LdN 465: Feedback allgemein

Hallo in die Lage, ich bin ganz begeistert von der Lage 465. Die Schilderungen des Marco Scheel sind sehr ernüchternd. Die anschliessende „Aufarbeitung“ inkl. der Buchempfehlung Bürokratopia fand ich genial. Ich arbeite selbst in einer Behörde und arbeite seit vielen Jahren nach dem Motto, „das Beste für die Betriebe herausholen“, was innerhalb der Behörde nicht nur geteilt aber von außen sehr anerkannt wird. Über die Jahre bin ich immer mutiger geworden, diesen Ansatz zu kommunizieren und ggf. zu verteidigen. Mit ihrer Folge habe ich nun gelernt, dass es Beitrag ist, die Demokratie zu retten! Vielen Dank, dafür!!! Herzliche Grüße Andrea Querner

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Genau, aber es ist ja genau so pauschal zu sagen, dass der Innenbereich alles lösen würde.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man das nicht so pauschal einfach sagen kann.

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Marco Scheel ist mein Totemtier.

Ich fühl seine Wut und seinen Frust und kann das als freischaffende Musikerin zu 100% nachvollziehen, auch wenn meine Themen mit den Behörden andere sind und - zum Glück - nichts mit baulichen Maßnahmen zu tun haben. Das Gefühl, an jeder Stelle gegen Wände zu laufen, ist mir sehr präsent, und es frustriert einfach ungemein, wenn man selbst NIX tun kann, sondern auf das Wohlwollen von Beamt*innen angewiesen ist, die ganz gern mal raushängen lassen, wer am längeren Hebel sitzt. Not all Beamte, but always Beamte.

Vielen Dank für diese besondere Folge!

PS.: Hab das Ganze übrigens letztes Jahr auf französisch ausprobiert und kann sagen, dass die Behörden im Nachbarland tatsächlich noch schrecklicher drauf sind (war möglicherweise aber auch einfach der Zusatzeffekt, den mein sehr mangelhaftes Französisch hatte). Rien n‘est allé plus.

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Dein Eindruck stimmt. Die Bürokratie in Frankreich ist noch schlimmer als in Deutschland.
Allerdings kommt man häufig mit sehr viel freundlichem Insistieren weiter… :wink:

Herr Scheel baut hier eine tolle Idee mit viel Engagement auf - Hut ab davor. Dennoch möchte ich mich der Kritik der vorangegangenen Kommentare voll und ganz anschließen.

Hier wäre es seitens der LdN viel stärker notwendig gewesen, einige der sehr pauschalen und teilweise fragwürdigen Aussagen von Herrn Schell etwas zu hinterfragen. Die voran gegangenen Kommentare weisen ja schon auf Vieles hierzu hin. Von mir nur eine Ergänzung zum Brandschutz: Jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt weiß, dass Brände immer multikausal sind und Unglücke immer „eine Verkettung unglücklicher Umstände“ sind, bei denen nicht nur ein Glied der Kette versagt. Auch ich sehe zwar die Vielzahl von Verordnungen als möglicherweise übertrieben an, aber dad muss man sachlich angehen. Denn gerade im vorliegenden Fall ging es um die Entrauchung des ersten Fluchtweges, eines der wichtigsten Elemente bei der Rettung von Personen im Brandfall. Ist dieser verraucht, ist der wichtigste und vielleicht einzige Fluchtweg blockiert. Das Unglück zu Silvester in den Schweizer Bergen ist zwar ein krasses Beispiel, es zeigt aber, um was es mir geht und wie ein Sicherheitselement nach dem anderen versagt hat: brennbare Deckenelemente, zu viele und erratisch agierende (betrunkene) Personen, unsicherer zweiter Fluchtweg, erster Fluchtweg blockiert und verraucht u.v.m.. Dann einfach zu argumentieren, dass eine Stange an einer Kette zum Öffnen der Entrauchung doch ausreicht ist etwas einfach gedacht - sprecht doch einfach mal mit erfahrenen Feuerwehrleuten, die euch ohne langes Nachdenken erklären können, was im Brandfall alles an irrationalem Handeln vorkommt. Zumal es nicht die Welt kostet, eine Schubstangenbedienung als kostengünstige Variante zu installieren (abhängig von Situation und Gebäudeklasse), wie auch die F30 oder gar F90 Verlegung von elektrischen Steuer- und Versorgungsleitungen zur motorischen Bedienung einer Entrauchungsöffnung kein Hexenwerk ist.

Wie die anderen Kommentatoren schon sagten finde ich das Format toll, die Aussagen der Protagonisten sollten aber dann etwas besser eingeordnet werden, da andernfalls die wirklich berechtigte Grundkritik von Herrn Scheel verpufft. Mit solchen leicht zu widerlegenden Behauptungen leistet er der wichtigen Sache bei aller Achtung vor seinem hohen Engagement einen Bärendienst . Schade!

