Moderation hier

Ich finde das hier im Forum gerade etwas anstrengend, dass dauernd Beiträge geschlossen (oft kommentarlos), wieder geöffnet, verschoben und zusammengefügt werden… Wenn dann noch umbenannt wird, blickt da keiner mehr durch.

Ich fand die Moderation hier bisher immer top, aber in den letzten Wochen wird hier imo viel zu viel in den Diskurs eingegriffen!

Wo ist denn das Problem, wenn man thematisch mal abschweift, wenn der Ton respektvoll bleibt? Wo ist das Problem, wenn es mehrere Threads zu einem Thema gibt, die sich überschneiden? Ich finde das sogar deutlich angenehmer.

Mir ist jetzt in dieser Woche zum dritten Mal ein längerer Beitrag verloren gegangen weil der Thread geschlossen wurde während ich getippt habe. Das ist echt frustrierend!

@vieuxrenard
@moderat

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Hi Dave,

das tut mir Leid und ist nicht beabsichtigt… Aber Du hast Recht mit Deiner Wahrnehmung, die Moderation sorgt momentan weniger für den reibungslosen Lauf, sondern experimentiert ein wenig. Ziel ist es, das Forum noch besser an den Bedürfnissen der LeserInnen auszurichten. Von dort kommt der Wunsch, umfangreiche Threads früher aufzuteilen. Wenn sich abzeichnet, dass ein Thema abdriftet oder sich ausdifferenziert, dann sind die Beiträge besser in einem eigenen Faden aufgehoben. Nach unserer Einschätzung werden kaum mehr als 20 oder 30 Beiträge in einem Thread gelesen, zumal wenn man nicht jeden Tag ins Forum schaut.
Thread-ErstellerInnen achten selten darauf, dass ihr gesetztes Thema durchgehalten und evtl. auch mal abgeschlossen wird. Dafür ist eben die Moderation da…
@vieuxrenard

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Ich stimme zu und finde insbesondere das willkürliche nicht-Freischalten und damit Löschen von Posts, die mal etwas zugespitzter oder polemisch sind oder der Moderation sonstwie nicht gefallen, frustrierend.

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Ich betreibe ja auch selber seit Jahren Communities (auch deutlich größere)

Ich kann hier nur die Empfehlung geben, die ich auch meinen Mods gebe: Geht da nicht so ran wie bei einem Forum, sondern habt einen „Moderator“ in einer Talkshow im Fernsehen im Hinterkopf. Im Idealfall macht der garnix! Wenn Leute sich respektvoll behandeln kann er das laufen lassen.

Und ja, lange Threads schrecken User die nicht von Anfang an mitgelesen haben ziemlich ab.
Aber die langen Threads aufzuteilen und zu schließen schreckt eben diejenigen ab, die sich die Mühe gemacht HABEN, mitzulesen - und zu schreiben.

Deswegen fahren wir bei uns ein sehr offenes Konzept: Lange Threads laufen lassen und gleichzeitig aber auch zulassen, dass neue Threads zum gleichen Thema aufgemacht werden.
Nur wenn man wirklich in ein komplett neues Thema abgedrifftet ist, das a) mit dem alten Thema nichts zu tun hat und b) sich klar ohne Überschneidungen trennen lässt, teilen wir das auf. Sonst stößt man den Usern nur vor den Kopf.

Und glaubt mir: Jetzt könnt Ihr das noch handhaben. Aber wenn es mal ein paar mehr User werden werdet Ihr Euch bei dem Level nur aufreiben. Dann hast Du am Ende zehn Mods die nur Beiträge verschieben, ohne das wirklich ein Mehrwert geschaffen wird.

Denn aktive Poweruser und Gelegenheitsleser wird man eh nie unter einen Hut kriegen.

Liebe Grüße,
Dave

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Extrem wilder vorschlag: „trusted user“ (seit über nem jahr hier registriert, +50 posts) können posten, ohne dass mods freigegeben brauchen.

Was ist der Unterschied zum aktuellen Vorgehen mit Stammgästen?

Danke für den guten Rat. Bestimmt kann ich viel von Dir lernen. Gut auch, dass Du sofort auf den Punkt kommst, der tatsächlich den großen Unterschied macht: Es ist das Forum der LdN und es soll ein Forum für aktive UserInnen und für eine sehr große Zahl Mitlesender bleiben. Daran richtet sich die Moderation aus.

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Wie gesagt: Ich denke beides werdet Ihr nicht unter einen Hut bekommen…

Stammgäste posten direkt ins Forum. Die anderen werden durch die Moderation freigeschaltet (oder auch nicht).

