Ist dazu nicht schon alles gesagt?
Die Mineralölsteuer bzw Energiesteuer, wie sie seit 2016 genannt wird, bemisst sich nicht nach Preis, sondern nach Menge. Daher völlig unerheblich, wie teuer der Liter Benzin ist. Natürlich wird darauf auch noch MWST erhoben, hier werden tatsächlich Mehreinnahmen generiert.
Weil es heute lange dauert, will du es weiter verzögern? Wir sind doch eh schon 10 Jahre zu spät. Weiter an fossilen festhalten wird doch nur noch teurer und in 10 Jahren sind wir dann immernoch zu spät.
Ich sehe es so. Besser heute, als morgen.
Ich will gar nix verzögern. Ich stelle nur die Frage wie schnell und sozialverträglich das geht.
Oder ob es egal ist wenn dabei viele hinten runter fallen?
Ich würde sagen: wenn in der Regierung der Wille da ist, kann man es langsam oder schnell machen, schmerzhaft wird es in jedem Fall (Stichwort Strukturwandel Ruhrgebiet), aber es geht.
Ein weitblickender Anführer würde die Menschen darauf vorbereiten. Aktuell scheint es aber für den langsamen, vorrausschenden Weg unter unseren Anführern keinen Willen zu geben, sonst würden die selbstauferlegten Regeln nicht immer kurz vor dem Inkrafttreten wieder rückgängig gemacht (Verbrenneraus, ETS2…).
Also wird es irgendwann schnell und schmerzhafter passieren, wenn sich die äußeren Umstände nicht mehr länger ignorieren lassen. Ich fürchte die Sozialverträglichkeit wird dann keine tragende Rolle mehr spielen.
Im Extremfall:
Ab 1.1.2027 sind Verbrenner und fossile Heizungen verboten.
Dann haben alle ein halbes Jahr Zeit für den Umstieg.
Danach halt laufen oder frieren, wer es bis dahin nicht hinbekommt.
Wollen wir das?
Obwohl…als Mieter kann ich dann sagen, lieber Vermieter, kümmer dich, dein Problem.
Als Arbeitnehmer…Chef, komme mit Bahn, weiß nicht wann….
Wer fällt hinten runter wenn sein Neuwagen nur noch elektrisch fahren darf?
Wer unbedingt 2000km in 10 Stunden fahren muss, kann ja nen jungen Gebrauchten nehmen?
Und wer in der Automobilindustrie jetzt noch mit Verbrennern plant, nimmt Gewinne mit und plant auf Sicht. Da wird jetzt schon nicht mehr neubesetzt und das langsam abgebaut.
Solange es nur um Neuwagen geht….
Damit das so schnell passiert bräuchte es denke ich eine Art traumatisches Ereignis, welches in der Bevölkerung zu einer Umorganisation der eigenen Prioritäten führt und der Regierung eine „Ausrede“ für ein Umschwenken vom bisherigen Kurs gibt.
Soetwas wie ein extremer Hitzesommer, der zu echten Einschränkungen führt (zB. weil es zu heiß ist, um nach draußen zu gehen), oder eine neue Flut mit starker Zerstörung, Rationierung von Trinkwasser… Irgendwas mit einer Signalwirkung in Richtung „es ist ernst, und ihr braucht euch keine Hoffnung machen, dass euch der Klimawandel nicht ganz persönlich trifft“. Wo auch die „Anpassungsfans“ merken, dass die Anpassung in diesem Fall ein gravierender Freiheitsverlust ist.
Die „Hoffnung“ (auch wenn das nicht das richtige Wort ist) in der Klimacommunity war, dass die Flut vom Ahrtal dieses Event sei. Hat aber nicht gereicht.
Würde wohl auch teuer werden, wenn man alle mitnehmen will
Naja, könnten ja auch den akutellen Spritpreis und Gaspreis und die fast absolute Abhängigkeit von externen Anbietern als einschneidendes Erlebnis zum Handeln nehmen. So wie 2022 - ups erst gehandelt, und dann wieder doch verzögert wurde. Schon 2022 waren die Erneuerbaren „Freiheitsenergie“. Man muss es bloß sozial abfedern und gut erklären. Problem: die Lobby der CO2-Produzenten ist dagegen, und die haben die Bild/Welt usw. auf ihrer Seite. Das wurde u.a. auch Habeck zum Verhängnis…
Was soll das?
Es ging nie darum, zugelassene Verbrenner Autos zu einem Termin zu verbieten.
Sondern ab einem Termin Neukauf, Neuzulassung nur noch von nicht-fossilen Autos.
Ruhig. ![]()
Es ging nur um das Beispiel eines radikalen Umstiegs.
War ein rein hypothetisches Beispiel um zu zeigen das sowas halt nicht „mal eben“ geht, sondern das wir hier von einem schrittweisen und durchaus langwierigem Transformationsprozess in der Mobilität reden.
Der funktioniert nicht über radikale Verbote, sondern über die Überzeugung der Menschen.
Also, Puls senken, durchatmen. ![]()
Ist bloß lustig, wenn man sich hier Gedanken macht darüber, was das kostet und welche Belastungen das bedeutet, aber nicht, was es kostet und an Belastungen es bringt, es gibt nicht zu tun.
Rein hypothetisch: wir nehmen jetzt ein Sondervermögen auf, stellen Millionen Gastarbeiter ein und revolutionieren hier alles, um zukunftssicher zu sein. Wäre jetzt das hypothetische Gegenbeispiel zu deinem. Finde ich jetzt nicht so abschreckend.
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