Stromausfall in Berlin - Anschlag auf Infrastruktur

Und hier nochmal ein Interview auf heise mit Manuel Atug der AG KRITIS.

https://www.heise.de/hintergrund/Stromausfall-in-Berlin-Die-Krisenkommunikation-war-am-Anfang-katastrophal-11131790.html

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Sprachliche Korrektur, der OPLAN spricht im Konjunktiv nicht vom Faktum

Wörtlich heißt es in dem Dokument, hybride Maßnahmen könnten „grundsätzlich der Vorbereitung einer militärischen Auseinandersetzung dienen“. Cyberoperationen, Sabotage oder Einflusskampagnen würden damit in die gleiche strategische Logik eingeordnet wie konventionelle militärische Schritte.

Und im Futur bezüglich eines möglichen Eskalationsszenarios:

Russland werde, so heißt es im Plan, zunächst „verdeckt“ mit hybriden Angriffen agieren, um den Nato-Aufmarsch zu behindern oder zu verzögern. Erst später sei mit offenen militärischen Angriffen zu rechnen. Deutschland werde im Konfliktfall zu einem „priorisierten Ziel konventioneller Angriffe mit weitreichenden Waffensystemen“ — gegen militärische wie zivile Infrastruktur, heißt es in dem 24-seitigen Papier.

Nichts davon ist neu, nichts überraschend, nur jetzt halt nochmal in Papier gegossen.

Trotzdem gut, dass du es teilst.

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Ich gehe davon aus, dass es jemand ist, der sich sowohl mit der russischen Sprache auskennt, als mit KI-Übersetzung und ihren Macken, das scheint mir nicht gegoogelt worden zu sein, auf mich wirkt das kenntnisreich. Was ich von der russischen Sprache weiß, ich war nie gut in Russisch in der Schule, passt das alles ins Bild. Ich habe nicht das Gefühl, jemand erzählt mir was vom Pferd.

Und hier liegt der Crux. Ich brauche jemand, der sich mit russischer Sprache und bei KI-Systemen bestens auskennt Ich weiß nicht, ob sich die Leute mit den Argumenten auseinandergesetzt haben und vielleicht dann zu einer anderen Schlussfolgerung kommen.

Bei früheren Attentaten gab es auch schon Hinweise auf russische Täterschaft. Da kenne ich die genauen Argumente nicht, aber darüber wurde auch schon öffentlich diskutiert. Das würde die Konsistenz zu früheren Bekennerschreiben erklären.

Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir es dann mit intelligenten Profis auf russischer Seite zu tun haben, die versuchen keine Fehler zu machen, deshalb wird einmal der Name Giffey korrigiert, ein anderes mal wird der Fehler übersehen. .

Der Widerruf der ersten Vulkangruppe kann wahr sein oder nur Verwirrung stiften.

(Das wäre nur ein kleines Gefühl, aber “Nur Mut” klingt nach russischem Märchenfilm- Für meinen Geschmack ist in Deutschland: Sei mutig, Trau dich besser.)

Ich finde es spannend, dass Roderich Kiesewetter diese Vermutung hegt und damit bei Welt aufgetreten ist.

Was heisst denn echt?

Dass es tätsächlich auf Indymedia aufgeschaltet worden ist?

Dass das schreiben von den Tätern stammt?

Dass die Täter wirklich Links sind?

2013 schickte Russland auch schon die grünen Männchen in die Krim. Eine klassische Verdeckte Operation. Zudem, komischerweise werden durch Vulkan faktisch ja gerade die Gegenteiligen Ziele erreicht. Da hätten wird einen Elektroauto-Hersteller der durch die Linke Klimabewegte Vulkan gepeinigt wird. Wenn es um Klimawandel ginge, hätte ich doch einen Hersteller von Benzinern gewählt.

Und selbst wenn es das Ziel gewesen sein, sollte ein Gaskraftwerk abzustellen, warum dann so, dass primär Privatpersonen betroffen sind. Ohne dies vertieft geplant zu haben, wäre es doch sicher auch gezielter Möglich Gasinfrastruktur anzugreifen.

Aber wenn man verhindern will, dass Deutschland E-Mobile baut, und dass die Bevölkerung eine Pro Gas Einstellung annimmt, dann wären das genau die richtigen Aktionen. Und diese Ziele sind genau die Ziele Russlands.

2013 war der Russische Agent Jan Marsalek schon seit 3 Jahren bei Wirecard. Auch so eine Operation des Russischen Geheimdienstes, die in aller Öffentlichkeit Deutsche Milliardenwerte zerstörte.

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Nach meinem Verständnis (als kriminologischer Laie)

Das ist das, was mich an dieser ganzen Diskussion am meisten irritiert. Du bist Laie. Ich bin Laie. Wir sind (vermutlich) alle Laien. Zudem besitzen wir höchstens so viele Informationen wie die Ermittlungsbehörden, wahrscheinlich eher weniger.

