Aber ÖPNV wird gefördert, man kann also nicht behaupten, dies sei nicht der Fall. Man kann diskutieren ob man die Summen aufstocken sollte.
Und selbst Räder werden gefördert zb durch die Besteuerung eines Dienstrades.
Genau darum geht es ja aktuell. Wenn wir 2045 Klimaneutral sein wollen, dann macht es doch Sinn bei der Lebensdauer von Autos schon heute dafür zu sorgen den Anteil von E-Autos deutlich zu erhöhen.
Nur liegt es eben beim einen in der Besteuerung beim anderen in der technologischen Entwicklung.
Die Besteuerung des co2 ist ja auch eine Maßnahme die bewusst gemacht wird.
Wenn die co2 Preise richtig einschlagen, dann trifft es wahrscheinlich die am härtesten die mangels Gebrauchtmarkt dann alt aussehen. Daher sehe ich Maßnahmen die dafür sorgen, dass dieser Gebrauchtmarkt entsteht als sinnvoll.
Ich fahre Rad ohne Antrieb, bin daher nicht so der Experte aber meine kenntniss des Angebots sagt eher, dass die Entwicklung da bei weitem nicht so schnell ist wie bei den Autos.
Und eine Förderung gibt es ja in Form der steuerfreien Diensträder (wenn zusätzlich zum Gehalt) auch heute schon.
Das ist ein Thema welches auch eine Rolle spielt aber 90-95% (ich weiß, du gehörst da nicht dazu) haben heute eine für ihre Zwecke ausreichende Infrastruktur.
Dennoch darf natürlich nicht auf den weiteren Ausbau verzichtet werden.
Nun, einen minimalen Steuervorteil hab ich beim Dienstradleasng. Nicht beim Kauf oder Verkauf.
Wäre somit nur bedingt vergleichbar.
Nicht falsch verstehen, ich bin absolut für eAuto, doch wenn Förderungen eher dem Umsatz der Hersteller dienen und da offenbar nicht umfassend die Verbreitung fördern, wäre mir die Förderung zu pauschal.
Dann wäre ich immer noch bei den Rahmenbedingungen
Minimal? Der Vorteil ist selbst bei einer Gehaltsumwandlung schon deutlich.
Bei einer Übernahme des Rads nach der Leasingdauer liegst du bei deutlich unter dem Kaufpreis.
Und der Gebrauchtmarktpreis für Räder ist noch immer relativ hoch, weit höher als vor Corona und das obwohl der Hype aus der Zeit um Corona vorbei ist und viele Räder die damals teuer gekauft wurden am Gebrauchtmarkt landen.
Ich sehe wirklich nicht wo du bei Rädern ein vergleichbar hohes Risiko beim Restwert siehst wie beim E-Auto. Weder in absoluten Zahlen noch prozentual gesehen.
Vor allem weil es bei Rädern viel üblicher ist sie einfach zu nutzen, während es bei Autos üblich ist, dass diese mehrere Halter durchlaufen.
Edit:
Bei den aktuellen Preisnachlässen am Fahrradmarkt würde es mich übrigens gar nicht wundern wenn in 2-3 Jahren viele die ihr Rad jetzt in einem der Schlussverkäufe gekauft haben für über dem Kaufpreis gebraucht verkaufen, sofern sich die Rabatte wieder zurückentwickeln
Parallelen zum Markt bei Elektroautos sehe ich da echt 0,0.
Niemand weiß welchen Markt es für Verbrenner in 8 oder 12 Jahren gibt, es weiß aber auch nicht welchen es für Stromer gibt.
Es geht bei diesem Thema ja darum wie aktuell gebrauchte Stromer in dem Markt kommen.
Meines Erachten haben wir keine Zeit zu warten was in 8 - 12 Jahren zu kaufen und verkaufen ist. Der potentielle Kunde muss jetzt gebrauchte Stromer kaufen um den Abfluss von 3 - 4 jährigen Fahrzeugen aus Leasingrückläufern in Schwung zu bekommen.
