Selbstverstaendlich darf jeder selber entscheiden an wen er etwas verschenken moechte, nichts anderes ist eine Erbschaft.
ABER, wenn mir jemand etwas schenkt, habe ich ein Einkommen.
Wir alle haben uns als Gesellschaft gemeinsam dazu entschlossen, dass wir unsere gemeinsamen Ausgaben insbesondere durch eine Steuer auf Einkommen finanzieren. Als Gesellschaft sind wir sogar so weit gegangen, dass wir gesagt haben, Schenkungen nehmen wir aus dem normalen Einkommensteuerrecht heraus, und schaffen eine Extraregelung, die guenstiger ist fuer den Beschenkten.
Die Erbschaftssteuer ist also sogar ein geringerer Eingriff ins das Eigentum als die Einkommensteuer!
Wenn ueberhaupt dann sollten sich alle die über die Erbschaftssteuer echauffieren, die ihr Einkommen ausschlieslich aus Erwerbsarbeit beziehen. Denn die werden im Vergleich mit Erben deutlich benachteiligt.
Schoenes Beispiel aus meinem eigenen Umfeld, Kommilitone von mir, gleicher Abschluss, vergleichbares Einkommen in den letzten Jahren, wohnt zur Miete, weil nicht genuegend Eigenkapital fuer eine Immobilie im Ballungsgebiet vorhanden ist. Ich habe (leider) zu frueh geerbt, musste darauf 0 EUR Steuern zahlen, und kann mir am Ende die DHH im Ballungsgebiet, zu wie ich finde ziemlich guten Finanzierungsbedingungen, leisten. Ist das fair?