LdN 474 Werbefinanzierung

Ich hab die sonstige Kritik nicht gelesen die bisher da an euch herangetragen wurde. Ich finde aber ihr ignoriert in eurer Begründung aber einfach dass ihr, oder zumindest Phillip, durch das einsprechen einfach weiß wer eure Werbepartner überhaupt sind. Meiner Vorstellung nach wäre eine ordentliche Finanzierung nur durch strenge Trennung von Redaktion und Werbeabteilung gegeben. Also dass euch, und allen anderen die mit recherchieren, einfach nicht klar ist wer überhaupt eure aktuellen Werbepartner sind. Nur dann ist nämlich auch unterbewusste Einflussnahme ausgeschlossen. Und inzwischen habt ihr scheinbar ja auch genügend Personal damit da jemand andere die Werbung einsprechen könnte. Und natürlich zahlen die Firmen für die Host reads auch mehr weil die auch nen unterbewussten Effekt haben, egal wie klar ihr das kennzeichnet. Schlussendlich würde ich lieber zwei Werbeblöcke oder so hören und da lieber eine saubere Trennung zwischen Redaktion und der Finanzierung wissen.

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Die haben wir natürlich, es gibt dafür ein eigenes Team, das auch räumlich getrennt arbeitet, nämlich in München.

Das geht schon deshalb nicht, weil wir natürlich die Lage nachhören müssen, und dazu gehört auch die Werbung, schon um ggf. nicht passende Spots auszusortieren oder um auf Kritik hier reagieren zu können.

Abgesehen davon ist es auch offensichtlich nicht nötig, dass wir das nicht wissen, weil wir ja nun schon seit fast zehn Jahren unabhängig von unserer Werbung berichten.

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Ich hab nix gegen die Werbung - ich finde sie zwar zu lang, zu oft ausgespielt (wenn man jede Folge hört, hört man auch jeden Werbepartner mehrfach) und sie interessiert mich zu 95% nicht, aber: Ich skippe sie einfach und verstehe, dass sie zur Finanzierung benötigt wird. Mit Werbehinweis finde ich es hinsichtlich inhaltlicher Trennung OK. Zu 100% sauber getrennt wirkt es durchs Selbst-Einsprechen aber auch für mich nicht, aber eben ausreichend und so, dass ich das nicht kritisieren würde.

Was mich generell mal interessieren würde: Ihr seid ja nun eine Firma, die beständig wächst, auf einmal hier und da noch weitere Podcasts hinzufügt und noch mehr Personal anstellt etc. Je mehr man ja aber macht, desto mehr Einnahmen muss man auch generieren (und je eher muss man auch den lukrativeren, selbst eingesprochenen Spot abspielen als einen, der fertig zugeschickt wird). Habt ihr eigentlich Sorge, dass es irgendwann mal “zu groß” wird, habt ihr ein Ziel, wo es hingehen soll und wie viele weitere Podcasts es noch geben soll etc? Klar, dass das kein 2-Mann-Betrieb mehr sein kann in der Form (und ja auch schön, ein Team zu haben und Arbeitsplätze zu schaffen), aber ich hab mich das schon mehrfach gefragt, wo die Reise eigentlich hingehen soll und ob die ganzen Plus-Abos etc eigentlich in der Menge oder von der Höhe des Betrags her nötig wären, wenn man es kleiner halten würde - hat ja vor ein paar Jahren inhaltlich auch schon wunderbar funktioniert, soweit ich mich zurückerinnern kann als Hörer? Hoffe, der Absatz kommt nicht falsch rüber, ist vielleicht bei mir ein bisschen wie, keine Ahnung, ein Hobby, was man selbst schon lange hatte und auf einmal wirds Trend und groß und man macht es nach wie vor gern, aber es fühlt sich nicht mehr ganz so an wie früher :wink:

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Ich denke als Unternehmer und Berater ständig in Geschäftsmodellen. Daher würden mich solche Fragen auch sehr interessieren: Wie teilen sich Eure Umsätze auf die vier Säulen (Werbung, Plus-Abos, Life-Auftritte und Spenden) auf? Ich kann mir vorstellen, dass gerade Werbe-Einnahmen sehr stark mit Konjunktur korrelieren, so dass Ihr so aufgestellt sein werden, dass Ihr eine zeit lang auch ohne Werbung auskommen können.

