Laden ohne eigenen Stellplatz: Welche Lösungen gibt es wirklich?

Das Thema wurde im Podcast inzwischen mehrfach angesprochen. Dadurch bin ich vor einigen Wochen über die Frage gestolpert, wie Menschen mit eigenem Hausanschluss oder PV-Anlage laden können, wenn zwischen Haus und Auto ein öffentlicher Gehweg liegt.

Was zunächst wie eine technische Frage wirkte, hat sich für mich überraschend schnell zu einer Verwaltungs- und Rechtsfrage entwickelt.

Im Rahmen des Projekts GehwegLaden habe ich inzwischen verschiedene Ansätze und Praxisbeispiele zusammengetragen:

  • Kabelrinnen / Kabelgoot / VPA-Lösungen (Niederlande)

  • Kerbside Charging / Kerbo Charge (United Kingdom)

  • Ladebordsteine (z. B. Rheinmetall / Köln)

  • öffentliche Ladeinfrastruktur im Wohngebiet

  • kommunale Pilotprojekte und einzelne Genehmigungen

Besonders interessant finde ich, dass mehrere niederländische Kommunen Fragen zu Genehmigung, Haftung, Eigentum, Wartung und Kosten bereits konkret geregelt haben. Gleichzeitig gibt es auch in Deutschland einzelne Beispiele, Pilotprojekte und neue Ansätze.

Mich würden deshalb drei Dinge interessieren:

  1. Kennt jemand weitere deutsche Beispiele oder Pilotprojekte?

  2. Gibt es Kommunen, die für solche Themen als besonders offen oder innovationsfreundlich gelten?

  3. Kennt jemand laufende Forschungsprojekte, politische Initiativen oder andere interessante Quellen?

Die bisher gesammelten Beispiele, Quellen und Rückmeldungen von Kommunen habe ich hier dokumentiert:

www.gehwegladen.de

Mich interessiert dabei ausdrücklich nicht nur eine bestimmte technische Lösung, sondern die grundsätzliche Frage, wie Laden ohne eigenen Stellplatz künftig organisiert werden könnte.

Der Podcast „Lage der Nation“, Ausgabe 479, und im Nachgang auch dieses Forum hat sich dieser Frage ausführlich gewidmet.

Mir ist bewusst, dass das Thema hier rund um LdN 479 bereits ausführlich diskutiert wurde. Die damaligen Beiträge habe ich mit Interesse gelesen und einige der dort genannten Hinweise waren für meine weitere Recherche tatsächlich sehr hilfreich.

In den letzten Wochen habe ich das Thema weiter verfolgt, verschiedene Beispiele gesammelt und mehrere Kommunen kontaktiert. Dabei sind einige neue Informationen zusammengekommen, insbesondere zu bestehenden Regelungen in den Niederlanden und einzelnen Praxisbeispielen in Deutschland.

Deshalb dachte ich, ein Update und eine erneute Diskussion könnten interessant sein.


Das Thema wurde im Podcast inzwischen mehrfach angesprochen. Dadurch bin ich vor einigen Wochen über die Frage gestolpert, wie Menschen mit eigenem Hausanschluss oder PV-Anlage laden können, wenn zwischen Haus und Auto ein öffentlicher Gehweg liegt.

Was zunächst wie eine technische Frage wirkte, hat sich für mich überraschend schnell zu einer Verwaltungs- und Rechtsfrage entwickelt.

Für das Projekt GehwegLaden habe ich inzwischen verschiedene Ansätze und Praxisbeispiele zusammengetragen:

  • Kabelrinnen / Kabelgoot / VPA-Lösungen (Niederlande)

  • Kerbside Charging / Kerbo Charge (United Kingdom)

  • Ladebordsteine (z. B. Rheinmetall / Köln)

  • öffentliche Ladeinfrastruktur im Wohngebiet

  • kommunale Pilotprojekte und einzelne Genehmigungen

Besonders interessant finde ich, dass mehrere niederländische Kommunen Fragen zu Genehmigung, Haftung, Eigentum, Wartung und Kosten bereits konkret geregelt haben. Gleichzeitig gibt es auch in Deutschland einzelne Beispiele, Pilotprojekte und neue Ansätze.

Mich würden deshalb drei Dinge interessieren:

  1. Kennt jemand weitere deutsche Beispiele oder Pilotprojekte?

  2. Gibt es Kommunen, die für solche Themen als besonders offen oder innovationsfreundlich gelten?

  3. Kennt jemand laufende Forschungsprojekte, politische Initiativen oder andere interessante Quellen?

Die bisher gesammelten Beispiele, Quellen und Rückmeldungen von Kommunen habe ich hier dokumentiert:

www.gehwegladen.de

Mich interessiert dabei ausdrücklich nicht nur eine bestimmte technische Lösung, sondern die grundsätzliche Frage, wie Laden ohne eigenen Stellplatz künftig organisiert werden könnte.

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Im Moment scheint in einigen Kommunen entweder noch Bedarf an handelsüblichen öffentlichen Ladesäulen zu bestehen oder eine gewisse Zufriedenheit, das genug öffentliche Ladesäulen vorhanden sind, so das zu dem von dir genannten Thema akut (für die Kommunen) keinerlei Handlungsbedarf besteht.

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Das könnte durchaus sein. Mein Eindruck ist auch, dass viele Kommunen den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur derzeit priorisieren.

