Ich kann diese für mich plötzliche Diskussion über das Einsprechen der Werbung durch den Host nicht nachvollziehen. Ich höre euch erst seit 2020, und weiß, wie es jeder der euch länger kennt, sowieso Gedanken darüber gemacht habt, hinter welchen Firmen etc… ihr grundsätzlich stehen könnt und hinter welchen nicht. Somit ist von vorne herein klar gewesen, dass ihr einem solchen Grundsatz auch folgt. Demgemäß halte ich es für legitim, wenn Phillip das auch einspricht. Ich habe damit absolut kein Störgefühl. Und auch nicht, dass ich jetzt ganz unbedingt das und das kaufen muss, weil ER es mir gesagt hat… so viel Verstand traue ich all euren Hörern zu. Mir jedenfalls ist es tausend mal lieber, als das eingespielte Gekreische unsäglicher Töne und Stimmen… Mir ist vor allem eines wichtig: Dank dieser Werbung und euren tollen, treuen Unterstützer:innen ist es mir möglich, die auf jeden Cent achten muss, euren ausgezeichneten, informativen Podcast hören zu dürfen und zu können. Unabhängig von meinem Geldbeutel. Eure Expansion zeigt m. E. auch auf, dass ihr eben investiert, und nicht einfach die Kohle scheffelt und einsackt. Cybernation ist auf jeden Fall schon in meiner Liste Bitte einfach weiter so!
Ich „entkomme“ der Werbung durch ein Abo, daher war mir die Werbung bisher egal.
Den Punkt, dass Werbung euch auch dahingehend frei macht, ggf. die eigene Hörerschaft gegen den Strich zu bürsten, ohne sich gleich um gekündigte Abos Gedanken machen zu müssen, hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.
Stärkt mein Vertrauen in einen gut recherchierten und gut gemachten Podcast.
Ganz wesentlich unterbewusst wie schon erwähnt, aber eben durch schlichte Wiederholung. In anderem Zusammenhang hat LdN das bezüglich Fake News thematisiert: man muss es nur oft genug hören.
Insofern scheinen host reads sogar besser weil es weniger davon braucht. Ich hab bisher - meine ich - nie mehr als zwei Werbungen pro Podcast gehört idR verschiedene. Da reicht die Wiederholrate bei einem wöchentlich Podcast glaube ich nicht um Effekte zu erzielen.
Außerdem sind wir hoffentlich mündig genug uns auch von Philips Stimme nicht zu ungewollten Vertragsabschlüssen verleiten zulassen.
Tatsächlich höre ich die Werbung immer mit weil sie mich durch Philips sprechweise so wenig stört. Gleichzeitig erkenne ich auch klar dass sich die sprechweise vom Rest des Podcast abhebt.
Und (Ich hoffe das lesen nicht zu viele Werbende:) mich hat noch keine der Werbungen in der Lage von irgendetwas überzeugt .
Auch ich hatte schon das ein oder andere mal gedacht: was für die wird Werbung gemacht? Aber mir war durch eine frühere Lage klar, dass durchaus gefiltert wird und vertraue dem Team dahinter, vermutlich hätte ohnehin niemand eine völlig weiße Weste.
Man kann in alle Richtungen plausibel argumentieren. Die Frage ist dann aber - wie schon erwähnt, warum Unternehmen mit erfahrenen Marketing Profis deutlich mehr für Clips zahlen, die von den Hosts gelesen werden.
Ich habe mich schon oft gefragt, warum Unternehmen solche Summen in Werbung investieren und ob der Nutzen daraus - Steigerung des Betriebsergebnisses, d.h. der Deckungsbeitrag steigt um mehr als die Werbeaufwendungen - empirisch überhaupt nachweisbar ist. Es gibt zahlreiche Studien und praktische Messansätze, die zeigen, dass Werbung durchschnittlich positive Effekte auf Umsatz und häufig auch auf Deckungsbeitrag/Gewinn hat – insbesondere bei optimal dosierter, gut zielgerichteter Werbung und im Zusammenspiel mit Produkt- und Innovationsstrategie. Und es gibt Studien, die zeigen: Viele Kampagnen sind unter- oder wirtschaftlich gar nicht erfolgreich. Frei nach Henri Ford: „Ich bin mir sicher: dienHälftenmeiner Marketingausgaben sind herausgeschmissenes Geld: Mein Problem: Ich weis nicht, welche Hälfte“
Hier geht es ja speziell um Host-read Ads. Da ist m.E. wissenschaftlich kaum umstritten, dass die im allgemeinen besser funktionieren. Darauf verweist z.B. der ARD Forschungsdienst [1] mit Referenz auf eine Studie von Brinson und Lemon:
“Eindeutige Vorteile gegenüber Werbespots, die in Podcasts eingespielt werden, haben Botschaften, die von den Podcast-Hosts vorgetragen werden (siehe die Studie von Brinson und Lemon, 2022). Ihnen schreibt man größere Authentizität und Glaubwürdigkeit zu”.
