ldN 468 - Einspeisevergütung PV-Anlagen

Moin liebes Lage Team,

vorab vielen Dank für euren Podcast!
Ihr stellt die Frage ob die Einspeisevergütung ein signifikanter Teil bei der Überlegung ob man sich eine PV-Anlage holt oder nicht ausmacht.
Erste (etwas polemische) Gegenfrage, wenn es keine signifikante Summe ist, bringt es denn dann etwas sie zu streichen, außer Stimmung?

Aber um mal mit sehr anekdotischen Zahlen zu rechnen:
Wir haben eine Wärmepumpe und seit diesem Winter auch eine PV-Anlage mit Südausrichtung (war durchs Haus vorgegeben, ich hätte auch lieber Ost-West Ausrichtung).
Mit einer 8,8kWp Anlage (noch ohne Speicher) erzeugen wir an den ersten richtig Sonnigen Märztagen bereits 50 kWh.
Davon verbrauchen wir nur ca. 5 kWh direkt. die anderen ca. 45 kWh werden eingespeist.
Bei 30cent Stromkosten sind das 1,50€ die wir durch den eigen Verbrauch sparen und 3€ die wir über die Einspeisevergütung beziehen.
Das ließe sich durch einen Speicher natürlich verbessern.
Aber unser Verbrauch beträgt (wenn keine krassen Minius Temperaturen sind) nicht über 15 kWh.
Also auch mit ausreichend großem Speicher wären es dann 4,5€ eigen Verbrauch und 2,45€ Einspeisevergütung.
Die Kosten für den Speicher kommen aber noch dazu.

Natürlich ist die Südausrichtung nicht netzdienlich, aber das Dach abzureißen und es mit Ost-West ausrichtung wieder aufzubauen ist auch nicht nachhaltig oder praktikabel.
Und dass sich sämtliche privat Haushalte Elktrolyseure und Wasserstoffbrennzellen aufstellen um den Überschussstrom aus dem Sommer in den Winter zu speichern scheint mir auch nicht sehr realistisch.

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Da gebe ich dir absolut recht. Die 7 ct, die wir bekommen sind ein Witz, aktuell kaufe ich den Strom für 23,3 ct ein. Ähnliches Setup wie bei dir. PV seit Oktober, aber platzbedingt nur 4,5 kWp, Akku seit gestern. Jede kWh, die wir in den letzten Tagen eingespeist haben tat mir weh. Blutdruck seit dem Akkueinbau signifikant gesunken. Diese Woche ging es noch, weil die Wärmepumpe ja auch läuft, aber im Sommer hätte ich wohl Heulkrämpfe bekommen. Die Diskussion ist müßig, da die Akkus immer günstiger werden.

ich finde es Klasse, dass ihr euch für so eine “überdimensionierte” Anlage entschieden habt. :+1: :sun_with_face: Die Mehrkosten für mehr Leistung sind geringer, als wenn mehrere kleinere Anlagen aufgebaut würden. Und du nutzt die eh schon versiegelte Fläche auf dem Dach, und den bestehenden Stromanschluss. Ein entsprechender Bruchteil einer Freiflächenanlage würde dagegen Fläche verbrauchen und einen zusätzlichen Netzanschlus, der nur in eine Richtung oder eben gar nicht genutzt wird, erfordern. Daher ist das mMn volkswirtschaftlich vorteilhaft.

Wenn ein an den Börsenpreis gebundener dynamischer Einspeisetarif kommt (und man muss etwas ändern, der Fixpreis setzt Fehlanreize und die Abregelung bei negativen Börsenpreisen ist nur ein Behelf, keine grundlegende Lösung), dann würde sich lohnen, die Batterie etwas größer zu dimensionieren und den PV-Überschuss zeitversetzt einzuspeisen, und im Winter netzdienlich die Tagesspitzen durch zeitversetzten Netzbezug zu vermeiden.

PS. du könntest vielleicht noch die Giebelwände Ost und West mit einigen PV-Modulen belegen, wenn die Randbedingungen wie Verschattung und das ästhetische Empfinden nicht im Wege stehen. :wink:

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Tja, so mein Plan.

Die Woche mit einem Solarteur gesprochen, “machen wir eher nicht” weil Bauvorschriften, da die Module dann senkrecht haengen, und beim herunterfallen Menschen verletzen koennen, braucht es wohl eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) fuer die Module. Module mit der Zulassung kosten das doppelte, wiegen mehr, und haben dafuer eine geringere Leistung. Kurzum das rechnet sich nicht.

