LdN384 Lasst der FDP doch ihre E-Fuels

Ich verstehe nicht, warum man auf dieses Thema so viel politische Energie verschwendet. Natürlich sind E-Fuels eine Nebelkerze…

Aber lasst sie doch! :rofl:

Damit könnte man CDU und FDP in Nullkomma-Nix den Wind aus den Segeln nehmen. Denn das wird hier nämlich wirklich der Markt regeln.

Und man muss da ja auch nicht die Fahrzeuge einzeln kontrollieren. Es reicht doch, wenn die Tankstellen-Infrastruktur das nachweist. Opa-Günther mit seinem Porsche Cayenne muss dann halt einfach seine letzten Tank-Quittungen vorlegen.
Ansonsten erschließt sich mir aber auch nicht, wieso eine physische Markierung nicht funktionieren soll. Das funktioniert ja heute auch mit Diesel/Heizöl. Heizöl ist rot gefärbt. Wer mit rotem Kraftstoff erwischt wird, hat ein Problem.

Langfristig wird Sprit eh immer teurer werden, weil ja auch die Automobil-Industrie kein. großes Interesse mehr an Verbrennern hat.

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Nein!

E-Fuels sind schädlich, weil sie bedeuten werden, dass der Staat deren Produktion und Infrastruktur subventionieren muss - marktwirtschaftlich rechnen sie sich nämlich nicht und werden es voraussichtlich auch niemals tun.

Und wenn dann erst einmal ausreichend Verbrennerfahrer diese Infrastruktur nutzen, ausreichend Hersteller und Zulieferer auf die Existenz dieser Infrastruktur setzen und ausreichend Arbeitnehmer davon abhängig sind, kann der Staat diese Subvention auch nicht mehr so leicht beenden.

Es bleibt paradox, aber ebenso wie bei Atomkraft will die FDP hier mit aller Macht ein Projekt durchsetzen, das massive, langfristige Subventionenszusagen erfordern wird.

Und deshalb muss man der Idee von vornherein widersprechen.

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Warum nicht E-Fuels da wo sie alternativlos und (!) notwendig sind subventionieren und bei Autos, wo es alternativen gibt nicht?

Wenn man bedenkt, dass auch in der Automobilindustrie selbst der Glaube an eine breite Zukunft der Verbrenner kaum vorhanden ist, dann wird das ohnehin kein echtes Problem werden. Und wenn ein paar Reiche die auch 5 € für den Liter zahlen dann Arbeitsplätze für Kleinserienfahrzeuge schaffen und Steuern auf den Sprit zahlen, dann gibt es in meinen Augen schlimmeres.

Für die Diskussion um die Antriebswende halte ich eine strikte Ablehnung für Kontraproduktiv. Denn aktuell glauben ja viele, dass die Automobilindustrie bei den Verbrennern bleiben würde, wenn doch nur in der EU Verbrenner erlaubt bleiben dürften und wenn dann trotz dieser Möglichkeit die Modelle nach und nach Elektrifiziert werden oder Modelle mit Verbrenner auslaufen während neue mit Elektromotor eingeführt werden, dann kapieren wohl viele die aktuell noch auf dem Trip sind die Grünen würden ihnen ihr Auto vorschreiben, dass es tatsächlich eine breite Palette an Gründen gibt die für Elektrisches Fahren sprechen.

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Aber das tut man doch. EFuel Verbrenner bleiben doch erlaubt. Und, interessiert das die CDU?

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Danke!

Ich kann die Verbissenheit mit der das Thema verfolgt wird, auch nicht nachvollziehen.

Ich bin persönlich gegen ein Verbot, glaube aber auch das die E-Mobilität für 99% aller Anwendungsfälle die beste Lösung ist. E-Fuels sind doch nach aktuellem Stand maximal für Exoten (zb Ferrari) relevant. Und da stellt sich mir die Frage warum man die prinzipiell verbieten sollte, wenn man sie auch klimaneutral betreiben kann. Leben und leben lassen.

(Fahre keinen Ferrari.)

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Aber davon reden FDP und CDU nicht. Sie versprechen, dass man mit E-Fuels die existierende Verbrennerflotte weiter betreiben und sogar die deutsche Verbrennerindustrie erhalten kann. Und das ist populistischer Unsinn.