„Reiche täuscht mit korrekten Zahlen.“ „Lage täuscht mit selbst eingesprochenen Werbeblocks.“ Mein Wahrnehmung bisher war: Ihr macht Werbung für Produkte, die ihr auch selber gut und empfehlenswert findet. Das fände ich auch gut. Bei anderen Podcasts habe ich manchmal den Eindruck, dass dort nicht über die Werbespots entschieden wird, die eingespielt werden, und dass diese dann häufig in Widerspruch zum Inhalt des Podcasts stehen.
Jetzt erfahre ich, dass Philipp, den ich für seine gründliche Recherche schätze, hier „nur seine Stimme leiht“. Aber der Eindruck ist doch: Wer so gründlich recherchiert, der empfiehlt auch gute Produkte.“ D.h., er arbeitet als Influencer, ohne einer zu sein. Da nützen auch Grundsatzerklärungen im Kleingedruckten und der Hinweis „Ich sage nie, wie ich das Produkt finde“ nichts.
Dafür gibt es aber kein gute Lösung - wie im Podcast schon gesagt, denn auch von uns Hörern wollen sie nicht vollständig abhängig sein (für mich ein Aha Moment und total nachvollziehbar)
Machen Sie jetzt nur noch echte Empfehlungen sind sie vermutlich gezwungen viele "Produkte/Dienstleistungen " zu testen, weil ja nicht automatisch die Firmen kommen die sie ohnehin gut finden. Bei manchen Werbeanfragenden mag es nicht mal funktionieren, dass sie es testen. Dann müssen sie versuchen unvoreingenommen zu bewerten ob es jetzt tatsächlich persönlich empfehlenswert ist oder nicht. Wenn dann schon 20 Anfragen abgelehnt wurden…können sie sich es auch leisten die 21. abzulehnen oder wird dann doch ein Auge zugedrückt? Dann hat die Hörerin auch nichts gewonnen. Die werbenden die es schaffen könnten den Preis drücken, weil die Konkurrenz geringgeringer ist.
Ganz abgesehen vom zustazaufwand zu testen und zu recherchieren. Und was ist wenn sich Ulf und Philip nicht einig sind? Empfehlungen sind dann auch auf ihre Lebenswelt beschränkt…Werbung für Schwangerschaft oder Menstruationsapps wird dann wohl keine kommen.
Die andere Lösung: nur noch Fremdgesprochene Werbung. Dafür vermutlich viel mehr. Die Frage wäre wie viel mehr? Und wie schlimm würde sich das anhören. Würde es sich noch jemand „antun“ oder würde es am Ende schleichend darauf hinauslaufen nur noch LagePlus Hörer zu haben, was nicht gewollt ist…
Das stimmt schon, andererseits ist der Grund, warum Werbetreibende für vom Podcaster gesprochene Werbung mehr zahlen, ja genau der, dass dieser Eindruck (subtil?) vermittelt wird.
Das Resultat sind letztlich sich widersprechende, kommunikative Signale. In der Form kommt eine (wahrgenommene) Unterstützung der Produkte zum Vorschein, im Text außerhalb der Werbung wird das wieder eingefangen.
Das Thema ist daher in der Tat komplex, aber wir müssen uns hier einfach klar sein, dass es nur um die Frage nach dem geringeren Übel geht. Und das wurde im Podcast ja gut erläutert. Werbung ist immer mit Kompromissen verbunden, leider. Und mir ist weniger, persönlich eingesprochene Werbung jedenfalls lieber als viel mehr unpersönliche Werbung im Sinne von klassischen Werbespots oder gar einer Paywall oder der Abhängigkeit von anderen Geldgebern.
Wer ist denn “uns”? Bist du Teil der Geschäftsführung oder gar Eigentümer der LdN?
Ich finde es ehrlich gesagt befremdlich, wie hier diskutiert wird. Wenn die Hosts gutes Geld damit verdienen, sollen sie es halt machen. Wer darauf keine Lust hat, kann ein Abo kaufen oder gar nicht hören.
Ich für meinen Teil kann gut mit selbst eingesprochener Werbung leben.
