Angeregt von dem Interview mit Juli Zeh
und der Diskussion von AfD Partei-Verbot,
unter anderem:
habe ich mal recherchiert, was die Forschung (wissenschaftlich fundierten Studien, Analysen oder Untersuchungen) zur Frage sagt: Was sind deren Aussagen zur Frage, was die tatsächliche Motivation von Wählern ist, die AfD wählen? Zu welchem Anteil sind das Wähler, die wirklich rechtsextreme Politik wünschen? Oder Wähler, die von der Politik der letzten Jahrzehnte derart enttäuscht sind (Staats- oder Politikversagen), dass sie die demokratischen Parteien auf keinen Fall mehr wählen wollen? Gibt es unter den Wissenschaftlern diesbezüglich einen Konsens?
Ich kann nicht die komplette Perplexity.ai-Forschung dazu wiedergeben,
https://www.perplexity.ai/search/d4e27643-053d-4d9d-8c26-bbcb11f06ff7
aber das
Fazit: Ein komplexes Zusammenspiel mit klaren Hauptmotiven
Die Frage nach den tatsächlichen Motiven von AfD-Wählern steht im Zentrum der politikwissenschaftlichen und soziologischen Forschung in Deutschland. Während in öffentlichen Diskursen häufig das Narrativ der “Protestwahl” dominiert, zeichnen wissenschaftliche Studien ein weitaus differenzierteres und zum Teil deutlich anderes Bild. Die empirische Evidenz der letzten Jahre konvergiert zu mehreren zentralen Erkenntnissen, die für das Verständnis des AfD-Erfolgs entscheidend sind.
Die wissenschaftliche Evidenz zeichnet ein klares Bild: Die Mehrheit der AfD-Wähler wählt die Partei aus ideologischer Überzeugung, nicht als reine Protestwahl. Rechtsextreme und rechtspopulistische Einstellungen, insbesondere Fremdenfeindlichkeit und Migrationskritik, bilden den ideologischen Kern der Wahlentscheidung. Materielle Sorgen, Benachteiligungsgefühle und Transformationsängste wirken als Verstärker, sind aber nicht das Hauptmotiv. Das tiefgreifende Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen und Eliten prägt die AfD-Wählerschaft durchgängig.
Die wissenschaftliche Forschung widerlegt damit nachdrücklich die These, dass die Mehrheit der AfD-Wähler bloße Protestwähler sind, die “eigentlich” demokratisch denken. Vielmehr hat die AfD erfolgreich ein bereits bestehendes rechtsextremes und rechtspopulistisches Potential mobilisiert und verfestigt.
Ein völliger wissenschaftlicher Konsens existiert nicht in allen Details, aber die Konvergenz der Befunde aus unterschiedlichen methodischen Zugängen ist bemerkenswert eindeutig.