LdN492: Die Protesterzählung nimmt AfD Wählern die Verantwortung ab

Welche Partei hat die Untergangserzählung denn erfunden, gestützt durch Trump, Musk und Putin?

Wenn man sich mal den SM Auftritt von Siegmund anschaut, dann muss man einfach auch mal feststellen, wenn man alle menschenfeindlichen Untertöne ausblendet, dass er einen sehr kompetent wirkenden sympathischen Auftritt macht und etliche Kleinststädte im Wahlkampf abgeklappert hat mit EVENTS und Nahbarkeit. Der Wolf im Schafspelz. Er vermittelt, wieso auch immer glaubwürdig, dass es mit ihm besser wird, er die Menschen versteht. Das Wahlprogramm hat sicher kaum jmd. gelesen und was es bedeutet ist ja auch egal oder die AFD hats geschickt verharmlost. Ob er die vollmundigen Versprechen auch realistisch umsetzen kann? Auch egal. Man hat erst jahrelang die Emotionen der Menschen aktiviert und mit Desinformation geblendet und mit Siegmund geschickt angespielt und eingefangen. Ist denke ich auch ein Faktor, der zu dem Erfolg geführt hat. Gleichzeitig hat man auf Bundesebene und über leider viele Parteien hinweg mittlerweile den AFD Pfad bei Migration eingeschlagen und damit nicht mehr nachvollziehbar gemacht, wieso man die AFD, die diese Ideen erfunden hat, nicht mehr wählen sollte. Erst waren es unmögliche Vorschläge, Grenze schließen, jetzt macht man es quasi selbst.

Wir müssen aber auch an die Desinformation und SM ran, gerade die Jugend bzw. die Wähler der nächsten Regierungen informieren sich hier und das zeigen auch die Wahlergebnisse.

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Das behauptet auch niemand. Wenn ein Schüler seinen Nachbarn mit einem Stuhl verhaut und/oder das androht, geht’s halt erstmal darum, den Stuhl aus der Gleichung zu nehmen. Das löst natürlich nicht, ob es gute oder schlechte Gründe gab, oder dass man den Konflikt besser vorher deeskalieren hätte sollen oder so… aber nichts davon kann man sinnvoll besprechen, bevor die akute Bedrohung nicht gestoppt ist.

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Nein, darum ging es mir nicht. Das Verbotsverfahren ist eine andere Debatte, und ehrlich gesagt glaube ich, dafür ist es zu spät.

Mein Punkt kostet auch kein Gerichtsverfahren: Aufhören, das Wählen einer gesichert rechtsextremen Partei als bloßen Protest zu verharmlosen. Ein Verbot würde die Partei aus dem Verkehr ziehen, aber nicht die Zustimmung. 43,8 Prozent verschwinden durch kein Urteil.

Genau deshalb rede ich über Benennung. Jahrelang wurde aus Rücksicht auf die vermeintlichen Protestwähler nicht widersprochen, deswegen sind diese Positionen heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wer eine rechtsextreme Partei wählt, verschafft ihr Legitimation, ob er sich selbst so nennt oder nicht. Das ist der Punkt, um den es mir geht.

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Bei der Analyse bin ich komplett bei dir. Siegmund hat sich hervorragend verkauft, Kleinstädte abgeklappert, Events gemacht, Nähe simuliert. Der Wolf im Schafspelz trifft es. Dass die AfD Kampagne kann, muss man ihr lassen, das ist ja gerade das Gefährliche daran.

Beim Migrationsschwenk sowieso. Wer geglaubt hat, man könne der AfD Stimmen abnehmen, indem man ihre Themen übernimmt, hat das Ergebnis jetzt schwarz auf weiß. Das Original schlägt die Kopie, immer. Erreicht wurde damit nur, dass die Positionen normal geworden sind.

An einer Stelle wird mir deine Erklärung aber zu bequem, und das ist genau der Punkt, um den es mir von Anfang an geht. Wenn Medien, Plattformen, Desinformation, Trump, Musk und Putin die Ursachen sind, dann sind die Wähler am Ende wieder die Getroffenen und nicht die Handelnden. Das ist dieselbe Entlastung wie die Protesterzählung, nur mit anderem Schuldigen. Desinformation trifft keine Wehrlosen, sie trifft erwachsene Menschen mit Wahlrecht, Internetzugang und der Möglichkeit, ein Wahlprogramm zu lesen.

