Nicht jeder kann weg von Benzin und Gas

Ich höre euch schon seit Jahren und habe eure Inhalte bisher immer als differenziert und nah an der Lebensrealität empfunden. Umso mehr hat mich eine Aussage in der aktuellen Folge irritiert und ehrlich gesagt auch etwas vor den Kopf gestoßen.

Die Formulierung, dass ausgerechnet diejenigen, die nicht auf die Grünen gehört haben, jetzt bei steigenden Benzinpreisen die sind, die sich beschweren, kam bei mir sehr pauschal und wenig einfühlsam an.

Ich teile viele der Ziele, gerade was Elektromobilität und den Umstieg auf klimafreundlichere Heizungen angeht. Gleichzeitig gibt es viele Menschen – mich eingeschlossen – die diese Veränderungen aktuell gar nicht umsetzen können. Ein E-Auto ist für mich finanziell nicht drin, und auf die Heizsituation habe ich als Mieter keinen direkten Einfluss. Und damit bin ich sicher nicht allein – auch unter Menschen, die seit Jahren Parteien wie die Grünen oder die Linke wählen.

Gerade deshalb hat mich die Aussage getroffen, weil sie für mein Empfinden wenig Raum für solche Lebensrealitäten lässt. Steigende Preise verschärfen die Situation eher, anstatt Handlungsspielräume zu eröffnen.

Ich würde mir wünschen, dass solche Punkte künftig etwas differenzierter betrachtet werden und stärker berücksichtigt wird, dass nicht alle die gleichen Möglichkeiten haben – auch dann nicht, wenn sie die grundsätzlichen Ziele unterstützen.

12 „Gefällt mir“

Ich will dir deine persönliche Erfahrung nicht absprechen, und es gibt sicher (vereinzelt) Fälle, in denen das der Fall ist.

Aber ganz grundsätzlich dürfte das die Ausnahme sein. Gebrauchte e-Autos gibt es für unter 5.000,-, dass Verbrenner ein Auslaufmodell sind wissen wir seit mindestens 5, eher 10 Jahren. Und noch 2025 waren 40% der Neu(!!!)zulassungen Verbrenner.

Von daher: ja, du hast recht - man muss das differenzieren. Aber ich finde es schon auch fair, mal laut auszusprechen, dass der weit überwiegende Anteil der Verbrennerkäufe keinerlei Rationalität folgt und auch entsprechend kritisiert werden darf.

Beim Heizen hast du recht bzgl. Mieter. Das wird nach meinem Eindruck aber auch immer entsprechend formuliert.

10 „Gefällt mir“

Auf jeden Fall gibt es sicher eine signifikante Zahl Autofahrer, die realistisch auf ein eAuto wechseln können.
Für diejenigen die es nicht können (finanziell, weil das 5000€ Gebraucht- eAuto von Platz oder Reichweite ggf. nicht passt), klingt dieses „hättet ihr euch mal ein eAuto gekauft“ ähnlich sinnvoll wie für den Mieter das „hättet ihr mal eine Wärmepumpe einbauen lassen“.

Bissl differenzierter wäre sprachlich tatsächlich feiner.

7 „Gefällt mir“

Es betrifft bei weitem nicht nur den Benziner/Diesel Fahrer oder den Besitzer einer Öl/Gas Heizung. Die Inflation wird steigen und somit alle Preise. Auch der Strompreis steigt.
Des Weiteren betrifft es auch die Nahrungsmittel Produktion. In der LdN 470 wird im ersten Block genau das gesagt um dann bei Ricarda Lang wieder mit Diesel Dieter anzufangen… (kein O Ton aber sinngemäß). Es betrifft über kurz oder lang alle.