Gut, und das Ding an meinen bestehenden WR anschliessen machen sie auch nicht, weil die Verantwortung uebernehmen sie nicht, da von einem anderen Betrieb installiert, die wiederum auch nur Dachmontage machen… Ein Trauerspiel.

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Beim Hören des Lage-Kapitels in Folge 468 zu diesem klingelte bei mir etwas:

https://klimareporter.de/deutschland/schwarz-rot-gruen-einigt-sich-zu-kraft-waerme-kopplung-solar-und-bioenergie

Hatte die Union nicht mit Grünen und SPD dazu schon letztes Jahr einen sinnvollen Kompromiss gefunden, der nicht das Kind mit dem Bade ausschüttet? Ist es nicht etwas zu früh, hier schon den nächsten Schritt zu gehen?

Und ein Kommentar zur Sache: Wenn die Einspeisevergütung perspektivisch fallen soll (oder marktförmiger bestimmt werden soll), ohne dass Solar unattraktiver wird, müsste man doch den Eigenverbrauch erleichtern. Genau das tut die Regierung mit der Politik im Wärme- und Verkehrssektor ja nun nicht gerade…

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Die elektrische Seite verstehe ich. Es ist auch unwahrscheinlich, dass am WR noch ein Strang frei ist, und in einem Strang sollten gleiche Modultypen in gleicher Orientierung möglichst ohne unterschiedliche Verschattung “aufgereiht” sein. Insofern hat er schon recht, wenn er die Finger davon lässt. An der Fassade ist mehr noch als auf dem Dach mit Teilverschattung zu rechnen (Sonnenauf-/-untergang, Bäume und hohe Sträucher, Masten, Dachüberstand falls vorhanden, Nachbarhäuser usw.), daher scheint mir ein MPPT pro Modul vorteilhaft. Daher wären für so ein Setup Mikrowechselrichter wie für Balkonkraftwerke - nur die größeren Modelle - mMn vorteilhaft, außer man hat einen Wechselrichter wie Solaredge, der zwar einen String bildet, aber mit MPPT (“Leistungsoptimierer”) pro Modul statt pro String.

Das mit den Bauvorschriften ist unerfreulich. Ob es reichen würde, auf nichtöffentlichem Grund Schilder “Vorsicht fallende PV-Module” aufzuhängen? :wink:

Ich habe tatsächlich noch einen MPPT frei, und die Seite ist ziemlich verschattungsfrei, die nächsten Häuser sind weiter weg und niedriger. Bäume oder Dachüberhang spielen auch keine Rolle. Die Wand ist erstaunlich gut geeignet. Und Leistungstechnisch passt das auch, der WR hat noch Reserven, so dass die alten + neuen Module noch unter der maximalen Anschlussleistung liegen. Und da die Modulausrichtung um 90 Grad versetzt ist fällt die Maximalleistung auch nicht zeitgleich an.

Leistungseinbußen durch Verschattung wären mir auch egal, mir geht es darum, den Ertrag bei Bewölkung zu verbessern, und das geht eben nur mit mehr Modulen.

Womit wir wieder beim Thema wären, mir geht es darum die Zeiten an denen ich Strom aus dem Netz ziehe zu verringern, denn hier spart mir jede selbstproduzierte kWh gute 30 Cent, ich möchte gar nicht mehr Energie einspeisen (zu 8 Cent die kWh).

Und mehr Module ist, aktuell zumindest, deutlich günstiger als mehr Speicher.

Ich werde wohl mal sehen müssen ob ich’s nicht halb-legal selber installiert bekomme.

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Guck dir mal den Börsenstrompreis an, wenn viel Leistung vom Dach kommt. Mit 7ct bist du da oft gut bedient. Ich persönlich finde ich eine Einspeisevergütung zum Börsenstrompreis sehr sinnvoll. Das wird hoffentlich dazu führen, dass nicht morgens der Speicher und das Auto geladen werden, sondern gegen Mittag wenn es wirklich Überschuss gibt. Eine fixe ESV setzt falsche Anreize. Es werden zudem aktuell große Batteriespeicher geplant und gebaut, die dafür sorgen werden, dass der Preis im Tagesverlauf geglättet wird.