Dh es könne bereits user posten, ohne dass die Moderation freigaben erteilt? Finde ich gut. #need

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Wie gesagt: Ich denke beides werdet Ihr nicht unter einen Hut bekommen…

@koebes Allerdings kann man diesen Status auch bei wahrgenommenen Fehlverhalten für immer verlieren :wink:

@moderat Ich finde es spannend und gut, dass du dich hier an zwei stellen zum Thema Ziel und Ausrichtung des Forums meldest. Ich habe das Gefühl, dass diesem Forum es gut tun würde wenn die Betreiber das noch klarer und transparenter kommunizieren würden - gerade wenn sich an Ziel und Ausrichtung etwas ändert (Siege auch mein Vorschlag hier Meta: Über talk.lagedernation.org)

Ich persönlich hab auch das Gefühl dass die Diskussionen hier nicht mehr so offen und tief geführt werden wie in dem ersten Jahr nach Launch, und finde das eigentlich eine bedauerliche Entwicklung; das treibt mich aber auch dazu nur selten reinzuschauen :slight_smile:

Ich muss dem leider hier mal klar widersprechen: Ich finde die Moderation, grade im Lichte des organisierten Astroturfings z.B. beim Tempolimit, Atomausstieg etc. (ich nehme das jedenfalls so wahr) eine notwendige Maßnahme war und stehe darum dahinter. Auch wenn es mir nicht so taugt, wie geteilt wird, es ist halt einfach das Forum anderer Menschen und nicht meine Moderationsarbeit.

Bei den Threads die bei mir verschütt gegangen sind, da war es spätestens seit dem aktiven eingreifen von @moderat eher noch transparenter geworden was passierte. Einmal haben wir uns einfach drauf geeinigt es dann zu lassen und/oder ich wollte den Wünschen nicht nachkommen, bzw. habe nicht verstanden wie. Früher ging mal ein Beitrag verschütt - In meiner Wahrnehmung ist das jetzt anders.

Wie schon oben beschrieben: Nach Tempolimit, Atomstrom und anderen Diskussionen die meiner Ansicht nach gezielt Astrogeturft wurden habe ich auch weniger reingeschaut. Das ist eine Folge der Bekanntheit des Forum und weniger der Moderation meine ich.

Wir sind hier auch eine Bande die gerne was sagt, dabei oft mal ein Ausrufezeichen verwendet und eher selten Fragen stellt. Trägt vielleicht das auch zum abnehmenden Diskussionsklima und der abnehmenden Qualität der Threads bei?

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Gibts schon, meine Beiträge hat bspw seit nem Jahr keiner mehr freischalten müssen^^

edit: nächstes Mal lese ich zuerst zu Ende, dein Vorschlag wurde ja schon 3x beantwortet. Mea culpa :upside_down_face:

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Ich glaube es trägt auch nicht gerade zu einem verbesserten Diskussionsklima bei, Vertretern anderer Meinungen pauschal „Astroturfing“ vorzuwerfen. (Im Übrigen musste ich erstmal googeln was das bedeutet.)

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haha, ich grüble grade wie ich das einordnen soll. offenbar bin ich nicht trustworthy :smiling_face_with_tear: wird das ausgewürfelt oder nach sympathie entschieden?

Das finde ich potentiell schwierig, weil es zwei Geschwindigkeiten erzeugt. Zumindest in der Vergangenheit ist mir aufgefallen, dass die Freischaltung gerne mal einen Tag oder sogar länger gedauert hat (was sich aber anscheinend gebessert hat). Wenn währenddessen die Stammgäste munter weiterplaudern und das Thema weiterentwickelt haben, ist das für alle anderen eher eine Abschreckung. Das funktioniert also wahrscheinlich nur, wenn auch standardmäßig mehrmals täglich freigeschaltet wird.

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Ich würde diese Beobachtung teilen. Und „sind hier“ auch für die angemessene Zeitform halten :wink:
In meiner Wahrnehmung, dass kann aber auch Quatsch sein (aber die Zeitabläufe sind so kurz dass es vielleicht kein nostalgisches „früher war alles besser“ ist ;)) ist der Anteil an nutzer-innen die ein Interesse an Meinungsfindung statt an Meinungsaustausch haben seit Gründung zurück gegangen.

Ich stelle leider aber auch fest, dass hier ein paar UserInnen dabei sind die m.e. entweder bewusst Lobbying betreiben, oder oft schlecht informiert, ihre „Meinungen“ als faktische Tatsachen hinstellen.
Gerne auch mit Studien wedeln, ich behaupte erst nach 10 -30 Studien zu einem Thema hat man ein Bild der Lage wenn man vom Fach ist, es gibt genug Lobby Studien, gekaufte Profs etc, es gibt sogar schon Bücher über diesen Klüngel. Da muss man erstmal die Studie finden die reel und integer ist.

In manchen Threads (besonders im Energiewende-Spektrum) habe ich auch den Eindruck, dass wenig auf Informationsangebote in Beiträgen eingegangen wird, sondern einfach Stimmung gegen notwendige Veränderungen gemacht wird - wer sich hier Mühe gibt, Fragen zu beantworten und selbst Fragen zu stellen, nach Antworten zu suchen, wird dann enttäuscht.

Wenn man sich als Schreibender oder als Leser tiefer in Thematiken einarbeiten möchte und darüber die Diskussion sucht wird man öfter zugeschüttet mit bereits abgearbeiteten Einwänden.
Ich weiß nicht, ob man False Balance und bewusste Desinformation „immer“ tolerieren sollte oder muss???

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Ganz klar Nein. Aber dazu können wir uns eben nicht auf @moderat verlassen um die 'Wahrheit zu finden… Ich hätte gerne viel mehr Threads mit Stoffsammlung und FAQs, wo man die langweiligen Wiederholungen dieser Desinformation mal klar mit einem Link widerlegen kann.

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