LdN 479 - AfD in Sachsen-Anhalt

Okay, anscheinend habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Mit den „Minderheiten im Parlament und deren politische Vorstellungen“ meine ich ideologische Gruppen. Das ist ja eine andere Art Gruppe als eine demografische Gruppe.

Rentner:innen wählen durchaus unterschiedlich.

D.h. sie haben unterschiedliche Vorstellungen (und Interessen).

Besonderheiten dieser Gruppe sind, dass sie einen erheblichen Teil der Wahlberechtigten ausmacht und dass ihre Wahlbeteiligung höher ist als die von anderen Altersgruppen.

AfD-Wählende sind hingegen eine ideologische Gruppe, weshalb man auf deren Vorstellungen nicht mehr Rücksicht nehmen muss als auf andere ideologische Gruppen.

Das bestreite ich gar nicht. Deshalb bedarf es ja zusätzlicher Maßnahmen.

Da stimmen wir dir sicherlich zu, dass ein AfD-Verbot allein nicht ausreicht.

Dissens gibt es darüber - und da spreche ich mal nur für mich -, ob man AfD-Wählende in nennenswertem Umfang ins demokratische Spektrum holen kann.

Deine Argumentation ist ja m.E. eher moralisch, Motto: Man muss es auf jeden Fall versuchen.

Dem entgegne ich, dass der Erfolg äußerst unwahrscheinlich ist, du es natürlich gerne zusammen mit allen, die deinen Optimismus teilen, versuchen kannst, keine Maßnahme, die ergriffen wird, aber in der Verfassung verbürgte Rechte in irgendeiner Weise schmälern darf. Da bin ich dann moralisch.

Unabhängig vom Ausgang muss aber klar sein, dass alle Maßnahmen, unsere FDGO so resilient wie möglich zu machen, schnellstmöglich umgesetzt werden müssen.

Noch eine Ergänzung:

Die AfD wird trotzdem gewählt, „weil andere Bedürfnisse wichtiger sind als die ökonomischen Interessen“.

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