Schmerzgrenze beim Spritpreis

Bei der Diskussion um eine möglichst gezielte Unterstützung von Menschen mit geringeren Einkommen über den Direktzahlungsmechanismus wird von Seiten der Politiker*innen oft darauf verwiesen, dass nur 19% der Steuerpflichtigen ihre IBAN hinterlegt hätten. Daher könnte dieses Instrumen nicht angewendet werden. Man erfährt aber sehr wenig darüber, ob an der Übermittlung gearbeitet wird und wie aufwändig dies ist. Vielleicht wäre es auch ein Anlass gewesen, die Bürger dazu aufzurufen, ihre Kontodaten zu hinterlegen. Ich weiß nicht, wie die Rechtslage ist, doch die Idee könnte ja auch sein: Wer Unterstützung bekommen möchte, sollte tätig werden und sein Daten übermitteln?

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Ja, warum auch?

Das ist doch ein klassisches Henne-Ei-Problem.

So lange es keinen konkreten Grund gibt, die IBAN zu hinterlegen, wird es stets nur eine Minderheit tun.

Wenn man als Argument nun sagt, dass nur eine Minderheit die Daten hinterlegt habe und man das System deshalb nicht nutzen könne, drehen wir uns im Kreis.

Was glaubt ihr, wie schnell Hinz und Kunz ihre IBAN hinterlegen werden, sobald es da ernsthaft etwas zu holen gibt?!? Das würde sich dermaßen schnell rumsprechen, vor allem, wenn auch in den Medien darüber berichtet wird.

Also: Einfach mal machen, statt immer Bedenken zu äußern.

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War das nicht das Motto der Union im Wahlkampf. Komisch: Wenn die Gelegenheit erscheint, nur mit dem Nachteil, dass dann ein Teil des für Konsum auf den Kopf gehauenen Geldes die Taschen der Fossil-Konzerne knapp verfehlen könnte, macht man doch lieber falsch, was schon unter der Ampel reinste Geldverschwendung war.

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Versteh ich auch nicht, warum mam sich die kompliziertesten Systeme ausdenken muss, um an die IBANs zu kommen und nicht einfach sagt, die Leute sollen es selber eintragen?!

Ganz einfach - weil man es nicht will….(Ich unterstelle es mal).
Oder ist das dann doch zu unbürokratisch für Deutschland?!?

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Ich musste schon lachen, als ich die Lage heute hörte und breit aufgeführt hat, wo man noch Geld herholen könnte und dass die Subventionen zu hoch seien, z.B. für klimaschädliche Dinge. Und es hatte sich schon wieder selbst überholt, dass wenige Tage nach Erscheinen wieder einmal klimaschädliche Subventionen beschlossen wurden. Stromsteuer und MwSt auf Grundnahrungsmittel senken wären aus meiner Sicht die besseren Alternativen und hilft auch jeden. Dort funktioniert der Markt auch besser. Zumal die Inflation nicht nur Autofahrer trifft. Da die Huthi jetzt auch die Durchfahrt durchs Rote Meer blockieren, werden die Preise nochmal anziehen. Das geht nicht nur Öl durch.

2 Monate Tankrabatt haben 1,8 Mrd. gekostet. Jetzt soll es erstmal bis Jahresende gelten ab Oktober. Also alleine dieses Jahr zusätzlich 4,5 Mrd. klimaschädliche Subventionen.

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Vermutlich ist da eine großer Kritikpunkt, dass man nicht effizient verhindert dass es auch Betrug gibt. Ganz FDP-like: lieber nichts machen als etwas falsch machen.

Bei uns gibt es das geflügelte Wort „Bundesbedenkenträger“ wenn jemand sich immer nur an den Worst Cases orientiert.

vielleicht sollte man an der Stelle auch nochmal drauf verweisen, dass ein Anreiz für fossile Lösungen Geld ins Ausland transferieren wird. Möchte man die Binnenwirtschaft ankurbeln wäre eine Direktzahlung auch besser gewesen.

