Ja, das meinte ich mit „Menschheit“.
Ist mir ja auch alles klar, auch das der Ball bei uns „Kunden“ liegt.
Nun sind Menschen sehr beeinflussbar. Marketing und politische Aussagen prägen.
Mal sehr vereinfacht beschrieben:
Demographisch bedingt steuern wir auf einen Arbeitskräfte-/ Fachkräftemangel zu.
In der Praxis müssen oft Mitarbeitende die Arbeit von fehlenden Kollegen mitübernehmen.
Entweder durch Komprimierung in der gegebenen Arbeitszeit (was ungesund ist) oder durch Erhöhung der Arbeitszeit (auch Überstunden), was auch dauerhaft ungesund ist.
Also ist man als Arbeitnehmer länger auf der Arbeit als zuhause im ungünstigsten Fall.
Zudem soll aufgrund der brüchigen Rente immer länger gearbeitet werden, gerne bis über 70. Da wird die Gesundheit auch nicht besser.
Frauen sollen dann auch mehr, gerne Vollzeit arbeiten. Mangels zuverlässiger Kinderbetreuung (und weil man die „Belastung“ nicht will) verzichtet man auf Kinder oder gönnt sich maximal eins.
Mit diesen Massnahmen soll das Wachstum gesichert, unser Wohlstand ausgebaut werden und der persönliche Konsum ermöglicht werden.
Da man aber kaum zuhause ist, schläft man abends vor dem neuen teuren 4K TV ein, das neue schicke Auto steht die meiste Zeit auf dem Parkplatz der Firma alleine herum.
Das Kind kriegt die neue PlayStation, weil man selbst das Kind vor lauter Arbeit kaum sieht.
Zudem nimmt die Zahl der Arbeitskräfte wegen weniger Kinder dann weiter ab. Teufelskreis, da Zuwanderung ja wohl auch nicht gewollt ist.
Überspitzt formuliert, ja, aber ein Trend, der nicht so erstrebenswert scheint.
Ein Umdenken sehe ich da in den nächsten drei bis vier Generationen nicht. Sofern uns nicht äußere Umstände zwingen.
Was ich dabei immer skurril finde in öffentlichen Diskussionen ist das „Koblenz-Phänomen“:
Man steht in Koblenz in der Senke am Deutschen Eck, das Wasser steht schon unterm Küchenfenster, doch statt Sandsäcke zu holen, wird darüber wissenschaftlich fundiert breit diskutiert, ob das Wasser vorm Fenster nun aus dem Rhein oder der Mosel kommt.