegung gibt es nicht, weil du keine Messwerte in einen solchen Paragraphen schreiben kannst und es somit subjektive Einschätzung bleibt.

Du „verurteilst“ ja außereuropäische Marken auch nach deinem subjektiven PoPo-Meter und doch haben gerade die Asiaten deutliche Marktanteile.

Was die Kontrollen angeht:

Ich lebe seit 8 Jahren dauerhaft in Schweden.
Während der gesamten Zeit die ich hier bin habe ich 2 allgemeine Verkehrskontrollen gehabt.

Geschwindigkeitskontrollen auf der Autobahn 0
Mobile Geschwindigkeitskontrolle Innerorts 1x
Ansonsten nur stationäre Blitzer die oh Wunder per Verkehrszeichen angekündigt werden und auch im GPS angeführt.

Trotzdem halten sich die Einheimischen und auch die Ausländer mehrheitlich an die Tempolimits.

Also alleine Kontrollen und härtere Strafen als Argument reicht nicht als Erklärung.

Denn die fehlenden Kontrollen sind kein Geheimnis hier in Schweden.

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Das stand zwar nicht unter einem direkt auf meine Kommentare bezogenen Zitat, ich will aber trotzdem darauf antworten, weil ich zugegebenermaßen auch eine gehörige Portion Spott vergossen habe.

Wichtig ist auch da, und das will ich nochmal betonen: es geht nicht um deine Person, es geht rein um die vorgebrachten Argumente! Und da fällt es mir nun mal schwer, bierernst zu bleiben, wenn „Youtuber die ihr Geld mit schnellem Fahren auf der Autobahn verdienen“ als ernstzunehmendes Argument gegen ein Tempolimit vorgebracht wird.

Tut mir leid, aber das Argument ist nun mal ein Lacher, egal wie man es betrachtet. Das hätte original so auch von Jan Böhmermann stammen können, dann natürlich mit klar ironischem Kontext. Und es ist zutiefst widersprüchlich bis fast schon zynisch, wenn du gleichzeitig ein viel schnelleres (und hier reden wir zwangsläufig über „in den nächsten paar Jahren“, denn die grundsätzliche Diskussion dreht sich ja gerade darum was bis 2030 noch zu machen ist; Ausgangspunkt war schließlich das BVerG-Urteil, demzufolge vor 2030 mehr passieren muss) Komplettverbot für fossile Brennstoffe auf der Straße forderst, dem aus rein praktikablen Gründen die Arbeitsplätze von Millionen von Menschen sowie das nicht zuletzt bei vielen Menschen für ihren Broterwerb erforderliche private KFZ zum Opfer fallen würden. Die fünf YouTuber, die dann immer noch mit ihren E-Autos über die dann freie Autobahn kacheln können, sind also wichtiger als 80 Millionen Bundesbürger (minus eine kleine Hand voll die schon in der glücklichen Lage waren sich E-Autos zuzulegen)? Für diese Millionen gilt also nicht, dass deren berufliche Existenz, die sie sich aufgebaut haben, erhaltenswert ist?

Wenn man will, dass Argumente ernst genommen werden, hilft es, ernstzunehmende und schlüssige und sich nicht selbst widersprechende Argumentationsketten vorzubringen. Wenn das nicht gelingt, könnte das ein Indikator sein, dass die eigene argumentative Position vielleicht einfach sachlich nicht so besonders standfest ist.

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Moin liebe Lagefans!

Tempolimit ist stets ein Thema, welches emotiotional diskutiert wird.
Bitte achtet darauf, dass ihr dennoch fair bleibt!

herzliche Grüße,
Markus

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Als Effekt der in die gleiche Richtung wirkt schon, aber nicht als Erklärung für ein beobachtbares Massenphänomän, schließlich dürfte der Anteil ausländischer Verkehrsteilnehmer sehr gering sein. Wieso ist denn auf Frankreichs Autobahnen die Masse handzahm? Spürbare Konsequenzen wie von dir beschrieben gehören aus meiner Sicht zu einer effektiven Ausgestaltung dazu.

