Dazu müsste man das Klimaziel aber ernst nehmen und das Klimageld auch auszahlen. Aber ich befürchte darauf haben eventuell unsere Kinder eine Chance und bis dahin wird es noch sehr viel ungemütlicher auf dieser Welt
Da sind wir wieder beim Punkt.
Jede Situation ist anders.
Klar hätte man vor 15 Jahren schon eAuto fahren können, da waren aber die Rahmenbrdingungen schlechter als heute. Ähnlich bei Heizung etc.
Es geht sprachlich wieder ums „Entweder-Oder“.
Doch die Frage ist doch eher das „Wann?“.
Dazu wie gesagt, welche Perspektive wird politisch kommuniziert?
Wenn einem erzählt wird, Gas aus Russland ist auf ewig billig und deutsche Verbrenner sind dank moderner (Mogel-) Technik quasi sauber, dann reagierst du entsprechend.
Wenn du dann feststellst, das stimmte alles gar nicht, sondern ist alles ganz anders, wirst du erstmal skeptisch.
Vielleicht nicht rational, aber menschlich.
Da sind wir wieder bei der nicht eindeutigen politischen Richtung.
Und wenn Frau Reiche nach Habeck jetzt sagt, wir brauchen mehr fossile Energien, kratzt man sich schon am Kopf.
Lesen und lernen
@Tikka hat sich nicht hingesetzt, sondern hat es durchgezogen.
Hier eine Pressemitteilung aus 2013:
Damals wurde noch ausgeglichen, aber der Pfad war klar.
Es liegt doch auch an uns, dass das nicht mehr Schule machte. Das betrifft jeden einzelnen Verbraucher, inklusive dem, der jetzt Nudeln isst. Selbst dessen Meinung hat Einfluss darauf, wie sich Unternehmen verhalten. Diese Autos wären jetzt 11 Jahre alt und stünden dem Gebrauchtwagenmarkt zur Verfügung. Unsere Automobilindustrie wäre mindestens fünf Jahre weiter bei der Erforschung elektrischer Technologien, weil sie dementsprechend früher eingestiegen wäre.
Nur um das klar zu stellen: Natürlich gibt es eine Menge Menschen, die momentan in einer Lebenssituation sind, dass es für sie wichtigeres gibt/sie es sich nicht leisten können, sich ein E-Auto zu kaufen oder eine Wärmepumpe einzubauen.
Wobei hier das E-Auto und die Wärmepumpe nur als Platzhalter für klimafreundliches Verhalten steht.
Aber auch dann hat man Möglichkeiten, die man nutzen kann.
Das ist leider manchmal unbequem, aber es geht wenn man will.
Darüber hinaus gibt es zusätzlich viele Menschen, die wissentlich ihre Entscheidung gegen klimafreundliches Verhalten treffen und nun jammern, dass der Sprit und das Öl/Gas so teuer sind. Da wird noch schnell eine neue Gasheizung eingebaut, damit der Spinner der Grünen einen nicht zwingt, auf sowas dämliches wie eine Wärmepumpe umzusteigen. Oder eben noch vor dem Modellwechsel der letzte richtige Verbrenner gekauft, da die Hersteller den danach nur noch als Hybrid anbieten. Ich kenne da leider einige Personenkreise, die so handeln.
Dabei kann jeder Mensch sich frei informieren und seine Entscheidungen treffen, dass wir eher früher als später ein Problem mit dem Klima bekommen werden und das viel geliebte Öl nicht auf ewig zu finden sein wird, ist nicht erst seit letztem Jahr bekannt.
Das ist so als würde man am Strand liegen und ein Tsunami rollt heran. Je mehr Menschen einem das sagen, desto eher bleibe ich dann am Strand liegen? Kann man machen. Man kann auch anzweifeln, dass da überhaupt ein Tsunami ist. Oder dann, wenn es eng wird, nach dem Staat rufen. Oder man überlegt sich, was eine mögliche sichere Option sein könnte und übernimmt selbst Verantwortung.
Hier kommen wir schon wieder in den Bereich Neid. Ich weiß sehr wohl, wie es ist, wenn am Ende vom Geld noch viel Monat übrig ist. Meine Frau und ich kommen beide aus armen Verhältnissen und haben uns das bisschen, was wir jetzt haben, selbst erarbeitet. Es hat uns aber nie davon abgehalten, uns Gedanken um halbwegs vernünftige Zukunftsentscheidungen zu machen.
Den PV-Kredit damals habe ich nur bekommen, weil ich der Bank vorrechnen konnte, dass dieser sich durch den Ertrag selbst rechnet. Das war nicht einfach, aber die richtige Entscheidung damals.
Natürlich gibt es immer Engstirnige.
Hatte letztes ein Gespräch zweier Motoradfahrer am Sonntag gehört, die sich bitterlich über die hohen Benzinpreise beschwerten und das ihre Freizeittouren nun teurer werden.
Musste ich auch mit der Stirn runzeln.
Klar muss man sich anpassen.
Mal überspitzt: rein technisch käme jeder (!) hier im Alltag mit einem Dacia Spring aus. Reine Sache das Anpassung. Damit kann man auch von Flensburg regelmäßig an den Bodensee fahren. Dauert nur länger und ist sicher nicht schön.
Da greift auch bei eAuto Fahrern die Bequemlichkeit (nachvollziehbar) und man kauft was größeres und teureres. Wenn man kann.
Gibt viele, die nicht wollen, die müsste man schon zwingen.
Da gibt es Unentschlossene, die können und müssen eher noch überzeugt werden.
Und viele die Wollen aber (noch) nicht können.
Ein Ansatz für alle passt da wohl nicht.
