Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Unautonomes Fahren
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Wäre eine einfachere Teillösung, falls dieses Problem besteht, vielleicht statt der Garantie eines Wiederverkaufswerts die Bezuschussung/Übernahme der Kosten einer Prüfung der Batteriekapazität und -leistung (technisch kenne ich mich nicht aus, daher gern ergänzen/präzisieren) durch eine Fachwerkstatt beim Verkauf nach Ablauf des Garantiezeitraums? Oder sogar turnusmäßig mit der Hauptuntersuchung o.ä.?
Dann wüsste der:die Neukäufer:in, dass er:sie ohne Mehrkosten über den Zustand der Batterie im Bilde sein wird und ihn auch Interessent:innen ggü. klar kommunizieren und fachlich geprüft gewährleisten kann, selbst wenn die Herstellergarantie ausläuft. Daher kein Problem des Markets for Lemons mehr, auf dem Gebrauchtkäufer:innen das schlimmste annehmen müssen und deswegen die Preise nicht richtig gebildet werden.
Dürfte günstiger und leichter umzusetzen sein, da es sich sich nicht so leicht ausnutzen lässt wie eine Verkaufspreisgarantie. Damit der Staat nicht Mondpreise für die Überprüfung zahlen muss, kann man für die Kosten einen Katalog aufstellen bzw. verwaltungsseitig Höchstpreise festlegen.
Edit: Ergänzung - die Tests sind nicht teuer. Bei Aviloo, dem wohl bekanntesten Anbieter, je nach Auto zw. 49 und 99 Euro.
Welcher Hersteller von nem Verbrenner gibt dir 8 Jahre Garantie? Woher weiß man wie gut ein Verbrennermotor nach 8 Jahren ist? Ich denke mit der Zeit wird die Erfahrung wachsen. Es ist eine Umgewöhnung. Invest in Infrastruktur, abräumen von Mythen durch Werbe- und Informationskampagnen und ehrliche Beratung sollten wichtiger sein, um den Verkauf anzukurbeln als irgendeine Garantie, die nach x Jahren greift. Beim Verbrenner gibt’s auch keine garantierten Verkaufspreise.
Lieber Anreize schaffen, dass alte Verbrenner von den Straßen weg kommen und gegen E Autos oder ÖPNV getauscht werden.
Ich möchte dazu nur anmerken, dass wir eigentlich keine Zeit mehr haben. Ansonsten sprechen wir von Jahren
Ich sehe übrigens keine Kostenvorteile für Verbrenner, und den Wiederverkaufswert sehe ich auch sehr stark fallen: Laut Vorgaben der EU werden ja CO2 Preise auf fossile Treibstoffe erhoben. Völlig unabhängig vom Ansichten hiesiger Regierungen. Die Preise der Treibstoffe gehen also schnurstracks nach oben. Das heißt also, dass es ständig teurer wird, Verbrenner zu fahren.
Und es wird dadurch auch klar, dass die Verbrenner nicht erwünscht sind und definitiv keine Zukunft haben. Vermutlich wird keiner mehr einen Verbrenner haben wollen. Dadurch wird vermutlich ihr Wiederverkaufswert stark sinken. Wodurch sie vermutlich noch weniger beliebt sein werden. Etc.
Ich vermute wie gesagt, dass die Zeit des Verbrenners sowas von vorbei ist.
Stimme ich voll zu.
Allerdings ist der Umstand, den Verbrenner zu unattraktiv wie möglich zu machen und somit „abzuschaffen“, ja keine umfassende Lösung des Problems, allen den Umstieg zu ermöglichen.
Allerdings tut sich ggf was:
Nur ist dies Käufern von verbrennern wohl noch nicht ausreichend bewusst, sodass zwar das Restwert Risiko vom Kauf der Elektroautos abhält, nicht aber vom Verbrennerkauf.
…und damit sind wir einmal im Kreis gelaufen und am Anfang gelandet
Ich weiß. Aber hier wird ja immer wieder eingewandt, dass Verbrenner auch ein Risiko haben und das nutzt halt Nix wenn es den Käufern nicht bewusst ist.
In dem Papier von Habeck stehen folgende Ideen:
- Um den Gebrauchtwagenmarkt anzukurbeln, wollen wir professionelle Batteriechecks mit 100 Euro bezuschussen
- alternative Modelle wie ein Social Leasing-Modell
- Für Käufer eines Elektrofahrzeugs mit niedrigen und mittleren Einkommen wollen wir eine steuerliche Förderung einführen", zitieren die Funke-Zeitungen aus der Vorlage. Ein bestimmter Anteil der Anschaffungskosten solle so wie bei der Förderung der energetischen Gebäudesanierung von der Steuer abgesetzt werden können.
- Käufer von E-Autos ein Ladestromguthaben von 1000 Euro für das Laden an öffentlich zugänglichen Ladesäulen für Neuwagen und Gebrauchtwagen
Mal ne andere dumme Frage. Wieso muss sich eig. Habeck um den E-Auto Markt kümmern und nicht das Verkehrsministerium?
Ist ja ein Wirtschaftsthema, also den Umsatz der Industrie ankurbeln.
