Ich mache mal ein neues Thema auf, um noch einen Beitrag zu hinterlassen, weil der alte Thread bereits leider geschlossen wurde.
In dieser Anekdote hätte man sie (die Hybride) vielleicht etwas schlechter reden sollen oder zumindest nicht besser als sie sind:
Mein Vater hat sich ein neues Auto gekauft (Vorführwagen mit 5.000 km, also nicht mehr förderberechtigt). Leider wusste ich nichts von seinem Plan und konnte nicht mit ihm darüber reden. So ist es am Ende ein Plug-In-Hybrid geworden. Reine Elektrische Reichweite laut Hersteller etwas über 100 km bei nutzbaren 20 kWh Akku; also schlechte Effizienz.
Bei der Frage nach, warum kein E-Auto sagte er, dass er keine Lust auf zahlreiche Apps und Ladekarten habe und Sorge hat, dass er bei längeren Strecken nicht genau weiß ob und wie man da Laden kann. Nachvollziehbare Sorgen, aber das hätte man vermutlich aufklären / lernen können und heutzutage wären diese vermeintlichen Probleme auch lösbar gewesen.
Im Grunde hätte wahrscheinlich ja eine Ladekarte bei den Stadtwerken der Ladesäule vor seiner Haustür für den Alltag völlig gereicht. Und auf der Langstrecke, die er vielleicht 2-3 mal im Jahr auf 500 km pro Strecke macht, hätte man auch teuer DC Adhoc laden können und dann nochmal irgendwo am Zielort. Kein Abo erforderlich.
Jetzt will er seinen Plug-In-Hybrid (vernünftiger Weise wenigstens) regelmäßig aufladen. Also wird er sich im Alltag sowieso mit dem Laden beschäftigen müssen. Oder zumindest können, aber nicht zwingend müssen. Das ist vermutlich der Unterschied, der in die Kaufentscheidung eingewirkt hat. Schade, weil er mit einem E-Auto im Alltag genau so gut oder sogar besser zurecht kommen würde. Je nach E-Auto wäre sein Akku ja doppelt bis vierfach so groß (bei gleichzeitig niedrigerem Verbrauch) und er müsste viel seltener laden.
Auf der Langstrecke wird das Zwischenladen zwar trotz 50 kW DC Möglichkeit, jedoch wegen der geringen elektrischen Reichweite nur begrenzt Sinn machen. Daher wird Langstrecke mit dem Benziner schon einfacher, als mit E-Auto oder zumindest gewohnter. Er muss sich nicht umgewöhnen und kann sich schon heute sicher sein, dass das auf jeden Fall klappt. Aber wenn der Akku dann leer ist, verbraucht das schwere Auto leider auch 6 bis 10 Liter Super pro 100 km.
Also in dem Fall hätte es mehr Aufklärung oder eine besseren Ruf für die E-Autos bedarf. Weil informiert hat er sich vorher.
Oder ein E-Auto begeisterter Freund oder Verkäufer, der einem die Angst vor dem Neuen nimmt, wäre nötig gewesen.
Tja, der Hersteller freut sich, dass er auch auf diese Weise seine Flottengrenzwerte senken konnte…