Ich merke aber, dass Ihr Euch, wenn’s konkret werden soll, ziemlich bedeckt haltet. Entweder, weil es dann doch nur wenige wirklich interessiert. Oder, weil die Antworten die links-grüne Bubble, die mutmaßlich den größeren Teil Eurer Hörerschaft ausmacht, irrigieren könnte.

Leider wird in Deutschland Unternehmern eher mit Skepsis, Misstrauen oder Missgunst begegnet, vor allem, wenn sie gute “Profite” machen. Wir haben in Deutschland keine Kultur, in der man Unternehmern für ihre Bereitschaft, Risiken zu tragen, respektiert und für ihren Erfolg bewundert. Ganz besonders hier im Forum sieht man immer wieder: Unternehmern wird immer erst mal unterstellt, dass sie ihre Gewinne auf Kosten Schwächerer (v.a. Arbeitnehmer) machen. Die meisten ist gar nicht klar, dass der Löwenanteil der Arbeitsplätze in Deutschland von Klein- und kleineren mittelständischen Unternehmen (wie die Lage der Nation Media GmbH & Co. KG) gestellt werden, deren Chefs zwar ganz gut von Ihrem Unternehmen leben können (und damit für ihre viele Arbeit und Bereitschaft, Risiken zu tragen = auch mal schlaflose Nächte zu haben, belohnt werden), aber keineswegs zu den sehr oder Super-Reichen gehören.

Aber Prozentsätze und deren Fluktuation (statt konkreter Werte) sollten doch eher unproblematisch sein, oder?

Mit der Werbung an sich habe ich kein Problem. Zum einen bin ich Plus-Mitglied :slight_smile: , zum andere habe ich keine Sorge, dass Ihr davon beeinflussen lasst, wenn Ihr dafür Sorge tragt, dass Ihr Eure Kundenbasis diversifziert und nie von einem oder ganz wenigen Kunden abhängt. Davon gehe ich mal aus.

P.S.: Diese ewige Frage “Aber, aber, aber warum macht Ihr Werbung für die frevelhaften XY” hier im Forum finde ich eher nervig.

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Mich stört, dass ihr die Werbung selbst einsprecht. Das ist entgegen eurer eigenen Leitlinien

Wir „machen“ keine Werbung, sondern wir veröffentlichen Werbung zahlender Kund*innen. Mit der Einblendung einer Werbeintegration in die Lage der Nation ist keinerlei inhaltliche Positionierung der Redaktion verbunden, insbesondere keinerlei redaktionelle Empfehlung.

Ihr “veröffentlicht” nicht nur Werbung ein, ihr sprecht sie ein. Das ist in etwa so als würde der SPIEGEL-Redakteur in eigenen Worten einen Werbeartikel schreiben. Wenn ich als Unternehmen Werbung auf irgendeiner anderen Plattform buche, die sich eine ähnliche Neutralität und Trennung wie ihr auf die Fahne geschrieben hat, muss ich alle Werbemittel zu 100% selbst bereit stellen.

Mein Ideal wäre gar keine Werbung so wie bei Jung & Naiv. Dass das finanziell u. U. schwierig ist, leuchtet mir ein. Aber das Einsprechen wird für mich immer Endorsement bleiben und hat insbesondere bei so sketchy Werbepartnern wie den ganzen dubiosen VPN-Firmen und Incogni ein echtes Geschmäckle. Passt für mich null zu euren sonstigen hohen Ansprüchen und Grundsätzen.

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Uns auch :wink: Ist aber der beste Kompromiss, wie wir in der Folge 474 ausführlich diskutiert haben.

