Rente mit 63

Die Diskussion über die „Rente mit 63“ ist meiner Ansicht nach sehr einseitig.

  1. Nur die wenigsten können mit 65 in Rente gehen die 45 Beitragsjahre haben. Es müssen mindestens 45 Beitragsjahre sein. Derzeit betrifft das hauptsächlich diejenigen die in den 80 Jahren ins Erwrbsleben eingestiegen sind. Damals ist man mit 15-17 Jahren in die Ausbildung gegangen und wurden zu Beitragszahlern. Dies Leute haben beim erreichen des 65. Lebensjahr bis zu 50 Beitragsjahre. Heute kommen viel weniger Menschen in das Berufsleben.
    (Laut Demograpieportal beginne die meisten mit der Ausbildung mit 19-22Jahren.) Studierende habe ich hier nicht betrachtet.

  2. Es wird immer behauptet, dass es gut verdienende Leute sind. Ist den gut verdienen eine Schande? Gut verdinende arbeiten i.d.R auch viel oder haben sich einen einen Status erarbeitet.

  3. Offensichtlich arbeiten in Deutschland nur Dachdecker hart. (Sorry für die polemik) Aber ein Blick auf die Statistik der Gründe für Krankschreibungen sagt auch, dass Krankheiten wie Depressionen, Bornout Angststörungen… mit an der Spitze der Gründe stehen. Dachdecker sind davon, meines wissens eher weniger betroffen. Auch bei „Bürojobs“ ist die Belastung groß und man verschleißt.

  4. Generell halte ich ein festes Rentenalter für kritisch. Welche Motivation sollte ein junger Mensch haben in das Berufsleben einzusteigen? Das Ziel steht festgemauert (Renteneintritsalter) Wer später einsteigt ist schneller am Ziel. Die geleisteten Beitragsjahre sind abei nachrangig. Die Beitragsjahre sollten aber ein Faktor sein.

  5. Zum Schluss eine Frage. Was wird die Regierung wohl sagen wenn viele Arbeitnehmer die ja ach so vermögend sind, einfach mit 65 in die Arbeitslosigkeit gehen? Zwei Jahre ALG1, mit drei Monaten sperrfrist, in denen auch noch in die Rente eingezahlt werden. (Frage für einen Freund)

  6. Vielleicht sollte sich die tolle Rentenkommission nochmal hinsetzen.

    Danke für´s Lesen

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Das ist doch so nicht richtig.
Indirekt sind die Beitragsjahre sehr wohl relevant, da du ja jedes Jahr deine Rentenpunkte sammelst. Also wird ja wohl kaum jemand auf die Idee kommen, erst mit 35 anfangen zu arbeiten, weil er so schneller in Rente kommt. Kriegt dann auch natürlich weniger Rente.

Ich drehe die Frage etwas rum. Beispiel:
Person fängt nach der Ausbildung mit 20 an zu arbeiten. Mit 65 hat sie 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingearbeitet und sagen wir in Summe 45 Rentenpunkte gesammelt.

Eine andere Person studiert oder fängt aus anderen Gründen erst mit 30 Jahren an zu arbeiten. Verdient im schnitt etwas mehr und hat mit 65 Jahren ebenfalls 45 Rentenpunkte gesammelt.

Warum ist es fair, dass die erste Person abschlagsfrei mit 65 in Rente gehen kann und die zweite Person nicht?

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Weil die erste 45 Jahre gearbeitet hat und die zweite nicht :thinking: Ich verstehe die Frage nicht. Es geht ja nicht um die Anzahl der Rentenpunkte ( das ist lediglich die Höhe der Rente) sondern um die Anzahl der Jahre die man eingezahlt hat. Zeit/Lebensjahre sind erheblich wertvoller als Geld!

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Kann dem Argument nicht so viel abgewinnen. Man zahlt was in die Gemeinschaftskasse ein und kriegt wieder entsprechend was raus. Da spielt es doch keine Rolle, ob ich die selbe Menge in 50 oder 45 oder 35 Jahren eingezahlt habe.

