Kein Anrecht auf Wohnen in der Stadt - bitte weiterdenken!

Ich glaube, dass es sich lohnt, dort weiterzudenken.

Denn die Frage zeigt, warum die prinzipiell richtige grüne Politik viele Existenzen auf dem Land gefährdet und vielleicht auch deswegen den Erfolg der AfD befeuert.

Ich kenne den Begriff der Gentrifizierung maßgeblich für die Verdrängung von (finanziell schwächeren) Schichten innerhalb einer Stadt. Diese findet aber zwischen Stadt und Land auch auf einer anderen Ebene statt.

Ihr hattet ja bereits schon 2 Erkenntnisse:

  • Polizisten können es sich nicht leisten in Städten wie Berlin zu leben.
  • Sie arbeiten aber in Berlin

Hier schließt sich eigentlich die nächste logische Frage an: warum arbeitet jemand in Städten (wie Berlin), obwohl er auf dem Land wohnt. Das tut er nicht, weil er Bock aufs Pendeln hat, sondern weil es auf dem Land keine Arbeitsplätze gibt. Das Pendeln hättet ihr ja wieder angesprochen, aus der Perspektive der Pendler. Aber es gilt auch andersherum.

Städte BRAUCHEN aktuell die Arbeitskraft von Menschen, die sich das Leben dort nicht leisten können. Sie würden sonst nicht funktionieren. Ob jetzt Friseur, Polizist, Verwaltungsangestellte, Reinigungskraft.

Die “Frage” eures Unternehmers, man müsse überdenken, ob wirklich jeder einen Anspruch darauf habe, günstig in einer Großstadt leben zu können, ist da in meinen Augen eine Ablenkung von den richtigen Problemen.

Es ist nicht so, dass viele Menschen aus Lifestyle-Gründen in Großstädten leben wollen, sondern weil sie - wenn sie nicht ihr halbes Leben im Stau verbringen wollen - es müssen, da sie dort arbeiten.

Und viele Menschen entscheiden obwohl sie in Städten arbeiten dazu, trotzdem absurd lang zu pendeln, weil sie zumindest genügend Wohnraum für eine Familie nicht mehr in Städten finden.

Und diese Personen, die auf dem Land wohnen und in die Stadt pendeln sind durch jeden Cent, der durch höhere Spritpreise, höhere Lebensmittelkosten, höhere Gaspreise, umgelegte Modernisierungskosten für energetisch sanierte Wohnungen extrem belastet und in ihrer Existenz bedroht. Diesen Leuten, die in den Städten arbeiten, aber es sich nicht leisten können dort zu wohnen, würde es nun auch noch zunehmend unmöglich gemacht auf dem Land zu wohnen (und in die Stadt zu pendeln). Die Politik schafft es durch ihr (Nicht-) Handeln hier eine Katastrophe herbeizuführen. Was soll passieren, wenn die Leute, die in den Städten als Arbeitskräfte gebraucht werden es sich nicht Mal mehr leisten können zum arbeiten in die Stadt zu pendeln?

Das Lifestyle-Problem sehe ich eher in der anderen Richtung. Viele Akademiker, die es sich leisten können in einer Großstadt zu wohnen, sind sich selbst zu gut dazu, um auf dem Land zu arbeiten (geschweigedenn zu leben). Dafür gibt es natürlich gute Gründe. Eine vielfältigeres kulturelles Angebot, eine buntere Gesellschaft und vielleicht auch eine andere Haltung und Lebenseinstellung sorgen dafür, dass sich viele Menschen in Großstädten wohlfühlen. Doch auch auf dem Land braucht es Ärzte, Richter, etc. Und da ist es aus meiner Erfahrung so, dass es großes Problem gibt, offene Stellen zu besetzen, bei den Mitarbeitern allgemein eine viel höhere Fluktuation als bei der Belegschaft in Städten gibt und man in vielen Bereichen (z. B. bei Ärzten in Krankenhäusern) ohne Zuwanderer, die dort als Ärzte tätig sind, aufgeschmissen wäre. Eine deutsche Ärztin aus einer Großstadt wandert tendenziell eher zum Arbeiten in die USA, die Schweiz oder nach Dubai aus, als auf dem Dorf zu arbeiten.

Und diese Schieflage bzw. Vernachlässigung bei der Versorgung des ländlichen Raums spürt man nach meinem subjektiven Eindruck.

Ich finde es schon fast als anmaßend es zu einer Lifestyle-Entscheidung zu erklären, in einer Großstadt wohnen zu wollen, obwohl tatsächlich viele Menschen das weder können noch wollen, sondern Menschen, die es sich nicht leisten können in Großstädten zu wohnen, tendenziell auch noch die Möglichkeit genommen wird, auf dem Land zu wohnen. Wo sollen die denn dann noch hin? Und während es andererseits von den wohl eher städtischen Akademikern eine (wenn auch nachvollziehbare) Lifestyle-Entscheidung ist nicht oder höchstens um den Lebenslauf bis zur Bewerbung in eine Stadt oder im Ausland aufzuhübschen auf dem Land zu arbeiten.

