Rente durch ETFs - für alle funktioniert das nicht

Erstmal danke für deine interessanten Beiträge zu dem Thema hier.

Die Frage ist doch, ob dies im Jahr 2026 noch genau so zufrifft wie in 1952?

Natürlich bleibt der Kern richtig:
Renten werden am Ende immer durch reale Güter und Dienstleistungen gedeckt, die in der jeweiligen Periode produziert bzw. erbracht werden müssen. Aber die Schlussfolgerung, dass sich das auch heutzutage nur auf das Volkseinkommen beschränken muss, erscheint mir nicht mehr zutreffend.

Warum sollten wir für das Rentensystem nicht langfristig auf die globale Wirtschaft setzen?

Wie du selber später erwähnst, stellt dies nichts anderes als eine Absicherung gegen die Demografie und das eigene stotternde Wirtschaftswachstum dar. Genau darin liegt ja die Stärke eines breit gestreuten Portfolios → Risikodiversifikation.

Einer der wenigen positiven Faktoren, die wir grundsätzlich beim Thema Rente haben, ist die Zeit. Gebündelt über einen Staatsfonds wäre theoretisch ein Anlagehorizont von 65 Jahren möglich. Auch wenn es bei Aktieninvestments immer wieder zu starken Schwankungen kommt → je länger der Zeitraum, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.

Bei einer historischen Rendite von 5% (inflationsbereinigt) wäre dies über 65 Jahre ca. eine 24-fachung des ursprünglichen Investments.

Diesen langen Zeitraum systemisch zu ignorieren und nahezu ausschließlich auf Umlage zu setzen, ist deutlich teurer und trägt sich als System schon seit Jahrzehnten nicht mehr ohne erhebliche Zuschüsse.

Hier kann ich nur zustimmen.
Ein möglicher Staatsfonds sollte aus meiner Sicht ebenfalls in renditeabwerfende Infrastruktur im Inland investieren. An dieser Stelle würde ich noch Wohnraum, Landwirtschaft und Logistik ergänzen.

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