Am günstigsten wäre:
Abschaffung aller Altersvorsorgeprodukte, Arbeiten bis zum Ableben, idealerweise 7 Tage Woche zu 10h,dann hat man auch eh keine Zeit zum Geld ausgeben und braucht kaum Gehalt.
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(Kleiner humorvoller Einschnitt…)
Am günstigsten wäre:
Abschaffung aller Altersvorsorgeprodukte, Arbeiten bis zum Ableben, idealerweise 7 Tage Woche zu 10h,dann hat man auch eh keine Zeit zum Geld ausgeben und braucht kaum Gehalt.
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(Kleiner humorvoller Einschnitt…)
Meine Güte … Noch pauschaler und diffamierender ging es nicht? Was 30 Prozent Rentenkürzung für viele Menschen bedeuten würden, die der Boomer-Generation angehören, kann man sich leicht ausmalen. Noch mal: Die “bösen” Boomer können absolut nichts dafür, dass sie immer zu viele waren. Sie haben in viel zu großen Klassen gesessen, große Schwierigkeiten gehabt, einen Studien- oder Ausbildungsplatz zu finden, haben den Arbeitsmarkt in einer Phase der Massenarbeitslosigkeit betreten, kein Elterngeld bekommen und sind auch nicht in den Genuss einer Ganztags-Kinderbetreuung gekommen (schon gar nicht für U3-Jährige). Viele Boomer haben unterbrochene Erwerbsbiografien und recht magere Rentenaussichten. Dennoch haben die Boomer die Grünen gegründet und in die Parlamente gewählt und erfolgreich für mehr Gleichberechtigung gekämpft. Ich sehe auch nicht, dass die Generationen danach z.B. höhere Geburtenraten hätten - trotz deutlich besserer Bedingungen.
Doch gerade weil sie so viele waren hätten sie was bewegen können.
…dafür sitzen deren Enkel mit 50% Primäranalphabeten in den Schulklassen…
Dank Noteninflation bekommt heute auch der Landesbeste Abiturient keinen Studienplatz in Medizin…
Dafür mussten eure Frauen nicht arbeiten und konnten zuhause bleiben…
Das lief leider gründlich schief. Statt selbst 20 Stunden weniger zu arbeiten und den Mädels 20 Stunden zu überlassen damit die Familienarbeitszeit bei 40 Stunden bleibt habt Ihr Euch gedacht es wäre eine gute Idee wenn alle vollzeit arbeiten und sich niemand mehr um die Kinder kümmert. Und besser noch, die Lebenshaltungskosten sind mittlerweile so hoch, dass man von einem Gehalt kaum rumkommt. Man hat nicht mal die Wahl seine Kinder selbst zu betreuen, nein man muss sie in die Kinderverwahranstalten geben oder hartzen ![]()
Neulich war hier Stadtfest und einer von der Freiwilligen Feuerwehr hat mich gefragt was mich davon abhält mich ehrenamtlich zu engagieren. Ich hab den nur ausgelacht und bin weitergegangen…
Deswegen nein, tut mir leid, Mitleid habe ich keins. Aber keine sorge, wir sitzen alle im selben Boot und werden gemeinsam leiden. Wir Millenials, weil sich massiver Versorgungslücken auftun werden, die Alphas weil die Lehrer in Pension gehen werden und die Boomer, weil sie niemand pflegen wird.
Klingt manchmal so ein bisschen nach der stillen Forderung, die Boomer sollen möglichst schnell das Zeitliche segnen, damit sie den Jungen bei Rente und Pflege nicht zur Last fallen.
Gilt das dann für alle Nachfolge-Generationen auch?
Die Frage stellt sich schon, wie man mit einer Gesellschaft umgeht, die immer älter wird, aber nicht länger arbeiten kann/will.
Fand den Podcast ganz interessant:
Vor allem den Gedanken: wenn wir 100 Jahre alt werden, aber auch auf unsere Gesundheit achten ist ein arbeiten bis 80 möglich und auch sinnvoll, denn danach kommt ja noch 20 Jahre Rente.
Erfordert aber ein Gesamtpaket: eine Jobwelt, die darauf ausgelegt ist, bessere Gesundheitsversorgung usw
Das wäre sicher keine legitime Forderungen. Die Boomer müssen sich aber schon die Frage gefallen lassen, warum sie aus den Vollen schöpfen, als wenn sie ihren Teil des Generationenvertrags übererfüllt hätten.
Glaubt irgendjemand, dass ein Millenial mit 63 in Rente gehen darf? Geschweige denn ohne Abschlag?
Mmn wäre es notwendig, Renten maximal um die Reallohnentwicklung steigen zu lassen. Ohne Nachholen bei 0 Runden.
Für den Normalboomer würde ich sagen: Weil man es Ihnen damals so versprochen hat.
Zitat des damaligen Arbeitsministers Norbert Blüm: „Die Renten sind sicher!“
Denen hat man gesagt, arbeitet fleißig, dann habt ihr eine auskömmliche Rente.
Ich glaube sogar das die heutigen Rentner durchaus kompromissbereit wären, wenn man es Ihnen vernünftig erklärt.
Das Boomer-Bashing finde ich zudem seltsam.
Die Millenials werden sich später von ihren Kindern den Vorwurf gefallen lassen müssen, „Warum habt ihr nichts getan und verändert?“
Nein, sie sollen nur einsehen, dass die Lage wirklich ernst, geradzu kauputt ist.
