Ich lebe seit 13 Jahren in London und verfolge seit ein paar Jahren die Lage um mich über die Heimat auf dem Laufenden zu halten. Es ist sicher kein Geheimnis, dass es wenn es um institutionalisierte Korruption in Form von Lobbyismus und mediale Einflussnahme geht, das Vereinigte Königreich leider sehr viel schlechter da steht als Deutschland zumindest im Moment noch.
Daher war ich etwas überrascht als Herr Özdemir ausgerechnet GB als positives Beispiel für die Zuckersteuer angeführt hat.
Die traurige Wahrheit ist, dass der Zucker hier dann einfach teilweise durch künstliche Süßstoffe ersetzt wird. Und es ist nicht nur so, dass es inzwischen sehr fraglich ist, ob diese künstlichen Süßstoffe weniger schädlich sind als Zucker, sondern dass es Anzeichen dafür gibt, dass die Kombination von Zucker und künstlichen Süßstoffen schädlicher ist als beide für sich.
Und in meinem Supermarkt um die Ecke kann ich heute kein einziges Getränk mehr ohne Aspartam oder andre Süßstoffe kaufen. Jede Linomade, jede Cola - selbst die nicht ‚diet‘ oder ‚zero‘ Varianten enthalten Süßstoffe … und das obwohl es inzwischen Studien gibt, die darauf hindeuten, dass Süßstoffe evtl. sogar stärker zu Typ2 Diabetes zutragen als Zucker alleine.
Vielen Dank für den Beitrag aus deiner neuen Heimat! Ich fände es sehr wichtig, dass du bei solchen eher naturwissenschaftlichen Thesen auch Belege anführst. Es gibt heutzutage einfach zu jedem Thema irgendwelche Leute, die den Menschen Angst machen wollen, notfalls weil es sich gut klickt und sie Geld mit der Reichweite verdienen.
Kennst du also seriöse Studien, die nachweisen, dass Süßstoffe gefährlicher sind als Zucker? Das würde mich persönlich überraschen, aber vielleicht habe ich auch was verpasst.
Wenn Aspartam und andere künstliche Süßstoffe im Endeffekt genauso schlecht für uns ist sind wie Zucker ist natürlich keinem geholfen.
Das scheint aber nach aktuellem Stand nicht der Fall zu sein. Die gemeinnützige diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe schreibt:
„Medial in Verruf geraten ist Aspartam immer wieder durch mögliche Zusammenhänge mit unerwünschten Wirkungen wie Kopfschmerzen, Epilepsie, Allergien oder Krebs. Doch kaum ein anderer Lebensmittelzusatzstoff ist so gründlich untersucht wie Aspartam. Im Rahmen der akzeptablen, täglichen Höchstmenge (ADI-Wert) von 40 mg Aspartam pro Kilo Körpergewicht ist er nicht gesundheitsschädlich“.
(Aspartam (E 951) | diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe)
Es wäre schade, wenn wir den bewiesen schädlichen übermäßigen Zuckerkonsum nicht reduzieren, weil eventuell, ungeklärt, möglicherweise die Alternative auch schädlich sein kann. Ich kenne mich in dem Gebiet nicht aus und habe es nur gegoogelt, hast du eine gute wissenschaftliche Quelle dazu?
Hey hey.
Ich habe Physik studiert, daher bin ich grundsätzlich Eurer Meinung wenn es um wissenschaftliche Belege geht.
Aber gerade meine Erfahrung mit Studien macht mich hier ein bisschen skeptisch.
Google sagt mir, dass der Diät Markt im letzten Jahr 280 Milliarden Dollar wert war und 45% davon in den USA konsumiert wurden, wo viele dieser Produkte her kommen.
Eine Freundin von mir (Autorin) wurde 2010 von einer Agentur angestellt um für Coca Cola für diverse Sozialen Medien in gefälschten Accounts erfundene Beiträge in zu schreiben, die persönliche positive Geschichten über Aspartam schildern.
“Mein Bruder hat 5kg abgenommen seit er zu Coke Zero …. Die Diabetes meines Mannes ist so viel besser seit er … Habt Ihr diesen Artikel gelesen, dass Aspartam gar nicht schädlich ist - warum ersetzen wir nicht allen Zucker damit? USW.
