LdN 456 Trumps kolonialistischer "Friedensplan"

Es müsste erstmal darum gehen, hinreichend sicher zu verhindern dass Russland zum dann dritten Mal seit den wertlosen Zusagen von Budapest das gleiche Land angreifen wird. Eine überhaupt nur diskutable Lösung müsste höherwertige Garantien beinhalten.

Wer ist “man” warum opfert man die Ukraine, wenn man ihr hilft, den Aggressor abzuwehren, aber opfert sie nicht, wenn man ihre Kapitulation vorantreibt?

Irgendwo geht das nicht auf. Erstmal ist Moral doch ein zentraler Baustein deiner Argumentation: geopolitische und andere Motive sind deiner Meinung nach irgendwie weniger wert oder unzulässig, außerdem hast du was dagegen, wenn “man” (wer?) Die Ukraine dafür opfern würde. 1a moralische Argumentation.

Pragmatismus? Was bedeutet das denn? Dass man tut, was nötig ist, um ein Ziel zu erreichen?

Bspw hier: LdN 456 Trumps kolonialistischer "Friedensplan" - #13 von JohanneSAC

argumentieren ich (und andere) eigentlich an keiner Stelle moralisch im engeren Sinne (nicht dass Moral mMn kein relevantes Argument wäre oder sein sollte), sondern zweckrational. Man kann die Annahmen, Zielvorstellungen und Beschreibungen der Situation ja anders sehen, aber die Argumentation (die auch nur viele andere zusammenfasst), bewegt sich im Bereich Effizienz, nicht Legitimität.

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