Die zweite Person hat ja zum Beispiel such studiert und konnte deswegen erst später anfangen zu arbeiten bzw. einzuzahlen. Ein Studium ist auch Arbeit und teilweise sogar mehr.
Wird bei der abschlagsfreien Rente aber nicht berücksichtigt

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Dann zählt das Studium aber nur, wenn man das Studium auch abschließt und anschließend in dem Beruf auch arbeitet. Ansonsten war es ja Privatvergnügen. :roll_eyes:

Für die Rente sind die Jahre und nicht die Höhe der Beiträge relevant, weil es das ist was wir als Gesellschaft mit der Rente abdecken. Man könnte jetzt argumentieren das die Lebenserwartung bei Menschen die studiert haben eh höher ist als bei „einfachen“ Arbeitern und es deswegen auch fair ist . Je höher das Einkommen, desto höher ist die Lebenserwartung und ebenso die Chance privat Vorzugsorgen :person_shrugging: im Endeffekt deckt man mit der Rente im Durchschnitt also nach hinten die gleiche Lebenszeit ab…

Du zahlst Lebensjahre ein und kein Geld. Geld ist das was du dafür zurück bekommst. Die Gesellschaft vergütet dir deinen Dienst an der Gesellschaft. Wenn du es so siehst ergibt es für dich vielleicht mehr Sinn. Das dein Studium nicht dazu zählt ist eine andere Geschichte und könnte man natürlich diskutieren warum. :slightly_smiling_face:

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2025 gab es 926.000 Renteneintritte. Davon 262.000 besonders langjährig Versicherte Frührentner.

Etwa 28% nehmen die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch. Das ist nicht die Mehrheit aber bestimmt auch nicht „die wenigsten“.

Ist an und für sich natürlich wunderbar. Aber warum ältere Menschen die ein Leben lang gut verdient haben ohne jeder Grundlage von Einzahlung oder Bedürftigkeit einfach so ein Wahlgeschenk im Wert von über 80.000€ pro Person von jüngeren Generationen geschenkt bekommen sollen. Dazu noch in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage die besonders jüngere Generationen, eben die Verlierer dieses Deals, bereits mit weit höheren Abgaben und deutlich höheren Lebenshaltungskosten überlastet (besonders Wohnkosten).

Warum genau man da an die obersten 30% der Vermögen solche riesigen Geldgeschenke machen sollte.

Dass musst du mir nochmal erklären.

Körperlich arbeitende Menschen mit geringem Einkommen sterben im Durchschnitt etwa 10 Jahre früher als Menschen mit Bürojobs. Aktuell bekommen sie weniger aus den Sozialkassen raus als sie eingezahlt haben. Während körperlich einfache Jobs mental belastend sein können aber finanziell deutlich von Umverteilung zu ihrem Vorteil profitieren.

Deshalb legt man ein besonderes Augenmerk auf Menschen mit körperlich anstrengenden Jobs.

Beitragsjahre sind durch die Anzahl erworbener Rentenpunkte bereits vollständig eingerechnet.

Beitragsjahre zusätzlich als Faktor zu verwenden bedeutet Umverteilung und bewusster Abstrafung von Bildungswegen oder persönlichen Schicksalsschlägen. Genau das, was ein Sozialsystem eigentlich verhindern sollte.

Diese Möglichkeit hoffentlich zeitnah durch implizite Frührente mit Abschlägen abschaffen.

Wäre ich der selben Meinung. Ältere Generationen bürden jüngere Generationen auch nach den Vorschlägen der Rentenkommission zu viel auf.

Wenn die Kapitalrente bereits vorzeitig aus Einzahlungen fiktiv ausbezahlt wird haben die zusätzlichen 2% offensichtlich von heutigen Rentnern getragen zu werden und Beiträge gehören entsprechend stabilisiert. Anstatt nochmal einen bundesweiten Nettolohnverlust von 10% zu verlangen.