Es wäre irgendwie toll, wenn die Politik hier einen Plan hätte, wo Menschen leben sollen, die es sich nicht leisten können in der Stadt zu leben, und sich es in der Zukunft auch nicht mehr werden leisten können, auf dem Land zu leben. Und wie die (Grund-) Versorgung beim Thema Gesundheit, Justiz und ähnliches außerhalb von Städten erfolgen soll, wenn Städter keinen Bock mehr haben zum Arbeiten aufs Land zu pendeln. Und wo die Arbeitskräfte, die in den Städten gebraucht werden, wohnen sollen, wenn sie nicht mehr nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land das Leben nicht mehr leisten können.

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Im Zusammenhang mit der Diskussion über Miet- und Immobilienpreisentwicklung in Großstädten kommen leider nur wenige zur klaren Erkenntnis, dass aufgrund der Knappheit und der fehlenden Elastizität des Angebots der Markt faktisch in seiner Funktion, die Nachfrage mit ausreichend Güter zu versorgen, versagt.

Viele derjenigen, die zu dieser Erkenntnis gelangt sind, sprechen sich dafür aus, die Versorgung mit Wohn-Immobilien aus dem Marktpreismechanismus zu nehmen.

  1. Klassischer staatlicher Wohnungsbau (wie die SPD (jetzt) oder die LdN vorschlägt und wie es nicht nur in Wien, sondern auch im Wettbewerbs-Wunderland Singapur gemacht wird[1])
  2. Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände
  3. Verstaatlichung oder Vergesellschaftung von Grund und Boden (wie es der ehemalige SPD-Vorsitzende und Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel forderte): Nicht primär Gebäude, sondern Grund und Boden soll in öffentliches Eigentum überführen oder in öffentliche Bodenfonds übergeben werden, damit Bodenrenten der Allgemeinheit zukommen und der Bodenspekulation entzogen werden. Oder, abgeschwächt, konsequenter Vergabe öffentlicher Grundstücke nur noch im Erbbaurecht.

Die meisten anderen ignorieren das Faktum der fehlenden Elastizität des Angebots und setzen auf den Markt (und akzeptieren damit, wie Union und FDP, den Status Quo und damit die Sorgen und Ängste großer Teile der Bevölkerung). Oder sprechen sich für einen regulierender Eingriff in den marktwirtschaftlicheren Preisfindungsmechanimus (Mietpreisbremse, Mietendeckel) aus, die die Situation eher noch verschärft (SPD (bislang), Grüne) und hoffen naiv auf die wundersame Vermehrung von Wohnraum.

In Deutschland sind Vergesellschaftung und Bodenverstaatlichung bisher vor allem konzeptionell‑politische Projekte (Berliner Vergesellschaftungsgesetz‑Entwurf, Programmatik von Parteien/Initiativen); rechtliche, finanzielle und praktische Fragen (Entschädigung, Governance, Investitionsanreize) sind noch lange nicht abschließend gelöst.

[1] Das Housing & Development Board (HDB) baut den Großteil der Wohnungen, vergibt sie überwiegend als langfristige, stark regulierte Eigentumsähnliche Nutzungsrechte (Mietkauf), und der Staat besitzt einen großen Teil des Bodens

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Hans‑Jochen Vogel hat ein erstaunlich konkretes Reformpaket für eine neue Bodenordnung formuliert, das deutlich in Richtung Vergesellschaftung der Bodenwertgewinne und massiven Ausbau öffentlichen Bodeneigentums geht.[1][2]

Grundgedanke bei Vogel

  • Vogel sieht Boden ausdrücklich nicht als normale Ware, sondern als unvermehrbare Grundlage menschlicher Existenz, die „so weit wie möglich aus dem Herrschaftsbereich des Marktes herauszulösen“ sei.[3][1]
  • Kernziel ist, leistungslosen Bodengewinn zu begrenzen und Wertsteigerungen, die durch Planung und Infrastruktur der Allgemeinheit entstehen, auch der Allgemeinheit zukommen zu lassen.[2][1]

Zentrale Elemente seines Konzepts

Aus Interviews und seinem Buch „Mehr Gerechtigkeit! Wir brauchen eine neue Bodenordnung“ lassen sich relativ konkrete Bausteine erkennen:

  • Vermehrung des kommunalen Bodeneigentums: Gemeinden sollen systematisch Grund und Boden ankaufen, um eine starke öffentliche Bodenkammer aufzubauen.[1][2]
  • Kein Verkauf öffentlichen Bodens mehr: Kommunen sollen eigenen Grund nicht mehr veräußern dürfen, sondern nur noch zur Nutzung überlassen.[2][1]
  • Vergabe nur im Erbbaurecht: Wer öffentlichen Boden nutzen will, soll ihn im Erbbaurecht erhalten, damit er langfristig im Eigentum der Kommune bleibt und nach Ablauf zurückfällt.[1][2]
  • Planungswertausgleich: Wertsteigerungen durch Umwidmung, Bebauungsplanung oder Infrastruktur sollen über einen Planungswertausgleich bzw. „Abschöpfung leistungsloser Bodengewinne“ ganz überwiegend der Kommune zufließen.[2][1]
  • Steuerliche Änderungen: Abschaffung der 10‑jährigen Spekulationsfrist bei Immobilienverkäufen und stärkere Besteuerung von Bodenwertgewinnen; diskutiert werden u.a. eine verschärfte Boden‑ bzw. Grundsteuer und spezifische Bodengewinnsteuern.[4][2]
  • Stärkung kommunaler Instrumente: Ausweitung des Vorkaufsrechts, erleichterte Enteignungsverfahren für städtebauliche Zwecke, günstigere oder unentgeltliche Abgabe von Bundesflächen an Kommunen.[5][1][2]

Verhältnis zu Vergesellschaftung / Bodenverstaatlichung

  • Vogel stellt das Privateigentum an Boden nicht grundsätzlich in Frage, fordert aber, Boden „in den Dienst der Interessen der Allgemeinheit“ zu stellen und den Einfluss des Marktes stark zurückzudrängen.[3][1]
  • Sein Programm zielt eher auf schrittweise „Entmarktlichung“ über öffentliche Bodenakkumulation, Erbbaurecht und Planungswertabschöpfung als auf eine sofortige umfassende Verstaatlichung sämtlicher Flächen.[1][2]

Wie „ausgearbeitet“ ist der Vorschlag?

  • Es liegt zwar kein fertiger, kohärenter Gesetzgebungskomplex im Sinne eines ausformulierten „Bodenvergesellschaftungsgesetzes“ für das gesamte Bundesgebiet vor; Vogel selbst forderte ausdrücklich zunächst eine Enquete‑Kommission des Bundestages, um die verschiedenen Ansätze zu bündeln und in Gesetzesform zu bringen.[3][5]
  • Politisch‑programmatisch ist Vogels Ansatz recht weit konkretisiert: Es gibt klar benannte Instrumente (Erbbaurechtspflicht, Verkaufsverbot öffentlichen Bodens, Planungswertausgleich, Steuerreformen, Stärkung Vorkaufsrecht), die sich teils an Reformentwürfen der 1960er/70er Jahre orientieren.[5][1]
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Quellen

[1] Mit der Wohnungsfrage kommt die Bodenfrage Mit der Wohnungsfrage kommt die Bodenfrage
[2] Hans-Jochen Vogel: Wie Wohnraum bezahlbar werden kann - SZ.de Hans-Jochen Vogel: Wie Wohnraum bezahlbar werden kann - Kultur - SZ.de
[3] Mehr Gerechtigkeit! | Buch | Online kaufen - Verlag Herder Mehr Gerechtigkeit! | Buch | Online kaufen
[4] Hans-Jochen Vogel: Mehr Gerechtigkeit!. Wir brauchen eine neue … Hans-Jochen Vogel: Mehr Gerechtigkeit!. Wir brauchen eine neue Bodenordnung - nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar - Perlentaucher
[5] Hans-Jochen Vogel fordert Bodenrechtsreform - München - SZ.de Hans-Jochen Vogel fordert Bodenrechtsreform - München - SZ.de
[6] „Für eine gerechte Bodenpolitik“ - in Erinnerung an Hans-Jochen … https://www.fes.de/themen/kommunal-akademie/hans-jochen-vogel-im-interview-fuer-eine-gerechte-bodenpolitik
[7] Hans-Jochen Vogel und die Bodenspekulation - YouTube https://www.youtube.com/watch?v=2cipU-9b2zo
[8] Zum Gedenken an Hans-Jochen Vogel: Ist die soziale Bodenreform … https://www.youtube.com/watch?v=kv0mieZLiDo
[9] Ein Verfassungsfossil erwacht - Verfassungsblog Ein Verfassungsfossil erwacht
[10] [PDF] Grundflächen und Rohstoffe im Spannungsfeld zwischen Privat https://d-nb.info/961283793/34
[11] [PDF] Verfassungsfragen der Vergesellschaftung - Universität Speyer https://www.uni-speyer.de/fileadmin/Ehemalige/Wieland/Rechtsgutachten_VerfassungsfragenderVergesellschaftungvonWohnraum.pdf
[12] Bodenpreise in Deutschland:Der Boden, auf dem wir leben - München Bodenpreise in Deutschland:Der Boden, auf dem wir leben - München - SZ.de
[13] [PDF] DIE KOMMUNALE BODENFRAGE https://brandenburg.rosalux.de/fileadmin/ls_bbg/Texte/RLS-Studien_2019-2_Heinz-Belina_Kommunale-Bodenfrage.pdf
[14] Mehr Gerechtigkeit! von Hans-Jochen Vogel - Autorenwelt Shop Mehr Gerechtigkeit! von Hans-Jochen Vogel – Autorenwelt Shop
[15] Enteignung, Vergesellschaftung, Anstalt des öffentlichen Rechts Enteignung, Vergesellschaftung, Anstalt des öffentlichen Rechts – rechtliche Grundlagen der Kampagne – Neuigkeiten – Deutsche Wohnen & Co enteignen

