LDN 475 Netzanschluss und Gaskraftwerke

Hallo zusammen,

das ist hier meine erste Nachricht im Forum, deswegen seht mir nach, wenn ich vielleicht eine Formalie nicht beachtet habe. Ich habe heute die Folge 475 gehört und wollte dazu etwas anmerken.

Ich bin Student im Wirtschaftsingenieurwesen im Bereich Elektrische Energietechnik und habe bereits zeitweise bei Netzbetreibern gearbeitet und allgemein eine ganz gute Grundbildung in Netzthemen. Mich haben zwei Dinge gestört:

  1. Die Darstellung beim Thema Netzanschluss von PV-Dachanlagen im Industriebereich habe ich wie folgt verstanden. “Die Netzbetreiber verzögern die Anschlusserstellung. Bei Industriebetrieben gibt es ja schon einen Anschluss, da könnte man ja einfach direkt einspeisen.”
    Ich sehe es so, dass die Energiewende viel Kraft kostet und habe das Gefühl gehabt, dass probiert wird der Arbeit beim Netzausbau so gut es geht nachzukommen. Aber die Mitarbeiter sind nicht unbegrenzt verfügbar und die Mittel für den Netzausbau müssen auch erst durch firmeninterne Prozesse freigegeben werden, was alles extrem verzögert. Darüber hinaus gibt es auch andere Gründe, warum eine Erweiterung der Anschlussleistung nicht immer sofort verfügbar ist. Beispielsweise, weil man eine neue Straße nicht direkt wieder aufreißen will.
    Zum zweiten Teil, nur weil eine gewisse Bezugsleistung schon immer verfügbar war, heißt das nicht automatisch, dass das Netz auch in der Lage ist, eine gleich hohe Einspeisung aufzunehmen. Generell geht es bei diesen Themen oft nicht, um den physischen Anschluss am Grundstück, sondern eher um die übergeordnete Netzstruktur. Vielleicht arbeitet die Umspannanlage bereits an ihrer Leistungsgrenze, da bereits ein Windpark angeschlossen ist. Vielleicht wären noch Kapazitäten frei, aber auf der Hochspannungsebene ist die Freileitung am Ende. Das kann vielseitige Ursachen haben und muss intensiv geprüft werden. Die Darstellung, dass der Anschluss doch einfach anders herum genutzt werden könnte, greift finde ich zu kurz.

  2. Im weiteren Verlauf der Folge wurde ein Statement von EnBW zitiert, welches die Erforderlichkeit von Gaskraftwerken beschreibt. Dem wurde zwar im Kern nicht widersprochen, aber es wurde schon extrem negativ dargestellt und ein wenig als “Geldmacherei” abgetan. Versteht mich nicht falsch, Gaskraftwerke, die auch mit Erdgas laufen, sind höchstens eine Übergangslösung. Allerdings sollen diese Kraftwerke in Zukunft ja mit Wasserstoff betrieben werden können, der mit überschüssigem PV-/Wind-Strom hergestellt werden könnte. Zu der Anzahl der Kraftwerke, wurde auch gesagt, dass man ja vielleicht gar nicht so viele mehr bräuchte. Das sehe ich anders. Wenn sich durch die fortschreitende Elektrifizierung in den Bereichen Verkehr und Heizen, sowie Industrie der Strombedarf erhöht, dann werden die Probleme mit Dunkelflauten noch zunehmen. Batteriespeicher sind da m.M.n. einfach nicht wirtschaftlich, um solch lange Perioden abzudecken. Zumindest nicht mit aktueller Li-Ionen-Technik. Deshalb macht der Ausbau der Gaskraftwerke schon Sinn, nur muss klar geplant werden, diese auf einen grünen Betrieb umzustellen.

Ich freue mich auf eure Meinung zu meinen Thesen.
LG

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Zu 1. da ist so viel unterschiedlicher Kram drin, was ist die Bottom Line? Netzanschluß ist komplizierter als dargestellt und aufwendig?
Ja, natürlich. Andere Länder kriegen das hin und investieren seit Jahren. Die deutschen Regierungen investieren seit Jahren zu wenig. Also, du hast Recht aber das ist ein Hausgemachtes Problem.