3 „Gefällt mir“

Weil das hier nun so oft angebracht wurde, habe ich gerade einmal in einer der gängigen Gebrauchtwagen-Apps geschaut:

Im Umkreis von 200 km finde ich bis 5.000 Euro exakt zwei Elektro-Angebote (keine sonstigen Filter) und bis 6.000 Euro genau elf Angebote, das jüngste Fahrzeug dabei ein 6 Jahre alter Renault Zoe, der allerdings zzgl. Batteriemiete ausgewiesen ist. Naja, aktuell gibt es kein relevantes Angebot, oder ich bin zu unfähig, es zu finden.

16 „Gefällt mir“

Ich kann jetzt nicht für alle sprechen, aber es ist ja schon so, dass sehr, sehr viele, die seit 30 Jahren auf die Notwendigkeiten hinweisen, das in allen Tonlagen und auch bis an die Grenze der Realitätsverleugnung differenziert versucht haben. Von “es gibt da ein klitzekleines Problem, wenn wir uns jetzt darum kümmern, können wir das mit überschaubarem Aufwand und hervorragender sozialer Abfederung in einem gewinnbringenden Prozess für alle lösen”, wie es vereinzelte Vertreter bis weit in die Union in den 90er und 0er Jahren versuchten, über die etwas naiv wirkenden Ansätze der Klimaunion an Vernunft und Verantwortungsgefühl ihrer Parteifreunde zu appellieren und lyrisch verkleideten Versuche, wenigstens das politisch Mögliche auszureizen der Grünen unter Habeck, bis zur Apokalyptik und Entertainment in Katastrophenfilmen wie “Day after tomorrow” oder “don’t look up” und den Straßenblockaden der letzten Generation. Dafür konnten die sich 30 Jahre lang anhören, sie wären Spinner, wollten das Land ruinieren, wollten allen das Fleisch grillen und das Autofahren verbieten, die ganzen völlig eindeutigen und klaren und belegten Befunde wären alle Quatsch, wenn sie jetzt nicht bald Ruhe geben, sind sie mindestens die Klima-RAF etc.pp.. Im fucking Ahrtal werden die Klimaschutzbremsen und Hochwasserschutzverweigerer von der Union weiter mit Mehrheiten gewählt. Wenn man es da nicht verstanden hat, weiß ich wirklich nicht weiter.

Ergänzung: Aktuell weisen Klimaforscher darauf hin, dass bei vielen Aussagen zu den Folgen der Erwärmung durch die Fokussierung auf Mittelwerte eine völlig unbegründete Sicherheit vermittelt wurde, die massive Risiken für bspw. Lebensmittelversorgung deutlich unterschätzt. Empfehlenswerter F.A.Z. Beitrag: Das bittere Kalkül der Katastrophenrechner

Dass nun, wenn sich immer deutlicher und häufiger die Kosten der weiter anhaltenden Idiotie der Mehrheit zeigen, bei dieser Minderheit der Vorrat an Geduld, Mit- und Feingefühl aufgebraucht ist und die Kommunikation irgendwo zwischen “können wir dann wenigstens jetzt endlich aufhören, dauernd dämlichen Scheiß zu machen oder vielleicht sogar anfangen, Dinge einfach so zu machen, wie sie schon vor 30 Jahren schlau gewesen wären und wie sie in Nachbarländern wunderbar funktionieren (Verkehrswende, Wärmepumpen, Energiewende, Klimageld, die Liste ist lang)” und “wir haben euch gesagt, dass das scheiße wird, ihr habt uns angefeindet und ausgelacht, jetzt lachen wir zurück, ihr Deppen” kann ich jedenfalls gut verstehen.

Und ich kann auch die verstehen, die tatsächlich nicht anders können. Beide Gruppen sind aber am Ende Opfer von der nicht kleinen Mehrheit, die an vielen (nicht: allen) Stellen anders entscheiden könnte. Von der individuellen Wahl des Nahrungs- und Verkehrsmittels bis zur systemrelevanten Wahl in der Wahlkabine. In der Summe würde das nicht nur die Probleme an den Tankstellen, sondern auch im Klimaschutz abmildern können und den sozialen Ausgleich wesentlich leichter und kostengünstiger machen.

