Existenzmaximum

Dann mein Beitrag zu Yachten. Die meisten werden zwar in Deutschland gebaut, die größten gehören aber Russen oder Ölscheichs (man sieht, da gibt es doch noch was anderes als Wüste). Da man über deutschen Reichtum wenig weiß, weiß man auch wenig über die Yachten. Man weiß wie viele es sind, aber die Größe scheint da nicht erfasst zu sein.

Man weiß aber: die Branche boomt. Die Werften sind auf Jahre ausgebucht und können die immer weiter steigende Nachfrage gar nicht mehr bedienen, weswegen sogar die Chinesen begonnen haben, sich in unsere Werften einzukaufen, um ihren Anteil am Kuchen zu sichern. Gibt es also bald Luxusyachten made in China?
Wer sich zu schade für die Warteliste aber nicht zu schade für Gebrauchtware ist: Ein Österreicher muss sich wohl gerade von seiner trennen.

Edit: vergessen zu erwähnen, dass der Diesel für Yachten steuerlich begünstigt ist und beim Kauf die Umsatzsteuer mit wenig Aufwand umgangen werden kann und auch wird. Aber das kann man ja eigentlich als Allgemeinwissen voraussetzen.

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Wunderbar, wobei ich vorschlagen würde, dass wir Deinen Beitrag und meine Antwort in ein neues Thema „Existenzmaximum“ ausgliedern.

Bei wikipedia gibt es eine Liste der längsten Motoryachten weltweit und es gibt aktuell darin 60 Stück mit >= 100m Länge. Es gibt fast 8 Milliarden Menschen auf der Welt und 0,0000000075% davon haben eine solche Luxus-Prunk-Yacht. Das ist also Euer Problem!?!

Hast Du eine Quelle für für Deine Aussage, dass Diesel für Yachten steuerlich begünstigt ist? Bitte posten oder Falschinformation korrigieren. Durch das am 1. August 2006 in Kraft getretene Gesetz zur Neuregelung der Besteuerung von Energieerzeugnissen darf steuerfreier Dieselkraftstoff nur an die gewerbliche Schifffahrt abgegeben werden. Zur Kennzeichnung ist der Kraftstoff eingefärbt. Und auch die bisherigen Ausnahmen bei CO2-Zertifikaten entfallen (richtigerweise) künftig.

Das Ganze gilt nämlich nicht für „nicht-gewerbliche Betreiber oder reine Freizeitboote", teilte die EU-Kommission jetzt auf Anfrage des Norddeutschen Rundfunks mit. Dabei ist die Größe der Schiffe Nebensache.[…]die „Dream"[…]Mit ihrem 290.000 Liter fassenden Tank kommt sie bei mittlerer Geschwindigkeit knapp 12.000 Kilometer weit. Das entspricht umgerechnet einem Verbrauch von rund 240 Litern auf 100 Kilometer - und mehr als 6,5 Tonnen CO2.

Also schön, dass der Gesetzgeber auf der einen Seite nur gewerbliche Schiffe berücksichtigt. Doof nur, wenn er auf anderer Seite dann nur private Schiffe ähnlich berücksichtigt.

Du schreibst, dass das künftig entfällt. Vielleicht magst du dafür eine Quelle posten? Oder

Wie verhält sich das zukünftig bei Privatflugzeugen?

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Ich bezog mich auf den folgenden Artikel und freue mich über einen richtigen Schritt im Sinne „Glas halb voll“ und kritisiere nicht primär im Sinne „Glas halb leer“. Das Fischerboote oder kleinere Motorboote da erstmal außen vor sind, halte ich für tragbar, aber Luxusyachten die keinem Erwerbszweck sondern primär nur dem Freizeitvergnügen dienen und einen überproportionalen CO2-Ausstoss haben, sollten auch darunter fallen. Keine Frage. Punkt.

Wenn man die 7.020 Tonnen CO2-Ausstoss aus nachfolgendem Artikel als Maßstab nimmt und diese mit den 60 Superyachten multipliziert, kommt man auf 421.200 t CO2-Ausstoss pro Jahr. Lass es 500.000 t sein, im oberen Artikel steht etwas von 120 Millionen Tonnen CO2-Einsparung. Wir reden hier also über 1/240 von dem was nun fehlt (By the way: Der Anteil an Bürgergeld der nach Heils neuen Plänen dann gespart werden kann, weil arbeitsfähigen Bürgergeldempfängern die sich mehrfach verweigern eine zumutbare Arbeit anzunehmen, für 2 Monate Mittel gekürzt werden liegt bei 0,7% der Gesamtkosten. Die CO2-Emmisionen der Superyachten haben mit 0,4% einen viel geringeren Anteil.)

Quelle?

Davon abgesehen, dass Diesel immer steuerlich begünstigt ist, ist die Nichterhebung eines CO2-Preises auch eine steuerliche Begünstigung gegenüber anderen Verkehrsmitteln (Auto, Bundesbahn, you name it). Oder siehst du das anders?

Du versuchst abzulenken anstatt einzuräumen, dass es keine spezielle Steuervergünstigung für Diesel für Yachten mehr gibt.

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Egal wie, würde meine Yacht dann halt woanders auftanken lassen. Da wo Diesel billig ist :wink:

Zur Umsatzsteuer:

Die Umsatzsteuer kann man recht gut umgehen.

Und ja, das ist auch mein Problem. Weil es für mich kein Argument ist und dabei die Achseln zu Zucken, Kann natürlich sagen, so wenige, ist ja egal. Aber wenn ich das über alles Wenige denke? Und wieviele sind es mit > 50 Meter, wieviele > 20?

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Ich glaube, den Threadtitel hast du selbst vorgeschlagen.
Also mal die Frage: wo siehst du das Existenzmaximum?
Und falls bei Luxusyachten? Bei wieviel Meter?
Dabei möchte ich zu bedenken geben, dass selbst 100m-Yachten für 50 Millionen zu haben sind. Und man muss das Geld nicht haben, um sich eine zu kaufen. Es reicht, wenn eine Bank bereit ist, das nötige Kleingeld vorzufinanzieren.

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