Zu 2. lies dich mal in die aktuelle Weltlage in der Batteriespeichertechnik ein. Das „progressive Kampfblatt“ Focus hat hier was dazu aufgeschrieben: Das Zeitalter der Batterie ist da!
Es gibt noch Experimente mit Luft und anderen Speicherntechniken. Sehr erfolgreich sind in besser dafür geeigneten Ländern auch Pumpspeicherkraftwerke. Das geht bei uns weniger.
Ergo: wir sollten in Stromspeichertechnik und nicht in Gaskraftwerke investieren

Ja ich stimme dir zu. Die Politik müsste mehr investieren und der Bevölkerung klar machen, dass gute Netze eben viel Geld kosten. Mir ging es vor allem darum, die Netzbetreiber und ihre Mitarbeiter nicht so darzustellen, dass sie auf Energiewende keine Lust hätten. Da mag es bestimmt Leute geben, manche auch mit zu viel Macht im Wirtschaftsministerium, aber ich denke, dass viele auch sehr motiviert an einer besseren Zukunft arbeiten und es nicht verdient haben, da irgendwie so als Ausbremser dargestellt zu werden.

Ich habe meine Bachelorarbeit über die Anwendung von Batteriespeichern zur Netzstabilisierung geschrieben, sogenannte Netzdienliche Speicher. Das ist der Anwendungszweck den ich sehe. Dafür wird auch noch mehr installierte Leistung benötigt, damit in den Sommermonaten vollständig auf disponible Kraftwerke verzichtet werden kann. Allerdings ist die saisonale Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie im Winter auch insgesamt schlechter. Ich halte es nicht für wirtschaftlich Strom aus dem Sommer, bis in den Winter in Speichern zu lagern. Da sehe ich eher Kavernenspeicher oder verflüssigten Wasserstoff. Zu dem Focus-Artikel: Ja Batteriespeicher boomen, aber wie dort steht, im Jahr 2026 werden 450 GWh erwartet, genug um 50 Millionen Haushalte für einen Tag zu versorgen, wohlgemerkt nur Haushalte. Mit welchem Strombedarf das gerechnet wurde steht da gar nicht. Und das ist weltweit. Ich denke da wären zu viele Batterien notwendig, um das in Deutschland umzusetzen. Es wird ein Mix werden müssen.

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dem ersten Punkt würde ich voll zustimmen
beim zweiten müsste man etwas konkreter werden - wahrscheinlich ist weder ein „Gaskraftwerke braucht es und sie sind spitze“ noch „das ist Teufelszeug und die wollen nur Geld machen“ richtig - ich habe das Gefühl, dass sowohl in der Lage als auch in deinem Beitrag verhandelt wird wo man auf dieser Skala steht, ohne dass es da eine ausführliche Hintergrundrecherche und Wissen zu gibt, also wieviel Dunkelflaute haben wir denn (und was verstehen wir darunter) In welchem Maße finden wir es ok, wenn bspw. die Dunkelflaute in Hessen mit Strom aus SH gedeckt wird (und das selbe dann auf europäischer Ebene)? Wir haben jetzt schon Stromüberschüsse im Netz und die Technik für Elektrolyse wurde schon entwickelt, warum sind Wasserstoffkraftwerke dann nur als Zukunftsmusik gedacht (gerade wenn es gleichzeitig auch solche Nachrichten gibt: Mal eine gute Nachricht)

In Summe kann ich da nur den Batterie-Podcast empfehlen (Spotify) und vielleicht kann man mit denen ja auch mal eine Folge machen und da in die technischen Details absteigen, weil ich habe auch immer mal das Gefühl die nerdigen Detailfragen werden immermal mit einer gewissen Ungenauigkeit überbügelt

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Es läuft (in meinen Augen) auf die Logik hinaus:

Ein Gaskraftwerk begleitet von Netzausbau, Ausbau EE, Batteriespeicher, Elektrolysekapazitäten (eigene und die potentieller Exporteure), Bedarfsflexibilisierung usw. ist ein Teil der Lösung.