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Und das bleibt es auch wenn man sie machen lässt. Die werden ja jetzt kaum die deutsche Autoindustrie über die nächsten Jahre hinaus zwangsverpflichten Verbrenner herzustellen. Denn mit sinkenden Absatzzahlen (Weltweit) steigen auch die Kosten für die Teile deutlich, die ja aktuell vor allem wegen der hohen Stückzahl auf dem aktuellen Niveau liegen.

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Da braucht man ja nur in die Diskussionen zu Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg schauen.
Da werden dann Szenarien gemalt, dass Leute nicht mehr zur Arbeit fahren können oder eben erwarten können müssen, dass der Staat das gefälligst auch subventioniert.
Es wäre wohl naiv, dass es anders laufen würde, wenn nicht nur ein paar Reiche 5€ für den Liter zahlen müssen, sondern eben auch die Krankenschwester, die zur Nachtschicht auf dem Land mal eben nicht auf die Öffis ausweichen kann und bei ihrem Gehalt auch nicht mal eben ein E-Auto kaufen kann (im Gegensatz zum Reichen).

Das ist doch nur aktuell der Fall.

Während Verbrenner günstig sind, weil die Stückzahlen groß sind, Kosten für Entwicklung überschaubar,Teile in großer Stückzahl günstig zu produzieren und die Prozesse fest eingefahren, werden bei E-Autos die Entwicklungskosten auf wenige Stück umgelegt, die Kosten für Komponenten sind aufgrund der noch überschaubaren Stückzahlen hoch und die meisten Kunden bereit Aufpreise zu zahlen oder eben einen Verbrenner zu kaufen.

Wenn aber die Stückzahlen bei den Verbrennern sinken, bei den E-Autos steigen, dann wird dieser Vorteil verloren gehen. Die Entwicklung ist doch schon heute spürbar. Ich halte es für ausgeschlossen, dass 2035 neue Verbrenner auch nur ansatzweise konkurrenzfähig in der Masse sein werden. So viel können E-Fuels dann gar nicht subventioniert werden. Vor allem wenn dann bei den E-Fuels auch noch weniger am Markt vorhanden ist als es Bedarf gibt.
Um hier in der Masse Konkurrenzfähig zu sein müsste man ja den kompletten Aktuellen Treibstoff subventionieren statt ihn wie aktuell zu besteuern und das wären hunderte Milliarden (Differenz Steuereinnahmen heute zu Subventionen dann) die dem Haushalt verloren gingen. Die kann nichtmal Union und FDP rechtfertigen.

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Nur fährt die Krankenschwester eben keinen Neuwagen, sondern einen Gebrauchten, das heißt, das E-Auto kommt bei ihr 3-6 Jahre später an.
Und je mehr E-Autos in den Jahren 2025-2032 verkauft wurden, desto billiger wird dieses Auto für sie.
Wenn aber 2030 noch nennenswert Verbrenner verkauft werden, sind die 2035 fünf Jahre alt und großteils noch als Gebrauchte unterwegs. Wenn dann plötzlich Druck aufkommt, auf E-Autos umzusteigen, kann der Markt das nicht liefern und die Preise steigen.
Wenn aber jetzt klar ist, dass es 2035 vorbei ist, dann werden Käufer jetzt schon überlegen, ob es wirklich noch sinnvoll ist, einen neuen Verbrenner zu bestellen (bei üblichen sechs Monaten Wartezeit) oder der sich als Gebrauchter dann nicht mehr so gut verkaufen lässt. 2025 sollen bezahlbare E-Autos in ausreichender Menge kommen, die sind dann 2035 zehn Jahre alt und der Gebrauchtwagenmarkt wäre vorbereitet.

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Das Verbot betrifft aber ja ohnehin nur Neuzulassungen ab 2035 und damit nicht die Jahre 2025 bis 2032.