Und sie war nur eine von hunderten, die für diese Agentur geschrieben haben - ich will gar nicht wissen, was heute mit KI und Bots getrieben wird.
Und auch wenn die Tatsache, dass diese Unternehmen derartige Manipulation betreiben, nicht notwendigerweise bedeutet, dass die verbreiteten Informationen falsch sind, wirft es doch ein Licht darauf, wie viel hier gelogen wird.
Ich finde das Buch ‚Ultra-Processed People‘ zu dem Thema interessant.
Ich sage nicht, dass Tulleken kein Interesse daran hat, Widersprüche zu promoten, schließlich verkauft er das Buch. Aber das Kapitel in dem die Verflechtungen der Studien zu den großen Lebensmittelkonzernen beschrieben werden, die am Ende die Gesetzgebung beeinflussten deckt sich schon ziemlich gut mit andren Beobachtungen zum Thema Einflussnahme und Steuerung der öffentlichen Wahrnehmung.
Die Tatsache, dass die USA trotz des gigantischen Konsums an Diät Lebensmitteln immer noch so hohe Übergewichtigkeitsraten haben (32% gegenüber z.B. Frankreich mit 11%) lässt mich zumindest in Frage stellen, ob das wirklich die Lösung ist.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Donald Trumps berühmtem Diet Coke Button und seinem Adonis-Körper? ![]()
Der beschriebene Mechanismus, dass Süßungsmittel den Insulin-Spiegel beeinflussen, dann keine Kohlenhydrate zum abbauen liefern und dadurch zu Unterzucker und vermehrtem Appetit führen, klingt zumindest plausibel. Ich habe die Studien, die Tulleken anführt nicht gelesen und könnte vermutlich auch nicht einschätzen, wie gut sie sind.
Worin ich mir aber 100%ig sicher bin, ist dass ich gerne selbst entscheide ob ich Aspartam oder Zucker in meinen Lebensmitteln habe und zumindest hier in England hat die Zuckersteuer dazu geführt dass diese Wahl für die Verbraucher deutlich eingeschränkt bzw. erschwert wurde und ich frage mich, wessen Interessen damit am Ende wirklich gedient wird.
Und ich meine das nicht in dem Sinne, dass Raucher doch selbst entscheiden sollen können ob sie Krebs bekommen, es geht eher darum dass ich glaube wenn große Unternehmen massives Interesse daran haben, Leute süchtig zu machen, kann jede gut gemeinte gesetzliche Intervention schnell nach hinten los gehen wenn sie nicht durchdacht ist.
Ich bin absolut dafür dass wir weniger Zucker in Lebensmitteln haben, aber wenn er dann einfach durch andre ggf. ebenso süchtig machende künstliche Stoffe ersetzt wird, und Leute keine Wahl mehr haben, ist das dann eine Verbesserung?
(Ich bin übrigens nicht übergewichtig, trinke Limonade nur selten, koche selbst und rauche nicht)
Zu diesem Thema fällt mir gerade diese alte Schlagzeile ein:
Daraus:
Also wenn die völlig unbedenkliche Dosis bei 3-5 Litern Softdrinks liegt sollten wir uns hier vielleicht wirklich nicht zu viele Sorgen machen. Ja, wenn man Mäuse mit Mengen Aspartam füttert, die auf den Menschen übertragen in die Liter gehen würden, entwickeln sie Krebs. Duh…
Klingt plausibel, ist aber längst widerlegt.
Das wäre wohl das gesundheitspolitisch Beste, was die Coca Cola Company je gemacht hat… irgendwie glaube ich da nicht so recht dran.
Hier ein etwas älterer, studienbasierter Bericht über die Wirkung von Süßungsmitteln auf den Körper (man weiß es also längst):
Sorry, aber diese Sau wird seit über 10 Jahren immer wieder durch’s mediale Dorf getrieben.
Wenn du nur Studien suchst, die Grundlage für Sorge geben, wirst du fündig werden. Wenn du hingegen nur Studien suchst, die keinen Grund zur Sorge geben, wirst du auch fündig werden. Meta-Studien hingegen sind selbst völlig gemischt.