Natürlich müssen wir an die Desinformation ran, da hast du recht. Nur ersetzt das nicht den anderen Teil. Solange in jeder Analyse mitschwingt, dass die Leute ja eigentlich nur verführt und getäuscht wurden, kostet es nichts, eine gesichert rechtsextreme Partei zu wählen. Genau deshalb ist dieses Zeug in der Mitte angekommen. Man muss die Partei beim Namen nennen und man muss die Wähler an ihrer Entscheidung festhalten. Wer sie wählt, verschafft ihr Legitimation und muss sich fragen lassen, warum er das in Ordnung findet.

Die Entscheidung, eine gesichert rechtsextreme Partei zu wählen, muss unbequem sein. Richtig unbequem. Dafür können wir sorgen, indem wir jedes Mal klar benennen, worum es sich handelt. Diese Möglichkeit können sie uns NOCH nicht nehmen.

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Bei dieser Betrachtungsweise wird die Politik der etablierten Parteien völlig aus ihrer Verantwortung entlassen. Meines Erachtens tragen jedoch beide Seiten eine erhebliche, sich wechselseitig bedingende Mitverantwortung.

Man muss der AfD sicherlich ein eigenständiges Profil attestieren, während die etablierten Parteien durch inhaltliche Schnittmengen und die gemeinsame Regierungsverantwortung oft näher beieinanderliegen.

Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wo du in den letzten Jahren Verständnis gesehen haben willst. Nach meiner Wahrnehmung wurden Meinungen fernab des Mainstreams eher weggeschoben und ignoriert. AfD Wähler hielten sich bedeckt.

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Prominenteste Beispiele: das Verhältnis zu unserer Verfassung und zur EU.
Dies als Begründung für die AfD-Wahl heranzuziehen entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Offenbar hieltest du dich auch irgendwo bedeckt, fernab von der Außenwelt, anders kann ich mir deinen Post nicht erklären.

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Die 43,8% sind aber nicht mehr gesammelt in einer rechtsextremen Partei, das heißt sie zerstreuen sich und werden entweder wieder murrende Nicht-Wähler oder verteilen sich auf Kleinparteien. Aber die grundlegende Gefahr für die Bevölkerung und die Demokratie ist erstmal massiv minimiert.

Ich habe es anderer Stelle schon gesagt. Was genau hat denn die etablierten Altparteien daran gehindert auch sowas zu machen? Das ist doch das eigentliche Problem. Das sind doch keine großen Aktionen, man muss eben nur bereit sein mit den Bürgern in echten Kontakt zu treten und vielleicht auch mal auszuhalten, dass nicht jeder jubiliert. Auf Bundes- und Landesebene ist es leider schon sehr verbreitet, dass sich Politiker kaum noch wirklich stellen. Da wird dann vor der Wahl mal ein Stand gemacht oder an Haustüren geklingelt (Halte ich für eine wirklich unnötige Maßnahme, Kaltakquise ist schon sonst heftig). Man muss vielleicht auch mal ohne den Druck der Wahlen viel mehr Nähe vermitteln und zulassen. Und ganz ehrlich, ich glaube 90% der Politiker in Bund und Ländern würde es gut tun mal aus der elitären Blase rauszukommen.

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Danke! Ich kann dir da nur zustimmen. Ich war doch ziemlich überrascht von der Analyse in der Folge. Wer so tut als würde man die AfD aus Protest wäglen nimmt deren Wähler nicht ernst und verhöhnt zugleich alle Menschen die (ebenfalls) einen Haufen Frust auf die Probleme in unserem Land haben aber eben keine Nazis wählen.

Auch die erklärung, die Menschen hätten genug von einer Schlanker-Staat-Politik zieht für mich überhaupt nicht, wenn man dann eine Partei wählt, die noch viel radikaler als die FDP oder die CDU diesen Kurs fährt.

Ja man kann diese Analyse machen. Aber wer A sagt muss dann auch so ehrlich sein und sagen, dass er AfD-Wählende für völlig geistig umnachtet hält und ihnen quasi jegliche Verantwortung absprechen.

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Mich würde dann aber schon interessieren, was aus diesem Ergebnis folgt.

Ist das wirklich das eigentliche Problem? Meines Erachtens ist das eigentliche Problem, dass was die etablierten Parteien vertreten. Ich finde es persönlich ziemlich bequem, sich damit herauszureden, die etablierten Parteien hätten einfach nur ein Kommunikationsproblem. Dabei kommuniziert die aktuelle Bundesregierung doch sehr deutlich, was sie von den Menschen verlangt: Aufopferung für das Vaterland. Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich die vermeintlich linken Parteien mal fragen, ob dieser Kurs wirklich das Leben der Menschen verbessert oder man nicht lieber etwas anderes in den Vordergrund der eigenen Politik stellt. Kurzum: die Parteien sollten nicht ihre Kommunikation verbessern, sondern ihre Inhalte reflektieren.

