Moin liebes Lage Team,
vorab vielen Dank für euren Podcast!
Ihr stellt die Frage ob die Einspeisevergütung ein signifikanter Teil bei der Überlegung ob man sich eine PV-Anlage holt oder nicht ausmacht.
Erste (etwas polemische) Gegenfrage, wenn es keine signifikante Summe ist, bringt es denn dann etwas sie zu streichen, außer Stimmung?
Aber um mal mit sehr anekdotischen Zahlen zu rechnen:
Wir haben eine Wärmepumpe und seit diesem Winter auch eine PV-Anlage mit Südausrichtung (war durchs Haus vorgegeben, ich hätte auch lieber Ost-West Ausrichtung).
Mit einer 8,8kWp Anlage (noch ohne Speicher) erzeugen wir an den ersten richtig Sonnigen Märztagen bereits 50 kWh.
Davon verbrauchen wir nur ca. 5 kWh direkt. die anderen ca. 45 kWh werden eingespeist.
Bei 30cent Stromkosten sind das 1,50€ die wir durch den eigen Verbrauch sparen und 3€ die wir über die Einspeisevergütung beziehen.
Das ließe sich durch einen Speicher natürlich verbessern.
Aber unser Verbrauch beträgt (wenn keine krassen Minius Temperaturen sind) nicht über 15 kWh.
Also auch mit ausreichend großem Speicher wären es dann 4,5€ eigen Verbrauch und 2,45€ Einspeisevergütung.
Die Kosten für den Speicher kommen aber noch dazu.
Natürlich ist die Südausrichtung nicht netzdienlich, aber das Dach abzureißen und es mit Ost-West ausrichtung wieder aufzubauen ist auch nicht nachhaltig oder praktikabel.
Und dass sich sämtliche privat Haushalte Elktrolyseure und Wasserstoffbrennzellen aufstellen um den Überschussstrom aus dem Sommer in den Winter zu speichern scheint mir auch nicht sehr realistisch.