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Ein wichtiges Element würde ich noch hinzufügen:

Ackerland, Grünland und Forstland sollte nicht an Unternehmen oder Privatmenschen veräußert werden dürfen, die nicht selbst auf diesen Flächen land- oder forstwirtschaftlich tätig sind. Eine reine Verpachtung reicht nicht als Nachweis einer landwirtschaftlichen Tätigkeit, solange nicht andere landwirtschaftliche Flächen in ähnlichem Umfang angepachtet und auch genutzt werden.

Damit diese Regelung keine Neugründung von Unternehmen oder Existenzen gefährdet, sollte bei Landkäufen zur Unternehmensgründung im Anschluss regelmäßig geprüft werden, ob der Käufer die Flächen auch entsprechend nutzt. Geschieht dies nicht, fällt die Fläche automatisch gegen eine Abstandszahlung (die sich am Ertragswert der Fläche orientiert) in kommunales Eigentum.

Gleichzeitig können bei Verkäufen nur noch die üblichen Acker- bzw. Forstpreise zzgl. eines maximalen prozentualen Aufschlags verlangt werden. Entsteht auf der Fläche in den folgenden Jahren eine Nutzungsänderung (z.B. durch Wohnungsbau), erhalten frühere Eigentümer gemäß ihrer Nutzungsdauer und dem zeitlichen Abstand des Verkaufs eine prozentuale Beteiligung am Nettoerlös (Verkaufspreis abzüglich Erschließungskosten usw.).

Die Errichtung von F- und B-Plänen außerhalb von Ortschaften sollte insbesondere für Wohngebiete im Regelfall nur auf gemeindeeigenem Boden erfolgen. Entsprechend müssten Gemeinden systematisch, strategisch und langfristig geeignete Flächen aufkaufen, was eine sinnvolle Siedlungsentwicklung fördert. Gemeinden sollten zudem für Siedlungsprojekte, die nachweislich im öffentlichen Interesse stehen (z.B. kommunaler Wohnungsbau für günstigen Wohnraum) landwirtschaftliche Flächen gegen eine Abstandszahlung enteignen können.

Der Effekt dieser Regelungen wäre, dass die Ackerpreise drastisch sinken und sich zukünftig am realistischen Ertragswert der Fläche orientieren dürften. Aktuell kosten Äcker nämlich teils das hundertfache, was ein Landwirt pro Jahr (einschließlich Subventionen) dort erwirtschaften kann. Gerade Ackerland ist inzwischen reines Spekulationsobjekt. Das theoretische Vorkaufsrecht von Landwirten wird ausgehebelt, weil Großinvestoren sich über Beteiligungen an landwirtschaftlichen Unternehmen zu “Briefkastenlandwirten” machen und die aufgerufenen Kaufpreise nicht mit einer landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zu rechtfertigen sind. Durch die Aufgabe von Höfen und Erbschaften wandern weitere erhebliche Flächen jedes Jahr in den unproduktiven Privatbesitz und werden zu reinen Spekulationsobjekten.

Gleichzeitig würde das die Bodenpreise für Neubaugebiete deutlich senken. Die Preisdifferenz zwischen Ackerland und unerschlossenem Bauland lieg oft beim Faktor 10 bis 20 – ohne jeden sachlichen Grund oder Leistung des Eigentümers. Bei einem typischen Einfamilienhaus können schnell 60.000 bis 100.000 Euro der Gesamtkosten für die Landspekulation draufgehen, auf die dann wiederum Steuern usw. anfallen.

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Stand heute werden landwirtschaftliche Flächen per Satellit überwacht: Flächenmonitoring - Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Es ist sehr schwierig, als neues Unternehmen an einen bezahlbaren Acker zu kommen. Die Erfahrung haben wir mit einer SoLaWi und auch bei der Unterstützung eines neugegründeten landwirtschaftlichen Betriebes gemacht (es werden deswegen kaum neue Betriebe gegründet, wenn man die Fläche nicht geerbt hat).

Aber ich verstehe noch nicht, wie dein Ansatz hier helfen soll bzw. wie das durchsetzbar sein sollte. Ein Verbot der Verpachtung würde ja eher dazu führen, dass noch mehr Land an Großbetriebe abgegeben wird.

