LdN 480 Tierarztkosten

Bei den Haustieren sehe ich den Handlungsbedarf auch eher darin, dass die Gesellschaft Maßstäbe vorgibt, was eine tiergemäße Züchtung und Haltung darstellt. Ob die Impfung eines Hundes dann 60 oder 150 Euro kostet, erscheint mir nicht als gesellschaftlich relevant.

Heikler wird es bei den Nutztieren. Unser gegenwärtiger Landwirtschaftsminister stellt hier vor allem den wirtschaftlichen Aspekt in den Vordergrund. Er findet es vor allem wichtig, dass Deutschland viel Fleisch produziert und davon auch reichlich exportiert. Wer solche Zielsetzungen hat, hat auch eine Pflicht dafür zu sorgen, dass die tierärztliche Versorgung dieser Nutztiermassen gesichert ist. Dazu muss der Beruf des Tieraztes attraktiv sein, die Honorare dürfen nicht zu sehr gedrückt werden. Gleichzeitig erwarten der deutsche Fleischkonsument und der exportierende Produzent, dass das Fleisch nicht zu teuer wird. Um hier den Unmut der Konsumenten und Produzenten, die um ihre tägliche Fleischmahlzeit bzw. Konkurrenzfähigkeit fürchten, nicht auf sich zu ziehen, müssen die Tierarztkosten möglichst niedrig sein. Dieser Widerspruch ist der Grund, weshalb der Staat sich mit der Aufstellung einer GOT einmischt. Ziel dieser GOT kann also nicht sein, möglichst hohe oder möglichst niedrige Preise zu erreichen, sondern liegt darin, einen angemessenen Ausgleich aller beteiligten Parteien (Tierärzte, Konsumenten, Produzenten und letztlich auch dem Staat als ganzes, der auf Förderung der Wirtschaftstätigkeit hofft) zu gewährleisten.

Sehr bedauerlich ist, dass im Rahmen dieser wirtschaftlichen Interessen in der Nutztierhaltung ethische Überlegungen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Ich bin sicher, dass es hier reichlich Verbesserungsmöglichkeiten gäbe. Ein gesellschaftlicher Konsens ist hier aber bisher nicht erreicht, das hat auch unser konservativer Grüner als Landwirtschaftsminister nicht geschafft. So muss es bei kleinen Schritten bleiben. Wollen wir hoffen, dass wir damit schnell weiterkommen. Eine gute GOT kann dabei einer dieser kleinen Schritte sein, und in sofern ist sie relevanter, als es auf den ersten Blick aussieht.

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Ohne die Kommentare oben gelesen zu haben, und nur weil ihr darum explizit gebeten habt: meine Meinung zu diesem Themenblock.

Das war seit sehr langer Zeit mal ein Thema, das ich nach fünf Minuten übersprungen habe. Ich habe griechische Landschildkröten. Die waren bisher einmal bei der Tierärztin - vor der Änderung der Gebührenordnung anscheinend, denn ich hatte fast Mitleid mit der Ärztin wegen des geringen Betrages, den ich bezahlen sollte. Insofern fand ich, dass eine Annäherung der Stellung von Veterinär-Medizinern an die ihrer Human-Kollegen nicht ganz falsch ist. Ansonsten habe ich mir das Teil deswegen nicht angehört, weil es um ein Luxusproblem geht. (Ok, ob es auch um Nutztiere ging, weiß ich nicht, aber das ist so weit weg von meinem Alltagsleben, dass mich das auch nicht gelockt hätte) Warum Luxusproblem: Nur wer sich ein Haustier leisten kann, muss auch damit zum Arzt. Dass dieses akademisch ausgebildete Arzt auch angemessen bezahlt werden sollte, gehört dazu.

Fazit: Macht gerne weiter die „üblichen“ Themen wie bisher. Da fehlt mit nichts. Und die macht ihr super! Wenn ich mich für spezielle andere Themen interessiere, höre ich spezielle andere Podcasts.

