MapAlarm Feedback

Hallo zusammen,

cooles Projekt. Es ist für mich beeindruckend, wie man mal so nebenbei eine App entwickelt und veröffentlichen kann.

Ich hatte mich vor Jahren schon mal intensiv mit Openstreetmap beschäftigt und dort auch aktiv mitgemacht. Insofern war ich auch in der Beta-Phase gern bereit mit zu testen.

Leider habe ich erst nicht verstanden, was die App eigentlich tut. Das es sich schlicht um eine weitere Karten-App handelt, wo man die Datenquelle / Darstellung wechseln kann, habe ich erst jetzt kapiert. Der Titel „MapAlarm“ war für mich nicht ganz selbsterklärend …

Tatsächlich sehe ich die OpenTopoMap zum ersten Mal auf iOS, die Darstellung in niedriger Vergrößerung wie in alten Atlanten ist super. Leider gehen die Farbstufen in hohen Zoomstufen verloren. Es gibt natürlich zahlreiche weitere gute Karten Apps auf OSM-Basis, so z.B. Mapy.cz wo Höhendaten als Schummerung gezeigt werden.

Als Verbesserungsvorschlag würde ich eine intuitive Benutzerführung anbringen. Vielleicht kann man beim ersten Start eine kleine Tour o.ä. anbieten.

Viele Grüße
Elbindianer

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Danke für das nette Feedback!

Der Name hat quasi historische Gründe, es gab eine Vorläufer-App, die auch noch für ältere iPhones im AppStore verfügbar ist. Und da war der Hauptzweck, dass man sich erinnern lassen konnte, wenn man bestimmte Orte erreicht. Während ich die alte App entwickelt habe, hat sich mein persönlicher Fokus aber tatsächlich auf verschiedene Kartentypen und das Teilen von Orten verschoben. Daher ist diese Erinnerungsfunktion in der neuen App noch nicht wieder enthalten. Ich weiß auch noch nicht, ob ich sie wieder einbauen will, weil inzwischen die Erinnerungen App von iOS einen Teil dieser Funktionalität anbietet.

Das ist eine gute Idee. Ich habe seit ein paar Wochen Unterstützung von einer sehr netten Designerin, die gerade einen sogenannten Onboarding Flow entwickelt.

Was hilfreich sein könnte, ist wenn die Lauf/Fahrtrichtung mit einer Spitze am Punkt der den aktuellen Standort markiert wäre.

@vieuxrenard Lieber Ulf,

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Veröffentlichung der App! Falls das deine erste war: Ich erinnere mich genau an meine und weiß, wie schwierig aber auch wichtig dieser erste Schritt ist. Da ihr (mit Ralf zusammen) mein Leben (und das meiner Frau) mit eurer tollen journalistischen Arbeit bereichert, will ich gerne etwas zurück geben und hiermit meine Expertise anbieten, ich bin nämlich iOS-Entwickler von Beruf (siehe etwa mein GitHub-Profil) und habe auch Erfahrungen als Coach (war Tutor an der Uni und bereite derzeit einen kostenlosen YouTube-Einsteiger-Kurs vor). Ich weiß nicht, ob der Code der App schon Open Source ist (oder dies noch geplant ist), aber selbst wenn nicht, würde ich liebend gern auch dort etwas konstruktives Feedback geben und falls erlaubt sogar ein paar Verbesserungen vornehmen und diese auch erklären. Falls Interesse besteht, einfach gerne per DM bei mir melden.

Davon abgesehen, habe ich die App gerade in einer Minute sehr kurz angetestet (so wie es auch viele potentielle Interessenten bei Apps meist tun) und kann folgendes zum ersten Eindruck festhalten:

  1. Wie schon von einem Vorredner angemerkt ist auf dem ersten Blick der Zweck der App nicht klar. Man sucht insbesondere wegen des App-Namens automatisch nach einer Alarm-Funktion, oder nach einer Erklärung, wofür das „NG“ stehen mag. Ein Onboarding ist eine gute Sache, sollte aber nicht als Ersatz für fehlende „Selbsterklärung“ eines Screens genutzt werden, sondern lediglich als zusätzlicher Pfeiler (wie die Corona-App bei der Pandemiebekämpfung nur ein Pfeiler ist). Das eigentliche Problem sind fehlende sogenannte „Call-to-Actions“, die dem Nutzer dazu verleiten sollen, die Hauptfunktion der App zu nutzen. Ein Onboarding wird leider wie auch viele Bedienungsanleitungen bei physischen Produkten von den meisten nicht gelesen.

