Hier seht ihr vorläufig alle im Jahr 2021 hinterlegten Quellen.
Und leider muss man feststellen, dass es immer ausreichend Politiker gibt, die die Munition für solche Aussagen liefern.
Ansonsten ist das ja die übliche Rhetorik, für die Kinder, die Freiheit, die Asylanten sind schuld und natürlich gemixt mit Corona.
Ich hab schon lange das Gefühl, dass je frustrierter Menschen sind, desto empfänglicher sind die für einfach Antworten, selbst wenn man es besser weiß.
Ob das die AfD oder der 3. Weg, beide haben keine Lösungen, dass es den Menschen schlussendlich geht.
Ja inhaltlich ist das wohl nichts Neues. Was mich tatsächlich am meisten überrascht hat, ist dass es eben als Postwurfssendung kam. Sowas kenne ich sonst nur zu Bundestagswahlen aber nicht als Demoaufruf.
Siehe v.a. Seite 7
Moin,
ich erlebe sehr viele Diskussionen zum Thema Klimakrise. Auf der einen Seite stehen die Menschen, die das Problem als solches noch nicht erkannt haben oder ignorieren, und nicht wissen (wollen), was die kürzlich erschienenen Veröffentlichungen des DWD bedeuten (Politik, große Teile der Gesellschaft, Teile der Wirtschaft usw.).
Auf der anderen Seite steht die „Klimabubble“ (Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen usw.) In diesen Geprächen scheinen sich zwei Lager zu bilden.
- Aktivist:innen (Motto: Hier sind die Lösungen für 1,5°)
- Doomer (Motto: Wir sind unaufhaltsam auf einem Weg Richtung 4°)
Ich fange mal mit einem Link an, von dem ich noch nicht weiß, wie gut recherchiert die Quelle ist, aber mich sehr hoffnungsvoll stimmt.
Project Drawdown (zeigt Lösungen auf, wie wir die CO2 Emissionen wieder runter bekommen):
Donut Economy (Kate Raworth) zeigt auf, wie wir unser Wirtschaftssystem umbauen könnten, um Pariskonform zu werden:
Vielleicht bildet sich ja eine Sammlung mit Artikeln/Büchern usw. die mensch nutzen kann, um sich weiterzubilden
Wer blockiert?
Neue Studie zum Regenwald
Ganz schlechte Aussichten.
Was macht Hoffnung?
LdN233:
Hat jemand die Quelle für die nicht zuordbaren Infektionszahl?
Danke ![]()
S.13, Abb.9, eingefügte Grafik
Ich hatte mich auch gewundert. Es scheint doch langsam offensichtlich, dass diese 75% in Schulen/Kitas und den angeschlossenen Haushalten stattfinden.
Super danke für die pdf ![]()
Hatten wir die 75% nicht zuordnenbare Infektionen nicht schon im Oktober als die Restaurants wieder geschlossen wurden und die Schule noch zu war?
Ich krieg’s nicht mehr ganz zusammen, meine mich aber wie folgt zu erinnern:
- Restaurants waren mWn im Oktober nicht geschlossen, sondern erst ab November. (Zumindest aber nicht den ganzen Oktober, ich war nämlich Mitte Oktober noch in einem.)
- Schulen wurden erst Mitte Dezember (vollständig) geschlossen.
Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass in dem Moment als die Restaurants geschlossen waren das Gegenargument war, dass wir doch garnicht wissen, ob die wirklich Treiber des Infektionsgeschehens sind, weil wir es bei 75% der Infektionen nicht wissen.
Es passt hier vielleicht nur am Rande hin, aber mich wundert ehrlich gesagt nicht, warum die meisten Infektionen nicht nachvollziehbar sind.
Die These: Durch die dauerhaft sehr strengen Kontaktbeschränkungen werden Verstöße den Gesundheitsämtern nicht offen dargelegt, da Infizierte die hohen Strafen aus dem Infektionsschutzgesetz fürchten.
Der folgende Teil ist natürlich sehr subjektiv eingefärbt, aber ich meine aus Gesprächen immer die Gleiche Grundstimmung, wie Sie in der Lage schon öfter dargestellt wurde, zu erfahren.
Die Leute achten auf den Infektionsschutz, jedoch ist über mehrere Monate als z.B. Single die 1 + 1 Haushaltsregel einfach nicht einzuhalten. Schon wenn man sich mit einem befreundeten Paar trifft, das nicht zusammen wohnt, verstößt man gegen die Regeln.
Ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach in den Unternehmen. Ich glaube jeder der zumindest 1 Tag in der Woche auf die Arbeit geht, wird dort mindestens ab und zu den ein oder anderen Verstoß finden und sei es nur das gemeinsame Mittagessen von 2-3 Kollegen in einem großen Besprechungsraum. Das hilft natürlich ganz und gar nicht die Pandemie einzudämmen und natürlich gibt es einen Grund warum es verboten ist. Mir geht es aber um dem Umgang damit und dort insbesondere wie die Gesundheitsämter eingebunden sind.
Was passiert also, wenn jemand positiv getestet wird und das Gesundheitsamt nach den Kontakten fragt? Es wird natürlich gelogen, da jeder die hohen Strafen kennt und natürlich die Kollegen/Freunde schützen möchte (und sich selbst).
Es wird also eher gesagt: Keine Ahnung wo ich das herhaben soll und im besten Fall dann privat alle Kontaktpersonen informiert. Im schlechtesten Fall behält die infizierte Person alles für sich.
Ich finde es schade, dass der Aspekt Kontaktnachverfolgung immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Rostock hat es vorgemacht, wie man aktiv das Virus bekämpft, wenn ich mich Recht errinnere teilweise sogar komplett ohne Kontaktbeschränkungen.
