„Hallo zusammen!
Ich versuche, Kennzeichen E kontinuierlich weiterzuentwickeln – deshalb interessieren mich eure Wünsche. Welche Fragen soll der Podcast für euch beantworten? Was fehlt euch bisher, was wünscht ihr euch mehr (oder weniger)? Schreibt gern ganz konkret, bei welchen Themen oder Entscheidungen euch Kennzeichen E wirklich weiterhelfen soll. Danke für euer Feedback!
Christina!“
Hallo Christina,
- ich würde mir gerne noch etwas zum Thema GEIG wünschen, da ist schließlich letzte Woche mit dem GModG auch die Novelle beschlossen worden.
Aus Sicht von Arbeitnehmern interessant, die mit dieser gesetzlichen Grundlage Ladeinfrastruktur im Unternehmen einfordern können. / Aus Sicht von Arbeitgebern ist spannend, welche Möglichkeiten es gibt Ladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen und dabei unnötige Mehrkosten zu vermeiden - eigene Ladesäulen, Fremdvergabe, Rechnungsstellung an Dritte und Mitarbeiter usw. / Und dann ist das natürlich auch ein Thema für Wohnungsunternehmen und Mieter…
Vielleicht könnt ihr dazu mal Meinungen von verschiedenen Parteien einholen, z.B. auch Netzbetreibern oder aus der Politik.
- Außerdem fände ich Erfahrungsberichte von Unternehmen mit großen Fuhrparks interessant, insbesondere in Hinblick auf Kostenentwicklung in allen Bereichen, aber auch wie die Mitarbeiter die Fahrzeuge annehmen.
Vielen Dank und weiter mit der tollen Arbeit!
Danke für die Rückmeldung! Wir schauen uns das gerne mal an!
- Außerdem fände ich Erfahrungsberichte von Unternehmen mit großen Fuhrparks interessant, insbesondere in Hinblick auf Kostenentwicklung in allen Bereichen, aber auch wie die Mitarbeiter die Fahrzeuge annehmen.
Zu diesem Punkt gab es neulich einen interessanten Bericht im ARD-Podcast Klima-Update über die Spedition Nanno Jannsen, für die auch Tobias Wagner aka der Elektrotrucker unterwegs ist…
Interessant in diesem Zusammenhang (Elektrifizierung des LKW-Verkehrs) ist auch folgender Link:
E-Lkw-Forscher Lienkamp: 85 % des Energiebedarfs lassen sich per Depotladen decken
Prof. Dr. Markus Lienkamp von der TU München erklärt, warum der elektrische Schwerlastverkehr kein Technologieproblem mehr ist, sondern eine Managementaufgabe.
Vielleicht mal Erfahrungsberichte oder Selbsttests von eAuto-Fahrern ohne eigene Ladeinfrastruktur in der Stadt und auf dem platten Land.
Wo gibt es noch Hürden, was läuft (wider Erwarten) gut, was muss man beachten oder auf was Rücksicht nehmen?
Also nicht den Idealfall, sondern Alltagsfälle.
Grundsätzlich verliert mich Kennzeichen E immer wenn es nur um E-Autos geht (was nun mal Hauptthema ist)
interessant finde ich wenn es um Fragen in der Lieferkette geht (Wie läuft es bei der Baterie-Produktion die VW aufziehen will? Gibt es Teile des Marktes rund um E-Autos wo deutsche Hersteller oder Zulieferer relevant oder gar führend sin?)
