Ist die Subvention von Verbrennern durch das Dienstwagenprivileg noch verfassungskonform?

Wenn man es drauf anlegt, macht man das elektronische Fahrtenbuch verpflichtend (was jedes moderne Auto beherrschen sollte), das dann mit dem Terminkalender verknüpft werden kann oder ergänzt wird.
Letztere Daten werden für die Verpflegungspauschale eh benötigt und geprüft.
Und wer weniger als 50% betriebliche Nutzung hat, bekommt das Auto gestrichen.

Im Grunde genommen gibt es aber bessere Hebel: Flottengrenzwerte zum Beispiel.

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nur macht das Sinn? Natürlich kann man das machen, aber das ist doch komplex. du musst dann den % Wert errechnen zwischen privater und geschäftlicher Fahrten und diese dann ins Verhältnis zu den Betriebskosten stellen… kann man machen, aber was soll das bringen?

Ich sags nochmal: Die Pauschalversteuerung ist eine GUTE Lösung für beide Seiten. um E Mobilität zu stärken, hat man den % Satz reduziert bei der Pauschalversteuerung. Man könnte auch einfach den % Satz erhöhen für verbrenner, bspw 1,5%… das halbe prozent macht NE MENGE aus.

Die, die das Wort “Privileg” nutzen wollen, können das auch bei 1,5% noch… ich fände, damit wäre die E Mobilität nochmal gepushed (und die fehlenden Einnahmen des Staats aus den 0,25% bzw. 0,5% kompensiert Fakt). Fakt ist, dass die 1% bei Verbrenner preislich weiterhin attraktiv ist, da diese im Regelfall niedrige Raten haben. mit 1,5% wäre das nicht mehr ganz so.

klar, der staat kann auch auf 0% runter bei BEVs, aber das ist irgendwann wahnsinn.

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also mein Flottenmanagement gibt mir eine Shell Karte, die kann genau das. Europaweites bezahlen, an so gut wie jeder Säule (außer Tesla). Was da für Preise dahinterstehen, keine Ahnung, denke das ist eine individuelle vereinbarung…

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Viele Firmen haben das schon. Bei Neubestellung/Wechsel kein Verbrenner mehr… Klar, es fahren in diesen Firmen noch immer Bestands-Verbrenner rum, aber es werden von monat zu monat weniger

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Mei, ob das so ist. Ich bin jetzt seit Januar 28.000km mit dem BEV gefahren. Klar, es kostet bisschen Zeit, ohne Frage… aber es ist verkraftbar… und das “Zeit Kosten” hat nix mit der fehlenden Lade-Infra zu tun, sondern mit der Ladezeit. Lade Infra gibts auf Langstrecke genug (und auf Kurzstrecke ist sie irrelevant)…

Im Übrigen ist es falsch, dass das BEV attraktiver ist. Man mag zwar weniger versteuern, aber der Wertverlust ist höher, die Raten damit höher, und damit die Zuzahlung (die die meisten Dienstwagenfahrer haben, also Budget+X=Rate, X ist die Zuzahlung) höher… da hilft auch die Versteuerung nix. Mein ID4 kostet mich mehr als alle meine Diesel-3er BMW, A4, C Klasse davor… und wenn du dir die Raten des neuen BMWs anschaust (neue klasse), dann fällst um…

Zugegeben, ein BEV als Dienstwagen ist in den meisten Fällen günstiger als ein privates Auto…

Wir haben Aral.

Ist aber Unsinn, weil die Kosten an Nicht-Aral-Ladestationen zu hoch sind.

Darum geht es doch generell bei E-Mobilität.

Dein ID4 ist für dich teurer als ein Verbrenner?

Was macht dein Arbeitgeber falsch?

Ich bin 2022 vom X5 auf iX gewechselt und zahle die Hälfte an Steuern. Oder auch Eigenanteil. Listenpreis vergleichbar.

Und ja. Die neue Klasse ist teuer im Leasing, ist gefragt und neu. Wie der iX vor drei Jahren.

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Also ich rate unseren Arbeitgebern generell zu günstigeren Modellen, aber wir sind halt auch Jugendhilfe. Die Autos sollen nicht repräsentativ sein (also keine fahrende Penisverlängerung…), sondern funktional. Da gibt’s BEVs durchaus zu vergleichbaren Raten wie Verbrenner. Das mag bei den deutschen Herstellern anders sein, aber wie gesagt, sowas haben wir nur auf der C-Ebene, und selbst da finde ich es lächerlich. Ist aber nur meine persönliche Meinung. (und meine Abneigung gegen Statussymbole im Allgemeinen…)

Kommt auf die Verwendung an. Bei uns gibt es keine Status Symbole, sondern nur funktionales, so früher hat 3er 5er, etc, und nicht als amg, m oder so..

triften ab. Ich wäre dafür, dass verbrenner einen höheren % Satz bekommen, dann löst sich das ganz alleine..