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Wobei das kein Naturgesetz ist. Ursprünglich haben Städte ihren Arbeitskräftebedarf fast vollständig aus der eigenen Bevölkerung gedeckt, während die Landbevölkerung fast vollständig im Umkreis des eigenen Dorfes ihr Geld verdient hat.

Das von dir beschriebene Phänomen existiert nur, weil **einerseits **der Mangel an erschwinglichem Wohnraum Menschen aus der Stadt verdrängt und andererseits die massive öffentliche Subventionierung des motorisierten Individualverkehrs das Pendeln logistisch und finanziell überhaupt ermöglicht. **Zusätzlich **haben die Landwirtschaftspolitik, die Dominanz der Einzelhandelsketten im Lebensmittelmarkt und die Kosten für Mechanisierung und Chemie die Zahl der attraktiven Arbeitsplätze in der Landwirtschaft drastisch reduziert, sodass es im ländlichen Raum immer weniger Beschäftigung gibt.

Gänzlich rückgängig machen will das glaube ich niemand. Aber wenn es gelingen würde, die Wohnkosten in Städten drastisch zu reduzieren und gleichzeitig die Kosten für individuelle tägliche Mobilität nicht mehr zu subventionieren, dann würden wieder erheblich mehr Menschen dort leben, wo sie auch arbeiten.

Sinnvollerweise sollte das mit Maßnahmen zur Strukturverbesserung im ländlichen Raum hinterlegt werden. Da viele Berufe heutzutage Remote ausgeführt werden können, gibt es da eigentlich gute Voraussetzungen für. Auch eine Revitalisierung der Landwirtschaft durch eine Neuverteilung der Wertschöpfung bei der Nahrungsmittelproduktion (beispielsweise durch einen Fokus auf direkte Erzeuger-Verbraucher-Beziehungen) könnte attraktive Arbeitsplätze im ländlichen Raum erzeugen.

Unabhängig von meinen obigen Ausführungen ist dieses gern zitierte Vorurteil genau das: ein nicht begründetes Vorurteil. Konsequente grüne Politik würde wirtschaftlich auch vielen ländlichen Bewohnern große Vorteile bringen. Die Kosten für das Pendeln sind enorm (bei zwei Autos pro Haushalt geht es da schnell um vierstellige Beträge im Monat an Treibstoffkosten, Abschreibung und Steuern). Ein guter ÖPNV, der auch den ländlichen Raum anbindet (ein Kernthema grüner Politik) würde da vieles verbessern, genauso wie die konsequente Elektrifizierung des Individualverkehrs, eine Regionalisieren und Verteilung der Energieerzeugung, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, etc.

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Die Nutzung wird durch Luftbilder kontrolliert, nicht das Eigentum oder das Pachtverhältnis.

Zur Durchsetzbarkeit: schon heute muss jeder Verkauf einer landwirtschaftlichen Fläche bei der Landwirtschaftskammer angemeldet werden, damit bei einem Verkauf an einen Nicht-Landwirt ein Vorkaufsrecht angemeldet werden kann. Das bringt aber nichts, weil die Ackerpreise durch Spekulation so in die Höhe getrieben wurden, dass der Flächenkauf durch rein landwirtschaftliche Erwägungen nur noch selten gerechtfertigt werden kann. Kein Landwirt wird in einen Kaufvertrag zu 150.000 Euro/ha eintreten, wenn er auf der Fläche nur 400 Euro im Jahr erwirtschaftet (beide Werte sind in unserer Region realistisch). Gekauft wird nur aus rein spekulativen Interessen, was die Preise dann noch weiter in die Höhe treibt.

Eine Deckelung des Bodenpreises und eine Nachweispflicht der **eigenen **landwirtschaftlichen Tätigkeit (aktuell oder beabsichtigt) würde die Verkaufspreise notwendigerweise drastisch senken. Allein, weil sich unproduktives Eigentum von Ackerboden nicht mehr lohnt. Wenn ich von meinem Opa 20 ha Ackerland erbe, von dem ich weiß, dass es sich im Preis in den nächsten 30 Jahren nicht großartig entwickeln wird und wo mir garantiert wird, dass ich an einem plötzlichen Preissprung durch Nutzungsveränderung (=Bebauung) auf jeden Fall beteiligt werde, dann verkaufe ich die Fläche (an einen Landwirt) und lege das Geld lieber in einen ETF an, der langfristig mehr Ertrag als die Pacht bringt.

Im aktuellen System verkaufe ich die Fläche lieber nicht, streiche die Pacht ein (die vom Einkommen des Landwirts abgeht) und hoffe darauf, dass der Bodenwert durch Spekulation oder die Schaffung eines B-Plans drastisch steigt. Denn auch wenn ein ETF einträglicher als die Pacht ist: Ackerland steigt zur Zeit mit ca. 10% p.a. im Preis, das schafft auch MSCI World nicht zuverlässig.