Solche Beobachtungen und Interpretationen decken sich mit meiner Erfahrung. Ich denke die Herkunft ist irrelevant, die Betrachtung funktioniert in gleicher Weise andersrum. Wenn ich Deutschland verlasse, verlasse ich Raserland und kann mich nicht mehr schimpansisch aufführen. Dann schlüpfe ich die Bienenrolle und leide kein bisschen darunter mich in den normalen Massenstrom einzufügen. Nicht nur Bussgelder machen den Verhaltens- und Erlebensunterschied aus, sondern (ich glaube maßgeblich) dass was darunter als „Normalität“ akzeptiert wird.

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Wie schön, dass wir hier übereinstimmen. Vielleicht könntet ihr dann auch die persönlichen Angriffe ein wenig zurückfahren.

Grüßle

M

Wurde nicht alles schon gesagt und das Thema kann geschlossen werden? Die Argumente drehen sich im Kreis also was soll das? Hier wird niemand überzeugt von Gegenteil rausgehen und wenn man dieses Forum als Meinungsaustausch versteht…dann wurde bereits jede Meinung geäußert ^^

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Nein. Ich möchte doch noch einmal Stellung beziehen.

Das ist wirklich ein Punkt der mich beschäftigt. Gut, dass man hier nicht impulsiv schreiben kann, aber da muss ich Dir teilweise mal recht geben. U.a. der folgende Artikel ist mir in die Hände gefallen:

Zustimmung zum Thema Bremse.

Allerdings ist der Verschleiß von Akku und Motor schon auf einem anderen Niveau, das müsste dann auch in die Kalkulation der Ökobilanz einfließen. Da ich aber hier keine Zahlen habe und keine Vermutungen anstellen möchte, lasse ich das mal dahingestellt.

Zum Thema Porsche Taycan: Es liegt in der Natur der Sache einer Inspektion, dass alles auf Funktion geprüft wird. Ich denke nicht, dass es einen besonderen Wartungsintervall für die Bremsen gibt. Aber, einen Nachweis habe ich nicht, da ich weder einen Porsche fahre, als auch das ich nicht mehr in der KFZ Werkstatt arbeite.

Selbst wenn das Auto nur einen Gang hätte, wäre das auch nicht so. Der Verbrauch steigt nicht linear an. Hinweis auf Motorkennfeld hatte ich oben bereits in meinen Kommentaren genannt.

Lies bitte Deine vorherigen Posts durch. Stichwort Vergleich Tesla Reichweite mit Smart.

Sorry, auch da weichst Du wieder einmal vom Thema ab. Es ging hier nicht um Handies oder Katalysatoren. Auch habe ich in keinem meiner Kommentare erwähnt, dass ich den Verbrenner als ökologisch sinnvoller betrachte als ein E-Auto (wo immer es auch herkommt). Du wirfst hier andauernd etwas durcheinander. Scheinbar.
Es geht weniger um den Vergleich Verbrenner zu Tesla als mehr Tesla zu anderen E-Autos. Ich finde es persönlich mehr als zweifelhaft, wenn sich Teslafahrer als die Öko’s 2.0 bezeichnen.

Aber, wahrscheinlich ist es so,…irgendwann muss mal jemand anfangen. Und, zu den soft facts. Durch den Druck den Tesla in den Markt gebracht hat, wurden die anderen Wach. So langsam ist aber Wachablösung.

Die von Dir gezeigte Grafik hatte @heiliggeist ja bereits kommentiert.

Um zum alten Thema zurückzukehren. Auch ich als Viel- und Gelegenheitsschnellfahrer hätte nichts gegen Tempo 130 einzuwenden.

Dann will ich auch noch ein letztes mal Stellung dazu beziehen, anschließend können wir uns gerne weiter im Privatchat austauschen, dann stören wir die Diskussion mit Offtopic-Themen nicht so.

Dazu vielleicht dieser Beitrag aus der jüngeren Praxis, das Fahrzeug von Herrn Gremmingen ist ja schon etwas älter, da war Tesla noch in der Lernphase und hatte öfter Probleme mit Antrieben oder Batterien.

Da hast du natürlich recht, allerdings sagt Porsche auch, dass Wartungen am Fahrzeug schlichtweg nicht erforderlich sind. Lediglich die Bremsen möchten sie einer regelmäßigen Wartung unterziehen, da diese sicherheitsrelevant sind. Sagte mir zumindest der Händler, bei dem ich den Taycan getestet hab.