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Danke für Deine Auflistung!

Leider wird in der Rentendebatte häufig behauptet, dass das bisherige Umlagesystem nicht mehr funktioniert und die jungen Menschen zu stark belastet. Das halte ich für eine Lüge!

Es wäre ohne weiteres möglich die Boomerwelle durch Steuerzuschüsse durchzufinazieren. Danach gibt es wieder ein günstigeres zwischen Rentenbezug und Beitragszahlung, das durch Produktivtätszuwächse noch besser wird.

Das Geld für die Steuerzuschüsse kann man über Vermögens- und Erbschaftssteuern von den Boomern selbst holen. Keine Generation war je so wohlhabend und hat so viel geerbt bzw. wird vererben. Darüberhinaus könnte man natürlich auch die unsägliche Schuldenbremse abschaffen. Es ist auf jeden Fall eine politische Entscheidung das Geld nicht einzunehmen und für die entsprechenden Aufgaben auszugeben.

Kleine Anmerkung: Wenn jemand mit 20 NACH der Ausbildung in das Berufsleben Eintritt dann hat er in der Ausbildung schon „geklebt“ Er hat dann bereits zwei bis 3,5 Jahre gearbeitet.

Gut, dann haben wir vielleicht zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen auf die Rente :slight_smile:
Ich bin da eher beim „Geld“ als bei der „Zeit“. Dafür spricht ja zum Beispiel, dass es auch keinen Unterschied macht, ob du 44 oder 35 Jahre eingezahlt hast. In beiden Fällen geht es erst mit 67 ohne Abschläge regulär in Rente und dann kommt es nur auf die eingezahlte Menge Geld bzw. die Punkte an

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Da man das ja anscheinend immer wieder klar stellen muss: Es geht nicht darum, ob jemand mit 63, 65 oder 67 in Rente geht, sonder darum, dass dies abschlagsfrei geschieht. Es gibt auch ohne die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte (Rente mit 65) ja auch die Möglichkeit mit Abschlägen vorzeitig in Rente zu gehen.

Hier zum Verständnis eine Beispielrechnung:

Person A Berufseinstieg mit 18 Jahren, Renteneintritt mit 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren
Person B Berufseinstieg mit 20 Jahren, Renteneintritt mit 65 Jahren nach 45 Beitragsjahren
Person C Berufseinstieg mit 22 Jahren, Renteneintritt mit 67 Jahren nach 45 Beitragsjahren

Die Standardrente bei 45 Rentenpunkten ohne Abschläge beträgt seit Juli 2026 1.913,40€

Ohne abschlagsfreie Rente mit 65 Jahren bekommen diese drei Personen folgende Renten:[1]
Person A = 1.637,87 € (-14,4 %)
Person B = 1.775,64 € (-7,2 %)
Person C = 1.913,40 €

Mit abschlagsfreier Rente mit 65 Jahren bekommen diese drei Personen folgende Rente:
Person A = 1.637,87 € (-14,4 %)
Person B = 1.913,40 €
Person C = 1.913,40 €

Hier liegt zunächst erstmal eine grobe Ungerechtigkeit zwischen den Rentnern vor. Alle drei Personen haben in diesem Beispiel die gleiche Lebensleistung erbracht. Da die restliche Lebenserwartung bei einem Renteneintritt in jüngeren Jahren höher liegt, wird entsprechend ein Abzug auf die Renten erhoben.

Wird nun zusätzlich die abschlagsfreie Rente mit 65 Jahren berücksichtigt bekommt Person B 137,76 €/Monat oder praktisch betrachtet 2 Jahre Rente geschenkt, da kein angemessener Abzug mehr stattfindet. Er wird damit faktisch gegenüber Person A und C besser gestellt.

In der Realität wird dieses Rentengeschenk natürlich nicht von den anderen Rentnern finanziert, sondern von der Arbeitenden Bevölkerung über Rentenbeiträge und Steuern.