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Als Ingenieur im Baubereich schlage ich mich täglich mit DIN-Richtlinien (und mancher Verordnung) herum, die ohne Zweifel mit großen Industrieeinfluss formuliert wurden, aber bei Herrn Scheel ist das keine Kritik mehr an Bürokratie oder Lobbyimus, sondern Unverschämtheit, gepaart mit einer Mischung aus Unwissenheit, Arroganz und Egoismus.

Seine geforderte Übervorteilung als “großer Steuerzahler” ist zwar gerade schwer in Mode, aber natürlich völlig demokratiefeindlich.

Das Unglück in Crans Montana hat die Abschwächungen bei vielen sicherheittechnischen Novellierungen noch verhindert, trotz den Forderungen nach Kettensäge.

Nachdem er auch noch zum Klimaforscher wurde und dort sein Fachwissen kundtat musste ich abbrechen. …

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Liebes Lageteam,

ich persönlich fand die Folge schrecklich. Das Thema ist interessant und wichtig. Aber ich höre euch so gerne weil ihr alle Themen immer mit Ruhe, sehr unaufgeregt und sachlich behandelt. Diese Folge war das krasse Gegenteil. Ein Querulant, der überhaupt nicht sachlich ist, kein bisschen selbstkritisch ist und einfach nur eine Bühne möchte. Das schlimmste finde ich, dass er euch gegenüber dann auch noch so unsympathisch aufgetreten ist. Ein bisschen mehr Demut würde ihm wohl guttun.

Ich hoffe ihr macht weiter wie bisher. „Außeneinsätze“ sind ja ganz cool, aber vielleicht trotzdem die gewohnte Ruhe behalten.

Vielen Dank für euren Podcast und weiterhin alles Gute.

Christian

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Liebes Lageteam,

ich verfolge euren Podcast nun seit fast von Anfang an und bin euch für eure Arbeit sehr dankbar.

Die aktuelle Folge bringt mich nun aber das erste mal dazu, hier auch zu kommentieren. Ich hab sie soeben auf der Autofahrt zu Arbeit fertig gehört und verstehe ehrlich gesagt nicht, warum ihr solch einem Selbstdarsteller so eine Bühne bieten müsst.

Bei jeder verständlichen Kritik an unserer Verwaltung, vieles läuft dort falsch. Aber das alles, was dieser Scheel so von sich gibt, genau so passiert ist und auch alles nicht durch ihn zu Verantworten ist, bezweifle ich doch stark.
Ihr legt sonst immer so viel Wert auf Transparenz, aber wo war diese in dieser Folge? Der Herr Scheel kann dort ungefiltert, unwidersprochen seine Tirade ablassen und nichts wird hinterfragt, richtig gestellt oder die andere Seite entsprechend gehört. Die kurzen O-Töne sind leider mehr als unzureichend.

Ich hatte die ganze Zeit nur eine Frage im Kopf und ich verstehe nicht, warum ihr den Scheel das nicht einmal gefragt habt:

Lieber Marco Scheel, wenn das alles genau so passiert ist, wie du im Podcast geschildert hast, wenn du so viel Geld bezahlt hast, so einer großen Willkür der Behörde unterworfen bist, so viele Gutachter, Ingenieure, Behördenleitungen, Dezernenten, Landräte und Sachbearbeiter bei dir hattest…Warum hast du nicht geklagt?!

Und liebes Lageteam, genau an dieser Stelle fehlt mir von eurer Seite die Richtigstellung. Gerade im Bezug auf funkionierende Demokratie. Es ist eben keinesfalls so, dass man einer Willkür einer Behörde unterworfen ist. Ihr sprecht ja sogar die Gewaltenteilung an, als ihr sagt, dass die Legislative die Gesetze erlässt und die Exekutive / Verwaltung diese auslegt. Aber auch da unterschlagt ihr, dass die Judikative dies eben kontrolliert.
Wenn ich einen rechtmäßigen Bauantrag stelle und die Behörde ihr Ermessen zu weit auslegt, so kann ich dies natürlich gerichtlich feststellen lassen. Und bei Verwaltungsgerichtlichen Klagen gegen Behörden sind die Erfolgsaussichten in der Regel auch ziemlich gut.

Warum wurde Marco Scheel nicht einmal gefragt, warum er nicht einfach geklagt hat, wenn sich die Sache wirklich so dargestellt hat, wie von ihm beschrieben?

PS: Wenn er Behördenvertretern gegenüber genau so auftritt, wie in eurem Podcast, muss er sich nicht wundern, wenn dort niemand Lust hat, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Viele Grüße und die große Bitte: macht bitte die Folgen wieder wie früher und achtet auf ganzheitliche Darstellung.

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Bitte vor den Posten erst einmal schauen:

Es macht den Moderatoren viel Arbeit, ständig Beiträge in existierende Threads verschieben zu müssen, weil Forenteilnehmer sich nicht die Mühe machen, ob es dazu schon einen Thread gibt. Die Rücksichtnahme wird von den Moderatoren gedankt (ich war mal einer).

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