Der wissenschaftliche Stand lässt sich am ehesten als „Wir wissen nichts genaues“ umschreiben. Dass jeder Stoff, der kein inert-Stoff ist (das sind die wenigsten!), dem wir dem Körper zuführen, irgendwelche Auswirkungen hat, ist völlig klar. Ebenso ist klar, dass jeder Stoff positive wie negative Wirkungen hat.
Dieser Meinungskampf „Zucker vs. Süßstoffe“ wird leider oft klassisch ideologisch geführt. Die Fraktion des „naturalistischen Fehlschlusses“ neigt dazu, jede auch nur potenzielle Gefahr der bösen künstlichen Süßstoffe zu übertreiben und die (extrem gut nachgewiesenen!) Gefahren von Zucker herunterzuspielen. Kurzum: Es wird mit völlig unterschiedlichen Maßstäben gemessen.
Da hast Du recht, ist bestimmt auch viel Lobbyismus dabei…
Ich persönliche hoffe doch sehr, dass diese Zuckersteuer niemals kommt, zumindest nicht in der aktuell diskutierten und in einigen Ländern bereits umgesetzen Form.
Wie der Threadersteller schon korrekt schreibt führt es ja eben NICHT dazu, dass die Getränke am Ende weniger gesüßt sind, sondern es führt in der Regel dazu, dass die Zuckermenge von den Herstellern in nahezu allen Süßgetränken stattdessen durch Hinzupanschen von diversen Süßstoffen reduziert wird.
Von dem gesundheitlichen und geschmacklichen Aspekt mal ganz abgesehen sollte man hier auch bedenken, dass es nicht wenige Leute gibt (ich bin selber leider auch davon betroffen), dieses Süßstoff-Zeug überhaupt nicht vertragen und für die solche Getränke damit dann quasi komplett tabu sind. Und das sorgte schon mitunter dafür, dass für mich in Ländern wie GB die Suche nach konsumierbaren Softdrinks quasi die Suche nach der Nadel im Heuhaufen wird. Wenn es wenigstens weiterhin die Wahlfreiheit gäbe und man nachwievor die Zuckervariante - dann halt mit Aufpreis - kaufen könnte, wäre ja alles gut. Aber genau das passiert in der Praxis ja leider nicht.
Wenn man schon unbedingt so eine solche Steuer einführt, dann sollte man sie auch gleichermaßen auf Zucker wie auch auf Süßstoffe erheben, damit eben nicht einfach ein Austausch nach dem Motto „Pest gegen Cholera“ passiert, sondern tatsächlich das erreicht wird, was man ja eigentlich erreichen möchte: Ein größeres Angebot an Getränken, die grundsätzlich bereits weniger stark gesüßt sind.
Natürlich ist das stark subjektiv und eher etwas, was mich vor allem persönlich tangiert. Aber ich würde es schon als eine ziemliche Bevormundung empfinden, wenn ich zukünftig nicht mehr in der Lage wäre mir ab und an auch mal eine (süßstofffreie) Cola gönnen zu können.
Das sehe ich so ehrlich gesagt nicht. Je nach Land und konkreten Gestaltung der Zuckersteuer sind eher Rückgänge der Verkaufszahlen zuckerhaltiger Varianten im einstelligen Prozentbereich zu verzeichnen gewesen. In Mexiko z.B. sind die Verkaufszahlen um 6% eingebrochen. Das klingt jetzt nicht so, als müsste man auf die große Suche gehen, um zuckerhaltige Softdrinks zu finden.
Die Zucker-Variante sollte aber in der Tat nicht durch eine Mischkalkulation mit der zuckerfreien Variante subventioniert werden, weil das eine Umgehung des Steuerungseffektes durch eine Zuckersteuer wäre. Insofern halte ich es für notwendig, das im Gesetz explizit zu verbieten (dh. ein von der Zuckersteuer betroffenes Getränk muss teurer sein als ein nicht von der Zuckersteuer betroffenes, ansonsten identisches Getränk des gleichen Herstellers)
Da bin ich wiederum völlig gegen, weil es keine wissenschaftliche Evidenz für die Schädlichkeit von Süßstoffen gibt. Siehe dazu das Zitat aus dem ZDFheute-Artikel.