Mit den Werberichtlinien kollidiert das nicht, weil mit dem Host Read eben keine Empfehlung verbunden ist. Wir veröffentlichen die Werbung, aber wir sagen bewusst nie, dass wir ein Produkt empfehlen oder auch nur selbst nutzen.

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Hallo,

ich finde, ihr habt die Vor- und Nachteile insgesamt ganz gut dargestellt. Folgende Punkte haben mir gefehlt bzw. sehe ich anders:

  • Beim Einsprechen durch Philip wird nicht nur journalistische Arbeit und Werbung vermischt. In eurer Argumentation wird m. E. außer Acht gelassen, dass durch das regelmäßige Hören eines Podcasts eine “imaginäre” Beziehung zu den Podcast-Hosts und - insbesondere, wenn man die Arbeit der Hosts gut findet - auch eine gewisse Vertrauensbeziehung. D. h. dadurch, dass Philip die Inhalte vorträgt, wird dem Inhalt automatisch mehr Vertrauen entgegengebracht, auch wenn Philip nicht sagt, dass er es toll findet o. Ä. Man muss sich schon sehr aktiv gegen diesen psychologischen Effekt wehren. M. E. ist das auch der Grund, warum ihr dafür mehr Geld von den Werbepartnern bekommt.
  • Damit verbunden ist auch: Die Annahme, dass alle eure Transparenzhinweise zu Werbung auf eurer Webseite lesen, aus denen hervorgeht, dass Philip bzw. ihr euch nicht mit diesen Inhalten identifiziert und dass nur gewisse Mindeststandards erfüllt sein müssen, damit ihr diese Werbung ausstrahlt, halte ich für nicht haltbar. Ich kann das schonmal für mich sagen: Ich habe das nicht gelesen. Klar, könnte ich machen, aber wer liest schon für alle Produkte, die er nutzt, alle Transparenzhinweise? Ich habe mich am Anfang des Lage-Hörens tatsächlich häufig gefragt, ob das in der Werbung jetzt tatsächlich Produkte sind, die ihr besonders toll findet (Jetzt habe ich mir dank Lage+ schon lange keine eurer Werbungen mehr angehört.). Also wenn man es wirklich transparent machen wollte, wäre zumindest ein Hinweis auf die Transparenzhinweise beim Werbeblock ggf. sinnvoll (wenn auch nervig). Noch besser wäre vmtl. ein Hinweis, dass die Hosts sich nicht mit den Inhalten des Werbeblocks identifizieren. Da würde mich jetzt transparenzmäßig auch mal interessieren: Würden die Werbetreibenden das gestatten bzw. dann immer noch genauso gut vergüten?
  • Zum Thema Länge der Werbeblocks: Ist das nicht ein bisschen irrelevant, weil man die eh mit 1-4x 30sec weiterspulen überspringt? :wink: Verständlich ist für mich wiederum, dass die klassische Radiowerbung wirklich nerviger nicht sein könnte und wenn es nur die ersten 5 Sekunden sind, die man nicht schnell genug geskippt hat …

Danke für den tollen Podcast, den ich zum Glück ohne Werbung höre.

Liebe Grüße,
M

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Ich finde, man soll Menschen - zumal Hören eines durchaus anspruchsvollen Podcasts - zutrauen, dass sie die beiden Werbe-Djingle vor und nach dem Werbeblock wahrnehmen und einordnen können. Wer dann immer noch “hat Philip gesagt” denkt, hat nicht zugehört - dem ist dann auch nicht zu helfen. Alles darüber hinausgehende halte ich für paternalitisch: Es ist nicht die Aufgabe von Podcasts-Hosts, Menschen vor ihrer eigenen Unaufmerksamkeit oder Dummheit zu schützen.

Es kann nicht sein, dass die LdN auf Werbung verzichten, weil vielleicht (ich erachte das aber als unzutreffende Unterstellung) zu dumm sind oder schlicht nicht zuhören.

Aufdringliche, weil vom Werbekunden selbst produzierte Werbung würde ich im Podcast als sehr störend empfinden.