2022 gab es noch die Umwelt Prämie. Meine Beobachtung: die 6000€ zahlst du nun über 36 Monate verteilt in der Rate… mein Auto ist 2025…

Naja auch wenn der Mechanismus technisch kein Subvention ist wirkt es doch wie eine oder nicht.
Letztendlich schafft es den falschen Anreiz und ist m.M. nach nicht nachhaltig.

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Ich glaube spätestens dann gäbe es auch in meiner Firma, welche bisher nur Dieselfahrzeuge erlaubt, einen Aufschrei seitens der AN, sodass auch hier ein Umdenken stattfinden könnte

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Nein, für meinen Dienstwagen gab es keine Umweltprämie.

Welchen falschen Anreiz schafft denn die 1% pauschal Versteuerung? Und was wird da bei wem subventioniert?

der AG stellt dem AN ein Arbeitsmittel zur Verfügung, wenn es für ihn Sinn macht.. meistens sind das Menschen, die viel geschäftlich fahren… der AN darf es privat nutzen, muss dann aber den Geldwerten Vorteil versteuern… was ist daran eine subvention bzw ein falscher Anreiz?

Zum einen sind es Leute, die viel fahren, zum anderen Führungskräfte - teilweise mit 100% HomeOffice, bei denen das ein Incentive ist, das mittlerweile auch so erwartet wird.

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Ja.. ist so.. aber dann ist es ein Gehalts-Baustein… andere Firmen machen car allowance.. andere kostenlose Mitgliedschaften im Fitness…

Meine Frage bleibt: wo ist das eine Subventionen, wer subventioniert hier wen? Und welcher falsche Anreiz?

Der falsche Anreiz ist, dass die 1%-Regelung damals für ein Auto ermittelt wurde, das bedingtes Betriebsvermögen ist, was eine betriebliche Nutzung einschließt. Das Unternehmen darf die Kosten weiterhin zu 100% steuerlich geltend machen, selbst wenn die betriebliche Nutzung bei 0% liegt.
Und was die Steuer angeht: je mehr jemand verdient, desto mehr Möglichkeiten zu steuerlicher Gestaltung hat er. Was bringt es, dass jemand hohe Einkünfte hat, wenn beim zu versteuernden Einkommen dank großzügiger Altersvorsorge, Mietobjekt in strukturschwacher Region (auf dem Weg zum angesagten Künstlerviertel), Fortbildung im sonnigen Ausland und neuer High-End-Ausstattung fürs Büro zu Hause wenig unten raus kommt.

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Gibt es eine Analyse wie viele Menschen einen Firmenwagen nur privat nutzen? Oder ist das alles Bauchgefühl? in meinem Umfeld ist die Nutzung, im Verhältnis zur Kilometer Leistung, sehr stark dienstlich… wer im Jahr 30.000 fährt, ist im Regelfall dienstlich viel unterwegs.. es gibt Ausnahmen, bspw. Im top Management gibt es Firmen, die einen 2. Firmenwagen anbieten, damit „Zuhause“ ein 2. Auto steht… aber das sind ja marginale Ausnahmen…

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Dein letzter Part schweift ab. Ja wer viel verdient, hat erstmal sehr viel Steuern bezahlt und bekommt dann etwas zurück. Aber nicht vom Firmenwagen… den sehe ich in meiner Steuer nicht…

Schwerlich. Wer die 1%-Regel nutzt, gibt ja keine weiteren Details preis und auch das Unternehmen muss keine Aufzeichnungen darüber führen.
Und meine Antwort mag abschweifen, deine Frage nach dem Anreiz aber auch, die im Thread wo ich herkomme, besser untergebracht ist.

Nachtrag: dass Gerichte es für nötig befanden, darzulegen, dass die betriebliche Praxis eine Abstellung auf eine zwingende betriebliche Nutzung verneint, ist aber schon ein starkes Zeichen.

Nachtrag 2:
es schweift zwar ab:

Versteuerst du dein Prozent pauschal oder erscheint das auf der Lohnabrechnung und unterliegt damit auch der Lohn-/Einkommenssteuer?

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