Jemand der fahren muss, dem hilft beides, jemand der Alternativen hat, wird durch Spritsubvention eher in die Richtung der fossile Lösung gehen.

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Heute (Samstag) 180 km mit dem Auto unterwegs gewesen.

nicht gleich nach dem Schild mit einem höheren Geschwindigkeitslimit Gas geben => Lichthupe bekommen

Bei korrekter Geschwindigkeit auf der Landstraße überholt worden nur damit die Autos im nächsten Ort vor einem an der Ampel stehen

Auf der Autobahn mit 120-130 km/h wird man oft von wesentlich schnelleren Fahrzeugen überholt

Ich denke die schmerzgrenze ist noch lange nicht überschritten
Mit der Gießkanne wird das falsche gefördert

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Meine Idee der Spritpreisbremse wäre: man friert die Abgabenhöhe zum Stichtag vor dem Krieg ein. Bei 1,75€ ist die Abgabenhöhe 1,12€. Bei 2,25 sind es 1,20€. (Quelle). Würde 8 Cent Ersparnis ergeben und man kann guten Gewissens behaupten, es wäre Ausgabenneutral, da ja nur auf Krusenbedingte Mehreinnahmen verzichtet wird.

Wäre eine kleiner Staat-marktwirtschaftliche Lösung. Sollte/könnte man natürlich begleiten mit anderen Maßnahmen.

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Da ist meine Wahrnehmung bei durchschnittlich 1000km Autobahn in der Woche eine andere. Zumindest in Mittel- und Norddeutschland fahren wenige Menschen auf den Autobahnen mehr als 160km/h. Der Großteil ist irgendwo zwischen 120 und 140km/h unterwegs, wenn es der Verkehr zulässt. Ich fahre meist mit auf 140km/h eingestelltem Driving Assistant und werde selten überholt (und nein ich fahre nicht dauernd links ;->).

Trotzdem hat wohl jeder eine Anekdote, die zur Annahme führt, dass die Schmerzgrenze noch nicht überschritten ist. Ich hatte neulich jemanden morgens beim Bäcker, der das Auto laufen lies als er Brötchen holte.

Und ja, der jetzt mal wieder hervorgekramte Tankrabatt zeigt eigentlich nur die Planlosigkeit der Regierung. Warum hat man in den letzten Monaten seit dem letzten Tankrabatt keine sinnvolle Möglichkeit geschaffen? Und was macht die Bundesregierung, wenn Mitte/Ende Oktober der Spritpreis trotz Bremse wieder auf dem Niveau von heute ist?

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Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat den neuen Tankrabatt der schwarz-roten Bundesregierung als kurzsichtig und opportunistisch kritisiert.

Es sei „zynisch“, auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren.
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Weil sich die Politik auf die kurze Frist fokussiere, habe sie „keine Kraft für die wirklich wichtigen strukturellen Reformen“, sagte die Ökonomin weiter. „Dies dürfte für die Bürgerinnen und Bürger mehr Wohlstandsverlust bedeuten als vorübergehend höhere Spritpreise“,

In der Deutschen Politik ist wohl die Sprit Preis Anzeige an der Tanke wichtiger als beispielsweise das abrutschen beim Pisa Score…

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Wenn ich über einen durchschnittlichen Parkplatz gehe in Deutschland sehe ich soo viele Autos die 40.000€ und mehr kosten. Die haben alle kein Problem 50 cent oder 1€ mehr pro liter zu bezahlen als zuvor. Beschweren werden die sich natürlich trotzdem. :person_shrugging:

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Die Anekdoten plausibelisieren dass es die Menschen nicht stärker wie früher / unwesentlich belastet (wie schon oben verlinkt )

lt. Saudi Aramco keine Öllieferungen auch im Oktober.

https://greekreporter.com/2026/09/19/saudi-aramco-october-crude-oil-europe/

In Washington denken die Republikaner laut über einen Exportstopp von Diesel nach, während sie durch die nahenden Midterms unter Druck stehen.