Beide Gruppen wären deswegen gut beraten, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen, sondern gemeinsam denen, die vom “immer weiter so” fett und mächtig werden und bleiben, dahin zu treten, wo es weh tut, damit da endlich mal Bewegung reinkommt (und zwar nicht zurück in die 80er, wie es die Merz-Union realitätsimprägniert versucht).

12 „Gefällt mir“

Ich bitte Sie, diese Aussage zu korrigieren und zurückzunehmen. Die CDU ist weder eine Klimaschutzbremse noch ein Hochwasserschutzverweiherer. Falls Sie das so sehen, wählen Sie eine andere Wortwahl und hinterlegen diese Aussage mit Fakten..

Wenn man Ziele dauernd nach hinten schieben will und ständig gegen konkrete Schritte in der Gegenwart opponiert, denke ich, dass die Beschreibung als “Bremser” das doch ziemlich gut zusammenfasst. Es gäbe hier ein sehr, sehr umfangreiches Gesamtbild zu beschreiben, aber beispielhaft sind die teils bereits erfolgreichen Versuche, die Neuzulassung von Verbrennern noch später als 2035 (am liebsten überhaupt nicht) zu stoppen, Klimaneutralität neu zu definieren, Klimaschutzziele immer weiter in die Zukunft zu verschieben und mit bestenfalls unseriösen Luftbuchungen für mehr co2-Ausstoß im Gebäudebereich zu sorgen. Eigentlich überall nachzuhören (auch in der LdN) und zu lesen. Beispielhaft hier: Klima: CDU will den Begriff „klimaneutral“ neu definieren

Oder auch hier: Klimawandel – Bundesregierung legt Programm für Klimaschutz vor

10 „Gefällt mir“

Konkret Ahrtal:

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) räumte zwar Verbesserungsbedarf ein, sah aber keine „großen grundsätzlichen Probleme" — trotz über 130 Todesopfern.

Es wird wieder im Übrigen genauso gebaut, wie vor der Katastrophe.

„Der Untersuchungsausschuss kommt zu dem Ergebnis, dass es „sowohl vor als auch während der Flutkatastrophe zu massiven Versäumnissen des Landkreises bzw. des damaligen Landrats des Kreises Ahrweiler gekommen ist“. Dies habe in der Folge den Verlauf und die Folgen der Katastrophe „negativ beeinflusst.““

Hochwasserschutz allgemein:

  • Bayern: Flutpolder an der Donau (2018)
  • Bundesebene: Ablehnung der Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung (2024)
  • Hochwasserschutzgesetz II (2017): Abschwächung zum Schutz von Bauinteressen
  • Flächenversiegelung in Bayern

Dass man die Aussage zur CDU als Klimaschutzbremse noch belegen muss, finde ich ehrlich erstaunlich, hatte ich das für Konsens gehalten, aber gut:

Ob Kohleausstieg, Verkehrswende, Erneuerbare, Landwirtschaft: Die Union hat in den 16 Jahren ihrer Regierungszeit seit 2005 viele der zuständigen Minister*innen gestellt — und den Klimaschutz an immer wieder verschleppt oder explizit blockiert.

Der CDU-nahe Wirtschaftsrat wird von der NGO Lobbycontrol als „besonders starker und einflussreicher Klimaschutz-Bremser" eingestuft. Die Präsidentin des Wirtschaftsrats gehört qua Amt dem CDU-Bundesvorstand an und kann die Partei direkt beeinflussen.

Carsten Linnemann, Thomas Bareiß und Joachim Pfeiffer blockieren oder verzögern bekannterweise seit Jahren klimapolitische Vorhaben wie eine CO2-Steuer, Sektoren-Einsparziele, eine Klimaabgabe für Braunkohle und ein deutsches Klimaschutzgesetz.

Linnemann hat sich auch jahrelang für strikte Abstandsregeln bei Windkraftanlagen stark gemacht.