  1. ↩︎

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Du wirst dich (nicht?) wundern, aber das war eine Zeit lang eine beliebte Vorgehensweise von Rentnern. Ich kenne persönlich jemanden, der mit 61 Jahren mit Abfindung ins ALG 1 gegangen ist (er war dort praktisch Totalverweigerer), dann noch 2 Monate als Privatier überbrückt hat und schließlich mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gegegangen ist, nur um sich dann zu beschweren, wie man denn von 2.700 €/Monat Netto leben soll.

Meines Wissens wurden die Möglichkeiten ALG 1 als Überbrückung in die (abschlagsfreie) Rente zu missbrauchen stark eingeschränkt. Du kannst jedenfalls nicht einfach kündigen, sondern musst schon gekündigt/abgefunden werden.

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Für diese steile These hätte ich gerne mal einen Beleg. Die Geburtenraten sind heute noch genauso mies (oder noch niedriger), wie vor 30 Jahren. Woher soll denn da eine Verbesserung des Rentnerquotienten kommen.[1]

Die durch die Kopplung der Rentenhöhe an die Löhne bereits überkompensiert wird. Was glaubst du denn, woher die ganzen Rentenerhöhungen der letzten Jahre kamen?

Geil, noch mehr Konsum auf Pump, den wir Jüngeren dann in Zukunft ausbaden dürfen?


  1. ↩︎

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Es ist ganz objektiv in den Statistiken zu beobachten. Soziale Mobilität sinkt, Vermögensentwicklung hinkt hinterher, Eigenheimquote hinkt hinterher und speziell die Ungleichheit zwischen Altersgruppen steigt dagegen stark.

Das ist nicht korrekt. Die Finanzierung der Altersleistungen wird sich erst mit einer entsprechend guten Geburtenrate entspannen. Da sich die Geburtenrate nicht ändert erwartet man bis in die 2050er einen starken Anstieg der Ausgaben und dafür notwendig etwa 20-25% Nettolohnverlust. Und danach ein verharren auf dem Niveau.

Da Leistungen mit Wachstum erhöht werden ist es auch nicht möglich das mit Produktivität auszugleichen. Wenn Arbeitnehmer produktiver arbeiten und dadurch mehr verdienen steigen die Renten genau so stark. Gleichzeitig müssen aber mehr Rentner für immer länger von immer weniger Arbeitnehmern versorgt werden.

Vermögens- und Erbschaftssteuern können nur Sachvermögen umverteilen. Nicht die notwendige Arbeit leisten. Grundsätzlich halte ich die Idee aber auch für wenig sinnvoll erst hohe Leistungen auszuzahlen und dann zu schauen ob man nicht wieder was wegnehmen kann. Das selbe Ergebnis hat man, wenn man Leistungen kürzt und über Bedürftigkeitsregelungen am unteren Rand erreichbar hat. Nur dass das Risiko verschwindet, dass das Geld und Vermögen auf den Kopf gehauen wird und die Gesellschaft am Ende nur mit hohen Ausgaben dasteht.

Und diese Form von Konsum mit Schulden zu finanzieren ist wirklich absurd. Selbst wenn ich von den langfristigen Konsequenzen für die Gesellschaft durch diese Schulden absehe ist es doch nicht zielführend so überdurchschnittliche Lebensstandards immer weiter zu subventionieren und von Menschen mit weniger weg zu verteilen während uns gleichzeitig Millionen von Wohnungen fehlen und das Leben für Arbeitnehmer in der breite immer schwieriger zu finanzieren ist.

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Mir selbst sind mehrere Fälle bekannt die einen solchen Ausstieg gewählt haben. Die FallManager der Agentur haben immer „mitgespielt“ Ich persönlich kann mir das nicht vorstellen. Aber auch hier gilt, der ehrliche ist wieder mal der dumme.

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2 Jahre ALG1 werden oft zur Überbrückung bis zur vorgezogenen Rente genutzt.