China importiert auch wieder mehr als im Sommer. Das wird jetzt alles nochmal teurer über diesen Winter.

Ja, sicherlich kann man argumentieren dass der Sprit inflationsbereinigt nicht teurer als vor 15 Jahren ist oder dass die Leute sich ja teure Fahrzeuge leisten, was sollen sie dann über teuren Sprit jammern.
Für Verbrennerfahrer ist der teurer werdende Sprit aber erst einmal eine Realität, die sie täglich beim Vorbeifahren an der Tankstelle gezeigt bekommen. Da ist es egal, ob der Sprit vor 15 Jahren inflationsbereinigt genauso teuer war. Vor einem Jahr war er noch günstiger und vor Allem: In vielen Nachbarländern ist er auch jetzt günstiger. Man schaut nicht darauf dass die 30-40€ Mehrkosten pro Tankvorgang auf den Kilometer heruntergerechnet nur ein paar Cent Mehrkosten sind.
Zum Thema neue teure Autos ist es in meinem Umfeld so, dass der Großteil der Neuwagen entweder geleast (mit möglichst wenig Kilometern) oder Firmenwagen sind.

Ich persönlich kann, je länger ich darüber nachdenke, immer weniger Verständnis für das Verhalten unserer momentanen Regierung aufbringen. Nicht dass das Verständnis mal groß gewesen ist, aber momentan …

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Naja, es belastet schon, wenn man kurzfristig keine Alternativen hat.

Wird hier gern mal als unwesentlich weggewischt

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Wie oben geschrieben, 44l Super E10 für 2,30€ pro Liter sind 101,20€. Vor einem Jahr waren es glaube ich noch 1,75€ pro Liter Super E10, da hätte die Tankfüllung eben „nur“ 77€ gekostet, 24,20€ weniger. Das ist schon etwas, was einem auffällt und relevant ist, denke ich.
Zusätzlich wird die psychologische Marke von 100€ überschritten bei einer Tankmenge von nur 44l.
Und der Verweis auf den Preis vor 15 Jahren ist eben nur akademisch zu führen, denn niemand geht von diesem Preis aus, sondern erinnert sich daran was der Sprit noch vor 6-12 Monaten gekostet hat.

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Und noch dazu kommt, dass beim Sprit über die Preise zu jammern gewissermaßen Volkssport ist, weil einfach.

Eine Zahl, groß und prominent an jeder Tankstelle. Noch dazu sind durch die starken Schwankungen die Autofahrenden auch auf Preisvergleiche konditioniert.

Hätte jeder Bäcker eine so große Tafel mit tagesaktuellen Brötchenpreisen, würde es uns da auch auffallen.

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Bitte immer bedenken:

Zum 1. Januar 2026 waren in Deutschland rund 42,7 Millionen reine Benzin- und Diesel-Pkw zugelassen. Das sind gut 86 % des Bestands von 49,49 Millionen Pkw.

  • Benzin: rund 29,3 Millionen (59,3 %)
  • Diesel: rund 13,4 Millionen (27,0 %)

Hybridfahrzeuge haben ebenfalls einen Verbrennungsmotor. Sie kommen auf etwa 4,4 Millionen Pkw (8,8 %), Plug-in-Hybride eingeschlossen. Zählt man sie mit, sind es rund 47 Millionen Pkw. Reine Elektroautos machen nur 4,1 % des Bestands aus.

Der Bestand an Benzinern und Dieseln schrumpft bereits leicht: Benziner gingen bundesweit um 1,9 %, Diesel um 3,2 % zurück.

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Dass bei vielen am Ende des Konto Guthaben noch Monat übrig ist, ist ein anderes Problem.

Die sind leider nicht die Hauptprofiteure, große autos mit viel verbrauch fahren andere

Wenn die Regierung hier ihre Leistungsfähigkeit beweisen hätte und insbesondere diesen Menschen direkt Zahlungen (Klima Geld) zukommen lässt laufen die auch nicht zu denen die denen das Blaue vom Himmel versprechen

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