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Wenn ich richtig informiert bin bekommen große Freiflächen Anlagen ebenfalls eine feste Einspeisevergütung und die sollen weiter gefördert werden.

Der Fehlanreiz wird also nur bei privaten abgebaut.

Pragmatisch sehe ich, dass der Bürger nur als Steuerzahler und Konsument erwünscht ist. Man stelle sich vor, alle privaten Haushalte würden höchstens noch in den Dunkelflauten Strom beziehen und ansonsten autark bzw. mit Überschuss agieren. Skandal!
Perspektivisch wird Stromproduktion/ -überschuss für den Konsumenten immer unattraktiver gemacht, und der Eigenverbrauch besteuert werden, weil diverse Steuern und Abgaben auf den Energiekonsum (s. Stromrechnung, Heizrechnung, Kraftfahrzeugtankrechnung) signifikant geringer ausfallen werden.
Für die Akteure in der zentralistisch ausgelegten Energieversorgung der Fossil-Ära ist die Energiewende ebenfalls nicht attraktiv (Kraftwerksbetreiber, VNBs, Raffinieren, OPEC, weitere Konzerne). Deswegen erleben wir aktuell die Bemühungen aller grossen Akteure (und nein, der Konsument ist nicht inkludiert), um weiterhin einen Platz am Trog des Energie"marktes" zu behalten.

Die Strombörsen sind ein Instrument, um die Dynamik zu glätten, aber für den Konsumenten nur anekdotisch nützlich, denn ausserhalb der Hausinstallation wird keiner der Dienstleister einen günstigen Preis an den Konsumenten weitergeben, selbst wenn dieser die Möglichkeit hätte, „netzdienlich“ Strom zu konsumieren. Ausserhalb von Marketingaktionen gibt es wieviele Möglichkeiten, Strombörsenabhängig das Auto öffentlich zu laden?

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Das Prinzip ist richtig und nachvollziehbar.

Die Reihenfolge ist aber falschherum. Du musst erst das System schaffen mit dem dies möglich ist. Das heißt du brauchst intelligente Stromzähler mit Netzanschluss und die richtigen, sinnvollen Signale aus dem Netz.

Beider gibt es nicht!

Ich habe in den letzten Jahren mehrere Mieterstromprojekte umgesetzt. Du bekommst noch nicht mal die Smartmeter geliefert, weil sie in den benötigten Menge physisch nicht da sind. Geschweige denn bürokratiearme Abrechnungssysteme.

Also zum jetzigen Zeitpunkt die kleinen PV-Anlagen zur Selbstvermarktung zu zwingen ist zynisch und heißt nichts anderes, als dass sie ihren eingespeisten Strom den Stromhändlern schenken sollen.

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Wie passt der Wegfall der Einspeisevergütung eigentlich zur Solarpflicht in einigen Bundesländern? Also die verpflichtende Installation einer PV-Anlage bei Neubauten und Dachsanierungen ab 50qm Dachfläche. Da käme ich mir als Immobilienbesitzer von der Politik verschaukelt vor, wenn ich einerseits eine Solaranlage installieren, das Risiko aber selbst tragen muss und die Rentabilität sich nicht kalkulieren lässt.

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Naja, auch ohne Einspeisevergütung lässt sich die Rentabilität gut berechnen, sie fällt eben geringer aus, bzw. es dauert länger, bis sich die Investition rechnet.

Kleine PV-Anlagen werden hochgradig subventioniert, zum einen durch das EEG und zum anderen durch eine effektive Netzentgeltbefreiung. Das wurde bereits mehrfach im Lageforum erläuert (siehe z.B. hier) und beides wird nun voraussichtlich durch das BMWE bzw. die BNetzA zum Wohle der Volkswirtschaft abgeschafft. Dazu schlage ich gerne noch mal vor:

Vielleicht möchten die Lagehosts ja mal einen Energieökonom oder Stromnetzexperten Ihres Vertrauens dazu interviewen. :wink:

Vielleicht erklären sich ja Klaus Müller oder Achim Zerres zu einem Interview zur Netzentgeltreform bereit. Ein Interview mit Lion Hirth zu den Anfeindungen aufgrund seines Tagesthemen-Beitrags wäre auch informativ und unterhaltsam. :wink:

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Die Einspeisevergütung bei Solarparks gibt es nur in Zeiten positiver Borsenstrompreise. Ohne die feste Vergütung, die man im Rahmen einer Auktion erhalten kann, würde es keine Bankenfinanzierung für den Park geben. Sie ist also nötig für den Bau von Solarparks.

