Aber genau das ist doch der Punkt, den ich ansprechen möchte. Würdest du sagen, dass jeder, der während der Regierungszeit des IS in Teilen Syriens und des Iraks eine Nähe zu ihnen hatte, ein legitimes Ziel für Tötungen war oder ist?
Ich verstehe deine Sichtweise,… Letztlich hängt alles davon ab, welche Beweise Israel angeblich vorliegen hat. Angenommen, es wären Bewegungsdaten, wie bereits erwähnt. Angenommen, es gäbe auffällige Bewegungen zu Ausbildungslagern oder Qassam-Führungspersonen. Dann müsste nachgewiesen werden, ob diese nicht auf Tätigkeiten im Bereich der Berichterstattung basieren. Oder er war im Telefonbuch von Qassam-Mitgliedern vermerkt und erhielt regelmäßig Anrufe. Auch hierfür könnte es berufliche Erklärungen geben. Letztlich benötigt es entweder eine Smoking Gun oder hinreichend viele Indizien. Israel hat (wie immer in letzter Zeit) keine vorgelegt, sondern nur behauptet Beweise zu haben. Das ist nicht sehr glaubwürdig. …
Edit: Mittlerweile ist bekannt geworden, dass das israelische Militär eine Geheimdiensteinheit unterhält, deren Aufgabe es ist kritische oder feindlich wahrgenommene Journalisten zu diskreditieren oder Material zu beschaffen, um ihre Tötung zu rechtfertigen. Außerdem soll sie Kritik an der gezielten Tötung von Journalisten zerstreuen, indem andere Journalisten mit der Hamas in Verbindung gebracht werden.
Das Ziel dieser Propagandamaßnahme ist zu verhindern, dass Verbündete Israels ihre Unterstützung wegen der wiederholten Tötung von Journalisten verringern oder abbrechen.
Zur Diskussion darüber hier: “ZDF beschäftigt Hamas Terrorist” - #2 von Matder