Ein Gaskraftwerk ohne das (alles) ist ein Teil des Problems.

Aus: Energiespeicher: Ein Netz aus Batterien und grünem Gas - Spektrum der Wissenschaft

"Bis 2030 strebte die Bundesregierung bisher eine Elektrolyseleistung für grünen Wasserstoff von mindestens zehn Gigawatt an – für alle Arten von Bedarf, also auch die Industrie. Mitte 2024 waren dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln (EWI) zufolge allerdings erst 0,1 Gigawatt in Betrieb und ein Gigawatt in Bau, nennenswerte Importe von grünem Wasserstoff gab es noch nicht.

Rechnet man alle geplanten Vorhaben zusammen, würden bis 2030 zwar 11,2 Gigawatt erreicht – aber nur, wenn Investoren nicht ihr Vertrauen darauf verlieren, dass die Wasserstoffwirtschaft auch wirklich kommt. Schätzungen, wie viel Wasserstoffleistung 2040 allein für die Kraftwerke zur Verfügung stehen muss, reichen bis zu 100 Gigawatt. Die Lücke ist also gewaltig.

Die Ansage von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, den Wasserstoffausbau nun strikt am – derzeit noch geringen – Bedarf auszurichten, könnte jeden Schwung aus der Entwicklung nehmen, warnen Experten. Folge könnte sein, dass […] Erdgas noch lange verbrannt wird"

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Das Thema „Gaskraftwerke als Reserve für die Dunkelflaute“ wurde hier

und hier

schon sehr ausführlich diskutiert. Die Threads sind noch nicht geschlossen. Warum einen neuen anfangen?

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Moin!
Danke für deinen Beitrag!

Stimme ich zu, die Vereinfachung hat mich als Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Rohstoffversorgung ebenfalls etwas gestört. Ich verstehe aber auch, dass nicht jeder Experte in allen Gebieten sein kein :wink: .

Joa, an der Fähigkeit dieser Kraftwerke und der Gas-Infrastruktur effizient mit der Wasserstoffbeimischung umzugehen gibt es ziemlich viel begründeten Zweifel.

Auch hier denke ich, dass das „könnte“ der entscheidende Punkt ist. Wasserstoff ist eine super tolle Sache, IMHO gibt es aber andere Einsatzzwecke insb im Bereich Dekarbonisierung, wo wir den eher einsetzen sollten. Wie andere KommentatorInnen ja bereits schreiben, ergibt sich nicht so ganz, warum die Regelungen aktuell so ausgelebt werden, dass vor allem Gaskraftwerke begünstigt werden und netzdienliche BESS quasi rausgestrichen werden. Versteh mich nicht falsch, ich sehe den Bedarf an zusätzlichen Gaskraftwerken oder anderer Lösungen für den Fall Dunkelflaute auch, und finde das wird leider in der Debatte oft etwas vereinfacht.

Das sehe ich anders. Ich weis auch nicht, bei welchem Netzbetreiber du in welcher Position warst, das wundert mich aber, falls das dort so schwarz-weiß gesehen wurde. Die regionalen Unterschiede sind hier ziemlich groß. BEV und Wärmepumpen werden die Probleme nicht über Nacht lösen. Genauso verschlimmern sie die Probleme bzgl hypothetischer Dunkelflaute, aber auch nicht immer.