Es ist eben kein Austausch von „Pest gegen Cholera“, sondern eher ein Austausch von Pest gegen etwas ganz neues, von dem man nicht sicher sagen kann, ob Gefahren davon ausgehen, das aber aller Erfahrung nach wesentlich weniger Schlimm sein wird als die Pest.
Niemand, der auch nur etwas in dem Thema steckt, sagt ernsthaft, man solle lieber Zucker statt Süßstoffe konsumieren. Die Anti-Süßstoff-Fraktion sagt eher, man solle statt zuckerhaltigen Getränken lieber direkt auf Wasser umsteigen, aber das ist eine ganz andere Diskussion.
Daher: Nein, absolut keine Süßstoff-Steuer, ehe nicht eine Gefährlichkeit von Süßstoffen in einem zumindest ähnlichen Maße wie von Zucker nachgewiesen ist.
Wie gesagt, das will niemand. Niemand will zuckerhaltige Getränke verbieten. Es plant nicht mal jemand eine Steuer, die so vernichtend wäre, dass sie einem de-fakto-Verbot nahe käme.
Ich würde hier gerne einen kleinen Exkurs zum Thema „Studien“ einfügen.
„Studie“ ist nicht gleich „Studie“. Jeder kann eine Studie machen. Auch Tante Erna kann eine Studie über die Auswirkungen des Aspartamkonsums an ihrer Hauskatze machen und diese veröffentlichen (notfalls im Selbstverlag). Ist das dann eine gute Studie, d.h. ist die Schlussfolgerung, die Tante Erna daraus zieht, wissenschaftlich haltbar? (D.h. stimmt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den realen Vorgängen, die wir nur über Messungen wahrnehmen können, überein?)
Bei vielen Studien können nur Wissenschaftler, die auf dem gleichen Gebiet forschen, wirklich sagen, ob es eine gute Studie ist. Aber viele andere selbsternannte Experten lassen sich schon dadurch entlarven, dass man mal im Netz nach ihnen sucht und sich ansieht, woran die sonst so arbeiten, wo die Studie entstanden ist, für wen, was andere Experten dazu sagen in welchem Magazin die Studie veröffentlicht wurde. Die meisten kompetenten Wissenschafts-Journalisten können mit der Problematik inzwischen ebenfalls gut umgehen, und so schaffen es „Müll-Daten“ heute nicht mehr so oft in seriöse Medienerzeugnisse.
Einfache Google-Suchen z.B. zum Thema „Aspartam“ spülen dagegen immer noch auch längst widerlegte Behauptungen hoch. Etwas mehr Mühe muss man sich beim Faktenchecken dann halt doch machen.
Da sind wir wieder beim Thema Kausalität vs. Korrelation.
Ist der hohe Anteil an Diät Lebensmitteln eine Ursache oder vielleicht nicht eher die Folge der Übergewichtsrate?
Was für andere mögliche Ursachen sind vorhanden? Wie sieht es mit Bewegung aus? Wie mit der sonstigen Ernährung?
Auch mit Augenzwinkern verstehe ich nicht was du mit dem Absatz sagen willst! Dass es für seriöse Argumente dann doch nicht reicht?
Ob eine Studie gut oder schlecht ist hängt aber nicht davon ab wer sie finanziert, sondern wie sie durchgeführt wird.
Ich glaub die Frage müssen wir uns nicht stellen. Die Amis waren definitiv schon vorher übergewichtig. Die Frage ist eher, hat die Zunahme an Diätprodukten zu einer Reduzierung der Übergewichtsrate geführt? Wenn nicht, warum nicht? Gab es andere Effekte die stärker waren oder bringen Diätprodukte doch nicht so viel?
Ich glaub die Frage müssen wir uns nicht stellen. Die Amis waren definitiv schon vorher übergewichtig. Die Frage ist eher, hat die Zunahme an Diätprodukten zu einer Reduzierung der Übergewichtsrate geführt? Wenn nicht, warum nicht? Gab es andere Effekte die stärker waren oder bringen Diätprodukte doch nicht so viel?