Es würde doch sicherlich helfen, wenn man wenigstens die Gesundheitsämter aus der Strafverfolgung herausnimmt.(Evtl eine Verschwiegenheit wie beim Arzt?)
Das würde immer noch die Verfolgung bei mutwilligen Verstößen (Partys, Bars, etc.) durch die Polizei ermöglichen und gleichzeitig die Kontaktverfolgung deutlich effizienter gestalten. Ich bin mir sicher, das wir dann auch nicht mehr bei 75 % unbekannte Infektionen wären…
Ich finde die These durchaus plausibel. Hinzu kommt noch, dass die meisten Infektionen vermutlich überhaupt nicht bemerkt und/oder gemeldet werden (Stichwort Dunkelziffer). Das das von Dir beschriebene Verhalten führe ich dabei auch auf den medialen Diskurs im Sommer/Herbst zurück, in dem Infektionen zunehmend nicht mehr als gesamtgesellschaftliches Problem aufgefasst wurden, sondern ausschließlich als Blame-Game „Die XY sind Treiber der Pandemie bzw. Schuld, das ich das und das nicht mehr machen darf“. Und die Politik hat das durch entsprechende Maßnahmen redlich unterstützt. Sprich: es ist nicht nur die Angst vor Strafen, sondern auch vor gesellschaftlicher Stigmatisierung, die dazu führt, dass viele Leute nicht nur über das wann & wo einer Infektion schweigen, sondern auch über die Infektion insgesamt.
An Schulen hat das u. a. dazu geführt, dass Schüler:innen teilweise regelrecht Angst vor Tests haben, weil sie wissen, dass sie im Falle eines positiven Ergbnisses von der ganzen Klasse gnadenlos gemobbt werden.
„ In die Auswertung flossen überwiegend solche Schnelltests ein, für die geschultes Personal die Proben von den zu untersuchenden Personen nahm. Die meisten der untersuchten Tests schlagen auf Virusfragmente in der Probe an und funktionieren ähnlich wie Schwangerschaftstests. Solche sollen überwiegend auch in Deutschland zum Einsatz kommen.
Im Durchschnitt erkannten die untersuchten Schnelltests 72 Prozent der Infizierten korrekt - wenn diese Symptome hatten. Symptomlos Infizierte detektierten die Tests hingegen nur zu 58 Prozent. Wenn jemand virusfrei war, erkannten das die Schnelltests mit weit größerer Zuverlässigkeit richtig. Doch die allgemein hohe Quote an falsch-negativen Ergebnissen zeigt, dass man sich auch auf ein negatives Testergebnis nicht verlassen sollte.“
Es ist doch inzwischen längst bekannt, dass Schnelltests weniger sensibel sind als PCR-Tests. Deshalb „gelten“ sie immer nur für maximal 24 Stunden. Weil es eben sein kann, dass man schon infiziert ist, aber die Viruslast noch nicht hoch genug für den Schnelltest. Sinnvoll sind die Tests trotzdem, weil man eben auch erst ab einer gewissen Viruslast ansteckend ist. Wenn der Test (noch) nicht anschlägt, ist deshalb auch die Ansteckungsgefahr sehr gering. Und darum geht es ja letzten Endes.
Dies ist ein wichtiger Punkt, den ich dazu auch in einem anderen Thema benannt habe. Falsch negative Tests wirken sich dadurch aus, dass sie eine falsche Sicherheit bieten.
Andererseits ist dies kein valide Argument gegen Schnelltests. Denn jede Testung minimiert die Quote von erkrankten Personen und lindert die Gefahr für Viele, wenn diese Personen unverzüglich in Quarantäne gehen. Falsch negative Tests erhöhen zwar diese Gefahr, wobei die Gefahr größer ist, wenn gar nicht getestet würde.
Es gilt daher, dass Schulungen angeboten werden, um die Validität dieser Tests zu erhöhen. Dies wird, meines Wissens nach, auch getan, z.B. an Schulen.
Des Weiteren sollten die Hersteller daran arbeiten die Wahrscheinlichkeit, korrekt zu testen, zu erhöhen.
Ja, stimmt, da habe ich nicht genau genug gelesen: Die Meta-Studie, über die die SZ berichtet, untersucht, „wie zuverlässig Schnelltests eine Infektion mit Sars-CoV-2 erkennen“.
Die, Frage, ob jemand infiziert ist, ist aber gar nicht die Frage, für die die Schnell- (und auch Selbst-)-Tests eingesetzt werden sollen. Vielmehr geht es um die Frage, ob man in den nächsten Stunden infektiös ist.
Nach meinem Kenntnisstand beantworten die Schnell- und Selbsttests diese Frage mit einer sehr viel höheren Genauigkeit (wenn ich mich recht erinnere: 85-93%).
Damit wären sie sehr wohl gut geeignet, um kurz vor einem Cluster-Event (Schule, Arbeitsplatz, Restaurant, Privattreffen, …) sich zu testen und, falls positiv, darauf zu verzichten (und einen PCR-Test zu machen). Wenn das flächendeckend jeder tun würde, könnten man einen Großteil der flächendeckenden Infektionen verhindern!
Und ja: Die Getesteten müssen wissen, dass das Ergebnis eine Momentaufnahme für die nächsten 6 Stunden sind und keine zuverlässige Aussage darüber treffen, ob sie infiziert sind.
EDIT: falsch war: „Die etwas schlechtere False-Positive-Rate könnte man mit einer 2-fachen Nachtestung abfedern.“ Siehe Antwort von @birgit unten.