Dafür planen wir ja zusätzliche Gaskraftwerke für die, zugegeben, eher seltenen mehrtägigen und bis zu 2-wöchigen Dunkelflaute-Randrisiken, die wir aber trotzdem aus wirtschaftlichen Gründen abdecken müssen und sollen. Was ich aber nicht verstehe, ist, warum wir das den Markt nicht technologieoffen regeln lassen, was uns ja in D sonst so oft wichtig ist. BESS sind in den Bereichen Frequenzregelung, kurzzeitiges Peak-Shaving (also 2–8 h) sowie für den Day-Ahead-Arbitrage-Handel bereits heute konkurrenzfähig. Dafür, auf Gas zu setzen, finde ich nicht effizient. Das KWSG macht mMn aber genau das. BESS sind in den kurzfristigen Flexibilitätsmärkten heute konkurrenzfähig und werden durch regulatorische Barrieren (Netzentgelte, fehlende Marktsegmentierung im Entwurf des deutschen Kapazitätsmarkts) systematisch benachteiligt.
Ich denke wir müssen hier in der Debatte sehr klar unterteilen, wovon wir technisch sprechen. Wenn es wirklich um mehrtägige Duneklflaute-Absicherung geht, dann macht Gas als BackUp (!) Sinn und dafür benötigen wir den Ausbau, nicht aber für die Kurzzeit-Speicherung innerhalb eines Tages oder über Tage hinweg.

Die Hoffnung auf einen pot grünen Betrieb teile ich nicht, dafür sehe ich keine technologische und noch viel weniger eine ökonomische Grundlage (wenn wir schon von Wirtschaftlichkeit sprechen). Produktionskosten für grünen Wasserstoff und Roundtrip-Verluste sind viel zu hoch, und eine Besserung ist hier nicht in Sicht. Darauf zu Wetten ist mMn eine ziemlich riskante Wette. Ganz langfristig für ein Vollerneuerbares-System könnte es in ein par Jahren/Jahrzehnten irgendwann mal Sinn machen.

Ich schätze die hier im Forum vertretenen Meinungen zur Technik der Energiewende und ihren Chancen sehr – sie sind positiv, fundiert und beleuchten machbare Lösungen realistisch. Allerdings muss ich auch klarstellen, dass es sich in der Regel um Planungen handelt, die in ferner Zukunft liegen, also in Jahren oder Jahrzehnten. Die akuten Probleme wie die gigantischen Strom- und Redispatch-Kosten haben wir genau jetzt, wie der verlinkte Welt-Artikel zum Solarrekord

https://www.welt.de/wirtschaft/plus69f358010909a68d1ed4fe3c/minus-499-99-euro-dieser-solarrekord-ist-eine-schlechte-nachricht-fuer-alle-steuerzahler.html?ignore=true&qteam=true

eindrucksvoll zeigt, und sie belasten uns Steuerzahler unmittelbar heute. Deshalb bin ich besonders gespannt auf konstruktive Vorschläge, die diese jetzige Problematik angehen, statt nur langfristige Visionen zu skizzieren.

Ich kann den Welt Artikel leider nicht lesen.
Der Strompreis war heute 01.05.2026 auf einem niedrig Rekord von -0,50 Euro pro kWh, das scheint korrekt zu sein. Golem

Ich weis jetzt nicht ganz, was die Forderung von Ihnen ist. Zu Fordern, dass wir Netze und Speicher ausbauen, und Fehlanreize unterbinden ist weder neu, noch ist das eine Lösung für in mehreren Jahren / Jahrzehnten.
Was der heutige Negativ-Rekord zeigt ist, dass die Energiewende nur als Gesamtsystem funktioniert und dies zumindest für den kleinen Kreis an Haushalten und Industriebetrieben, die flexibel sein können, bereits funktioniert. Das IST z.B. eine kurzfristig machbare Lösung. Die Beispiele aus Kalifornien zeigen uns hier auch, dass das geht. Dafür müssen wir halt diese Lösungen auch zulassen.

Im Übrigen, ist die Debatte bzgl Dunkelflaute und zu viel Solarstrom (erneut) auf unterschiedlichen Ebenen. Grüner Wasserstoff und Gaskraftwerke → Dunkelflaute → Zeitraum mehrere Tage bis 2 Wochen. Negative Strompreise → PV-Einspeißung über den Tag hinweg.