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Wieso nicht das eine tun ohne das andere zu lassen? Was ist denn Wahlkampf anderes als Vertrieb? Jeder, der wie ich aus dem Vertrieb kommt, weiß wie viel da an Kommunikation und Beziehung hängt. Klar sind die Inhalte der Parteien leider schon länger absolut übel in zu vielen Teilen, aber wer beschäftigt sich denn ernsthaft mit Inhalten von den Wählern? Die nehmen war was gesagt wird und wie gehandelt wird. Und wenn ich natürlich in meinem elitären Elfenbeinturm ohne existentielle und finanzielle Sorgen sitze und mich nur mit meines Gleichen umgebe, kriege ich natürlich keine Bindung mehr zu den Wählern. Das ist einfach wichtig, dass man eben auch mal ein Event macht und eben auch mal eine Kommunikation wählt, die mitnimmt statt beleidigt.

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Ich möchte auf den Inflation Reduction Act in den USA verweisen.

Die Biden-Regierung hat massiv in Infrastruktur investiert und hat damit - ganz ähnlich wie viele Demokraten-Regierungen davor - besonders ländliche, von mehrheitlich Republikaner-Wählern bewohnte Gegenden mit Staatsgeldern beglückt. Jobs, Infrastruktur, erneuerbare Energien, Ansiedlung von Industrien. Der IRA war so erfolgreich, dass andere Länder wie z.B. auch Europa einen Schreck kriegten, dass die USA da gerade einen Riesensprung mit massiver Industrieförderung machen und den Rest der Welt überholen. Der Staat hat „geliefert“ unter Biden, und das vor allem für mehrheitlich republikanische Bundesstaaten.

Die US-Demokraten glauben stets, dass sie die Wähler der US-Republikaner mit gutem Regierungshandwerk zu deren direkten Vorteil auf ihre Seite ziehen können.

Die Wähler Trumps haben diese Geldgeschenke nicht davon abgehalten, die Demokraten weiterhin mit jeder Pore zu verachten. Die Trump-Regierung bezahlt jetzt Firmen dafür, bereits genehmigte Windparks und Infrastruktur wieder abzubauen, und die Wähler vor Ort jubeln darüber.

Die US-Republikaner regieren wie eine Besatzungsmacht zum Nachteil der „Blue States“. ICE und National Guards üben staatliche Gewalt gegen die Bürger von demokratisch-regierten Bundesstaaten aus. Die Zentralregierung bestraft aufmüpfige Landesregierungen oder hält illegal Gelder zurück. Trump soll den Menschen Schmerzen zufügt, die seine Wähler hassen - Immigranten, LGBTQ+, Gebildete, Städter.

Ich glaube nicht, dass man mit erfolgreicher Ansiedlung von Windparks die Menschen davon abgehalten hätte, die AfD zu wählen.

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fand die gesamtanalyse in der Lage macht es sich zu einfach und ich stimme der Aussage zu, dass man diese 40% nicht einfach nur als Protestwähler Framen kann.

Die AfD steigt seit ihrer Gründung kontinuierlich auf. Es gab keine Regierung die das geändert hat. Es gab immer mal wieder Themen (wie bspw. Die erhöhte Migration 2015) die das ganze nochmal verstärkt haben, aber insgesamt ging es für die AfD immer nach oben. Ladet mal Leute von vor Ort ein. Bspw. Den Korrespondenten des DLF. Der hat das im DLF Podcast der Tag so zusammengefasst: das ganze hat religiöse Züge. Keine andere partei hatte im Vorfeld überhaupt den Hauch einer Chance das zu brechen. Und auch die wahlanalysen zeigen, dass es die Wählerwanderung nur innerhalb des demokratischen Lagers gab oder hin zur AfD. Wirtschaftliche Gründe sind auch nur bedingt aussagekräftig. Die Selbsteinschätzung ist immer schlechter als objektive Zahlen. Das sind einfach Leute die das System brennen sehen wollen. Das ist genau die gleiche Analyse wie des des Trumpismus.

