LdN 453 - Distanz - Kritik an Mamdani?

Er kann sowohl dem linken Flügel der SPD / der GRÜNEN als auch der Linken zugeordnet werden.

Die Einordnung in die SPD finde ich teilweise auch problematisch, da sie von einer Gesamtschau auf die Demokraten geprägt ist. Die Demokraten sind im Schnitt deutlich Rechts der SPD (vermutlich fast schon CDU mit einigen FDP-Tendenzen), sodass jemand, der bei den Demokraten weit links steht, häufig reflexartig eher der SPD als der Linken zugeordnet wird.

Tatsächlich sind im Zwei-Parteien-System der USA die beiden großen Parteien aber Auffangbecken für alle Teile ihrer politischen Richtung, daher die rechten Republikaner sind im Vergleich mit Deutschland eher mit NPD und AfD vergleichbar, während die linken Demokraten durchaus auch so weit nach Links ausschlagen können, dass sie auch die LINKE überflügeln können (DKP wird schwer, weil Kommunismus bei den Demokraten nicht geduldet wird, im Gegensatz zu Rechtsextremismus bei den Republikanern…)

Allerdings macht es auch Sinn, Mamdami eher als linken Sozialdemokraten einzuordnen - denn in den Positionen, mit denen er nicht aktiv Wahlkampf betreibt, stimmt er in weiten Teilen der mit Deutschland verglichen doch sehr liberal-konservativen Sicht der Demokraten zu. Das wird natürlich gerne übersehen.

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Auch die Partei die Linke ist eine linke sozialdemokratische Partei - ich würde sogar sagen die letzte Deutschlands - deswegen finde ich das auch eine passende Beschreibung für Mamdani. Auch die Vorhaben, die er hat, haben nichts mit Sozialismus zu tun.

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Das Problem bei der Linkspartei ist ihr komplettes Irrlichtern in außenpolitischen Fragen. Deswegen hätte ich es ziemlich unfair gefunden, Mamdani mit diesem Vergleich zu dissen.

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Es ist interessant, dass es, wenn das der Fall ist, so wenig (oder sogar einen negativen) Unterschied macht. NYC hatte die höchste Wahlbeteiligung seit etwa 1969. Für mich ist das nichts anderes als ein großer Sieg für die Demokratie (und auch für die Demokraten).

The NYC Neighborhoods Mamdani Won by the Most and Least | TIME

Naja nach dem Maßstab finde ich es einen viel größeren Diss ihn in die Nähe der SPD zu rücken. Deren menschenfeindliche Politik beispielsweise bei GEAS oder der aktuellen Bürgergeldreform finde ich da nämlich deutlich disqualifizierender als was auch immer man den Linken in der Außenpolitik vorwerfen kann.

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Deshalb finde ich den Vergleich in der Folge mit den Jusos eben sehr treffend

Die amerikanische Linke (u.a. Mamdani, AOC, Sanders) ist logischerweise zutiefst eingebettet in die politischen Strukturen und Realitäten der USA. Ein Vergleich mit deutschen Parteien wird daher zwangsläufig immer hinken, da diese entsprechend mit dem deutschen Kontext verbunden sind.

Ich halte den Mehrwert solcher Vergleiche daher für begrenzt. Eine Erwähnung Mamdanis primärer Positionen und Forderungen ist in jedem Fall aufschlussreicher als hypothetische Überlegungen, ob er nun eher am linken und progressiven Rand von SPD und Grünen zu verorten ist, oder in der Partei Die Linke.
Dazu kommt noch, dass die eigenen Sympathien für eine jeweilige Partei diese Verortung natürlich mit beeinflussen.

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Ich finde im Podcast wurde die Position zu Mamdani sehr gut dargestellt. In den Medien wurden die Schmutz-Kampagnen wie angeblicher Antisemitismus einfach oft ohne Einordnung dargestellt und nicht gesagt, dass sie ziemlicher Non-Sense sind. Ich würde mir vielleicht öfters Mal so eine Einordnung über verschiedene Personen hören (z.b. Zelensky) . …

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