Hier gilt das Gleiche. Mann muss nicht wissen, dass es die Transparenzhinweise auf der Webseite gibt, sondern nur dem Host Read zuhören. Da wird niemals der Eindruck erweckt, Philips identifziere sich mit dem beworbenen Produkt.

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Ob etwas eine Empfehlung ist oder nicht, ist meiner Meinung nach Auslegungssache. Man könnte z.B. auch argumentieren, dass ein “Ich empfehle euch / verwende Produkt X” in einem Host-Read keine Empfehlung ist, da ja allen klar ist, dass es sich um eine Werbung handelt. Ich persönlich empfinde es genau anders herum: Auch wenn ihr keine Sätze o.g. Form verwendet, ist die Verwendeng eurer Stimme genug, dass es (unterbewusst) als Empfehlung verstanden wird. So funktioniert eben Werbung, deswegen bringen Host-Reads ja auch mehr Geld.

Ist aber der beste Kompromiss, wie wir in der Folge 474 ausführlich diskutiert haben.

Mir hat hier etwas die Diskussion gefehlt, warum Host-Reads als Kompromiss besser für euch sind als wenn jemand anderes die Werbung einspricht.

Unter der Annahme, dass ihr die Lage der Nation dann immer noch finanzieren könntet, wäre meiner Meinung nach der beste Kompromiss, dass die Werbung von jemand anderem eingesprochen wird. Klar, das bedeutet weniger Geld, und man wird als Hörer / Hörerin etwas aus dem Flow rausgerissen (was meiner Meinung nach aber gut ist, weil so noch einmal bewusst klar wird, dass nun Werbung kommt), aber dafür würde man dann die Trennung von Inhalt und Werbung über die Einnahme von mehr Geld stellen.

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Ich persönlich halte diese Diskussion für völlig überflüssig.
Wenn ich keine Werbung hören will, kann ich ein Plus-Abo abschließen.
Wenn ich das nicht will, kann ich nicht fordern, dass mir der Podcast kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die Werbung ist klar gekennzeichnet und man hört sogar an der Sprechweise, dass dies kein normaler Block sondern der Werbeblock ist. Zusätzlich ist die Skip-Taste nicht weit entfernt.
Und am Ende kann man es sowieso nicht jedem Recht machen.
Mich z.B. stören fremderstellte Werbejingle sehr.
Von meiner Seite an das Team der LdN: Macht weiter so, das passt für den Großteil der Hörer schon. Ich gönne euch jeden Cent, den ihr über Werbung einnehmt, frage mich nur, warum Firmen für Werbung zahlen, die man sich nicht anhört (skippt).

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Ich fand den Transparenzbeitrag zur Werbefinanzierung richtig gut und wichtig!
Ich denke über Host Reads kann man natürlich immer streiten. Auch wenn die Werbung nicht von der Redaktion ausgesucht wird, gibt es ja dennoch einen Grund für Unternehmen, dafür deutlich mehr zu zahlen, da es nun mal Nähe vermittelt. Ich würde aber durchaus zustimmen, dass die Werbung dadurch gleichzeitig weniger störend ist und dass sie bei der Lage der Nation auch sehr klar getrennt ist.

Ich höre immer wieder auch internationale Podcasts zum Tagesgeschehen und sonstigen gesellschaftlichen Themen und bei vielen ist es mittlerweile echt üblich, dass die Werbung bzw. das Sponsoring genau wie bei vielen Youtubern etc. abläuft: Die Werbung ist nicht klar abgetrennt, meist wird sogar aktiv versucht einen fließenden Übergang zu finden. Die Hosts erzählen praktisch immer davon, wie sie das Produkt persönlich nutzen und ob der Text dabei vorgegeben ist, eine tatsächliche persönliche Geschichte ist oder von den Hosts frei erfunden wurde ist dabei nie klar. Ob sie kostenlose Produkte erhalten haben ebenfalls nicht. Noch schlimmer finde ich, dass das dann ganz oft auch irgendwelche Supplements oder so sind und die Hosts dabei auch noch bestätigen, dass sie angeblich positive Effekte bemerkt haben. Das sind dann oft Produkte, deren Wirkung nicht unabhängig bestätigt werden kann und bei denen die persönliche Einschätzung der Hosts maßgeblich für den Verkaufserfolg zählt. Manche Hosts tragen das dann fast schon sarkastisch vor, um sich wieder etwas vom Produkt zu entfernen, aber selbst dann finde ich es eigentlich ein Unding, das nur als Werbung abzutun. Ich würde das als volles Endorsement einstufen.