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Natürlich ging es nie um Migration im Sinne eines praktischen Problems, das „gelöst“ werden muss, sondern um Rassismus, genauer gesagt um den Glauben, dass die Anwesenheit bestimmter Menschen an sich ein Problem ist bzw. im Umkehrschluss, dass alles irgendwie besser wäre, wenn diese Menschen nicht in Deutschland wären. Und dieser Glaube geht ja weit über Rechtsextreme und die AfD hinaus - paradigmatisch dafür ist Seehofers Satz über Migration als „Mutter aller Probleme“. Und gegen einen solchen Glauben - den man wahlweise auch als Ideologie oder Wahn bezeichnen kann - helfen natürlich keine konkreten Maßnahmen. Nur ein Beispiel: In den 1990er Jahren waren viele Menschen in Ostdeutschland auch überzeugt, dass unter 5% Nichtdeutsche in ihrem Bundesland für über 20% Arbeitslosigkeit verantwortlich sind. Und wenn man in entsprechenden Dokus Leute schimpfen hört, wie „die“ angeblich alles „in den A… geschoben“ bekämen, was ein „normaler Deutscher“ niemals kriegt, weiß man, dass es dieselbe Nummer ist.
Und weil es um Glauben oder Ideologie geht, steht das auch überhaupt nicht im Widerspruch dazu, wie Menschen ihre eigene Lebenssituation betrachten und wen sie dafür verantwortlich machen. Vielmehr wirkt beides zusammen. Insofern finde ich die Gegenüberstellung von „Es geht nicht um Migration“ auf der einen Seite und „die wollen einfach, dass der Laden läuft“ auf der anderen ehrlich gesagt ziemlich unterkomplex. Gerade wenn die Unzufriedenheit darüber besonders groß ist, dass vieles eben nicht mehr läuft (und das zeigt die erwähnte ARD-Doku wirklich sehr eindrücklich), werden Ideologien wie Rassismus, aber auch andere Ressentiments, Affekte und Emotionen besonders wirkungsmächtig bzw. handlungsleitend.

Ich möchte eine ausführliche, aber m. E. sehr lohnenswerte Analyse des Erfolgs der AfD empfehlen, die zahlreiche Facetten abdeckt und historisch etwas über die letzen Jahre hinausgeht. David Begrich ist nicht nur in Sachsen-Anhalt aufgewachsen, sondern analysiert auch seit Jahrzehnten den Rechtsextremismus dort:

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Aber warum schiebst Du die Politik der Bundesregierung den linken Parteien in die Schuhe? Da gibt es zwei, die in der Opposition sind. Das kann man doch nicht alles über einen Kamm scheren.

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Oder die Union ist aus seiner Warte auch eine linke Partei.
Und dann heißt es plötzlich

Fettgedrucktes Einschub von mir

Also so weit mir bekannt ist, hat fast immer nur die CDU regiert. 2 mal war noch die SPD dran. Dann hätte es also neben der AFD noch ( SPD) , FDP, GRÜNE oder LINKE als Alternative gegeben, die noch nie regiert haben.

Wer Angst um sein Auskommen hat, hätte also Problemlos die Linken oder die Grünen wählen können.

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Falls es um Sachsen-Anhalt geht, hier die Regierungsparteien seit 1990:
1990-1994 CDU & FDP
1994-1998 SPD & Grüne (toleriert von der PDS)
1998-2002 SPD
2002-2006 CDU & FDP
2006-2016 CDU & SPD
2016-2021 CDU & SPD & Grüne
2021-2026 CDU & SPD & FDP

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Also ich bleibe im Wesentlichen bei meiner Aussage.
Fast alle Regierungen wurden von der CDU angeführt, man kann daher getrost annehmen, dass sie es selber verbockt hat.

Die zwei SPD Perioden von 1994 - 2002 sind meiner Meinung nach praktisch verjährt. Da dürfte wohl kaum noch ein Politiker dabei sein, der damals schon aktiv war.

Den Supporter Part in einer Koalition zu spielen ist halt nich wirklich Regieren. Es ist halt bestenfalls „regieren lassen“.

Und zugegebenermassen: Deutschland hat seint ca. 10 Jahren, das Problem, dass schlechte Regierungen durch ihre Koalitionspartner zu lange weiter „regieren gelassen“ werden. Obwohl es eigentlich schon lange Zeit wäre dem Schrecken ein Ende zu setzen.

Dennoch ist es nicht zulässig einem Koalitions Supporter die Fehlentscheidungen des Koalitions Leaders anzukreiden. Das ist halt der saure Apfel in den man in einer Koalition beisst. Um ein paar wenige eigene Projekte durchzubringen, unterstütz man auch die Fehler der Koalitions-Leaders.

Aber es ist halt ein riesiger Unterschied, ob ich diese Fehler als Koalitions-Leader selber anreisse, oder ob ich als Koalitionspartner das zu wenig schlimm finde, um dafür andere mir wichtige Projekte aufzugeben.

Aus meiner Sicht eine merkwürdige Wahrnehmung. In der Realität sieht es doch etwas anders aus: Da wird über Koalitionsverträge, Gesetzentwürfe etc. zum Teil sehr scharf verhandelt, da stellen Koalitionspartner Minister - und zwar in vielen Bundesländern ohne dass es ein Pendant zur Richtlinienkompetenz des Kanzlers auf Bundesebene gäbe.