LdN329 und die Freude an steigenden Preisen

Genau! Das ist für mich die große, unbeanwortete Frage. Es gibt dazu einen Thread:

Eine klimafreundiche Wirtschaft muss auf mehr Kreislaufwirtschaft setzen (statt neu extrahierte oder produzierte Rohstoffe werden gebrauchte Rohstoffe recycled und verwendet). Ich erwarte aber auch, dass eine klimafreundliche Gesellschaft sehr viel ressourcenschonender sein wird, d.h. Dinge, die heute im Eigentum von Einzelnen sind, aber selten genutzt werden, werden zukünftig eher geliehen / gemietet / gepachtet werden. Die Anzahl der individuellen Fahrzeuge wird zurück gehen (dafür nimmt öffentlicher Verkehr, Verkehrsdienstleistungen, Carsharing und Ridesharing zu). Es gibt weniger Fernreisen und noch viel weniger Kurzstreckenflüge (statt dessen wird mehr Bahn gefahren). Es wird weniger Fleisch gegessen (dafür werden von anderen Lebensmittel mehr gegessen). Wie sich das in Summe auswirken wird, ist nicht gesagt - mein Bauchgefühl sagt mir: Es wird weniger konsumiert werden. Damit würde das Volkseinkommen udn damit der Wohlstand (wie er bislang gemessen wird) sinken, sofern die Investitionen oder die Staatsausgaben nicht in gleichem Maße ansteigen.

Investitionen sind keine Ursache für einen Verminderung von Wohlstand. Eher im Gegenteil: Volkseinkommen besteht aus Konsum, Investitionen und Staatsausgaben. Wenn Investitionen steigen und der Konsum sinkt (um den gleichen Umfang), bleibt das Volkseinkommen und der Wohlstand (wie wir ihn bis jetzt messen) gleich.

In Summe ist überhaupt nicht gesagt, ob Klimaschutz tatsächlich mit Wohlstandsverlust und Verzicht einhergeht.

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