Damit will ich eigentlich nur sagen, dass eure Werbung da wirklich noch viel mehr als Werbung wirkt. Ich finde schon, dass Host Reads weiterhin eine gewisse Nähe vermitteln, wenn auch niemals so sehr wie in dem oben genannten Beispiel. Dennoch ist die Werbung im Podcast klar abgetrennt, und wie schon gesagt, kann man sie durch den Host Read gleichzeitig auch leichter ausblenden, wenn man gerade keine Hand frei hat, um sie zu überspringen. Ich finde es daher durchaus vertretbar. Da nicht alle diese Folge hören werden wäre ein kleiner Transparenzhinweis vielleicht trotzdem ganz hilfreich. Ich würde den dann aber eher ans Ende der Folge packen statt in jeden Werbeblock, sodass man den zwar in jeder Folge hat, aber nicht ständig hören muss und überspringen kann, wenn man möchte.

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Am Ende macht ihr ja schöne Arbeit und wenn eure Arbeitsabläufe so sind kann ich das denke ich respektieren, auch wenn ich sie nicht als ideal empfinde. Ich denke mir wäre es nur wichtig dass ihr in eurer Abwägung mehr auch unterbewusste Effekte berücksichtigen würdet, sowohl bei euch selbst als auch beim Publikum. Falls ihr das getan habt ging das jedenfalls wie gesagt in eurer Argumentation unter.

Aus Neugier würde mich jetzt aber interessieren was mit den nicht passenden Spots gemeint ist.

Ich finde, es ist okay, dass ihr euch auch mit Werbung finanziert, von irgendwas müsst ihr leben, wenn ihr das kostenfrei anbieten wollt. Und ich finde es auch richtig, dass ihr euch neue Podcast ausprobiert.

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Wie Ihr ja selbst angesprochen habt, nutzen viele andere Podcast-Moderatoren Formulierungen wie „…ich habe es selbst getestet…“ oder „…ich empfehle Ihnen…“. Ich finde aber, dass die Stimme noch viel verbindlicher und vertrauter wirkt als diese Sätze. Da ich Euch ja schon seit der ersten Folge höre und Euch sympathisch finde, hatte ich immer das Gefühl, dass die Produkte auch eine persönliche Empfehlung von Euch sind, weil Ihr sie sonst ja nicht präsentieren würdet. Deshalb war ich ein bisschen überrascht und enttäuscht, als ich erfahren habe, dass Ihr die Werbespots „nur“ verkauft. Ich habe wohl zu sehr auf die Stimmen gehört und nicht so genau auf die Nuance des „ich empfehle“ geachtet. Außerdem hätte ich gerne gewusst, wie viele Prozent der Gesamteinnahmen auf Hostread entfallen.

Das ist ganz offensichtlich nicht wie Werbung funktioniert. Moderne Werbung funktioniert immer (auch) unterbewusst. Dass eine Werbung im Schnitt einen überzeugenderen Einfluss hat, wenn ein Host sie vorträgt, kann man sich auch schlicht dadurch plausibel machen, dass dafür deutlich mehr gezahlt wird. Das funktioniert bei manchen Menschen mehr und bei manchen weniger effektiv. Aber es hat nicht notwendigerweise etwas mit Dummheit oder Unaufmerksamkeit zu tun.