Diese einseitige Kritik finde ich überzogen. Ich habe in dem Beitrag auch deutliche Empathie mit den in der Vergangenheit sehr stark ausgebeuteten Tierärzt*innen herausgehört.

Außerdem differenzieren Sie meiner Meinung nach nicht genug zwischen den verschiedenen Bereichen Nutztier- und Haustierhaltung. Da sind die Anforderungen an das Preisniveau aber unterschiedlich, weil die Tierärzte in der Nutztierhaltung Teil eines (zumindest in einem Teil der Gesellschaft) erwünschten Produktionsprozesses sind.

In wie weit sich die Gesellschaft in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Haustierhaltung einmischen sollte, ist dagegen eine andere Frage. Auf jeden Fall einmischen sollte sie sich bei Fragen des Tierwohls (artgemäße Haltung, Verbot von Qualzüchtungen), aber ob sie wegen der sozialen Entlastungsfunktion eines Haustiers dafür sorgen muss, dass sich auch ein Grundsicherungsempfänger ein Haustier und die damit verbundenen Dienstleistungen eines Tierarztes leisten können muss? Nett wäre es ja, aber da gibt es wichtigere Themen, und es darf nicht auf dem Rücken der Tierärzte ausgehen.

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Und wenn Beispiele angegeben werden, bitte etwas mehr Mühe bzgl. Gründlichkeit: es ist polemisch sich über eine „Hornhautoperation“ lustig zu machen, als ginge es die Entfernung eines Hühnerauges. Eine einfache Internetrecherche hätte Euch erkennen lassen, dass es sich dabei um eine durchaus eine komplexe Augenoperation handelt.

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Liebes LdN-Team,

ich höre euch schon seit einigen Jahren und bin sehr glücklich über euren Podcast.
Heut habe ich mir die aktuelle Folge angehört und möchte nun ein paar Gedanken zum Thema Veterinäre und Kosten loswerden.
Ich bin selbst Tierärztin und muss gestehen, dass mir eure Tonart nicht gefallen hat. Den Großteil des Berichts wurde, meiner Meinung nach, Pro-TierhalterInnen argumentiert. Ich möchte doch betonen, dass die Haltung von Haustieren kein Grundrecht ist, sondern ein Luxus. Man sollte sich definitiv vor der Anschaffung ausreichend darüber informieren, welche Kosten auf einen zukommen können. Wenn man feststellt, dass man mittel- oder langfristig keine finanziellen Kapazitäten dafür hat, dann sollte man sich auch kein Haustier zulegen. Eine gute Lösung ist eine Versicherung. Ja, es werden z.B. bestimmte Rassen oder rassentypische Erkrankungen ausgeschlossen, da sollte man sich aber auch vorher gut über die Rasse informieren.

Diese flapsige Aussage bezüglich des Kaninchens, dass man „nur“ wegen eines Zahns mehrere hundert Euro bezahlen musste, finde oberflächlich berichtet. Eine Zahnextraktion inklusive einer Abszessspaltung ist eine heikle Angelegenheit, vor allem bei Heimtieren wie Kaninchen. Sie haben ein hohes Narkoserisiko, sollten bestenfalls vorher geröntgt und auch mittels Inhalationsnarkose überwacht werden. Das ist je nach Schweregrad ein sehr aufwendiger Prozess, der auch mehr als nur einen Tierarzt/eine Tierärztin in Anspruch nehmen kann.
Das man in Kliniken oder Praxen nach einer Tierversicherung fragt, finde ich auch mehr als notwendig und verständlich. Aus meiner Erfahrung ist oft das Problem, dass TierhalterInnen alles gemacht haben wollen, es aber nichts kosten darf. Kostet es dann etwas, dann wird man beschuldigt herzlos zu sein und Tieren nicht helfen zu wollen. Ich kann es nur mit einem Einkauf vergleichen. Man kann doch auch nicht in den Supermarkt ohne Geld gehen und an der Kasse die kassierende Person dafür beschuldigen und beschimpfen einem nichts schenken zu wollen.
Das Thema Kosten ist wirklich DAS Hauptthema in der Praxis, fast noch ausführlicher debattiert als die eigentliche Behandlung.