Der ID.1 z.B. soll ab 2027 kommen mit einem Einstiegspreis um 20k. Da wären dann noch 8 Jahre bis 2035. Generell wird es in den nächsten Jahren mehr Modelle geben, auch in den günstigeren Fahrzeugklassen. Und selbst wenn es 2035 noch keinen ausreichenden Gebrauchtmarkt für Kleinwagen in der Masse geben sollte, so würde sich die Krankenschwester ja auch keinen Verbrenner-Neuwagen kaufen, sondern erst nochmal einen gebrauchten Verbrenner. Es bestünde auch dann erstmal noch keine Notwendigkeit E-Fuels zu tanken.

Wie der Markt in den nächsten Jahren aussieht wird sich maßgeblich auch nach der Nachfrage in den kommenden Jahren richten und nicht ob es ab 2035 nur Elektrische Fahrzeuge gibt oder auch solche für E-Fuels. Es gibt ja auch Leute, die behaupten ein striktes Verbot könnte den Reiz sich nochmal mit einem Verbrenner einzudecken sogar erhöhen. Wenn die Nachfrage hoch bleibt werden die Hersteller Verbrenner eher länger anbieten.

Eine Chance wird der Verbrenner aber auch dann ab 2035 nicht haben, weil es schlicht an der Masse an E-Fuels fehlen dürfte. Solange es also dabei bleibt, dass ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr mit fossilen Brennstoffen zugelassen werden dürfen sehe ich kein realistisches Szenario indem die Antriebswende auf dem Spiel stünde.

Edit:
Ich glaube viel entscheidender wird es sein zügig Lücken in der Ladeinfrastruktur zu schließen, vor allem in ländlichen Gegenden.

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Jaja, so sieht das für mich auch aus. Das machen die alle nur so aus Quatsch…

UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V.:

eFuel Alliance e.V.:
https://www.efuel-alliance.eu/de/

Wer’s glaubt… :wink:

Das geht die Regierung jetzt auch an.
Kabinett billigt Ladesäulen-Pflicht für Tankstellenketten | tagesschau.de

Aber die Perspektive wirkt sich natürlich auf den Gebrauchtwagenpreis aus → siehe Dieselskandal.

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Ich würde prognostizieren, dass viele die sich in den nächsten Jahren noch unbedingt einen Verbrenner neu kaufen wollen den dann irgendwann loswerden wollen weil die Kosten für Benzin oder Diesel zu sehr steigen und sich die Vorbehalte gegen E-Autos auflösen. Dann gibt es für Leute die ein Auto brauchen, aber nicht viele Kilometer fahren müssen (z.B. Krankenschwester in ländlicher Region) günstige Gebrauchte.

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Warum muss er das? Diese Logik erschließt sich mir nicht!

Das wäre für mich auf dem gleichen Niveau wie die Forderung dass wir jetzt nur noch via Kernfusion Energie erzeugen! Ein Märchen!

Wir reden gerade wie gesagt von 50 Euro pro Liter. Und selbst WENN das ganze nun dazu führen sollte, dass E-Fuels so billig werden, dass sie mit Marktpreisen mithalten können - was nicht passieren wird. Viel verloren hätte man damit nicht.

Wenn die FDP weiter an dieses Märchen glauben will… Soll sie doch! Wir haben SOOOOO viele Baustellen, lohnt es wirklich, sich darüber aufzureiben und Kevin von Nebenan in die Reaktanz zu treiben…

Aber dann lass sie das doch versprechen! Die schaden sich damit selbst am allermeisten. Warum drüber aufregenb? Warum wehrt man sich so gegen E-Fuels, die es eh nie geben wird.

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Ja bloß andersrum: da Gebrauchtwagen weiter normales Benzin tanken dürfen, steigt ihr Preis. Denn wer nicht aufs eAuto umsteigen will, hat kaum eine andere Wahl. (Da CO² neutrales eFuel nicht verfügbar und/oder wahnsinnig teuer sein wird.)

Ja klar, für eFuel Hersteller lohnt es sich ungemein den Bedarf durch eFuels4Consumer hochzutreiben, das steigert den Preis. Viel gewinnbringender wenn Porschefahrer und Luftverkehr gegenseitig überbieten, da man es nicht schafft, auch nur ansatzweise den Bedarf zu decken…

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Wir reden hier…
a) …von 2035 (niemand wird dann noch Verbrenner kaufen)
a) …NUR von Neuzulassungen
b) …NUR von Porsche (alle anderen Konzerne setzen auf E-Mobilität)

Und ich glaube nicht, dass eine Krankenschwestern so das Klientel wäre das sich einen neuen(!) Porsche zulegt. Und wenn, dann kann sie sich auch 10 Euro pro Liter Sprit leisten.