Sie machen die Hälfte der Wähler aus und wählen stabil die Altparteien, die um Gottes Willen bloß nichts ändern wollen. Vielleicht noch ein bisschen Mütterrente und Rente ab 60 dazu.
Wir haben seit Jahrzehnten zu niedrige Geburtenraten, bei 1,4 oder so. Auch wir hinterlassen unseren Kindern kein tolles Land, auch sie werden mit einer schrumpfenden Gesellschaft klarkommen müssen. Wir sind mit den Boomern die ersten, die es am härtesten trifft.
Eigentlich sollte man das Wahlgesetz so ändern, dass alle unter 75 Wahlberechtigt sind und 1500 Euro Kindergeld pro Kind und Monat zahlen. Dann haben wir vielleicht noch eine Chance, ansonsten enden wir wie Süd-Korea oder Japan.
Das wird wohl der Fall sein. Immerhin können die Millenials aber sagen, dass sie, im Gegensatz zu den Boomern, niemals eine politische Mehrheit hatten, die ihnen das ermöglicht hätte.
Hätte man schon vor 40 Jahren echte Reformen gemacht, wäre das Schlimmste vielleicht noch zu verhindern gewesen. Stattdessen hat man sich selbst Jahrzehnte lang die Beiträge verhältnismäßig niedrig gehalten, um jetzt den nachfolgenden Generationen um so höhere Beiträge zuzumuten. Da man selbst die politische Mehrheit hatte und immer noch hat, sind Entscheidungen mit spürbaren Einschnitten bei den Boomern eher unwahrscheinlich. Eine faire Lösung für alle wird es vermutlich nicht geben.
Das mag alles stimmen, ändert aber nichts daran, dass die Boomer trotz alledem die statistisch nicht nur reichste, sondern auch homogen reichste Generation aller Zeiten sind. Es gibt natürlich Outlier, aber trotzdem ist das (hohe) Vermögen bei den Boomern noch viel gleichmäßiger verteilt, als bei folgenden Generationen.
Klar waren sie immer viele. Und genau deshalb hat die Politik ihr Leben lang die Welt an Ihnen ausgerichtet. Als sie jung waren, hat man Schulen und Universitäten gebaut und dabei die größeren Gebäudekomplexe der damaligen Welt hingestellt. Heute schafft man es noch nicht einmal, dass Schulklos in der Breite nutzbar sind. Massenarbeitslosigkeit? Das müsste ja im Umkehrschluss bedeuten, dass sie alles nehmen mussten, was sie kriegen konnten und entsprechend miese Verträge hatten, oder? In allen Unternehmen in denen ich bisher gearbeitet habe, stellte es sich eher so dar: “Hä? Wieso hat Hans Jürgen nur 35 Stunden und n Firmenwagen? - Ja, der hat noch n alten Vertrag…”
Welche besseren Bedingungen jetzt genau? Haben sie mal versucht als junge Familie ne größere Wohnung zu finden? Geschweige denn Eigenkapital aufzubauen, während die Miete 40% des Einkommens auffrisst, während -Remanenzeffekt lässt grüßen- die passenden Immobilien von Alten besetzt sind? Diejenigen, die jetzt zu wenig Kinder haben, sind zwischen DotCom- und Finanzkrise ins Erwerbsleben eingestiegen, mit laut Forschung jahrzehntelangen Folgen für das Lebenseinkommen. Sie haben das Kunststück geschafft in dem kleinen Fenster zu studieren, in dem es in D Studiengebühren gab, während die Eigenheimzulage abgeschafft war und das Baukindergeld noch nicht in Sicht. Sie haben erlebt dass statistisch jeder Wohnungswechsel 10+% Steigerung der Miete pro qm pro Jahr bedeutet. Man hat Ihnen vom Beginn ihrer Erwerbsbiografie eingetrichtert, dass sie von ihrem Einkommen, das laut Reallohnindex im Grunde seit 1990 flatlined möglichst viel für die Rente zurücklegen müssen, weil das System im Arsch ist. Während sie steigende Sozialabgaben schultern und prozentual mehr Miete bezahlen als jede Generation davor. Und hab ich erwähnt, dass meine Eltern Brillen und Zahnersatz noch von der Krankenkasse bezahlt bekamen? Als typischer Millennial der nicht zufällig Glück hatte und rechtzeitig nvidia gekauft hat (wovon auch, das Geld hat ja mein Vermieter) sieht die Welt seit 2008 nach einer kompletten Abwärtsspirale aus. Laut allgemeiner Erzählung waren die Jahre 2010 bis 2020 ja wirtschaftlich super. Also außer man gehörte zu den unteren 50%. Dann halt nicht. Oder war ein Kind. Denn trotz 10 Jahren Wirtschaftswachstum ist die Kinderarmut gestiegen. Und natürlich das Vermögen des obereren 1%. Nix ist wirtschaftlich besser geworden für den Medianbürger. Da hat man nur so ganz bedingt Lust (mehr) Kinder in die Welt zu setzen.
Und falls sich die Boomer wundern, warum sie davon nichts mitbekommen haben: der Staat hat sie schon gebaut. Aber erst als ihr schon da wart und ihm das Problem bewusst wurde. Fertig wurden sie dann als ihr schon mit der Schule fertig wart.
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