Es ist eine enorme Belastung für das gesamte Team, wenn man Tiere behandeln und helfen möchte, aber TierhalterInnen kein Geld haben. Es ist einfach auch nicht möglich, alle Tiere kostenlos oder für wenig Geld zu behandeln. Dadurch kann weder Personal, Miete, Inventar noch Gerätschaften bezahlt werden. Dies endet darin, dass Praxen oder Kliniken schließen und die TierhalterInnen immer weitere Strecken zurücklegen müssen, was vor allem bei einem medizinischen Notfall extrem problematisch oder fatal enden kann. Wir waren in der Praxis sehr dankbar über die Versicherungen, da so wenigstens z.B. notwendige Blutuntersuchungen oder Röntgenbilder angefertigt werden konnten und man nicht über die Notwendigkeit jeden Handgriffs diskutieren musste.

Ich möchte auch nochmal betonen, dass das Studium sehr lang und hart und das Einstiegsgehalt von 2.500€ nicht gerade verlockend ist. Ich kann gut verstehen, warum so wenige nur noch diesen Weg einschlagen. Der hohe Druck und die Erwartungen der TierhalterInnen, die gestiegenen Kosten, die hohe Verantwortung, die sinkende Akzeptanz sowie das schlechte Gehalt (v.a. auch im Vergleich zur Humanmedizin) schrecken sehr ab.

Trotz meiner Kritik bin ich sehr dankbar, dass dieses Thema in so einem Format erläutert wird, da die Tierärzteschaft doch einen verschwindend geringen Anteil in der öffentlichen Berichterstattung erfährt. Nur bitte beim nächsten Mal etwas sorgfältiger recherchieren.

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Ich wundere mich, dass eine Tier Krankenversicherungs hier anscheinend von den allermeisten als Allheilmittel verstanden wird.

Nach meiner Erfahrung können Versicherungen extrem gut rechnen, und sie rechnen immer zu ihren eigenen Gunsten. Das heißt, eine Versicherung, die auch die „normalen, geradezu regelmäßigen“ Tierarztbesuche einschließt, wird in ihren Beiträgen den kompletten Betrag zuzüglich einer üppigen Prämie einkalkulieren. (OP-Versicherungen sind ein anderes Thema; da hier tatsächlich Risikostreuung stattfindet, sind diese aus meiner Sicht anders zu bewerten.)

Wenn dann noch damit zu rechnen ist, dass nach einem einmaligen „außerplanmäßigen“ Einsatz der Versicherung mit einer Kündigung oder Hochstufung zu rechnen ist, löst das aus meiner Sicht kein Problem, sondern schafft vielmehr einen neuen mächtigen Player, der sich auf Kosten von Tierhaltern und -ärzten hohe Renditechancen verspricht.

Viel sinnvoller erscheint es mir, Tierhalter über typische Tierarztkostenverläufe im Laufe des Lebens ihres Haustiers aufzuklären und sinnvolle Sparpläne vorzustellen. Entsprechende Flyer könnten z.B. auch von Tierärzten an Jungtierhalter verteilt werden.

Zum Glück gibt es nochmal die letzten 5 Minuten des Beitrags, in denen erörtert wird, wie die Kosten im Rest von Europa sind. Ich habe den Eindruck, dass Tierhaltung ganz einfach ein Luxus ist und auch sein sollte, sowie Kinderhaltung inzwischen ein Luxus ist, der das eigentlich nicht sein sollte. Haustiere leisten einen deutlich geringeren Beitrag zum Fortbestehen einer Gesellschaft als Menschen, denn in Zeiten von großen Herausforderungen braucht es stetig jungen Nachwuchs, der im Stande ist transformatiefe Kräfte freitzusetzen, etwas zu verändern und neues zu schaffen.