Die Aussage war das es grundsätzlich die Ausnahme sein dürfte sich kein e-Auto leisten zu können und als Beleg wurden e-Autos angeführt die für 5000€ zu haben seien.
Deutschlandweit 200 Angebote sind kein Beleg dafür das es “grundsätzlich die Ausnahme” sei es sich nicht leisten zu können.
Îm Alltag mag das vllt stimmen.
Bei der Route von Flensburg zum Bodensee ist es schon quatsch weil nicht jede Familie in einen Dacia passt. Und speziell die kurze Reichweite und langsame Ladezeiten (auch bei älteren gebrauchten) würden die Fahrt vor allem mit kleinen Kindern zur Zumutung machen.
Ich stimme zu das es keine rationale Begründung gibt noch immer neue Verbrenner zu kaufen.
Das Problem ist aber das viele sich den neuen Verbrenner leisten können, einfach weil sie es wollen.
Und jene die es sich nicht leisten können finden einen Gebrauchtwagenmarkt vor, auf dem es wenig e-Autos gibt.
Und ja durch die Förderung kann man günstiger e-Autos leasen. Das setzt aber überhaupt die Kreditwürdigkeit voraus. Außerdem ist dann nach x-Jahren die Förderung aufgebraucht und das man sich den Restwert des Autos leisten kann nicht zwangsläufig gegeben.
Dementsprechend stimme ich dem Ursprungskommentar zu “dass ausgerechnet diejenigen, die nicht auf die Grünen gehört haben, jetzt bei steigenden Benzinpreisen die sind, die sich beschweren, kam bei mir sehr pauschal und wenig einfühlsam an” den es mag viele geben für die sie Einschätzung stimmt, vllt auch die Mehrheit, aber es gibt auch viele Menschen die keine realistische Chance hatten umzusteigen, gerade mit geringem Einkommen, die jetzt extrem unter den Spritpreisen leiden.
Das war der Punkt. ![]()
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Spannend ist doch aber, dass immer wenn jetzt jemand darauf hinweist dass die Verbrenner und Gasheizungen selbst unter Katharina Reiche (mit dem Zack in Richtung Fosil-freundlich) teurer werden, gereizte Reaktionen kommen
Das liegt zum Teil daran, dass @Tikka hier vielleicht für Autos Recht hat (auch da gibt es unterschiedliche Preise und wir hatten in anderen Threads schon eine ausführliche Diskussion ob es einen Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos gibt) - aber gerade bei der Miete stimmt diese Aussage nicht:
Dementsprechend verständlich ist dann
trotzdem ist es dann doch wichtig darauf hinzuweisen, dass Gas und Öl unabhängig davon:
teurer werden und sich langfristig Erneuerbare lohnen und durchsetzten müssen - wichtig ist dass es dabei kommunikativ nicht ein „die Dummen die noch Verbrenner fahren“ ist, sondern ein klares Signal „wir müssen alle da raus, wer es nicht alleine schafft braucht wahrscheinlich Hilfe“
Genau das ist der Punkt.
Statt sich für seinen eigenen Einflussbereich zu entscheiden wird rumgejammert über all das was man nicht selbst tun kann.
Klar gibt es diese Gruppe. Die könnten z.B. weniger in der Freizeit fahren. Was sagt die Statistik: 0 Änderung im Verkehrsaufkommen.
Aber um die geht es doch gar nicht. Es geht um die 80 oder 90% die sich bei der Wahl bewusst für den Weg zurück in die fossile Steinzeit entschieden haben. Man bekommt was man bestellt. Jetzt den Vorwärtsgewandten verbieten zu wollen über das normale Leben zu reden ist halt typischer AfD und CDU Sprech. Wenn es doch so schön ist sich mit Söder beim Wurstessen so richtig zu suhlen: ihr grüne Spinner mit eurem doofen Windrädern, die reissen wir alle ab
Hier möchte ich anmerken, dass nicht die Anlage aufgrund der Förderung ihren Kredit selbst bezahlt hat, sondern die anderen Verbraucher, die denjenigen, die in der luxuriösen Situation sind, sich eine PV-Anlage aufs eigene Dach setzen zu können, das gute Gewissen subventionieren. Förderung fällt nicht von Himmel, sondern wird auch bezahlt und ist letztlich eine Umverteilung. PV-Förderung ist damit vor allem eine Förderung für Vermögende (oder zumindest Eigenheimbesitzer), die durch Mieter finanziert wird.
Legt man den Maßstab überall an, steht die PV-Förderung wieder gut da, weil sie anders als die zig Milliarden, die direkt und indirekt in Kohle, Gas und Atomkraftwerke fließen, in eine zukunftsfähige Richtung lenkt, von der am Ende alle mehr hätten, statt in Industrien und Strukturen der Vergangenheit.
Heißt das jetzt, wir haben verstanden?
Alle tauschen jetzt so schnell wie möglich den Verbrenner gegen eAuto, wechseln Gasheizung gegen Wärmepumpe (Hausbesitzer wie Vermieter), und packen Solar aufs Dach?
Oder wo hakt es konkret, wenn die Fakten so eindeutig sind?
Das aktuell wichtigste ist es die fossile Industrie und ihre Handlanger aus der Regierung zu kriegen. Dabei sollten auch gleich die Antidemokraten aus dem Verkehr gezogen werden.
Mit dem richtig verwendeten Sondervermögen könnten dann die Weichen für eine klimafreundliche und bezahlbare Zukunft gestellt werden in der alle mitgenommen werden
Über Verbrenner oder Gasheizungen braucht sich dann niemand mehr zu streiten , die werden einfach abgeschafft
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