Die manchmal idealistischen Ideen auch der Politik haben oft was „visionäres“
So teils wie „wir schaffen jetzt alle Verbrenner ab, die Leute bekommen ein Deutschlandticket oder E-Auto bezuschusst und schon sind alle nahtlos mobil ohne Einschränkungen.“
Überspitzt formuliert.
Ich glaube, es ist ja gut überhaupt was zu machen, aber man darf da jetzt nie die schnelle, einfache und allgemeingültige Lösung erwarten.
Das geht alles in die richtige Richtung - finde ich gut. Social Leasing kenne ich leider nicht.
Habeck muss sich darum kümmern weil es um Themen der marktwirtschaft geht. Gott sei dank ist dem so… Stell dir mal vor die FDÜ wäre mit dem Thema befasst gewesen.
Social Leasing gabs mal in Frankreich. Haushalte mit geringem Einkommen können ein E-Auto leasen und der Preis wird auf z.B. 100€/Monat gedeckelt. Soll vor allem die Teilhabe an der Transformation ermöglichen. Aufgrund der Produktpalette der deutschen Autohersteller war das bisher nicht so attraktiv.
Klar ist es auch ein Wirtschaftsthema, wenn man E-Autos nur auf deutsche Autos bezieht. Aber das Ziel von 15 Mio E Autos bis 2030 gehört zum BMDV. Hab eher das Gefühl man ist froh, dass man auch das Thema einem anderen unterschieben konnte, um einen Buhmann zu haben.
Wie wäre es statt immer Geld in das „Autosystem“ zu stecken die Subventionen für klimaschädliche Mobilität (bspw. red. Dieselsteuer) abzuschaffen. Und mit dem Geld dann bspw. Ladesäulen zu installieren. Und den Strom dann zu einem vernünftigen Preis anzubieten? Als das System mit neuen Subventionen zu buttern und die alten weiter bestehen zu lassen?
Das eine ist die Frage Was und das andere ist die Frage wie wirds finanziert.
Wäre natürlich sinnvoll fossile Subventionen abzubauen. Wird aber zu sozialer Härte führen. Daher braucht man einen Mix an unterstützenden Maßnahmen.
Reduzierung der Strompreise ist denke ich auch bei einigen Parteien im Fokus. Wäre dann auch eine Art Subvention. Die 1000€ Tankprämie geht ja in die Richtung.
Alles coole Ideen und meine Habecksche Intuition hatte eine davon ja auch schon. ![]()
Gerade die Förderung für kleine und mittlere Einkommen wäre gut, wenn das wirklich funktioniert. Denn die alte Prämie hat bei mir einen ganz bitteren Beigeschmack bezüglich der Verteilungswirkung hinterlassen.
Vorrangig würde ich ja nicht private Autokäufe bezuschussen wollen, aber den Teufelskreis der Kaufzurückhaltung muss D wohl an mehreren Stellen zu durchbrechen versuchen.
Natürlich werden Menschen Käufe zurückstellen, wo es geht, wenn sie erwarten, dass sich die Bedingungen zukünftig zu ihren Gunsten ändern. Deshalb ist es nicht so klug, so etwas in einem Moment herauszuposaunen, indem es sehr wahrscheinlich ist, dass für die nächsten 6 Monate gar nichts passiert. Habeck hätte besser daran getan, das mit den Grünen ins Wahlprogramm aufzunehmen statt jetzt noch etwas vom BMWK aus zu lancieren. Außerdem wirkt es aufgrund der Zuständigkeit des BMVD wie Wahlkampf, das ist nicht i.O., dafür Ausarbeitungen des Ministeriums zu verwenden.
Staatlicher eingriff in den Gebrauchtmarkt macht in meinen Augen nicht wirklich Sinn, genauso wenig wie die alte Kaufprämie (wo ich froh bin, dass sie weg ist, allerdings war der überstürzte Ausstieg unverantwortlich).
Meiner Erfahrung nach (80.000 km elektrisch gefahren bisher) ist für mich kaum nachzuvollziehen, warum jemand mit der Möglichkeit selber zu laden (und bei uns im Dorf könnten das fast alle!) noch nicht elektrisch fährt. Das ist unschlagbar günstig! Wer also Restwerte kalkuliert beim Kauf sollte sowas ja auch mit einbeziehen, so total cost of ownership-mäßig.
Ich stimme absolut zu, dass das Schnellladen aktuell ein (un-)regulatorisches Chaos ist mit Abo-Modellen, extremen Preis-Spreizungen (an ein und derselben Ladesäule) und anscheinend gegenseitiger roaming-Abzocke der Anbieter untereinander. Da könnte man ansetzen, um die E-Mobilität zu fördern.
Und wenn die Leasing-Rückläufer nicht verkauft werden, sind sie halt zu teuer. Das wird bei der schnellen Entwicklung im E-Bereich aber auch nicht besser, wenn man sie lange stehen lässt.
Und auch da sind die Hersteller nicht schuldlos, wenn ich mir anschaue, dass mein ca. 3 Jahre alter ID4 nicht mehr auf die neueste Software gehoben werden kann (die angeblich viel besser geworden ist - ich werde es nicht herausfinden), weil das Infotainment zu langsam ist. Ein 7 Jahre altes iPhone bekommt noch iOS 18. Das hilft dann auch irgendwie beim Restwert.
Just my two bitcoins…
Gutes Schlusswort.
Warten wir die Entwicklung ab
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