Ich muss hier mal @koebes mit Einschränkungen beiseite springen.
Bei mir entsteht zwar kein Frust, aber Unverständnis wenn wir uns in der öffentlichen Debatte abkämpfen zu Fragen
- ob man Indianer sagen darf
- ob Cannabis kaufen können darf
- ob man mit *, :, ys oder Damen und Herren „gendert“
- ob ein Politiker in einer Überlastungssituation sagen darf, dass sein LK keine Flüchtlinge aufnehmen kann
- ob das Windrad wichtiger als das Brutgebiet des Kiefernspitzfink© ist
- man unseren größten Handelspartner außerhalb der EU als Diktator bezeichnen sollte
- uvm
während wir mit
- der Klimakrise
- der Verkehrswende
- der Abwanderung der industriellen Basis wegen hoher Strompreise
- einem fragilen Renten- und Sozialsystem
- akuter Wohnungsnot in Großstädten
- marode Infrastruktur
- überforderten Kitas und Schulen
- uvm
wirklich gewichtige Probleme mit enger Bindung an die Lebenswirklichkeit fast aller Bundesbürger haben.
Dabei muss man aber wirklich sagen, dass erstere Themengruppe zwar oft mit den Grünen (und teils der SPD) assoziiert wird, tatsächlich aber eher von Aktivisten thematisiert wird, während die Grünenspitze sich eher auf zweitere Gruppe konzentriert.
Zusammen mit den oft emotional und moralisch aufgeladen geführten Debatten in Social Media über erste Themengruppe, während wir bei zweiterer kaum vorwärts kommen, kann ich mir gut vorstellen, dass Menschen sich gefrustet und nicht beachtet fühlen können.