So sehe ich das auch.
Und dazu gibt es hier noch einen Thread von @sebastian.braun:
Eine Abspaltung von Teilen der CDU-Landtagsfraktion ist nicht auszuschließen, zumal der Landesverband zumindest teilweise als ganz weit rechts gilt und zwei Fraktionsvize schon 2019 das Tor für die gesichert rechtsextremistische Bestrebung aufstoßen wollten.
In Sachsen-Anhalt haben die beiden stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion eine Debatte darüber angestoßen, ob Koalitionen mit der AfD wirklich ausgeschlossen werden sollten.
Die NS-Anspielung sollte schon nachdenklich machen und potenziell Schlimmes befürchten lassen.
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Wie ich finde, ganz interessant ist noch, dass viele, als die letzte Vorwahlumfrage von INSA ein Kopf-an-Kopf-Rennen verhieß, doch noch zur CDU umgeschwenkt sind, was zur Folge hatte, dass das CDU-Ergebnis dramatisch unterschätzt wurde.
Gegenüber dem Umfragenschnitt schnitten die schlussendlich im Landtag vertretenen demokratischen Parteien SPD, Grüne, FDP und Linke um 5,3 Prozentpunkte schlechter ab (auch, wenn man nur die FW betrachtet), womit aber das Abschneiden der CDU, nimmt man jene mal als Leihstimmen, immer noch nicht vollumfänglich erklärt wäre. Denn das CDU-Ergebnis war 7,1 Prozentpunkte höher als die bessere der beiden Projektionen (von der FW). Offensichtlich gab es zusätzliche Unterstützung von außerhalb des etablierten Spektrums.
Umgekehrt schnitt die AfD im Vergleich zum Umfragenschnitt 3,7 Prozentpunkte schlechter ab.
Wenn also die demokratischen Parteien 3,3 Prozentpunkte besser abschnitten als der letzte Umfragenschnitt und die AfD 3,7 Prozentpunkte schlechter, dann würde das für den jetzigen Umfragenschnitt (auch wieder FW und INSA) bedeuten, dass die demokratischen Parteien, die im Bestfall im Landtag vertreten sein werden, bei 97 Sitzen einen komfortablen Vorsprung von 15 Sitzen bekämen.
Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Denn wahrscheinlich ist das nicht.
Kurz vor der Wahl 2021 wollten nämlich - lt. FW - gut zwei Drittel den CDU-Amtsinhaber Reiner Haseloff wieder als Ministerpräsidenten, den AfD-Spitzenkandidaten Oliver Kirchner nicht mal jede:r Zehnte.
Nun hingegen will CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze nur gut ein Drittel (36 %), knapp gefolgt von Ulrich Siegmund von der rechtsextremistischen Bestrebung, den ein knappes Drittel (32 %) als Ministerpräsident wollen.
Und da die Alleinherrschaft der Rechtsextremen in Reichweite liegt, werden - trotz der Gegenmobilisierung, die das (hoffentlich) nach sich zieht - AfD-Wählende doppelt und dreifach motiviert sein.
Ausgang offen.