Laschets NRW-Regierung hat 2021 ein Gesetz beschlossen, das Windräder zu einem 1000-Meter-Mindestabstand zu Wohngebieten verpflichtet — wobei bereits drei beieinanderstehende Häuser als Wohngebiet definiert werden. Der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energienhat hatte explizit gewarnt, damit sei langfristig jeder zweite Windkraftstandort in NRW gefährdet. Da die CDU dennoch an dem Abstandsgebot festhielt muss man davon ausgehen, dass genau das das Ziel war.

CDU-Abgeordnete wie Tillman Kuban haben öffentlich die Frage gestellt, ob die Welt wirklich untergeht, nur weil in Deutschland noch ein paar Kohleöfen laufen oder Verbrenner fahren, und plädierte dafür, die deutschen Klimaziele zu senken.

Liste beliebig erweiterbar.

13 „Gefällt mir“

Gegenbeispiele? Oder wurden in Ahrtal auf Druck der Wähler alle Sperrgebiete wieder aufgehoben, sogar ein Neubaugebiet erneut freigegeben, damit dort die Käufer ihre Häuser hinsetzen können, die mit Sicherheit als erstes scheien, wenn das Wasser wieder kommt?

Ja, ist auch wenig einfühlsam. Auch vom Klima. Ich wollte 2024 einen Citroën e-C3 leasen. Dank 4500€ Förderung hätte mich der über 4 Jahre 99€ im Monat Leasing gekostet. Auf Druck der FDP haben die Grünen das dann gestrichen. Und mein Plan war dahin. Da für 2025 ja durchgehend kleine Autos angekündigt waren, habe ich also für 2 Jahre einen Verbrenner geleast. Den gebe ich heute zurück. Der Polo und Konsorten wurden auf Ende des Jahres verschoben, da die EU die Flottengrenzwerte für 2025 erst in 2026 scharf schaltet und eine Lockerung im Raum steht. Eilt also nicht. Mein Plan war dahin. Das hat die Union und FDP verbockt, weil sie auf Druck der Bürger keine Planungssicherheit schafft.
Der Verbrennerfahrer steht jetzt dumm da. Aber nur, weil Elektroautos immer schlecht geredet werden. Am Anfang wollten viele nicht mal das E auf dem Kennzeichen, weil sie Angst hatten, angefeindet zu werden. Ohne Neuwagen gibt es aber auch keine Gebrauchten.

8 „Gefällt mir“

Das kommt wohl sehr auf die Region an. In einer beliebten Gebrauchtwagen App finden sich deutschlandweit über 200 Angebote und bspw. im Ruhrgebiet dann zumindest noch über 20 Angebote. Nicht unbedingt viel Auswahl, natürlich eher ältere, kleinere Modelle, aber es gibt sie und das war ja nur die Aussage.

1 „Gefällt mir“

(Text sollte schon etwas früher abgeschickt werden, fährt vielleicht ein etwas verspäteter Betrag)

Ich finde jeder soll sich ein eAuto und/oder Wärmepumpe kaufen und alles ist gut, ist eine Forderung für die Galerie.

Wir heizen mit Gas und fahren zwei Verbrenner, weil alle drei schon da sind und hoffentlich auch noch ein bisschen bleiben werden. Ich werde sie nicht ersetzen ohne Not (und könnte es auch nicht so ohne weiteres). Ein Renault Zoe reicht mir als Auto nicht.

Im Podcast reden die Hosts von Politik, langfristiger Politik, also sollte man diese auch entlang langer Linien bewerten und nicht Handlungen einzelner als Lösung benennen.

Die Regierung soll den Rahmen so setzen, dass ich beim Ersatz der oben genannten Drei das umweltfreundlichste nehmen kann ohne einen Doktor in Physik und Makroökonomik zu benötigen (ich weiß, beim Kauf rechnet man selbst bestimmte Situationen durch). Bei Gas unterstützt mich für Regierung sogar und senkte den Preis (Iran ausgenommen). Ohne Iran war mein Abschlag für Gas mit nächsten Monat gesunken.