Außerdem fände ich das Thema ÖPNV - also welche Busse sind elektrisch, gibt es neben baterie-elektrisch andere Optionen und wie sind die so? (Oberleitungsbusse usw, warum sind Brennzellen vielleicht doof…) - interessant in dem Kontext könnten die Städte in Thüringen sein (Weimar, Jena, Erfurt) die haben gerade unter sehr ähnlichen Bedingungen sehr unterschiedliche Entscheidungen zu ihren Busflotten getroffen und sind damit unterschiedlich happy
Und ich fände Logistik als Themenbereich spannend - es gab mal das Projekt der Post eigene E-Lieferwagen zu entwickeln, das ist aber nichts geworden? Gibt es ähnliche Projekte? Hat Elektro vor oder Nachteile beim Ausliefern? Gibt es ernst zunehmende E-LkW? Was sind sinnvolle E-Fahrzeuge für die Auslieferung auf der letzten Meile…
Ich würde gerne was zur „Konzernstruktur“ der Ladeanbieter erfahren.
Was machen die Firmen da? Welche Firmen sind im Wesentlichen nur Vermittler, und welche Firmen bauen primär oder zusätzlich auch noch selber Ladestationen?
Was beeinflusst den Tarif wenn ich mit der Ladekarte von Firma X an der Station der Firma Y auftauche. Was geht da überhaupt technisch im Hindergrund ab?
Wie entwickelt sich dieser Markt. Werden das mehr Anbieter? Oder ist eine Monopolisierung im Gange?
Teilauto ist zumindest in Ostdeutschland der Name den alle mit Carsharing verbinden, jetzt ändern die ihre Struktur hin zu einer Genossenschaft - generell fände ich Fragen der Organisation von
Unternehmen rund um die Verkehrswende auch spannend für den Podcast
Ich fahre seit ca. 15 Jahren Elektroautos (angefangen mit einem schönen BMW i3) und denke, dass ich mich recht gut auskenne, aber auch nur Laie bin. Daher entsetzt mich manchmal die schlechte Fachkompetenz der beiden Hosts von Kennzeichen E (auch gegenüber der üblichen Qualität der Hosts der Lage). Zum Beispiel in der aktuellen Folge diskutieren die beiden über Fahrzeuge unter 25.000 Euro Listenpreis. Zum einen sind einige Fakten falsch recherchiert (der Hyundai Inster z.B. kann auch mit der großen Batterie keine 120kW in Spitze laden, sondern max. 85 kW), zum anderen wird aber „Einsteigern“ auch wieder nur vermittelt (so wie das von der Presse typischerweise gemacht wird), dass Spitzenladeleistungen das Entscheidende seien. Das ist aber faktisch irrelevant, wichtiger sind Ladekurven und die erklärt man am besten, indem man z.B. mit ABRP identische Strecken mit gleichen Bedingungen von verschiedenen Fahrzeugen berechnet. Da kommen dann je nach Fahrzeug und tlw. unabhängig vom Listenpreis komplett andere Ergebnisse raus.
Dann wird z.B. im Segment „Wer profitiert von der Förderung“ sich darüber gewundert, dass der Leapmotor trotz niedriger Stückzahlen eine hohe Förderquote hat … das sollte ja wohl klar sein bei einem Fahrzeug, was nach Abzug der Förderung gerade mal 10.000 Euro kostet und dadurch im Leasing inkl. Versicherung für unter 100 Euro/Monat zu haben ist.
Auch wird immer wieder hauptsächlich die Reichweite thematisiert. Ganz in Vergessenheit gerät häufig der Durchschnittsverbrauch, der ja nun auch entscheidend zu den Kosten beiträgt.
Insgesamt finde ich die Qualität des Podcasts doch recht schwach, aber vielleicht bin ich auch nicht in der Zielgruppe.
Als wir uns vor einem halben Jahr unser erstes E-Auto gekauft haben, ist mir anschließend etwas aufgefallen, dass ich zuvor noch nirgendwo als großes Problem wahrgenommen hatte. Das Laden an den meisten Schnellladesäulen ist für ältere und/oder behinderte Menschen kaum machbar. Die Kabel sind teilweise sehr schwer (vor allem an Säulen ohne „Galgen“), die Stecker schwergängig und manchmal hakelig.