Wer weiß, wie dick die Amis erst ohne Diätprodukte wären?
Letztlich bestimmt die Kalorienbilanz das Gewicht. Eine Kalorienreduktion durch Diätprodukte, die im besten Fall schmecken und satt machen, wir langfristig immer zu Gewichtsverlust führen.
Die Frage ist eher, hat die Zunahme an Diätprodukten zu einer Reduzierung der Übergewichtsrate geführt? Wenn nicht, warum nicht? Gab es andere Effekte die stärker waren oder bringen Diätprodukte doch nicht so viel?
Letztlich ist die Rechnung ja ganz allgemein gesprochen ziemlich einfach die Kalorienbilanz. Wenn der Umstieg auf zuckerfreie Limonaden dazu führt, dass derjenige der sie konsumiert dafür bei McDonald’s eine zusätzliche Portion Pommes bestellt, weil er ja 400 kcal bei den Softdrinks gespart hat, dann wird die Wirkung auf das Übergewicht gegen Null gehen, schlimmstenfalls sogar ins Gegenteil umschlagen.
Ich hatte mal eine Großtante die hat ihren Kaffee mit Süßstoff gesüßt, wegen ihrer „Linie“ weil sie sich sonst das zweite Stück Torte oder Kuchen nicht „erlauben“ könnte. Für die wäre es definitiv besser gewesen den Kaffee zu zuckern und dafür nur ein Stück Kuchen zu essen. Ist da aber jetzt der Süßstoff dran schuld oder der Umgang damit?
Bei den Portionsgrössen die noch immer in den usa üblich sind und auch der Ernährungsweise vieler Menschen dürfte eben auch ohne Kalorien aus Softdrinks ein deutlicher Überschuss gegenüber dem Umsatz bei Normalgewicht vorhanden sein und dann pendelt sich das halt erst im hohen Übergewicht ein.
Aus dem sportlichen Umfeld kenne ich zumindest einige bei denen kalorienarme Softdrinks ein wichtiger Baustein dazu waren abzunehmen. Es war aber halt auch immer nur ein Baustein von mehreren, das ist aber natürlich weder genauer analysiert noch geht es über die anekdotische evidenz hinaus.
Wie gesagt, das will niemand. Niemand will zuckerhaltige Getränke verbieten. Es plant nicht mal jemand eine Steuer, die so vernichtend wäre, dass sie einem de-fakto-Verbot nahe käme.
Richtig, aber die Praxis in Ländern, wo diese Steuer eingeführt wurde, zeigt aber, dass genau das leider passiert.
Es wird eben in der Regel kein Parallelangebot geschaffen, welches dem Kunden die Wahlfreiheit zwischen der Süßstoff-Variante und der Zucker-Variante mit entsprechendem Preisunterschied gibt.
Die Hersteller bieten dann in der Regel stattdessen nur noch die Wahl zwischen einer 100%-Süßstoff und Süßstoff/Zucker-Mischvariante an. Die reinen Zuckervarianten fliegen dafür dann komplett aus dem Sortiment, was eben für Leute, die das Zeug nicht vertragen, richtiger Mist ist.
Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach Wasser trinken kann.
Wasser ist super!
Im Winter trinke ich oft warmes Leitungswasser, im Sommer fast ausschließlich kaltes. Man kann es durch Kräuter oder Zitrusfrüchte variieren (mach ich aber eher für Gäste).
Dadurch entfällt auch die ganze Schlepperei.
Ich bin ein Genussmensch, liebe leckeres Essen, gebe auch mal Geld für Spezialitäten und guten Wein aus, bin also wirklich keine Asketin. Aber es ist mir ein Rätsel, warum so viele meinen, ihren Durst mit süß schmeckenden Flüssigkeiten stillen zu müssen.
Natürlich kann jeder seine Vorlieben haben und pflegen, aber das als Riesenproblem hinzustellen, wenn es keine mit Zucker oder Zuckeraustauschstoffen oder Süßstoffen versetzten Getränke gibt, kommt mir offen gestanden absurd vor.