Nein jetzigen Gas-/Strompreisverhältnis müsste eine Wärmepumpe sicher eine JAZ>3 haben. Das ist schon knapp.

Auch hier, die Regierung soll dafür sorgen, dass wir weniger Dünger und weniger fossile Ressourcen brauchen. Wenn ich Bioprodukte kaufe, ist das nett für mich, wenn ich vegan lebe ebenso. Dem Schwein im konventionellen Betrieb hilft das nicht in Geringsten, notfalls wird es exportiert, also Teile davon.

Also hört bitte auf dem Einzelnen zu raten umweltfreundlich zu leben, das als politische Lösung abzusehen und fordert lieber von der Regierung unsere Lebensgrundlagen dauerhaft zu erhalten.

Klingt jetzt etwas polemisch, aber ich kann es nicht mehr hören, dass der Einzelne die Welt mit seinem Verhalten retten kann. Dafür ist es zu spät und ich bin der Mühen müde in dieser verrückten Welt, um mir auch noch anzuhören, es gibt genug gebrauchte eAuto die man sich leisten kann.

6 „Gefällt mir“

Vielleicht kannst du das nicht hören, weil das niemand behauptet?

4 „Gefällt mir“

Das streitet keiner ab. Aber der Einzelne hat dann auch die Folgen zu tragen. Ist halt auch Teil der Wahrheit. Die Politik fühlt sich nicht verantwortlich, wenn Trump einen Krieg anfängt. So verstehe ich auch die Aussagen der Regierung.

1 „Gefällt mir“

Ich würde es anders formulieren:

Der Einzelne trägt am Ende immer die Folgen, mein Ökonachbar genauso wie ich. Sein Verhalten macht keinen Unterschied für die Folgen. Das ist auch für Wahrheit, leider.

Es macht in Summe keinen Unterschied wie ich mich verhalte. Ob Greta nach Amerika fliegt oder segelt, ist für die Welt irrelevant. Das will ich damit zum Ausdruck bringen.

Solange Rahmenbedingungen nicht so geschaffen sind, das sie inhärent zu einer Verbesserung führen, funktioniert es nicht.

3 „Gefällt mir“

Es ist zwar richtig, dass individuelle Handlungen allein globale Probleme wie den Klimawandel nicht lösen können – aber das bedeutet nicht, dass Konsumenten einfach machtlose Blättchen im Wind sind.

Einzelpersonen treffen täglich Entscheidungen, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch Produzenten und die Politik beeinflussen. Nachfrage steuert Angebot, und kollektives Verhalten kann politische Prioritäten verschieben.

Gleichzeitig ist es zu bequem, von der Politik effektive Klimaschutzmaßnahmen zu erwarten, wenn die Mehrheit bei Wahlen regelmäßig Parteien wählt, die genau das Gegenteil vertreten, sich dann aber über die Folgen beschwert und auf Kosten von uns allen Schutz vor den Konsequenzen ihrer Untätigkeit fordert.

Eigenverantwortung beginnt im Kleinen: Wer sich über hohe Spritpreise aufregt, aber gleichzeitig jede Gelegenheit nutzt, Fahrten mit dem Auto zu machen, statt Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf das Fahrrad umzusteigen, kommt seiner Eigenverantwortung nicht nach.
Statt ständig zu betonen, was nicht geht („zu teuer“, „zu unbequem“, „zu kompliziert“), wäre es glaubwürdiger, wenn mehr Menschen wenigstens irgendetwas versuchen würden.

Gesellschaftlicher Wandel ist noch nie einfach vom Himmel gefallen – er braucht Engagement. Doch genau das fehlt oft: Die Bereitschaft, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen. Solange das so bleibt, wird sich wenig ändern. Und ja, es ist frustrierend, wenn die Untätigkeit vieler die Zukunft aller gefährdet.

