Ich fand das Thema Endometriose sehr wichtig, denn die Ausmaße waren mir nicht bewußt. Danke, dass Ihr hier ein Bewußtsein geschaffen habt.
Das Thema geschlechterspezifische Medizin ist wichtig, doch fand ich die Kombination mit Endometriose nicht gelungen. Endometriose gibt es halt erstmal nur bei Frauen und damit ist die Krankheit zum Vergleich Mann und Frau nicht so gut geeignet. Durch den Hinweis von @Mikaa würde ich sogar spontan vermuten, dass Endometriose bei Männern deutlich schlechter untersucht ist, als bei Frauen. Hier ist es also genau anders herum.
Das dritte Thema was Ihr behandelt habt, ist unser Gesundheitssystem. Dieses Thema kam mir zu kurz, denn davon sind noch viel mehr Menschen betroffen, nämlich wir alle. Wenn man mit Symptome zum Arzt geht, so führt dieser Diagnosen für mögliche Ursachen durch. Wenn danach ein eindeutiger Befund vorliegt, wir die Behandlung gestartet. Gibt es keinen eindeutigen Befund, gibt es noch eine Runde bei einem Facharzt. Kommt da auch nichts raus, ist unser Gesundheitssystem nicht in der Lage Betroffenen zu helfen. Heißt alle Krankheiten die nicht einfach diagnostiziert werden können, werden nicht behandelt. Darunter fällt neben Endometriose sowas wie Post-COVID, psychische Krankheiten und weitere aber auch ganz viele Standard-Krankheiten die halt mal untypisch verlaufen und nicht ins Schema passen.
Das sehe ich als Riesenproblem aus folgenden Gründen:
- Kein Behandlungserfolg
- Weitere Arzttermine (Odysee)
- Mögliche Fehldiagnosen
- Oft hohe Kosten für das Gesundheitssystem
- Hilflosigkeit bei den Erkrankten
- Lange Ausfallzeiten
- …
Diesen Satz speziell habe ich vom Arzt nicht gehört, aber so eine Frage “Ob ich gerade viel Stress hätte” durchaus.