Linear nicht, er steigt aber drastisch je ungünstiger der Betriebspunkt ist. Schaut man sich besagte Kennfelder an wird man schnell erkennen, dass der Normalverbraucher diesen optimalen Betriebspunkt quasi nie anfahren wird. Aber immerhin noch häufiger mit Getriebe als ohne. Eine E-Maschine beginnt erst ab dem Feldschwächenbereich, also höheren Drehzahlen = höheren Geschwindigkeiten, signifikant mehr zu verbrauchen als sie Leistung auf die Straße bringt.
Anders gesagt: Ein Verbrenner verbraucht einfach immer viel mehr Energie als er für die Bewegung benötigt.

Ich beziehe mich genau hierauf:

Deine These ist hier, dass es „hanebüchen“ ist einen 480PS Tesla zu fahren, wenn ein 600PS AMG auch mit 5L auf 100km gefahren werden kann. Nur dass besagter Tesla eben auch bei Volllast weniger Energie verbraucht als der besagte AMG bei 80km/h mit Zylinderabschaltung. Daher nehme ich deine Einstellung. Es sein kein Unterschied, so deine These. Der unterschied ist das 5-20-fache an Energieverbrauch beim AMG.

Ich weiche vollkommen bewusst vom Thema ab. Viele Menschen neigen dazu eine neue Lösung nicht als „adäquate“ Lösung anzuerkennen, weil sie nicht absolut alle Probleme der vorherigen Technologie lösen kann. Das nennt man Perfect-Solution-Fallacy.

Es ist absolut klar, dass wir mit Elektromobilität und auch mit einem Tempolimit nicht die Welt retten werden. Das braucht sich keiner vormachen. Allerdings ist auch eine nicht perfekte Lösung oftmals eine lohnenswerte Optimierung. Das wird wirklich oft übersehen oder gar bewusst ignoriert.

Mir geht es hier gar nicht um die Marke Tesla. Ich fahre halt einen, weil mir das Auto sehr gefällt und weil es nach wie vor technische Spitze bei akzeptablem Preis ist. Auch ziehe ich nicht nur Tesla als vergleich heran, weil ich die Autos toll finde, sondern einfach weil dort die meisten Langzeiterfahrungswerte vorhanden sind. Das könnte genau so gut Skoda, Porsche oder GM sein - sind sie aber nicht, die sind ja noch am aufwachen (Porsche hatte ja immerhin das erste E-Auto überhaupt). Als jemand der die Automobilindustrie sehr genau beobachtet kann ich auch sagen, dass andere Entwicklungen wie das autonome Fahren nochmal für eine gänzlich andere Dynamik sorgen werden. Dagegen war E-Mobility dann echt eine Kleinigkeit.

Ich bezeichne mich nicht als Öko und weiß auch nicht wo du das her nimmst. Ich kenne ehrlich gesagt auch keinen Tesla- oder Taycan-Fahrer, der/die sich als Öko bezeichnet. Wie viele kennst du? Ich versuche meinen okologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, das ist alles. Dazu bin ich Tech-Nerd und arbeite in der Entwicklung von alternativen Antrieben. Ich fahre alles mit dem Fahrrad, was sich so erledigen lässt und ich bin Vegetarier, um das Bild perfekt zu machen. Ich weiß, dass ich noch mehr tun kann und sicher auch step-by-step tun werde. PV auf dem Dach wäre der nächste Schritt.

Am Ende tun manche Leute Dinge z.B. zum Klimaschutz von sich aus und andere müssen dazu eben gezwungen werden, weil sie es nicht verstehen oder einsehen. Und diejenigen, die es sich nicht leisten können müssen unterstützt werden. Das Tempolimit ist eine extrem einfache Option, die ergriffen werden sollte, weil sie niemandem schaden wird.