Diese 2 Jahren zählen aber nicht (mehr) fürs Erreichen der 45 Beitragsjahre, die erforderlich fürs „abschlagsfrei“ sind.

Einmal hier zum Steuerzuschuss allgemein:

Und hier in Form einer Reaction auf eine Lanzsendung das gesamte Fehlverteilungdproblem inklusive Alterspyramide: https://youtu.be/tRZ5vS3V98E?is=N85EZr1YnS0ovmbz

Hab ich auch in verschiedenen Podcasts schon gehört.

Das stimmt, aber viele haben die 45 Jahre schon früher voll. Wer mit 16 anfängt zu arbeiten hat mit 61 schon 45 Beitragsjahre.

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Ihr habt euch ja jetzt schon mehrfach recht wohlwollend zu kapitalmarktbasierten Varianten der Altersvorsorge geäußert. Ich finde das Konzept recht problematisch. Selbst habe ich so etwas mal von meinem letzten Arbeitgeber angeboten bekommen (so als private Vorsorge) und bin dabei über folgendes Problem gestolpert: Ich gebe jetzt Geld von meinem Einkommen ab, um es am Kapitalmarkt zu investieren, damit es sich dort vermehrt und mir eines Tages als Rente zugute kommt. Mit dem Geld werden Aktien von Unternehmen gekauft, in dem Fall damals waren es klassiche Dax-Unternehmen, unter anderem Vonovia, eon, RWE, etc. Wenn mein Geld nun aber beispielsweise in Vonovia investiert wird, und Vonovia es nutzen kann, um weiter Mieterhöhungen und Wohnungsknappheit zu befeuern, heißt das doch aber, dass ich mit meinem Geld aktiv dafür sorge, dass die Mieten in 20-30 Jahren so hoch sind, dass meine zusätzlich „erwirtschaftete“ Rente am Ende wieder davon aufgefressen werden könnte, oder? Ähnlich mit Unternehmen wie eon, die ja relativ aktiv gegen die Energiewende lobbiieren, damit also den Klimawandel weiter befeuern und in schon sehr naher Zukunft Extremwetterereignisse usw. weiter begünstigen, die mein persönliches Leben (als Rentner:in) dann ja auch wieder massiv einschränken. Kurz gesagt, sehe ich die Gefahr, dass, wenn ich meine Rentenbeiträge an einem Kapitalmarkt anlege, dessen große Player nachhaltig die Welt zerstören, in der wir leben, mir die sicherere Rente in einer teureren und womöglich weniger bewohnbaren Welt der Zukunft einfach nichts mehr nützt. Diesen Punkt empfinde ich selbst als gewaltigen Widerspruch innerhalb des Konzepts von kapitalmarktbasierter Rente, er ist mir in der Debatte aber bisher noch nie untergekommen. Wäre das nicht auch mal ein Thema, das es wert wäre zu beleuchten?

Dieser Artikel ist sehr irreführend, da er die Zeit stark steigender Arbeitnehmer bei niedriger Anzahl Rentner nutzt um für die Zeit von sinkenden Arbeitnehmern und hoher Anzahl an Rentnern zu argumentieren.

Die Aussage, dass es vor dem Renteneintritt der Boomer kein Problem war und deshalb auch danach irrelevant ist und sowieso sind Schulden irrelevant und können unbegrenzt aufgenommen werden ist… eher nicht so in der Realität verankert und beruht primär auf Einzelmeinungen von sehr weit Links-Außen.

Okay da haben wir wieder die neoliberale bzw. konservative Überheblichkeit, die alles was nicht in eigenen Modelle und die von der eigenen Ideologie geprägte Weltsicht passt als realitätsfern und ideologisch bezeichnet.

Dabei wird die eigene Weltsicht als ideologiefrei, neutral und realistisch dargestellt, obwohl sie mindestens genauso ideologisch vom Blick durch die eigene Brille geprägt ist.

Das ist keine faire und offene Debattenkultur!