Ja. Aber wer nur mit viel Wertverlust verkaufen kann behält das Auto eher selbst und wenn es als Drittwagen ist. Vor allem weil regelmäßige Kundendienste die rein zeitabhängig sind bei vielen Modellen nicht nötig oder günstiger sind.
Also muss man überlegen wie man Anreize schafft Dynamik in den Markt zu bringen.
Also dieser Artikel hier, liest sich, ehrlich gesagt, nicht so negativ, wie es deine Ausführungen vermuten lassen:
Zitat:
Dass Elektroautos auf dem zweiten Markt angekommen sind, spiegeln die Gesamtzahlen ebenfalls wider: Die Zahl der Besitzumschreibungen von E-Autos erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen Anteil von 2,19 Prozent des Gesamtmarkts, hat das Kraftfahrtbundesamt ermittelt. Ein Jahr zuvor waren es nur 1,25 Prozent.
Der Gesamt-Markt scheint sich also durchaus zu entwickeln. Möglicherweise ist die Situation in deiner Region, z.B. wegen schlechtem Ladenetz, etwas schwieriger als im Durchschnitt.
Ich habe zu Anfang geschrieben, dass ein normaler Gebrauchtwagen nach 8 Jahren / 160.000 noch rund 1/4 an Gebrauchtwagenwert hat.
Wenn wir jetzt einmal folgende Rechnung aufmachen: Ein aktueller Stromer hat eine Garantie von 8 Jahren 160.000 Kilometer auf 70 % Herstellergarantie auf den Akku. Gehen wir dann davon aus, dass ein Auto einen Bruttolistenpreis von 60.000 EUR hat (da bekommt man schon was richtig schickes) und er 10% an Nachlass bekommt, der Wagen als 54.000 kostet. Gehen wir weiter davon aus, dass dieser Wagen ein ~ 80kWh Akku hat. Garantiert sind hier nach 8 Jahren 70 % ~ 56 kWh (Studien zeigen jedoch, dass wahrscheinlich deutlich höhere Werte haben). Legt man dann die oben genannten 25 % Restwert an könnten wir einen Akku mit 56 kWh zu einem Preis (25 % von 54.000 EUR) von 13.500 EUR kaufen. Garantiert derr Staat jetzt beispielsweise einen preis von 11.500 EUR, zu dem er den Wagen KAUFT - geht der Staat ein vergleichsweise geringes Risiko ein und gibt potentiellen Kunden eine große Sicherheit. Niemand bekommt aktuell 56 kWh für unter 500 EUR pro KWh. Ganz abgesehen davon, dass dann noch ein Auto drumherum ist.
Solch eine Lösung wäre nicht teuer und gut kommuniziert ein wuchtiges Instrument für die Argumentation im Verkauf von gebrauchten Stromern. Sicherlich muss hier ausgewogen werden nach Batteriezustand, Fahrzeugzustand etc. und wäre auch ein hoher Aufwand. Ich bin mir aber sicher, dass Prüforganisationen des DEKRA, TÜV oder KÜS hier eine Lösiung anbieten könnten.
Der markt regelt es aber nicht weil es keine faire Information zur Entscheidungsfindung gibt.
Die gibt es auch nicht, dann müssen wir uns nicht wundern wenn die Themen nícht voran kommen und es hohen wirtschaftlichen Schaden hat. Ich wäre da nicht für eine frei sondern für eine soziale Marktwirtschaft.
Im ersten Halbjahr gab es eine Kurze Förderung für PV in Verbindung mit Elektromobilität bis in den 5-Stelligen Bereich. Ich denke, dass einiges hiervon die 0,94 am Gesamtmarkt Prozent bedingen.
Ich sehe nach wie vor nicht, dass Gebrauchte Elektroautos nachgefragt werden und stehe den Äußerungen der Autobils schon sehr kritisch gegenüber.
Zudem ist immer die Frage wo das Geld dazu herkommt und wenn man nur begrenzte Mittel hat, was priorisiert wird.