Ehrlich gesagt, weil ich sie nicht gesehen habe, durch den letzten Beitrag vor 6 Tagen. Und ich nur die Threads zur 475 überprüft habe. Aber du hast natürlich recht, in Zukunft suche ich erst ausführlicher. Mir ging es vor allem darum, die Aussagen in der 475 zu ergänzen.

Darüber hinaus stimme ich euch komplett zu, dass BESS heute bereits in der Lage sind den Redispatch im 24h oder auch 48h Markt zu reduzieren. Auch Momentanreserve und die Bereitstellung von Blindleistung werden durch die marktgestütze Beschaffung in Zukunft von ihnen geliefert. Wie ich dazu sagte, dass sind die Zwecke in denen ich BESS auf jeden Fall sehe.

Die wie auch immer gestalten Gaskraftwerke müssten dann dafür gar nicht hochgefahren werden. Eher im Winter, wenn für 1 Woche mal der Himmel dunkel ist. Und ja natürlich ist es einfach Grünen Wasserstoff als Buzz-Word hinzuwerfen. Die Technik dafür ist noch nicht so weit und aktuell sind die Stromüberschüsse auch noch nicht so groß, damit die Roundtrip-Wirkungsgrade weniger relevant werden. Ich wollte damit eigentlich nur erreichen, die negative Sichtweise auf Gaskraftwerke zu verändern.

Der Batteriezubau ist, anders als die Gaskraftwerke, keine “langfristige Vision”, sondern findet heute schon statt, Monat für Monat werden weitere Batteriespeicher aufgebaut und angeschlossen. Und jeder Batteriespeicher mehr dämpft die im Welt-Artikel genannten negativen Preisspitzen - die momentan besonders an Sonn- und Feiertagen auftreten, weil da die Nachfrage am geringsten ist -, weil sie den Überschussstrom aufkaufen und andererseits bei Lastspitzen preisdämpfend wieder ausspeichern.

Ein Beispiel von Anfang dieses Jahres hier in der Nähe: Energiepark Jochen Schweizer – VISPIRON ENERGY hier wird “Erzeugung, Verbrauch und Flexibilität an einem gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt” gebündelt. Anders als die Bedenken von @j.finkeldei scheint mir das hier sehr vorteilhaft. Im Speckgürtel um München und direkt benachbart zu einem Gewerbegebiet und über 22000 Einwohnern in Ottobrunn überwiegt zweifellos der Verbrauch die Erzeugung, so dass die Einspeisung auf der Mittelspannungsebene vermutlich direkt konsumiert wird.

Vielleicht eilt es Frau Reiche gerade deshalb, für die Gaskraftwerke Pflöcke einzuschlagen, dass deren Bau bezuschusst wird, weil man in fünf Jahren vielleicht sagt, was soll der Käse, hat sich überholt, wir haben es auch so im Griff. Reversible Brennstoffzellen haben einen Strom-zu-Strom Wirkungsgrad von bis zu 75% ( Reverion-Technologie | reversibel, CO₂-negativ & effizient Abschnitt “Unser Wasserstoff-Kraftwerk”), die laufen bei Stromüberschuss als Elektrolyseure, und wenn nötig schalten sie in Rückwärtsgang, warum soll man da Gasturbinen fürs Rumstehen bezahlen und gelegentlich betreiben, deren Metall den Wasserstoff gar nicht dauerhaft aushält ( Grüner Wasserstoff frisst Turbinen: Das verdrängte Problem der Energiewende ) und die nur 40% Wirkungsgrad haben? Eben weil grüner Wasserstoff nicht sehr billig ist, gibt es keinen Grund, ihn zu verplempern!

Wenn es Frau Reiche wirklich um ein kosteneffizientes Stromsystem und geringe Strompreise ginge, dann würde sie einen runden Tisch mit Ministerium, BNetzA, Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern zusammentrommeln, um zu klären, welche Regularien wir brauchen, damit Batteriespeicher an den richtigen Stellen gebaut werden, netzdienlich ein- und ausspeichern, und so den fossilen Redispatch überflüssig machen und gleichzeitig die Strompreise senken und glätten.

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