Was bringt dann das ganze Herumspekulieren hier? Das, was für einen Laien vollständig logisch scheint, mag für einen Experten ganz klarer Unfug sein. Oder andersherum. Es wird hier so getan, als ob mit Fakten argumentiert wird. Aber können wir wirklich von Fakten sprechen, wenn wir nicht in der Lage sind, diese richtig einzuschätzen?

Oder die Forderung hier, dass die Ermittlungsbehörden in alle Richtungen ermitteln sollen. Klingt im ersten Moment ja ganz gut, aber was soll das bringen? Glaubt man ernsthaft, dass sich die Ermittlungsbehörden darüber nicht selbst bewusst sind? Und falls ja, wäre niemandem geholfen, wenn man das in ein Online-Forum schreibt.

Ich finde diese ganze Diskussion irgendwie irritierend.

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Das Thema würde mich auch interessieren. Die taz postete bei insta, wonach das Bekennerschreiben nicht eindeutig der Vulkangruppe zu zuordnen ist. Ist da was dran oder geht das in eine verschwurbelte Richtung?

Die Taz ist seriös.

Das gilt wohl erst mal für die meisten (politischen) Diskussionen hier im Forum.

Ich kann deinen Einwand gut verstehen und habe in einem Thread über eine mögliche Urheberschaft Russlands für die die auffällige Häufung terroristischer Anschläge im letzten Jahr sogar ähnlich argumentiert. Nur ging es zumindest mir bei den Diskussionen in diesem Thread überhaupt nicht darum, die Frage zu klären, wer hinter dem Anschlag in Berlin steckt. Das ist - wie ich mehrfach erläutert habe - wirklich reine Spekulation. Vielmehr habe ich auf Aussagen - sowohl in diesem Thread als auch seitens der Berliner Politik und Verwaltung - reagiert, die aus meiner Sicht vorschnell und ohne ausreichende Begründung sehr eindeutig auf einen bestimmten Tathintergrund festgelegt haben und zum Teil sogar von einer bestimmten Gruppe ausgingen. Mir war es wichtig, demgegenüber zu betonen, dass und warum auch andere Möglichkeiten bedacht werden sollten. Dass ging dann - zugegebenermaßen ein wenig zu oft - hin und her, sicherlich auch weil andere hier den Hinweis auf die reine Möglichkeit, dass es auch anders sein könnte, pauschal abgetan abgewertet haben. Und bezogen auf diese Frage wurden eben durchaus auch Fakten genannt und nicht nur „spekuliert“.
TL/DR: Das Argument, dass es beim jetzigen Kenntnisstand nicht viel Sinn macht, über die Urheberschaft zu diskutieren, kann ich gut akzeptieren. Das Argument, dass es unsinnig, irrational oder gar demokratiefeindlich wäre, auch andere Tathintergründe als Möglichkeit in Betracht zu ziehen, überzeugt mich allerdings nicht.

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Empfehlenswerter F.A.Z. Beitrag: „Kai Wegner war erstmal zehn Stunden nicht erreichbar“

Einigermaßen vernichtende Kritik an den Bemühungen, kritische Infrastruktur zu sichern in Allgemeinen und zum Kriesenmanagement und -Kommunikation im konkreten Fall im besonderen. Da dämmert mir, warum man seitens der politisch Verantwortlichen nicht traurig ist, wenn möglichst viel öffentliche Debatte mit vagen Debatten über die Täterschaft beschäftigt ist.

  • Bisher kaum Redundanz in der kritischen Infrastruktur und unzureichende Reaktionspläne
  • Daran wird sich absehbar nichts ändern
  • Gesetz, dass das ändern soll ist zahnlos und wirkt frühestens in 15 Jahren
  • Reaktion auf den Anschlag viel, viel zu träge
  • Informationen aus dem Netz nehmen, ist eine Nebelkerze. Grade Stromnetze lassen sich leicht vor Ort aufklären

Besser die Leute streiten sich wer es war, dann sind die beschäftigt.

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Er wurde in einer Notunterkunft ähnlich angegangen: „warum schauen Sie erst jetzt vorbei“. Er hat geantwortet, dass er bis dahin in seinem Büro war und mit Einsatzleitern und Krisenstab telefoniert hätte. Ich halte das für plausibel. Aber Schutz der Infrastruktur und Notversorgung muss nun definitiv völlig neu gedacht werden. Und das eigentlich schon vor drei Jahren.

Ich mach ja die Überschriften nicht :wink: Dass Wegner nicht erreichbar war, klingt im Interview nicht nach Büro und Arbeit, aber diese Personalisierung ist vielleicht auch nicht das wesentliche Problem, das es hier politisch zu bearbeiten gäbe. Zumal man für genau solche Situationen nach meinem Verständnis ja Stellvertreter hat. Die mangelnde Absicherung der kritischen Infrastruktur in ganz Deutschland und die fehlende Vorsorge hat er ja sicherlich nicht allein zu verantworten.

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A propos Überschriften:

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Ich denke das Thema ist umfassend und kontrovers diskutiert.

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