E-Fuels sind ein Märchen! Das wird einfach nicht passieren. Allein schon, weil das nur eine Insellösung Deutschlands wäre.

Das verhindert man aber nicht indem man E-Fuels ausschließt bei denen der Liter Sprit momentan 50 Steine kostet.

Wer hat das Problem?
Am Ende nur diejenigen welche (im Jahr 2035) die Kohle haben, sich einen Neuwagen zulegen zu können.
Die werden es verkraften!

ICH glaube das! Genauso wie ich geglaubt habe, dass erneuerbare Energie einmal billiger werden als Atomkraft! Ist eine Frage von Angebot und Nachfrage… Die Frage ist nicht ob, sondern wann das passiert.

Betrifft den Gebrauchtmarkt aber absolut null. Du kannst Dir am 31.12.2034 (so das Gesetz denn kommt) noch einen neuen Benziner kaufen und den so lange fahren wie Du lustig bist.

Und ja, neue Benziner werden in diesem Jahr vermutlich verramscht werden (wahrscheinlicher ist aber, dass die Industrie lange vorher schon auf Elektro umgerüstet haben wird).

Nein, sie kauft sich den 6 Jahre alten VW Passat, da ihr Elektroautos zu teuer sind, denn die sind gerade im Preis gestiegen, in Erwartung zu teurer E-Fuels.

Ja, wer hat nun das Problem?
Die meisten Hersteller hatten Strategien, bis 2030 keine Verbrenner mehr zu produzieren. Jetzt planen sie um, weil sie die ewig gestrigen Kunden nicht der Konkurrenz überlassen wollen.
Ausstieg Verbrennungsmotor: Die Zeitpläne der Hersteller (adac.de)

Was wir bei der Diskussion nicht ganz vergessen sollten: wenn nun tatsächlich ab 2035 keine neuen (!) Verbrennerautos mehr von Seiten der Hersteller auf den Markt kommen, haben wir noch einige Millionen gebrauchte Verbrenner in Deutschland im Gebrauch. Die verschwinden ja nicht über Nacht, sondern das wird sich noch bis mindestens 2045-2050 hinziehen.
Selbst wenn E-Autos billiger werden, werden Gebrauchtwagenbesitzer noch ihre (dann wohl schlechter zu verkaufenden) Verbrenner „zu Ende“ fahren.

Aber wohl kaum mit e-Fuels….

Die sind ggf was für Oldtimer (die man dann ja nicht alle in den Schredder wirft) oder hochpreisige Sportwagen (wer die noch als Verbrenner braucht).

Und der Neuwagenkauf ist immer noch zweite Geige hinter dem Gebrauchtwagenkauf. Kostenfrage.

Bin jetzt auch beim 24. Auto und hatte noch nie einen Neuwagen. Nicht so wichtig und zu teuer.

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„Technologieoffenheit“ hat bisher immer bedeutet, dass der Staat Fördermittel und Subventionen verteilen soll. Siehe Wasserstofftankstellen, wo mW keine einzige Tankstelle ohne Fördergelder gebaut wurde. Es geht bei all diesen Themen immer (auch) darum, dass der Staat sich auf die weitere Existenzerhaltung der Technologien committen soll.

Nur erwähnt die FDP das irgendwie immer nicht, wenn sie sich für Verbrenner, für Dieselprivileg, für Kohlestrom, für AKWs, für Wasserstoff oder für E-Fuels äußert.

Wäre die FDP ihren Prinzipien treu, würde sie 1. Technologieoffenheit durchsetzen und gleichzeitig 2. die Fördermittel für defizitäre Technologien streichen, damit der Markt selbst den Weg finden kann, wie man damit Gewinne erwirtschaften kann. Schritt 2 macht sie aber irgendwie nie. Warum nur?

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