Allerdings kann ich mir rein formal nicht vorstellen, wie eine Förderung des Gebrauchtwagenmarktes gestaltet werden soll, ohne das es dazu wieder zu einem Bürokratiemonster wird um Missbrauch zu vermeiden.
Wie garantiert man Mindestanksufpreise, die möglicherweise weit weg vom real erzielbaren Kaufpreis liegen?
Deswegen sage ich ja die Alternative wäre eine Möglichkeit hohen Wertverlust steuerlich anteilig geltend machen zu können. Dann bleibt es bei dem Wertverlust, Leute mit niedrigem Einkommen hätten günstigen Zugang zu den Gebrauchten und dennoch wäre der Verlust etwas reduziert weshalb auch real verkauft wird statt das Auto dann aus der Not heraus bis zum Ende zu fahren.
Edit: Das hilft dann auch sowohl Neuwagenkäufern als auch Käufern von jungen Gebrauchten um das Risiko etwas einzudämmen. Und schafft Anreize die Autos auch wirklich dem Gebrauchtmarkt zuzuführen, weil es das Geld ja erst nach dem Verlust gibt und nicht präventiv.
Es wäre weniger attraktiv für die Hersteller als eine Kaufprämie für Neuwagen, es würde aber natürlich dafür sorgen, dass Leute ihr E-Auto zugunsten eines neuen verkaufen die es sonst nicht machen würden in Fällen wo der Wertverlust wegen eines verfügbaren Nachfolgers zu hoch wäre. Die kaufen dann ja ggf. Wieder einen Neuwagen.
Aber führt steuerliche Abschreibung nicht automatisch zu einer Bevorzugung von Besserverdienern? Warum sollten diese mehr gefördert werden?
Das denke ich auch. Letztendlich wird der Gebrauchtmarkt nur über einen ordentlichen Neumarkt in Schwung kommen. Und dafür braucht es bessere Ladeinfrastruktur und das am besten staatlich organisiert, der Markt hat hier meiner Meinung nach völlig versagt.
Und natürlich müssen Maßnahmen wie die EU-Flottengrenzen weiter bestehen bleiben.
Weil diese in der Regel die Neuwagen kaufen die man dann als Gebrauchte in den Markt bekommt. Denn an dieser Stelle hapert es ja zum Teil. Geringverdiener werden auch mit 6000 € Prämie keinen Neuwagen kaufen und bei einer Kaufprämie für Gebrauchte würde das wohl wieder die Kaufpreise erhöhen, also auch wieder beim Verkäufer mit dem hohen Einkommen landen.
Das Absetzen eines überproportionalen Verlusts hat zudem den Vorteil, dass es gezielt dort wirkt wo es eben überhaupt zu diesem Verlust kommt, z.B. weil das Nachfolgemodell viel besser ist als das alte Modell. Wo der Wertverlust moderat bleibt gibt es auch keine Förderung, weil der Anreiz zum Verkauf ja ohnehin groß genug ist.
Und als Käufer eines Neuwagens oder auch jungen Gebrauchten hätte ich die Aussicht, dass im Falle eines sehr hohen Verlusts im Falle eines Weiterverkaufs, dass z.B. das steuerlich geltend gemacht werden könnte. Im Optimalfall entwickelt sich die Nachfrage aber so, dass Gebrauchte weder besonders viel noch besonders wenig an Wert verlieren und dem Staat entstünden wenig Kosten, anders als bei einer festen Prämie.
Die hersteller haben auch daran Interesse, denn kann ich meinen jüngeren Stromer verkaufen kaufe ich ich vielleicht einen Neuen. Zudem stärkt und verbessert ein guter Markt die Restwerte fürs Leasing. Das bedeutet aber nicht, dass von deren Seite viel Geld in die Hand genommen wird. Letztlich bleibt das ein Thema des Handels.
Ich glaube nicht, dass du das richtig siehst. Stand heute gibt es keine oder kaum Nachfrage im Gebrauchtwagenmarkt ist der aber abgelaufen springt auch der Neuwagenhandel an. Das eine befruchtet das andere.
So wie du das siehst kommen nur noch mehr Gebrauchte an den Markt.