Mich interessiert allerdings eine etwas andere Fragestellung: Wie können Menschen ihren bereits vorhandenen Hausanschluss oder PV-Überschuss nutzen, wenn zwischen Haus und Auto ein öffentlicher Gehweg liegt?

Öffentliche Ladesäulen und private Lademöglichkeiten schließen sich aus meiner Sicht nicht gegenseitig aus, sondern können sich ergänzen. Gerade deshalb finde ich die unterschiedlichen Ansätze und Regelungen in anderen Ländern spannend.

Die Frage finde ich auch sehr interessant.
Ich wohne in einer Siedlung mit vielen Reihenhäusern. Wie wahrscheinlich in vielen Siedlungen hat nicht jeder unbedingt einen eigenen Stellplatz direkt am Haus, dafür aber einen Stellplatz im nahe gelegenen Garagenhof oder einen der privaten Stellplätze gegenüber vom Haus (—> anderes Grundstück).

Kann man sich jetzt in der Garage oder auch auf dem Stellplatz eine Wallbox installieren und dann mithilfe von Energy Sharing seinen PV Überschuss Strom nutzen?
Zahlt man dann hier ganz normal die Netzentgelte ( + plus den mit sich selbst verhandelten Preis)?
Oder kann man von einer Netzentgeltbefreiung oder Minderung profitieren, weil es sich um eine steuerbare Verbrauchseinrichtung Wallbox) handelt?
ich finde im Internet leider keine Antwort dazu, wie viel man letztendlich für die Durchleitung über die Straße bezahlt. Müsste meiner Meinung nach eigentlich kostenlos sein, da man durch das PV Überschuss laden, das Netz ja auch eher entlastet und auf jeden Fall nicht belastet.

Energy Sharing ist noch stark in den Kinderschuhen und so wie es momentan geplant wird, eher kaum ein Vorteil für Privatnutzer. Theoretisch sollte so etwas gehen, benötigt dann aber an beiden Standorten einen iMSys (umgangssprachlich Smart Meter) und einen Messtellenbetreiber, der die Abrechnung übernimmt.
Hintergründe zu Energy-Sharing:

Die Frage finde ich ebenfalls interessant.

Energy Sharing könnte für manche Konstellationen künftig eine sinnvolle Lösung sein. Mein Projekt verfolgt allerdings einen etwas anderen Ansatz: Der vorhandene Hausanschluss soll – wenn möglich – direkt genutzt werden, ohne dass der Strom zunächst über das öffentliche Netz zu einem zweiten Anschluss geleitet werden muss.

Beides muss sich aber nicht ausschließen. Im Vereinigten Königreich gibt es beispielsweise mit Kerbo Charge bereits eine Lösung für das Laden über den Gehweg. Dort wird inzwischen auch daran gearbeitet, dass perspektivisch unterschiedliche Stromquellen – etwa der eigene Hausanschluss oder andere geeignete Anschlüsse – genutzt werden können.

Ich glaube deshalb, dass es künftig nicht die eine Lösung geben wird, sondern je nach Wohnsituation verschiedene Ansätze sinnvoll sein können.

Ich habe mir einen „Mast“ gebaut, und fahre mit dem Rad auf die Holzplatte, die den Mast hält. Jetzt wird das Kabel über den Gehweg zum Auto gelegt. Das ist so hoch, dass keiner daran hängen bleiben kann. Außerdem habe ich über den Mast noch eine Isolation für Heizungen gestülpt, falls doch jemand anstoßen sollte.

Ich mache das schon seit 3 Jahren und bisher gab es noch keine Beschwerden.

Grüße aus Schriesheim

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Vielen Dank für das Foto und die Beschreibung.

Genau solche Praxisbeispiele interessieren mich. Darf ich fragen:

  • Ist das mit der Stadt oder dem Ordnungsamt abgestimmt oder nutzen Sie die Konstruktion ohne formelle Genehmigung?

  • Mussten Sie schon einmal etwas ändern oder gab es Rückfragen von Behörden oder Nachbarn?

Mich interessiert vor allem, welche Lösungen in der Praxis tatsächlich funktionieren und welche Erfahrungen die Nutzer damit machen.

Guten Tag,

ich benutze die Konstruktion seit mehreren Jahren und habe keine Beschwerden bekommen. Auf eine Genehmigung seitens der Stadt habe ich verzichtet, warum auch, es stört ja niemanden :wink:

Im Übrigen, unser Gehweg ist sehr frequentiert.

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Das ist ein interessantes Praxisbeispiel.

Darf ich noch fragen:

  • Wie hoch ist der Galgen ungefähr über dem Gehweg?
  • Wäre es für Sie in Ordnung, wenn ich das Foto und Ihre Erfahrungen – selbstverständlich anonym und ohne Ortsangabe – als Praxisbeispiel in meiner Dokumentation erwähne?

Vielen Dank!

Hallo, der Galgen ist 2,3 Meter hoch, d.h. das Ladekabel ist an der tiefsten Stelle ca. 2,2 Meter über dem Gehweg. Ich habe den Galgen nicht höher gemacht, dass man das Kabel noch leicht in die Halterung oben am Galgen einhängen kann.

Sie können das Foto und meine Erfahrungen gerne in Ihre GehwegLaden Seite aufnehmen.

Grüße

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