Zitat aus dem neuesten Papier der Bundesnetzagentur zur anstehenden Netzentgeltreform: „Dies führt zu der auch schon im Diskussionspapier aufgeworfen Thematik, dass Prosumer sich nicht adäquat an den Netzkosten beteiligen (Entsolidarisierung).“
Wer eine PV-Anlage auf dem Dach hat, senkt auf weder technisch noch ökonomisch zu rechtfertigende Weise seinen Beitrag zur Finanzierung der Netzentgelte. In der Konsequenz müssen alle anderen Netznutzer höhere Netzentgelte zahlen. Diese Marktverzerrung und individuelle Ungerechtigkeit ist möglich, da die aktuelle Netzentgeltsystematik quasi noch von vor der Energiewende stammt. Mit der Netzentgeltreform werden diese Probleme gelindert werden (ab dem 1.1.2029).
Durch die Netzentgeltreform werden kleine PV-Anlagen zukünftig weniger stark subventioniert werden. Das ist volkswirtschaftlich zu begrüßen, da PV-Anlagen dann nur noch dort installiert werden, wo sie sich auch ohne Subventionen lohnen. In der Konsequenz wird sich der PV-Ausbau dann in Richtung kosteneffizienterer PV-Anlagen verschieben (Freifläche, große Industriedächer etc.).