Nodale Netzpreise wären vermutlich der bessere Weg, bin ich inhaltlich bei dir. Ist aber weit außerhalb des politisch machbaren. BaWü und die Gewerkschaften würden alle in die Mangel nehmen.
Politik ist immer das managen des machbaren.
Würde ich dir ebenfalls recht geben, aber welcher Speicher kann tatsächlich eine Dunkelflaute ausgleichen? Die Batterien brauchen keine extra Subvention, die rechnen sich bis 2029 auch ohne.
Ein Stromnetz muss immer liefern, da sind Speicher in Lastzentren nicht hilfreich. Bleibt der Blick in Produktionsstätten, dies hat Frauenhofer für die PV Industrie untersucht. https://www.solarwirtschaft.de/wp-content/uploads/2026/09/20260914_FraunhoferIEE_BSW-Studie_Final.pdf
Ergebnis ist recht einfach, Batterien an UA würden helfen. Den gleichen Effekt haben Grünstromspeicher direkt bei der Erzeugung. Dies wird demnächst folgen, da die Einspeisung auf 70 % der Nennleistung gekappt wird. Das führt zu Kosten bei den Produzenten statt bei den Netzbetreibern, hat aber fast den gleichen Effekt. Tatsächlich ist es dort sogar besser, da Leitungsengpässe vor dem UA vermieden werden. Da hat sich Reiche contra Produzenten entschieden und für weniger Netzausbau entschieden, jedoch aus gutem Grund.
Das ist so ein schöner aktueller Spin. Wir haben bereits sehr teure Energie, dafür ist Frau Reiche nicht verantwortlich. Ich erkenne aber das Muster das Argument zu drehen.
Jetzt komme ich wieder zurück, wir sind nicht beim Energiewende Fachforum, wo wir Für und Wider diskutieren und entscheiden müssen. Wir sind dabei die Motivation unserer Ministerin zu untersuchen und ich sehe kein Argument, dass sie aus niederen, unbegründeter Motivation handelt.
Absolut, weil e.on an der Energiewende verdient. 686.000 Kilometer Stromverteilnetze und etwa 94.000 Kilometer Gasnetze. Mit 7:1 ist das Gewicht des Interesses doch recht klar verteilt und 80% des Gewinns.
Das liegt aber daran, dass eon volles politisches Risiko geht und auf diese Energiewende wettet. Ich glaube eine AfD Regierung wäre für e.on echt schwer.
Ja klar, der Norden hat Angst vor reduzierten EE Zielen. Der übliche Lobbyismus für die eigene Industrie. Übrigens gehört SH Netz auch zu eon.