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Das finde ich als initialen Impuls nachvollziehbar, aber auf den zweiten Blick eine ganz schwierige Sache: „Die Politik“ hat in Form von unterschiedlichen Parteien mit deren Wahlprogrammen eine ganze Palette an solchen Plänen im Angebot, dabei geht es aber weniger um Menschen die irgendwo leben „sollen“ - am ehesten noch der Wunsch, dass in Gebieten mit Leerständen die Nachfrage nach Wohnungen steigt und in Gebieten mit Mangel die Nachfrage sinkt… und sonst möchten alle Parteien mehr oder weniger überall bezahlbarere Lebenskosten schaffen
Das Dilema was darunter liegt besteht daraus dass zum einen eine Ballung stattfindet, die sich selbst verstärkt - also Berlin, Leipzig, Hamburg etc. sind sexy weil da viele sind und noch mehr hinwollen - das führt zu Jobs, Kulturangebot, etc.
andere Städte bspw. Greiz (Thür.), Pirmasens (RLP), etc. sind nicht so attraktiv, obwohl die physischen Infrastrukturen und Wohnkosten besser währen - aber da fehlt dann die Hochschule für die Studierenden, die Jobs für die meisten, das kulturelle Angebot etc.

Dieses Dilema bekommst du aber nicht gelöst, außer du schaffst es die Wohn-Suffiziens in den gefragten Großstädten zu steigern und vielleicht auch die Attraktivität anderer Gebiete zu erhöhen - @ped argumentiert ja auch in diese Richtung:

Ansonsten hat @TilRq Recht mit der Erklärung warum der Markt nicht funktioniert, wobei da noch hinzuzufügen ist, dass die meisten Modelle der Marktwirtschaft Probleme damit haben wenn das Angebot räumlich gar nicht beweglich und die Nachfrage nur schwer beweglich ist (beides ist beim Wohnen aber der Fall) - Hotteling hat dazu als einer der ersten in der VWL was zu geschrieben und das wurde auch noch weiter ausgearbeitet, aber grundsätzlich besteht gerade bei Wohnungen das Problem dass der Markt räumlich ist und diese Dimension sehr wichtig ist

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Ich glaube genauso relevant und eine Option wo man selbst mit aktiv werden kann sind die Genossenschaften, Stiftungen und Vereine die im Rahmen der Neuen Wohn-Gemeinnützigkeit wieder aktiv werden können - also Niederlande, Schweiz und Österreich sind alles Beispiele wo die Zivilgesellschaft sowohl als Landbank als auch als Wohnungsbau- und vermieterin eine wichtige Rolle einnimmt

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Ich möchte diesen Gedanken noch weiter spinnen:

Städte entziehen ihrem Umland die Arbeitskraft der Pendler. Sie heben die Wertschöfpung, inkl. der damit verbundenen Vorteile wie Gewerbesteuereinnahmen, müssen aber vergleichsweise wenig Infrastruktur des täglichen Lebens bereitstellen (Kitas, Schulen, Ärzte, Behörden, …), weil sie die Arbeiter nicht beheimaten müssen. Lediglich die Vekehrsinfrastruktur muss überproportional stark sein, weil die Pendler als Nicht-Einwohner sie ebenfalls nutzen.

Wie wäre es denn, wenn wir Städten verbieten, weitere Gewerbeflächen auszuweisen oder Arbeitsplätze zu schaffen? Wenn die Anzahl der zulässigen Arbeitsplätze mit dem Wohnraum in einem regulierten Verhältnis stehen muss?
Neue Gewerbebetribe müssten zwangsläufig in das Umland der Ballungsgebiete ziehen, weil sie in der Stadt kein Gewerbe anmelden können. Arbeiter dieser Unternehmen könnten günstig im Umland wohnen und trotzdem kurze Strecken pendeln.

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Und falls jetzt wieder das Argument kommt, dass nicht jedes Dorf angebunden sein kann.

Man kann auch eine Bahnstrecke bauen und die Leute aus den umliegenden Dörfern fahren mit dem Auto oder Rad bis zur Bahn und dann damit noch 20-30 Minuten in die Stadt.

Kombiniert mit einem Jobticket oder 20-30€ Ticket wäre das deutlich attraktiver als die gesamte Strecke mit dem Auto in die Stadt zu fahren und dort noch im Stau zu stehen.

Gilt Freiflächen PV auch als “landwirtschaftliche Tätigkeit” oder bleibt das dann den landwirtschaftlich tätigen Landwirten vorbehalten? Also in deinem Beispiel die 20 ha geerbtes Ackerland (vorausgesetzt ist für FFPV geeignet)

Ich würde gerne das “Naturgesetz” Städte wachen immer weiter hinterfragen (Schwerin als Landeshauptstadt wächst z.B. nicht, liegt also nicht nur an dem Stadt-Sein).