Thema 130:
Allein die Tatsache, dass man dieses Thema pauschal betrachtet ist doch schon die falsche Ausgangslage. Im Rheinland kann man bspw. ohnehin selten mehr als 100 fahren. Auch werden die wenigsten täglich mit Tempo 200 quer durch die BRD brausen.
Grundsätzlich spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, dass man ab und an auch mal mehr als 130 fährt. Es sollte halt nicht täglich stundenlang sein. Aber bei allen Dingen geht es auch um Bequemlichkeit und Komfort. Auch die Spritsparer unter uns werden manchmal eine Klimaanlage nutzen. Im Alltag fahre ich bspw. im Eco Modus, wenn ich aber mal längere Strecken fahre dann liegt meine Reisegeschwindigkeit eher bei 150-160 (sofern die Straßenlage es zulässt). Und ja, ich fahre auch gerne mal kurz über 200 wenn ich mal ausnahmsweise eine nahezu leere dreispurige Autobahn habe (bspw. 555 früh morgens zwischen Köln und Bonn). Aber sicherlich nicht regelmäßíg.

Thema Tesla / Effizienz allgemein:
Das Fahrzeug selbst hat zig Spielerein die man nicht braucht. Es ist sicherlich nicht auf Effizienz getrimmt. Wenn wir alle auf den Luxus moderner Fahrzeuge verzichten würden, dann wäre ein aktueller Golf auch nicht 50% größer als das Ursprungsmodell.
Findet sich ja auch anderswo: Beispielsweise könnte man mittels 5G den Energie-Footprint dramatisch reduzieren. Stattdessen streamen wir damit Musik, Videos etc. und verbrauchen mehr Daten.
Nur weil man „besser“ als eine andere Person handelt macht es das noch lange nicht „am besten“ oder „ideal“.
Abgesehen davon bleibt die Frage bestehen ob man überhaupt ein Auto braucht oder eventuell woanders schon mehr einspart.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2021-06/klimaschutz-diesel-inlandsfluege-spritpreis-co2-verkehr

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Uh, da möchte ich stark widersprechen! Auch wenn diese Vergleichsbilder immer schön plakativ sind ist es nicht so, dass die Autos aus reinen Luxusgründen größer und schwerer geworden sind. Sehr viel des Wachstums bei Fahrzeugmodellen in Maßen und Gewicht ist auf erhöhte Crashsicherheit zurückzuführen.

Während man in einem Fahrzeug, meinetwegen Golf 8 (gilt analog auch für die meisten anderen Autos mit vielen Generationen) bei einem Unfall mit 50km/h beinahe unverletzt aussteigen kann, so sieht es bei einem Golf 1 schon ganz anders aus. Noch besseres Beispiel ist ein Fiat 500 oder Mini, die ja ursprünglich richtig klein waren da ist die Verletzungsgefahr bei allem über Blechschaden schon kritisch hoch.

Ich bin gerne bereit darüber zu diskutieren, ob es SUVs auf Kleinwagengröße braucht oder ob man wirklich Autos mit über Länge X braucht, die keine Nutzfahrzeuge sind. Ganz abseits davon, dass es generell nicht so viele Autos braucht, die eh nur den ganzen Tag herumstehen.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, was du als Features/Spielereien verstehst, die man nicht braucht. Das interessiert mich echt. Wäre cool wenn du das mal aufschlüsseln kannst.

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@Lukas

Mein Vergleich zielte nicht auf die Größe ab. Auch SUVs sind ok.

Aber das Mehrgewicht und der Mehrverbrauch von Klimaautomatik, Duftspray, Surroundsystem etc sind teilweise unnötig.

Bedeutet nicht, dass ich dagegen wäre (fahre selbst ein Auto mit Klimaanlage). Einfach nur die Aussage, dass die Menschheit seit jeder Innovationen vor allem nutzt um den Komfort zu erhöhen, nicht um den Verbrauch zu reduzieren.

Ich bin zwar nicht gefragt, aber hier ein paar Features:

  • Sensorik und Kabel automatische Scheibenwischer
  • Funkschlüssel
  • Zentralverriegelung
  • automatische Fensterheber
  • Motoren und Kabel für Außenspiegel
  • Reduktion der Lautsprecheranlage
  • Klimaanlage
  • Standheizung

Alles reiner Komfort ohne Sicherheitsrelevanz, da kommen schon ein paar kg zusammen.

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