Die Bedienung der Säulen ist häufig sehr umständlich, unnötig kompliziert, die Displays (an älteren Säulen) sind klein und schlecht abzulesen. Um das Laden zu beenden, muss man manchmal erst über das Kabel steigen, je nach dem wo am Auto die Ladeklappe ist.
Und um das alles abzurunden, stehen die sinnvollsten Ladesäulen in der Stadt, nämlich die an Supermärkten, nicht in der Nähe des Eingangs, sondern in sehr vielen Fällen in der hinterletzten Ecke des Parkplatzes. Manchmal hab ich den Eindruck, es ist gar nicht gewünscht, dass man in der Zeit dort einkauft.
Es wäre bestimmt sinnvoll, wenn ihr dieses Thema mal ansprechen könntet. Als halbwegs gesunder Mensch bekommt man das nämlich gar nicht mit, ich hab das Problem auch erst bemerkt, als ich das erste Mal an einem Schnelllader war. Meine Mutter könnte das Kabel z.B. kaum halten. Tanken war aber nie ein Problem.
Ich habe ja schon mehrfach angemerkt, dass Kennzeichen E mMn zu stark auto-fokussiert ist.
Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, dem Podcast zu entfolgen.
https://www.economist.com/international/2025/10/09/forget-evs-cycling-is-revolutionising-transport
Hallo,
Dein Beitrag trifft meine Stimmung von gestern ziemlich genau. Ich fahre seit 3 Monaten einen id.3 und habe das Rentenalter auch schon erreicht. Wir haben Photovoltaik auf dem Dach und laden vorzugsweise zuhause. Allerdings war ich gestern weiter unterwegs und wollte vor der Rückfahrt nach Hause in der Kreisstadt noch nachladen. Ich habe mich mit einer App für die Kaufland E-Mobilität ausgestattet, ein Zahlungsverfahren hinterlegt und bin zum 3. Mal an den Ladesäulen an zwei verschiedenen Filialen gescheitert. Alles ok, nur es floss kein Strom. Telefonat mit der Hotline, nicht zuständig für technische Probleme. ihm Laden gefragt, keine Auskenner vorhanden. Weitergefahren zu Aldi, da dort schon mal erfolgreich geladen. Säule tot, „ach geht sie immer noch nicht“ bei Nachfrage. Das Ganze bei 39 Grad auf komplett schattenlosen Parkplätzen. Nächste Säule bei Edeka nur AC-Laden - danke nein bei den Temperaturen. Hab dann einige km weiter eine MER- Säule gefunden, wo ich adhoc laden konnte mit EC-Karte und meine Mann mit der Info überrascht habe, dass 31 min Laden ( 24 kWh ) 16,13 € gekostet haben. Egal, ich war dann ohne Hitzschlag zuhause.
Mein Fazit: wenn die Laderei so bleibt, behalte ich das D-Ticket und fahre lieber mit dem Zug nach München etc., bevor ich mich irgendwo dem Tankstress aussetzen muss, womöglich noch mit Enkelkindern im Auto.
Frust erfolgreich abgeladen. Und ja, das Ladekabel bei Aldi war wie eine Boa constrictor, die wir mühsam in den Stecker gebastelt haben.
Ich fahre seit ca. einem halben Jahr E-Auto und lade ausschließlich öffentlich, da meine Versuche eine Lademöglichkeit an unserem Tiefgaragenstellplatz zu bekommen bisher gescheitert sind - aber das ist ein anderes Thema.
Deine sehr negativen Erfahrungen kann ich nur teilweise bestätigen. Ja, es ist teilweise unnötig kompliziert, die Ad-Hoc-Preise sind eine Frechheit und Behinderten- oder Seniorengerecht ist das meist alles nicht. Aber mal abgesehen von defekten Säulen (Ladekabel abgeschnitten), konnte ich (bis auf einen Fall) noch überall laden wo ich wollte. Würde mich aber auch als technikaffin beschreiben, meine Mutter wäre da genauso aufgeschmissen.