Ich war etwas überrascht, als ich mir letztens die Flächennutzungsplanung meiner Stadt (300-400T Einwohner) angeschaut habe. Die Bevölkerung soll ab 2030/32 anfangen zu schrumpfen. Dies wäre schon lange der Fall gewesen, wenn nicht Vertriebene (im Maßstab Syrien und Ukraine) zu uns gekommen wären. Jetzt mehr Wohnraum (und vor allem neue Wohngebiete) zu schaffen ist also gar nicht unbedingt zielführend. Vielmehr brauchen wir durch die alternde Bevölkerung eine Umnutzung.

Noch in den Jahren 2012 und 2013 sind insgesamt mehr Menschen innerhalb Deutschlands in die Zentren der Großstadtregionen gezogen als aus den Zentren fortgezogen. Seit 2014 haben die Zentren dann durchgängig Bevölkerung durch die Binnenwanderung verloren. Ohne die Zuwanderung aus dem Ausland würde die Bevölkerung in den Zentren daher auch seit 2014 durchgängig schrumpfen.

Großstadtregionen im Wandel - Statistisches Bundesamt

Demgegen­über war eine deutliche Abwanderung der 30- bis 49-Jährigen aus den Zentren in andere Regionen Deutschlands festzu­stellen (Saldo - 118 000 Personen). Diese Altersverteilung lässt auf Abwanderung von Azubis und Studierenden sowie Zuwanderung von Familien mit Kindern schließen.

Gleichzeitig pendeln viele aus dem Umland in die Stadt zum Arbeiten. Ob sie jetzt freiwillig im Umland wohnen oder nur dort wohnen, weil es bezahlbar ist, wird nicht untersucht.

Ohne Zuwanderung würden wir schrumpfen. Jetzt kann man natürlich spekulieren, wie viele Vertriebene es in Zukunft gibt und wie viele wir aufnehmen und wie sonst die Zuwanderung ist. Aktuell gibt es in einigen Städten Wohnungsmangel. Die Frage ist, wie lange ist dies noch der Fall und “lohnt es sich” dafür jetzt Wohnungen zu bauen, die 50-100 Jahre stehen? Dies muss man sicher je Stadt unterschiedlich bewerten. Daher halte ich den Ansatz Bestandswohnungen durch Staat, Land, Kommune aufzukaufen und günstig anzubieten für ebenfalls sinnvoll. Um es mehr Menschen zu ermöglichen, in der Stadt zu wohnen, die von der Stadt gebraucht werden. Bei gleichzeitigem Angebot an ÖPNV in die Stadt hinein. Haben wir also einen generellen Wohnungsmangel oder ist die Diskussion vor allem durch die Metropolen Köln, Berlin, Hamburg, München geprägt?

Demografieportal - Fakten - Bevölkerungsentwicklung

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Wenn ich mir die Entwicklung so anschaue ist die “teure” Metropolregion mittlerweile bei diesen Städten auf bis zu 1 Stunde Fahrtzeit um diese herum angewachsen. Insofern bezieht sich die Diskussion nicht lediglich auf die Städte selbst. Wo es noch günstig ist und es nicht an Wohnraum mangelt, ist dort wo es auch keine Arbeitsplätze gibt. Dort will man wiederum in Zukunft bei einem AFD Anteil von 40% auch in Zukunft allerdings nicht wohnen.

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Ich denke, das ist schwierig. Großstädte haben schon heute eher große bis sehr große (Berlin) Arbeitslosigkeit. Dennoch sind sie beliebt. Es liegt also nicht überwiegend an den Arbeitsplätzen, dass Menschen in die Nähe von Großstädten ziehen.

Ich würde bevorzugen wenn wir eher den Zuzug begrenzen. Wohnungswechsel innerhalb der Stadt (oder Umfeld) sollte unterstützt und priorisiert werden. Zuzug von außen muss schon einen sehr guten Grund haben.

Wenn Arbeitgeber, dann in der überfüllten Großstadt keine Arbeitskraft mehr finden, werden sie sich zwangsläufig in die kleineren Städte verlagern.

Wie funktioniert denn in einem reinem Erbpachtsystem die Sanierung alter Gebäude, die bald aus der Erbpacht fallen? Der Grundstückseigentümer ist ja nicht gezwungen den Pachtvertrag zu verlängern, sondern darf ausdrücklich auf die Übernahme des Grundstückes samt aller Objekte darauf bestehen. Der vorherige Bewohner bekommt dann eine Entschädigung in Höhe von 2/3 des Verkehrswertes (± je nach Vertrag zu Pachtbeginn) Erbbaurecht: Was passiert, wenn der Vertrag endet? - Deutscher Erbbaurechtsverband e.V.