Das ist deswegen kein Grund die Werbung nicht so vorzutragen. Die Hosts haben die verschiedenen Varianten und deren Vor- und Nachteile ja sehr gut dargestellt. Man sollte den Effekt als Hörer aber kennen und sich nicht der Illusion hingeben, dass man dagegen vollkommen immun wäre.

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Ich fand in eurem Beitrag vor allem bemerkenswert, dass ihr eine starke Differenzierung zwischen Werbung einsprechen und in der eingesprochenen Werbun behaupten, man würde das Produkt selbst nutzen, macht.

Es gibt durchaus ein paar bekanntere Podcasts die ich höre, in denen die Host von den beworbenen Produkten schwärmen und betonten, dass sie sie selbst nutzen. Das hat definitiv eine Wirkung auf mich als hörenden, aber ich war gleichzeitig sofort misstrauisch, ob das stimmt.

Vielen Dank für den Einblick, dass solche Aussagen teilweise von den Werbenden als Vorlage formuliert werden, das setzt das für mich nochmal in ein kritischeres Licht.

Auf euer Einsprechen bezogen: Auch wenn ihr niemals behauptet die Produkte selbst zu nutzen hat es natürlich eine doch irgendwie persönliche Wirkung, wenn Philip mit seiner beruhigenden Stimme sagt “probiert es einfach mal aus, es kann absolut nichts schiefgehen” (oder so). Das wirkt schon ein bisschen wie eine persönliche Empfehlung.
Aber: Deswegen wirds ja auch besser bezahlt. Und es gibt einen Werbejingle davor. Daher kann ich euren Kompromiss hier nachvollziehen, danke für den Beitrag dazu.

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Ich kenne mich in der Werbebranche und deren Geschätfsmodalitäten nicht wirklich aus. Mich würde daher interessieren, wie viel mehr Werbung es bräuchte, wenn man auf Host-Reads verzichten würde: Die Münchner bekommen eine Anfrage, checken gegen die Werberichtlinie, redigieren den Text (streichen alle “ich” und “wir” etc.) handeln den Preis aus und sprechen das selbst ein. Ihr habt in München sicher Leute mit schöner Sprecher*innen Stimme.

In Berlin schneidet und hört ihr nur die werbefreie Version. Am Ende wird zwischen beliebige (!) Kapitelmarken ein Münchner Werbeblock geschnitten.

Das wäre eine deutlich größere Distanz. Und wenn die Werbung nicht zum Kapitel passt, ihr z.B. über VPN-Anbieter lästert und dann ebendieser Werbepartner eingespielt wird, dann wissen wir, dass nur absolute Trennung zu so einem komischen Schnitt führen.

Wie viel Werbung bräuchte das in diesem Szenario für gleichen Umsatz? Statt drei Minuten pro Folge, wären das 5? Oder 10 oder 15 Minuten?

Wenn die Werbebranche tatsächlich nur einen Bruchteil für non-Host-Reads zahlt, dann dürfte das den Grund haben, dass sie die psychologische Gemeinmachung des Hosts mit der Werbung honorieren, Trenner hin oder her. Wenn die nur ein paar % Abschlag für einen non-Host-Read zahlen, dann sollte uns das Wert sein…

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Hi, ich empfinde Host-Reads als unglaublich nervig. Eine andere Stimme setzt eine klare Trennung zum weiteren Podcast. Überspringen ist mir im Alltag oft nicht so einfach möglich weil ich keine Hände frei habe, das Handy woanders liegt etc. Ich habe schon mehrere Podcast deabonniert, weil ich die Host- Reads so störend empfinde (Toni Kroos, Hazel Brugger). Bitte mehr Werbung, wenn sie nicht von euch vorgelesen ist.

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Ich kenne die Modalitäten für einen Top-Podcast wie LdN nicht, aber bei mir wäre der Unterschied zwischen Host-Read vs. Nicht 1:5 bis 1:10

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Ihr gebt buchstäblich eure Stimme dafür her, natürlich ist das ein Zeichen der Unterstützung. Ihr macht aktiv deutlich dass ihr an den Produkt nichts Negatives seht.

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