Und natürlich machen das viele, auch ich. Und ich hoffe es werden stetig mehr. In diesem Punkt sind wir uns einig, wobei ich eine hypothetische Tochter im Gegenzug auch etwas mehr zum Freigeisttum ermutigen würde.
Und doch ist das nur eine Dimension des Lernens. Wie oben erwähnt, gibt es auch signifikante Unterschiede darin, wie Schüler Dinge erfassen. Es gibt Menschen, die einen Text lesen und dessen Auswirkungen erfassen. Anderen muss ich Dinge lang und breit sehr anschaulich erklären, damit sie es verstehen. Und wieder andere müssen selbst ausprobieren und erfahren, um Dinge zu verstehen und umzusetzen. Und zur Wahrheit gehört, dass auch das biologische Geschlecht (im Durchschnitt, nicht zwangsläufig individuell) scheinbar Auswirkungen darauf hat, auf welchem dieser Wege bevorzugt gelernt wird.
Ich denke das ist auch die Antwort an @Flixbus, warum ich überzeugt bin, dass alle diese Wege (verstehensorientiertes Lernen = Lesen/Zuhören und dann Umsetzen können vs. ergebnisorientiertes Lernen aka. Machen und Scheitern) ihre Berechtigung haben sollten. Nicht jeder Mensch ist gleich und wir sollten alle zur besten Version ihrer selbst entwickeln. Nicht für jeden ist dies die Version, die durch verstehensorientiertes Lernen erreichbar ist.
Disclaimer: Ich tendiere persönlich ganz stark zur Ergebnis-Gruppe. Wenn mir früher Trainer Motorikabläufe für eine neue Technik/Bewegung erklärt haben, habe ich nichts umsetzen können. Es brauchte oft zig Versuche bis ich die erste richtig umsetzen konnte. Nachdem es Klick gemacht hat war ich aber oft auf einen Schlag besser als die, die Bewegung linear gelernt haben. Und auch bei MINT Fächern ging es mir ähnlich. Erst im Rahmen Dss Arbeitens an konkreten Problemen konnte ich die Auswirkungen des erlernten Stoffes erfassen.