Ich hoffe, dass keiner sich aufgrund einer Werbeempfehlung ein Produkt zulegt, dass er eigentlich gar nicht wollte (z.B. ein Bettlägriger, der mit dem Festnetz gut auskommt, einen Handyvertrag).
Wenn aber nun jemand einen Ökostromvertrag möchte und aufgrund der Lage bei Naturstrom landet oder jemand einen Rasierer braucht und aufgrund der Empfehlung eines Fußballers bei Braun ist das doch kein Beinbruch?
Meinen Ökostromanbieter habe ich tatsächlich auch aufgrund der Empfehlung eines Autoherstellers (Crossadvertising), da ich sowieso wechseln wollte und die Unterschiede wirklich marginal waren und bin nun einige Jahre zufrieden dabei. Letztendlich verlasse ich mich aber natürlich schon darauf, dass mir von der Lage, vom FC Bayern oder Tehustsla keine Halunken angedreht werden, das würde auf den Werber zurückfallen und sicher nicht in seinem Interesse. Dass ich nicht das Topschnäppchen mache, liegt auch in der Natur der Sache. Werbung kostet natürlich und die zahle ich dann natürlich irgendwie mit.
Alle paar Monate gibt es die gleiche Debatte wieder. Solange es eine alternative Option gibt, finde ich die Kritik nicht zutreffend.
Wir wollen einen qualitativ hochwertigen Podcast, dann sollten wir entweder dafür den notwendigen Preis zahlen oder die Werbung akzeptieren.
In diesem Sinne:
sollte es uns Wert sein ein Abo abzuschließen. Das andere geht in die Richtung der Gratismentalität, nur zu viel nerven oder nachdenken müssen soll auch nicht gefordert werden (die Lage geht finde ich sehr transparent mit der Werbung um, und es damit recht klar, was es nicht ist).
Und hier folgen doch dann eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Glaubwürdigkeit der Hosts zahlt auf die Wirkung des Produkts ein (also der Effekt, den sich die Werbeabteilung verspricht) und sie nehmen das billigend in Kauf, oder aber die Relativierung (sinngemäß “wir sagen da etwas, sind aber unter Umständen völlig anderer Meinung“) geht zulasten der besagten Glaubwürdigkeit, denn wenn es im Werbeblock so ist könnte es ja an anderer Stelle genauso sein.
Na, klar. Es ist ja auch nicht die Frage, ob mich die eine oder andere Werbeform nervt, oder ob ich als Plus-Abonnent überhaupt nicht weiß, über was hier diskutiert wird.
Es geht darum, ob die Host-Reads den nicht-Plus-Hörenden psychologisch eine Nähe suggeriert, die die Hosts zwar in Abrede stellen, aber psychologisch definitiv da sind, sonst würden die Werbetreibenden nicht so viel mehr dafür zahlen.
Stellt sich das Problem denn? Wenn sie die Vorteile von vpn anpreisen, ist da ja erst mal nichts falsch und wenn eine Handysim weltweite Tarife anbietet, darf man das ja so benennen. Ob das Angebot nun für mich ein gutes Angebot ist, muss ich als verantwortungsbewusster Verbraucher sowieso selbst prüfen und entscheiden. Was anderes wäre, wenn die Hosts offensichtliche Lügen verbreiten würden. Aber das ist so weit ich das sehe, ja nicht der Fall, weswegen der Block auch redigiert wird.
Kleine Anekdote dazu: Ich hatte in den letzten Wochen eine Lösung für Familienmitglieder gesucht, eine SIM in Asien günstig und mit möglichst viel Datenvolumen zu finden. Sucht man danach, stößt man unweigerlich auf den Anbieter, der von den Hosts beworben wurde. Das Angebot ist unter bestimmten Voraussetzungen sehr gut, es gibt aber auch andere Anbieter mit anderen Vorteilen.
Bisher kannte ich all diese Anbieter nicht und dachte dann beim Hören der Folge: Ok, den Anbieter kenne ich.
Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, aufgrund dieser Werbung jetzt einfach mal dort eine SIM zu kaufen, zumal die nach Kauf automatisch aktiviert wird und das jetzt noch gar keinen Sinn machen würde. Wer tut denn sowas?
Wir haben ja gehört, dass auch ein Community finanziertes Modell so seine Nachteile hat. Die Diskussion welche Form von Werbung jetzt am wenigsten problematisch ist, ist doch vollkommen legitim solange allen beteiligten klar ist, dass sich ein Podcast finanzieren muss und man irgendeine Kröte schlucken muss.