6 „Gefällt mir“

Dann könnten aktuell also deutschlandweit sogar über 200 Leute (bzw. 20 im Ruhrgebiet) ihren Kardinalfehler des Benzinerbetriebs morgen beheben, indem sie ein günstiges gebrauchtes Elektroauto kaufen.

Der PKW-Bestand in Deutschland liegt bei knapp unter 50 Millionen Fahrzeugen.

4 „Gefällt mir“

Ja, die Regierung hat die Aufgabe unsere Lebensgrundlagen dauerhaft zu erhalten. Volle Zustimmung!

Nur unsere aktuelle Regierung ist da irgendwie in die falsche Richtung unterwegs.

Zahlreiche attraktive gebrauchte E-Autos gäbe es mittelfristig, wenn als Geschäftswagen in Zukunft nur noch BEV zugelassen werden dürften. Diese schlagen nach dann nach wenigen Jahren im Gebrauchtmarkt auf.

Statt eines Tankrabatts werfe ich eine Entlastung bei Lebensmitteln in den Raum. Der damalige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir forderte schon 2023 eine Reduktion der Mehrwertsteuer auf diverse Lebensmittel. Leider konnte er sich mit dieser Forderung nicht durchsetzen.

Essen müssen wir alle jeden Tag!

Die Rahmenbedingungen für eine gelingende Energiewende verschlechtern sich unter Ministerin Reiche auch laufend. Dabei sind wir eigentlich auf einem guten Weg, siehe z.B. hier (in SH knapp 90% erneuerbare Energien bei der Stromerzeugung im Jahr 2025)

Dass aber z.B. die Gasspeicherumlage aus dem Klima-Transformations-Fonds finanziert wird, das ist meines Erachtens nur schwer verdaulich.

Umso wichtiger ist, dass Bürgerinnen und Bürger, die über genügend finanzielle Ausstattung verfügen, die Energiewende und Verkehrswende im privaten Bereich voranbringen: PV aufs Dach, Verbrenner durch Elektroauto oder Fahrrad ersetzen, ÖPNV nutzen.

Diese Bestrebungen allerdings auszubremsen - wie es von der aktuellen Regierung geplant wird - halte ich für vollkommen kontraproduktiv.

3 „Gefällt mir“

Das wäre ich dabei.
Jeder sollte nach seinen individuellen Möglichkeiten dazu beitragen, den Klima-Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.
Diese individuellen Möglichkeiten sind allerdings sehr unterschiedlich, das sollte man bei allen Pauschalforderungen im Hinterkopf haben.
Das Finanzielle ist sicher ein gravierender Aspekt, Klimaschutz muss man sich auch leisten können (!), unabhängig vom Wollen.

Und ja, speziell zum eAuto gibt es auch einige günstige Gebrauchte, stoße da meist auf die 45 km/h Autos zu eher hohen Preisen oder Erstgenerationen von eAutos kleinerer Bauart mit Reichweiten unter 200 km oder weniger.

Kann passen, aber wohl nicht für jeden.

2 „Gefällt mir“

Und jedes Jahr kommen knapp 3 Millionen NEU(!)wagen dazu, knapp die Hälfte (!) davon Verbrenner.

Ja, es ist im preisbewussten Segment schwierig ein e-Auto zu kriegen. Aber jetzt lasst uns doch bitte nicht so tun, als wäre das unser großesn, flächendeckendes Problem. Es gibt eine RIESIGE Anzahl an Menschen, die sich Neuwagen kaufen/leasen/als Dienstwagen erhalten, die sich im Jahr 2025 bewusst (!) für einen Verbrenner entscheiden.

Und wer mir erzählen möchte, das hätte irgendetwas mit dem Preis oder der Reichweite von e-Autos zu tun, der lügt entweder sich selbst oder mir etwas vor. Und diese Menschen müssen es dann auch aushalten, wenn ich Ihnen für diese Entscheidungen den Spiegel vorhalte.

12 „Gefällt mir“