Mir tut es als großer Katzen-Fan natürlich Leid, dass die Kosten so hoch sind, aber ich habe mich aus moralisch anderen Gründen schon ewig dafür entschieden, dass ich kein Haustier halten will, weil mein mein derzeitiger Wohnort dem Tier nicht genug Tierwohl bietet, wie ich es mir für das Tier artgerecht wünschen würde. Und wenn deutlich mehr Tierbesitzer in Deutschland mal von vorne herein die Frage stellen würden, ob Ihr Besitzwunsch tatsächlich gut für das Tier ist oder nur ihr eigener Egoismus, wäre die Antwort wahrscheinlich nicht selten, dass sie von Tierbesitz absehen sollten.

Ich verstehe die Aufregung nicht: Wenn dein Kind krank ist, wirst du alles in der Welt dafür tun, um es gesund zu bekommen. Das ist unter Umständen unfassbar teuer. Es ist teuer sich ein Lebewesen zu halten oder eines großzuziehen, wenn man nicht im Mittelalter lebt und es einem nicht egal ist, wie gut es diesem Lebewesen geht. Empathie kostet Geld. Gesundheit kostet Geld.* Und dass es normal ist, dass sich jeder ein Haustier leisten kann und einen das am besten nur 200 EUR im Jahr kostet, ist wahrscheinlich eine Deutsche Sonderrolle bzw. Sondervorstellung, die Jahrelang durch Ausbeutung gewisser Gruppen funktioniert hat. Dass die Kosten jetzt explodieren, ist wahrscheinlich einfach nur normal und richtig. Es setzt nämlich jetzt die Relation zu Kindern etwas korrekter: „Ich leiste mir kein Kind, weil ein Hund ist viel billiger, um mir emotionale Nähe zu verschaffen und er folgt mir aufs Wort und hat keinen eigenen Kopf“. Es gibt genug Tierbesitzer mit dieser Mentalität. Und denen wird jetzt vor Augen geführt, dass ein Tier eben nur dann brutal günstig ist, wenn man irgendjemand dafür ausbeutet (die Allgemeinheit, die Kommunen oder eben die TierärztInnen).

Bei den Deutschen hört der Spaß bei den Kosten für das Haustier auf, weil man das Tier emotional liebt. Aber dass Tiere, die der Ernährung dienen, brutal ausgebeutet und masakriert werden, ist natürlich in Ordnung, wenn das Fleisch im Supermarkt dafür extrem günstig ist. Ganz allgemein empfinde ich unfassbar viel Doppelmoral in Deutschland. Und das schließt das Thema Tierhaltung ganz deutlich mit ein. Und ich empfinde ein historisch geschaffenes Selbstverständnis, dass Tierhaltung irgendwie etwas Günstiges sein müsse. Warum? Wie kommt man darauf?

Meiner Meinung nach sollten zwei Dinge passieren:

  1. Man muss verhindern, dass Zustände wie in Großbritannien einziehen (das betrift nicht nur Tiergesundheit, sondern auch andere Themen): Und damit meine ich nicht, dass man marktwirtschaftlich dämliche Preisdeckel einführen soll. Ich meine damit, dass man Gesetzesgrundlagen schaffen soll, die brutal gegen Kartelle bzw. Mono- und Oligopole vorgehen und hier extrem hohe Strafen drohen oder es gar nicht möglich ist, so was zu bilden. Es braucht eine Gesetzeslage, die „Gesundheit als Oligopol oder Monopol mit Preissetzungsmacht“ für den Reichtum einiger weniger verhindert.
  2. Ansonsten sollte der Markt das vernünftiger regeln, ggf. mit wenigen Ausnahmen, wo man gezielt Gesetze auf Basis von Fakten und Wissenschaft gestaltet: Wenn ich beispielsweise weiß, dass es für die Gesellschaft und die Gesundheit der Besitzer besser ist, wenn ich einem 70 Jährigen Single Mann ein Haustier in Teilen subventioniere, dann ist das vielleicht sinnvoll. Wenn ich einen Therapiehund oder Blindenhund subventioniere ist das vielleicht sinnvoll. Aber ein 35 Jähriger, der keinen Bock auf Beziehung oder Kinder hat und sich einen Hund besorgt, um die Lücke zu stopfen, darf ruhig mit der Konsequenz leben, dass das Halten von Lebewesen einfach teuer sein kann. Erst recht, wenn er dabei eine bestimmte „Rasse“ wählt, die durch Qualzucht einen mies diversifizierten Genpool hat.

