Während mal wieder ein AfD-Stadtrat „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ grölt („[a]uch Adolf Hitler und die NPD gebrauchten den Slogan“) und gegen eine AfD-Stadträtin wegen eines mutmaßlichen Goebbels-Zitats als Klingelton ermittelt wird, sich der AfD-Fraktionsvorsitzende in Brandenburg hinter seinen Kollegen mit Stasi-Verstrickungen stellt und in Thüringen ein weiterer AfD-Landrat droht, wanzt sich die AfD weiter an die Ostdeutschen ran:
Und SA-Parolen-Schwinger Björn Höcke legt natürlich auch noch einen drauf:
Nun war Höcke vom Schweizer Publizisten Roger Klöppel, dem man eine Nähe zu Kreml-Chef Putin nachsagt, zu einem Podcast der Weltwoche geladen worden. Der Spiegel hat sich das angehört und zitiert Höcke mit der Ansicht, dass Menschen in Westdeutschland „Deutsch sprechende Amerikaner“ mit Ersatzidentität seien, hingegen Ostdeutsche noch „Deutsch sprechende Deutsche“. Er soll sich jedoch dagegen verwehrt haben, Antiamerikaner zu sein.
Wogegen Höcke etwas hat, ist hingegen, wenn die deutsche Geschichte als „Verbrecheralbum“ gesehen werde, womit sich der Ex-Geschichtslehrer auf die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus bezogen haben dürfte. Erinnert sei an dieser Stelle an seine Rede im Januar 2017 in Dresden, als er vom Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ sprach, das man sich „in das Herz seiner Hauptstadt“ gepflanzt habe. Hinterher wollte er es anders gemeint haben.
Noch mal zur Erinnerung die „Verbundenheit mit verschiedenen Entitäten nach Parteibindung“ aus dem Sachsen-Anhalt-Monitor:
Und im heute veröffentlichten Forsa-Trendbarometer ist die rechtsradikale AfD weiterhin mit 27 % klar vorne.
Es ist alles so absurd.
