Es gibt noch einen Lichtblick in unserer Demokratie - leider einer der wenigen von der SPD. Ich kann Herrn Therese nur zustimmen und habe mich selten so über Aussagen von Politikern gefreut.

Genau.

Naja, nicht ganz. Kausalität beschreibt eine Ursache-Wirkung-Beziehung, ist also eine stärkere/strengere Beziehung als Korrellation. Kausalität impliziert immer auch Korrellation, aber nicht umgekehrt.
Insbesondere heißt Kausalität nicht, dass es (irgend-)eine Ursache gibt, sondern dass es eine konkrete Ursache gibt, die kausal mit der Wirkung zusammenhängt.

Es kann auch mehrere verschiedene parallele Kausalzusammenhänge geben, ja, es kann aber natürlich je nach konkretem Thema auch nur eine Kausalität geben. Wie gesagt, Ursache-Wirkung.

Es gibt keine „gegenderten Studiengangsnamen“. Es gibt Studiengänge, die einen Namen haben, der erstmal neutral ist („Architektur“) und es gibt Personen, die diesen Studiengang absolviert haben („Architekt“, „Architektin“). Das sind absolut normale Substantive in der deutschen Sprache und die Tatsache, dass es ein Wort für männliche Architekten und weibliche Architektinnen gibt, hat absolut nichts mit gendern und generischem Maskulinum zu tun. Das ist einfach der Normalzustand der deutschen Sprache. Gendern bezieht sich in der Regel auf Gruppenbezeichnungen (-> Architekten, Architektinnen, ArchitektInnen, Architekt:innen, Architekt*Innen usw.)

Mein Widerspruch bezog sich auf deine Aussage, es gäbe einen Kausalzusammenhang zwischen der Einführung weiblicher Formen an Universitäten und einem Rückgang der Ingenieursstudentinnen →

Und ja, dem widerspreche ich. Das heißt nicht, dass es nicht Kausalitäten zwischen Gendern und der Studien- und Berufswahl geben kann, sondern einfach nur, dass ich deiner Implikation (Gendern führt zu weniger Studentinnen) widersprochen habe.


Naja es gibt schon einen Unterschied zwischen dem generischen Maskulinum im deutschen, in dem ja prinzipiell männliche und weibliche Formen existieren (+Neutrum) und dem englischen, in dem es nunmal nur die neutrale Form gibt.
Wenn man nun, wie du es forderst, nur noch die männliche Form im deutschen nutzen würde, wäre das erstmal nicht wirklich neutral, sondern nur ein ignorieren der weiblichen Formen.
Es mag vielleicht einen gewissen Charme haben, das Geschlecht aus der deutschen Sprache zu streichen, es ist aber erstens absolut unpraktikabel, weil es ein gigantischer Eingriff in die Sprache und eine große Einschränkung wäre und zweitens wäre es garantiert nicht damit getan, einfach immer nur noch die maskuline Form zu verwenden. Da müsste man sich schon was anderes einfallen lassen.

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Nicht ganz bezugnehmend auf die obige Diskussion habe ich diesen Platz für passend befunden, um ein kurzes Feedback zum Gendern konkret in Folge 231 zu geben. Zunächst möchte ich sagen, dass ich es sehr begrüßenswert finde, wie Ihr Euch bemüht, inklusiv zu sprechen und verschiedene Möglichkeiten dazu ausprobiert, diese in den natürlichen Redefluss einzubinden. Das meiste hört sich für mich auch sehr natürlich an.
In der genannten Folge habt Ihr beim Thema Lobbyregister viel über verschiedene Hierarchiestufen in Ministerien gesprochen und dabei - vermutlich unbeabsichtigt - geschafft, die Arbeitsstufe „Referent*innen“ recht durchgängig zu gendern oder nur die weibliche Form zu nutzen, in den „höheren“ Stufen aber größtenteils nur die männliche Form zu nutzen.
Ich will wirklich nicht meckern, höre die Lage jede Woche und finde Eure Aufbereitung und die Diskussionen ganz großartig. Gerade weil ich den Eindruck habe, dass Ihr sehr reflektiert in diesem Thema unterwegs seid, wollte ich Euch diese Beobachtung einmal mitgeben. Viele Grüße und vielen Dank für Eure Arbeit!

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Du schreibst „ich will nicht meckern“ - machst Du aber.