Interview mit Axel Ockenfels - VWL Professor und tätig in der Politikberatung

Wichtig finde ich die Überlegung, dass 1g CO2 den gleichen ökologischen Wert hat. Egal wo es freigesetzt wird. Und wenn dem so ist, könnte man nach dem Prinzip der Opportunitätskosten verfahren.
Ein mir häufig begegnendes Argument, dem ich auch zustimmen würde: Hohe Energiekosten haben in Deutschland bereits lange vor der Energiewende Investitionen in hohe Wirkungsgrade gerechtfertigt und die wurden auch getätigt. In vielen Bereichen nährt man sich der maximalen Effizienz. Verbesserungen sind nach Pareto jetzt sehr kostenintensiv. Durch eine Umstellung der Energieträger wäre trotzdem ein disruptiver Game Changer möglich.
Es gibt Gegenden auf der Welt, in denen heute sehr viel schlechtere Wirkungsgrade vorherrschen - z.B. weil Energie dort sehr günstig gewesen ist. Maßnahmen lassen sich hier möglicherweise auch schneller umsetzen.
Es geht also nicht um 1 Euro für 100g oder 101g - sondern um 1 Euro für 100g oder 1kg. In der Betrachtung wäre eine Subvention von 100% auch gerechtfertigt.

Die Ursachen für die bisherigen Fehlschläge scheinen für mich alle korrigierbar.

Das gilt halt unter der Annahme, dass sich diese schlechten Wirkungsgrade tatsächlich finden lassen und eine entsprechende Menge an CO2/Zeit gespart werden kann.