Die Vergütungshöhe ist in der letzten Ausschreibungsrunde bei ca. 5ct/kWh gewesen. 5 (Freifläche) und 7ct (Dachanlage) hört sich nach nicht viel Unterschied an, den der Steuerzahler ausgleichen muss - Aber auf 6GW gerechnet, was der Mehrinstallation von Freifläche (14GW) zu Dachanlage (8GW) ab 2027 entspricht, sind dies ca. 120 Millionen Euro pro Jahr und über die 20 jährige Förderperiode über 2 Milliarden Euro Unterschied.

Volkswirtschaftlich macht das schon Sinn.

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Ich bin gestern auf „Energy Sharing“ gestoßen, was ab Mitte 2026 „einfacher“ werden soll.
Energy Sharing: Teilen Sie Solarstrom 2026 profitabel mit den Nachbarn | Verbraucherzentrale.de.

Das Ganze hört sich interessant an und könnte auch für Solarparks eine Möglichkeit sein, ihren Strom regional selbst zu vermarkten.
Das ganze setzt natürlich intelligente Messsysteme voraus, die bisher ja noch weit entfernt von flächendeckend verfügbar sind.

Leider findet man noch recht wenig Informationen, wie das Ganze ablaufen soll.

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Allgemein sei hier noch zu ergänzen, dass die Steichung für Anlagen unter 25kwh Ausbauleistung wohl auch die Wasserkraft beträfe, was gerade in Bayern und BaWü schon signifikant ist. Zwar ist die WK als Energieversorger eher ein Zwergendienstleister, liefert aber andere wichtige Vorteile.
Müll wird am Rechen aus dem Wasser entnommen, der Grundwasserspiegel durch das Staubecken stabilisiert und nicht zuletzt auch der Hochwasserschutzt. Nebst der physikalischen Netzstabilität, druch relativ stabile Dauereinspeisung/ Grundlastfähigkeit. Einer der wenigen echten Vorteile, die vorher die AKW´s geliefert haben und die mit Erneuerbaren Wind und Sonne sehr viel Aufwendiger darzustellen sind, aber für die Netzstabilität unablässig. Um Himmels willen soll das kein Argument zurück zum AKW sein, sondern nur, dass man sowas mitdenken muss und da mit Biogasanlagen und Wasserkraft Akteure im Markt sind, die das liefern und genausp von solchen EEG Änderungen betroffen sind.; das kommt oft zu kurz.

Ich willl jetzt keine Werbung für Wasserkraft machen, sondern speziell auf die Nebenwirkungen hinweisen, die so eine Gesetzesänderung mitbringt und wie viele “Kollateralschäden” dabei entstehen.Dort machen die EEG Vergütungen im übrigen tatsächlich einen Unterschied, weil die 20 Jahre Vertragslaufzeit im Investitionsplan als Sicherheit reinspielen, wenn es um Neubau oder Ertüchtigung geht.

In Bayern wären das über 60% der Anlagen, die davon betroffen wären, gerade dort, wo Hochwasserschutz so wichtig und die Alternativen so teuer sind.
Ich finde es so absurd, dass diese Nebenkosten und Folgekosten, würden beispielsweise diese vielen kleinen Wasserkraftanlagen wegfallen, nicht eingepreist werden.

Außerdem setzte ich mal den Aluhut kurz auf: Ein dt. Satriker, jetzt im Ruhestand, meinte mal, die schwarzen und die FDP schaffen systematisch alles ab, was dem kleinen Mann auch nur einen Funken unabhängigkeit erlaubt. Solche Maßnahmen zahlen zumindest darauf ein. Absicht oder nicht.

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Danke für den Beitrag.

Wichtiger, als dass sich die private PV armotisiert, ist die Tatsache, dass ich privat 25.000 Euro alleine investiert habe und ich eine Menge Strom für mickrige 7 crnt verkaufe. Dieser wird vom Netzbetreiber dann für ein mehrfaches verkauft. Das ist inakzeptabel.

Hallo liebes Lage-Team,

Ihr habt in dem Beitrag zum Leak des neuen EEG ja auch kurz über die Eigenvermarktungsverpflichtung für privaten PV-Strom (für Anlagen unter 25kWp) gesprochen. Noch gibt es da kaum Anbieter, das könnte sich aber ja auch noch ändern.