Der eine Fall war letztens am Flughafen Düsseldorf. Ich konnte beim besten Willen auf die Schnelle nicht rausfinden, wie ich dort im Parkhaus (AC) laden kann. Da ich in Eile war, hab ich mir dann einen anderen Parkplatz gesucht. Auch im Nachgang hab ich gesehen, dass keine meiner 5 Ladeapps, bzw. -Karten dort als Roaming-Partner genannt werden. Das ist schon ein Hammer.
Ich kenne den ID.3 nicht, aber normalerweise kann man übers Navi Ladesäulen in der Umgebung suchen. Dort wird dann auch angezeigt, ob die Säule aktuell frei und betriebsbereit ist. Sollte das im Auto nicht gehen, hilft Google Maps, das diese Infos ebenfalls anzeigt, wenn man ins Suchfeld „Ladestation für Elektrofahrzeuge“ einträgt. Im Falle von Kaufland hätte Dir das aber nicht geholfen, da hat es ja aus unbekannten Gründen nicht geklappt.
Beim Laden kann man normalerweise das Auto wieder einschalten und im Fahrzeug bei eingeschalteter Klimaanlage warten, an einer AC-Säule ist das allerdings nicht vergnügungssteuerpflichtig. MER ist wieder ein Fall von unnötig kompliziert. Du hast jetzt 67 Cent/kWh bezahlt, ich sehe aber, dass wenn man den Vorgang über die Webseite oder deren App startet, es bloß 48 Cent kostet - ohne Registrierung. Im Normalfall findet man hierzu einen QR-Code an der Säule, den man mit dem Handy scannen muss.
Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich aber ein paar Tipps geben, damit es beim nächsten Mal besser klappt. Zunächst empfehle ich eine oder mehrere Ladekarten. Wenn man die bloß selten braucht, dann nur welche, die man ohne Grundgebühr bekommt. Auf jeden Fall gehört EWE Go dazu. Denn es ist immer gut, wenigstens eine physische Ladekarte für den Notfall zu haben. Abgesehen von den eigenen EWE-Go-Säulen, die man auch an vielen McDonald’s-Filialen findet, sind damit die meisten anderen Säulen bei 62 Cent/kWh gedeckelt. Dazu gehören z.B. auch die Säulen, die man an Tankstellen findet (Shell, Aral usw.). Die sind dann noch immer kein Schnäppchen, aber bevor ich stundenlang durch die Gegend fahre, lade ich lieber da. Die Säulen sind meist schnell und stehen nicht in irgendeiner halbdunklen Ecke.
Das größte Ladenetz in Deutschland hat EnBW, daher gehört deren kostenlose Mobility±App ebenfalls dazu. Über die App kann man den Ladevorgang starten. Die physische Ladekarte kostet inzwischen eine einmalige Gebühr. Als Kunde von Partner-Stromanbietern (z.B. Yello Strom) bekommt man Rabatt.
Wenn man sich einen Überblick über die Ladepreise im Umkreis verschaffen will, macht dies die Chargeprice-App. Damit kann man auch sehen, mit welchem Tarif man wo am günstigsten laden kann (so hab ich auch den Tarif bei MER gefunden) oder auch, womit man an der Säule laden kann, an der man gerade steht. Im Bereich Wallet kann man seine eigenen Ladekarten und Tarife hinterlegen und sieht so sofort, welche Karte man zücken muss.
Insgesamt ist das alles natürlich stark verbesserungswürdig. Meiner Meinung nach gehört der ganze Tarifdschungel und die ganze Abzockerei beim Ad-Hoc-Laden mal ordentlich reguliert. Aber es sieht nicht so aus, als würde sich da in nächster Zeit was ändern, also müssen wir es nehmen wie es kommt.
Das hilft auf jeden Fall enorm. ![]()