  2. Besonders in den „OpenStreetMap“- und „OpenTopoMap“-Ansichten sind die Icons an den Seiten (rechts und unten) kaum zu erkennen. Nicht ohne Grund hält Apple in ihren Kartenansichten die Farben sehr einheitlich, hell und vermeidet zu viele Detail-Informationen. Aber auch ganz generell sehe ich etliche Design-Probleme in der einen Ansicht: Die Icons innerhalb der kreise haben einen zu geringen Abstand zu den Kreisen oder sind zu groß, das Textfeld oben ist nicht gleichmäßig zentriert (Abstand rechts zum Rand größer als links) und generell wird der Platz (zumindest auf meinem großen iPhone 12 Pro Max) nicht vollständig genutzt. Auch die „Credits“-Ansicht nutzt nicht den Platz für den Scroll-View komplett aus, aber das ist natürlich weniger relevant.

  3. Die Suchfunktion mit dem obigen Textfeld hat bei meinen drei Testanfragen leider zu keinen Ergebnissen geführt. Ich habe einmal meine vollständige Privatadresse eingegeben, dann „Filmpalast am ZKM“ und zuletzt „Schloss Karlsruhe“. Jedes mal habe ich für etwa eine Sekunde einen Lade-Indikator im Textfeld gesehen, dann ist er aber verschwunden und es gab keine Reaktion. Weder ein Reinzoomen an den gesuchten Ort mit einem gesetzten Pin, noch eine Fehlermeldung, die mir bescheinigt, dass etwas schief gelaufen sei.

  4. Ich möchte zudem anmerken, dass ich im ersten Versuch unten links das Icon mit den drei Pins angeklickt habe, dann oben im Suchfeld (ohne zu lesen, dass darin „Filter locations by…“ steht) dort meine Sucheingaben gemacht habe. Das bekräftigt nur den ersten Punkt mit den fehlenden Call-to-Actions, aber auch ein sogenannter „Empty State“ im „Locations“-Screen wäre hilfreich: Ein anderes Design für leere Listen, welches darauf hinweist, dass die Liste leer ist und erklärt, wie man dies ändern kann. Ich sehe zumindest im „Locations“-Screen keine Möglichkeit, eine neue „Location“ hinzuzufügen. In der Design-Welt gilt, dass man Dinge möglichst zusammen halten sollte, also in einer Listen-Ansicht auch immer die Möglichkeit bieten (oder zumindest erklären wie man) neue Daten hinzufügt. Eine andere Form des „Call-to-Action“.

  5. Ganz generell verstehe ich nicht so ganz, warum die App nicht auf Deutsch verfügbar ist? Mein Handy ist zumindest auf Deutsch eingestellt, ich sehe die Oberfläche aber komplett auf Englisch.

  6. Klicke ich auf „Feedback & Contact“ im Info-Bildschirm, so erhalte ich die Fehlermeldung, dass keine E-Mail App auf meinem Gerät vorhanden sei. Dabei stimmt das gar nicht, ich nutze nur nicht die Apple Mail App, sondern nutze die iOS 14-Funktion eine andere App (in meinem Fall „Edison Mail“) als Standard-Mail-App konfiguriert zu haben.

Für fast alle diese Punkte gibt es (vermutlich) einfache Lösungen, auch bei den Design-Problemen habe ich direkt welche im Kopf, die man schnell anwenden könnte und die ich besten Fall einfach mit den simplen Code-Änderungen (via Pull-Request etwa auf GitHub) erklären würde, da das am effizientesten ist, sofern ich darf. :slight_smile:

Frohes neues Jahr übrigens! :fireworks: (Ich höre leider trotz Verbot jede Menge Böller knallen, während ich diese Zeilen schreibe … :slightly_frowning_face:)

Ich möchte meinen ersten (und wichtigsten) Punkt noch einmal präzisieren:
Es geht nicht darum die Frage zu klären, „Was kann diese App?“. Niemand hat ein naturgegebenes Interesse daran, das zu erfahren. Menschen interessieren sich immer vor allem um ihre eigenen Probleme (und die ihrer Umgebung), darum muss sich die App beim ersten Start darauf konzentrieren zu klären: „Welche meiner Probleme löst diese App?“.