Das heißt doch, dass ich in den letzten 20 Jahren der Vertragslaufzeit kaum noch Sanierungen mache (auch wenn ich noch jung bin). Denn je höher der Verkehrswert zum Ende der Pachtlaufzeit ist, umso größer wird der individuelle Verlust. Außerdem finanzieren Banken keine Kredite mehr wenn die Pachtzeit absehbar endet.

Mir scheint daher, dass das Konzept vor allem in Regionen interessant ist, in denen es aufgrund des Wohnungsmangels keine Alternative gibt oder in denen es ein Monopol auf Wohnraum gibt, also beispielsweise durch staatlichen Wohnungsbau, und die Erbpachtbeziehung nur zwischen diesem Monopolisten und dem Staat bzw. der Kommune besteht. Denn der staatliche Monopolist braucht sich keine Sorgen zu machen, vom Staat übers Ohr gehauen zu werden. Aus seiner Sicht wäre das Linke Tasche, Rechte Tasche. Der Private im stark umkämpften Wohnungsmarkt kann da stärkere Zweifel hegen.

Häufig wird Singapur als Musterbeispiel für Bauen auf Erbpacht genannt. Aber sind die Mieten dort tatsächlich günstig? Für eine kleine Wohnung gibt man dort oft 40–50 % des Bruttogehalts aus. Die Situation in Singapur ist ganz sicher nicht besser als in Berlin und die Hölle im Vergleich zu kleineren Großstädten wie Hannover, Braunschweig, Kassel, Leipzig und Co..

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Bei uns bietet vor allem die (katholische) Kirche Erbpacht an.

Darum wird der Vertrag dann auch vorzeitig verlängert oder auch schon mal vorzeitig aufgelöst.

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Nur kann man halt nicht einfach eine halbe Fabrik verlagern. Eine ganze erst recht nicht.

Und die lokalen Bäcker und Gastronomie kann ja auch nicht einfach aufs Dorf wechseln weil man schwer Mitarbeiter findet.

also zumindest ein Job vor Ort muss dann schon ein legitimer Grund zum Zuzug sein.

Oder wie ist es wenn man einen Partner findet. Wäre das ein Grund für einen Umzug in die Stadt?

Ich wüsste da wirklich gerne wie du dir das konkret vorstellst und was für dich ein guter Grund ist und was nicht.

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Dazu noch einige Aspekte:

Meist sind die zu erzielenden Gehälter in Städten (aufgrund höherer Lebenhaltungskosten) signifikant höher als in ländlichen Räumen.
Dort sind Mieten (und ggf. Lebenshaltungskosten) tendenziell niedriger.
Rein finanziell kann sich das Pendeln damit lohnen, trotz Pendelkosten.

Als Pendler auf den ÖPNV umzusteigen kann je nach Strecke funktionieren. Allerdings steigt damit oft die Pendelzeit deutlich, kann sich aufgrund Warte- und Umsteigezeiten durchaus mehr als verdoppeln.
Auch das muss man sich leisten können/wollen.

Dazu soll es auch Menschen geben, die auf dem Lande eine höhere Lebensqualität empfinden und sich ein Leben in einer Großstadt nicht vorstellen können. Besonders wenn man auf dem Lande aufgewachsen ist.

Soll heißen, es gibt da sicher sehr komplexe Kombinationen, die sich nicht ohne weiteres auflösen lassen.

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Das sorgt dann doch aber zu einer Reihe seltsamer Effekte: Wir haben effektiv zwei Klassen: die Städter mit dem Anrecht in ihrer Stadt zu leben und wenn sie wollen dürfen sie auch aufs Land ziehen (dürften Leute die einmal aus einer Stadt ziehen eigentlich wieder zurück in die Stadt?) und die Leute aus dem ländlichen Raum ohne Anrecht auf Stadt.
In welche Gruppe fallen Menschen die zuziehen?
Dürfen Studierende in eine Stadt ziehen wenn sie dort studieren oder schaffen wir das ab und alle Studieren nur noch in ihrer Heimatstadt - ergo keine Hochschulbildung für alle ohne Uni in der eigenen Heimat?
Wie steht es mit Jobwechsel, Beziehungen etc.?

All diese Fragen werden weniger hart wenn es nur begrenzen und nicht abschaffen heist, aber dann stellt sich immer die Frage was entscheidet wer zuziehen darf? - also ist die Studentin, der Ehegatte oder der neue Arbeitsnehmer wichtiger?

Alles in allem hat es schon einen Grund warum wir sowas bisher nicht planwirtschaftlich/ordnungsrechtlich organisieren sondern über „freien Markt“, wobei dieser wie im Thread zu sehen ist auch massive Probleme hat

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Das ist also das Konzept „Panem“ bzw. Nordkorea in dem jeder in seinem Bezirk bleibt und nur mit vorherigem Antrag und Sondergenehmigung des Staates irgendwo anders hinziehen darf.

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