Dennoch ist das sehr ärgerlich für Leute, die eine PV-Anlage installieren wollen bzw. für die Leute, deren Anlage schon älter ist und demnächst der Vertrag ausläuft - wie bei uns

Wir wohnen seit wenigen Jahren in einem Haus mit PV, die Anlage war schon drauf, wir haben den Vertrag für die Restlaufzeit bis 2029 übernommen. 45 Module mit ca. je 200 W Leistung. Wir produzieren ca. 11 MWh pro Jahr, davon speisen wir ca. 5 MWh ins Netz ein.

Vor dem Leak dachten wir, dass wir dann 2029 ein Repowering machen, die Module durch leistungsstärkere Module ersetzen, damit wir unseren Eigenanteil im Winter erhöhen (von März bis Oktober sind wir quasi autark). Und den Rest wollten wir einspeisen mit Vergütung.

Als der Leak kam, war das für uns zumindest vorerst vom Tisch. Wenn das so kommt, lassen wir einfach unsere Anlage auf dem Dach, stellen vll noch eine Balkonanlage dazu für den Winter. Der Invest für das Repowering lohnt sich nicht. Schade für den Solateur, die Branche ist wirklich akut in Gefahr, aber nicht von Privatpersonen wie uns, sondern direkt aus dem Wirtschaftsministerium!

Was aber mit dem Wegfall der Einspeisevergütung mitschwingt ist die Ansage, dass es nicht mehr gewünscht ist, dass jede/r einen Beitrag zur Energiewende leisten kann und soll. Ich finde diesen Aspekt wichtig, denke auch, dass wir nicht die einzigen sind, die das so sehen. Das sind Signale, dass Beiträge von Einzelnen für die Gesellschaft nicht mehr gewollt sind, wer will kann noch für sich, aber mehr auch nicht. Das tötet Solidarität, fördert gesellschaftliche Ungleichheit und Vereinzelung, kurz Spaltung der Gesellschaft!

Wir werden die Speicherkapazität erhöhen und die Anlage dann vermutlich schlicht abschalten, wenn unser Bedarf gedeckt ist. Verschenken werden wir den Strom nicht an Energiekonzerne - Nachbarn können herzlich gerne zum E-Auto-Laden kommen. Auf den Bürokratieaufwand mit der Eigenvermarktung und womöglich noch steuerrelevante Aspekte haben wir - zum jetzigen Zeitpunkt - kein wirkliches Interesse.

Zum Abschluss dieses Beitrages: Ich bin so wütend, dass wir im Jahr 2026 eine gewählte Regierung haben, die so destruktiv unsere Zukunft zerstört wie keine andere vor ihr. Ich kann das kaum in Worte fassen, wie wütend mich das macht. Von der Abkehr von den Klimazielen und den Strafzahlungen an die EU bei Verfehlung der Emmissionsreduzierung mal ganz abgesehen!

Viele Grüße und Danke für Eure Arbeit!

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Du speist vor allem dann Strom ins Netz ein, wenn es ohnehin schon durch Strom aus anderen Solaranlagen geflutet wird. Der Strom ist dann wertlos. Als Beispiel: Im August 2024 gab es 68 Stunden mit negativen Börsenstrompreisen, gehäuft in sonnenreichen Mittagsstunden. Warum sollte genau dein Strom zu diesen Zeiten 7 ct (oder sogar mehr) wert sein?

Warum sollte ich als normaler Stromkunde und Steuerzahler dein persönliches Investment und den Solateur subventionieren? Du schreibst doch selbst, dass du nur außerhalb des Winters Strom einspeisen kannst, nämlich dann, wenn ohnehin häufig tagsüber ein Stromüberschuss im Netz ist.

Niemand hindert dich daran, deine Solaranlage zu nutzen oder zu erweitern. Es wird dir aber auch niemand mehr subventionieren. Du kannst dir doch auch eine größere Batterie hinstellen und deine Autarkie dadurch erweitern.

Das wäre sogar gut. Wenn du nach Deckung deines Bedarfs einspeist, besteht häufig kein Bedarf an deinem Strom, da zu diesem Zeitpunlt Solarstrom im Überfluss vorhanden ist und es hilft der Netzstabilität, wenn du abschaltest.

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