Anders formuliert: Da der Hauptvorteil im Vergleich zu anderen Karten-Apps augenscheinlich darin besteht, dass hier auch neben OpenStreetMap auch OpenTopoMap zugänglich ist, sollte man sich die Frage stellen: Welche Anwendungsfälle oder Probleme denn mit einer topografischen Karte besser zu lösen sind als mit einer App von Apple oder Google allein. Ein anderer Vorteil könnte sein, dass man schnell zwischen verschiedenen Maps wechseln kann, aber auch da muss man sich überlegen: Wofür könnte man dies gebrauchen?

Sobald man die Antworten hat, wird auch klar sein, wie man das angehen kann. Zum Beispiel könnte man dann auch gleich in den Locations ein paar Demo-Locations eintragen, in denen die topografische Karte besonders interessante Informationen bietet und irgendwie einmal auf diese hinweisen. Oder dem Nutzer beim ersten Start eine bestimmte Fragestellung unterbreiten wie „Haben Sie sich schon mal gefragt, wie viel % Grünfläche ihr Stadtteil bietet im Vergleich zu Ihrer Stadt“ oder was auch immer eben die Anwendungsfälle für eine topografische Karte wären.

Lieber Ulf @vieuxrenard

Ich finde die App super, sie ist klein und bietet viele Kartenarten und Details.

Was hältst du von einer etwas größeren Weiterentwicklung, um nachhaltige Orte der Karte von morgen an zu zeigen?


Kennst du das Projekt? Das zeigt nachhaltige Initiativen und Unternehmen, die aktive Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum eintragen.

Du könntest die Daten direkt aus der OpenfairDB.org ziehen, anzeigen und durchsuchbar machen, zumindest solche, mit keiner oder einer positiven Bewertung. (Als Transparenzplattform gibt es auf der Karte auch negativ bewertete Unternehmen „von gestern“, wie Starbucks, die Steuern hinterziehen, Umwelt zerstören oder Kinder missbrauchen, die würde ich nicht ziehen…). Die simple Rest-API erklären wir auf Github:

Als nächsten Schritt könnten vielleicht sogar Nutzer*innen in deiner App öffentliche Initiativen und Unternehmen markieren und hochladen.

Es gibt sonst im AppStore noch keine funktionierende App zur Karte von morgen, das würde deiner App daher noch einen zusätzlichen Nutzerkreis geben.

Lieben Gruß
Helmut

Oh, cool! Sowas habe ich mir vor einiger Zeit auch gewünscht: Einen „Termin-Kalender“, der Erinnerungen nicht nur dann aufpoppen lässt, wenn eine vorgegebene Zeit erreicht ist, sondern auch, wenn ein bestimmter Ort in der Nähe ist, also z.B. wenn ich das nächste Mal beim Gemüsehändler bin, soll ich Kartoffeln kaufen, oder wenn ich meine Eltern besuche, nicht vergessen, mich für das Weihnachtsgeschenk zu bedanken, …

Hast Du noch vor, die Funktionalität wieder aufzunehmen? Das fände ich toll!

Ansonsten nutze ich die App aktuell als hauptsächliche Karten-App und bin recht zufrieden. Insbesondere mag ich die Topo-Map.

Ja, genau das konnte das alte MapAlarm … ich schwanke aber noch, ob ich das wieder aufnehme, weil die Zuverlässigkeit der Erinnerungen extrem von Faktoren abhing, die man als Programmierer nicht beeinflussen kann, beispielsweise wie viele WLANs es vor Ort gibt (die das iPhone zur Ortbestimmung nutzt, um den Strom für GPS zu sparen). Außerdem gibt es ja heute die Reminders-App, die sowas im Prinzip kann, nur leider mit ziemlich gruseliger User Experience, weil man die Orte nicht über eine Karte auswählen kann … mal schauen :wink:

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