*Ein Aspekt hätte mich generell massiv interessiert: Was ist mit dem Thema Qualzucht bzw. Zucht im Allgemeinen und wie viel Kosten entstehen in der Tiergesundheit dadurch, dass sich EIgentümer „einen speziellen Genpool ihres Haustieres gönnen“, der vom Inzestfaktor alles andere als genetisch für die Gesundheit des Tieres Vorteilhaft ist? Ich finde nämlich absolut nicht, dass sich jemand über die Krankheit seines Tieres oder die Kosten beschweren darf, der gewissermaßen aus Egoismus und „Rassendenken“ selbst mit daran schuld ist.

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Sehr interessant an der Diskussion zu diesem auf nicht inhaltlicher Ebene finde ich die nahezu unkommentiert erwähnte Forderung nach einer Abschaffung der GOT. Da der von der GOT ermöglichte Preisrahmen (einfacher bis dreifacher Basissatz) nach der Beschreibung im Podcast üblicherweise nach oben ausgereizt wird, ist ja offensichtlich, dass die Verordnung einen preissenkende Auswirkung hat. Da frage ich mich wirklich wie es zu diesen Forderungen kommt.

Falls da jemand eine von nahezu fehlender Information über die GOT Abweichende Erklärung dafür hat, würde ich mich darüber freuen.

Hallo, ich bin Tierärztin und mich hat das hören des Beitrags zur GOT wütend und traurig gemacht. Ich finde, dass die tierärztliche Sicht viel zu wenig dargestellt wird. Anstatt praktizierende Tierärzt:innen zu fragen werden einige unüberlege Vermutungen angestellt.

Zum Beispiel der Vorschlag für eine Pflicht für Kostenvorschläge. Es ist allgemein üblich, dass größere Kosten für z.B. eine Blutuntersuchung oder eine OP mündlich besprochen werden. Wenn ich jedes Mal erst einen schriftlichen Kostenvorschlag erstelle ist das ein Aufwand und diese Arbeitszeit muss natürlich auch bezahlt werden. Das gleiche gilt für die Begründung der Faktoren.

Ich habe den Eindruck, dass das Konzept der Faktoren nicht ganz verstanden wurde. In der Humanmedizin gibt es in Deutschland in den verschiedenen Praxen und Kliniken von medizinischen Niveau keine großen Unterschiede. Logischerweise kostet es dann auch überall ähnlich viel. In der Tiermedizin sind die Unterschiede sehr groß. Es gibt zwar eine Fortbildungspflicht, der kommen aber manche Tierärzt:innen nicht ausreichend nach. In manchen Praxen wird Tiermedizin auf dem gleichen Niveau wie vor 30 Jahren betrieben, das kostet natürlich wenig, ist dann aber oft auch weniger hilfreich und damit schlecht fürs Tierwohl. Wenn z.B. eine Fachtierärztin, die viele Fortbildungen besucht, eine ausführliche Allergieberatung macht und Vorgefunden auswertet, kostet das logischerweise mehr als 10 Minuten Allergieberatung beim Dorftierarzt. Um dieses unterschiedliche medizinische Niveau auch in den Kosten Widerzuspiegeln gibt es die Faktoren.

Heutzutage ist es möglich Tiermedizin auf Humanmedizinniveau zu machen und unsere Haustiere haben ein Recht auf eine gute Behandlung. Dafür nähern sich die Kosten natürlich auch der Humanmedizin an. Und ja zum Teil liegen sie auch höher. Allerdings ist oft der Aufwand beim Tier auch höher, weil das Tier z.B. nicht still hält und man Personal zum Festhalten bezahlen muss oder weil das Tier einem nicht sagen kann wo es weh tut und man daher ausführlicher untersuchen muss um herauszufinden was das Problem ist.