Elektromobilität

Aber Du bleibst ja auch nicht bei Deinem Verbrenner, weil Du auf einen erwarteten Wiederverkaufswert wettest, so wie der Threadstarter es bei seinen Kunden beschreibt.

Nein, das ich das Ding wohl solange fahren muss bis er zerbröselt ist mir schon klar

Aber das dauert eben seine Zeit.
2025/26 scheinen aber tatsächlich die Jahre der ersten brauchbaren E Einstiegsmodelle zu werden:

(Seat) Cupra Raval
FIAT Grande Panda
Hyundai Inster
Renault 4 und Renault 5
VW ID2(?)

Preislich wird man irgendwo zwischen 23.000 bis 30.000€ liegen.
Die Zeiten für Autos unter 20.000€ scheinen erstmal vorbei, außer man akzeptiert extreme Einschränkungen (Dacia Spring).

https://insideevs.de/features/739813/elektroauto-neuheiten-jahr-2025/

Und dann brauch es eben 4…5 Jahre bis die Autos im Gebrauchtwagenmarkt für c.a. 10000€ zu haben sind. Es braucht einfach Zeit.

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Ich habe den Thread Starter eig so verstanden, dass er gerne mehr Elektro verkaufen würde, er aber das Feedback seiner Kundschaft dargestellt hat, die anscheinend einen Restwertverlust fürchten (und andere Mythen/Ängste reproduzieren). Das kann auch ich nicht ganz nachvollziehen, immerhin gibt’s schonmal 8 Jahre eine Garantie, die man beim Verbrenner nicht hat und mit 80% Akku kommt man auch noch ein Stück weit.
Ihm ein Interesse zu unterstellen mehr Verbrenner zu verkaufen verstehe ich nicht. Er verdient ja egal welches Auto er verkauft.
Insgesamt muss man sich halt im klaren sein, dass man sich an ein neues System gewöhnen muss.

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Du hast es richtig verstanden.

Ich würde gern mehr Stromer verkaufen.

Anscheinend haben wir ja noch ewig Zeit. Autos, die in 1 oder 2 Jahre auf den Markt kommen, dann noch 4 oder 5 Jahre warten bis der Preis stimmt. Dann haben wir 2030! Sehr ihr den Fehler?

Ich bin fast 60, wenn ich es richtig einfach haben möchte rate ich jedem Kunden zum Verbrenner. Betrifft mich der Klimawandel noch entscheidend? Eher nicht!

Tut mir nur für meine Kinder und Enkel leid….

Entschuldige den Sarkasmus.

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Wer hat da den Hebel in der Hand? Die Hersteller? Die Kunden?

Die Kunden. Im Gebrauchtwagensegment ist der Hersteller raus.

Oder eben der Staat über Förderprogramme. Darüber habe ich mich ja schon reichlich ausgelassen.

Diskussion beendet?

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Nicht unbedingt.

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Zum Thema Aufklärung

[#GesternKleber Fails] Söder und Aiwanger richten einen “bayrischen Autogipfel” aus und gefährden mit ihren Forderungen die deutsche Autoindustrie. #gesternkleberFails
https://podcastaddict.com/gesternkleber-fails/episode/187420927 via @PodcastAddict

Für uns hat die Frage des Restwertes nach 8 Jahren keine Rolle gespielt. Wir fahren unsere Autos generell so lange bis die nötige Reparaturen einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten. Die letzten beiden Autos haben wir dabei gebraucht gekauft. Im August war das zum ersten mal ein E-Auto, und zwar ein 3 Jahre alter Hyundai Kona mit repariertem Unfallschaden und 5 Jahren Restgarantie. Selbst wenn der Akku irgendwann nur noch 80% Kapazität haben sollte, wäre es kein Problem bei 50 km Fahrstrecke am Tag und Lademöglichkeit zu Hause an der Wallbox. Das Auto hat 16000 Euro gekostet, wenn wir das jetzt z.B. noch 10 Jahre lange fahren können, dann passt das. Danach kaufen wir wieder ein gebrauchtes.

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Vielen Dank für den Link! Ich stimme in vielen Punkten damit überein.

Ganz treffend und zu meinem Thema passend fand ich die Äußerungen wie und von wem das Vertrauen in die E-Mobilität zerstört wurde. Genau an diesem Punkt muss man ansetzen. Die E-Mobilität ist viel besser und wahrscheinlich langlebiger als der Verbrenner. Glaubt nur kaum jemand. Hier müssten Anreize geschaffen werden.

Dem Statement „steht er, lädt er“ gegenüber bin ich sehr kritisch gegenüber. Meine Erfahrung in der Fläche sieht anders aus.

Im Prinzip reicht es aus genau das Gegenteil von dem was Söder und Co sagen.

Man könnte fast glauben dass hier Lobbyismus im Hintergrund die Herren fest im Griff haben. Kaufprämien für Neuwagen landen fast 1:1 in deren Portemonnaie. Als die Prämie abgeschafft wurde konnte die Hersteller plötzlich über Nachlass ausgleichen……

Ich fahre seit einigen Jahren elektrisch, dass der Akku weniger lange halten wird als ein Verbrennermotor inkl. Abgasanlage halte ich für unwahrscheinlich.
Zur Batterie gibt es inzwischen immer mehr Statistiken, wie z.B.

Selbst mit 200.000 oder 300.000 Kilometern verfügen Elektroautos im Schnitt noch über 87 Prozent SoH.

Hersteller bieten zunehmend umfangreichere Garantiebedingungen

Da ich zuhause laden kann, habe ich (bei 0,32 €/kWh und einem Verbrauch von ca. 16 kWh/100km) Spritkosten von rund 5 € auf 100 km (E-Golf). Ölwechsel, Abgasuntersuchung etc. entfallen.

Ich bin der Meinung, dass alleine diese zwei Fakten ausreichen sollten, um zu zeigen, dass das E-Auto am Ende nicht mehr finanzielle Risiken birgt als ein Verbrenner.

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Hallo Sepp, genau die Erfahrungen sind im Diskurs nicht präsent. Die Medien fokussieren sich fast immer nur auf Neuwagen. Information wie das P3 Whitepaper werden doch nahezu ignoriert.

Mit den Garantiebedingungen ist das so eine Sache. Die gezeigten enden nach 10 Jahren. Die wenigsten Vielfahrer mit mehr als 25 Tsd km pro Jahr - jeder kennt sicher Ausnahmen - fahren ihr Auto länger als 4 Jahre. Obwohl sich dies mit entsprechender Aufklärung auch ändern könnte.

Das kam bei mir anders an, weil Du den vermeintlichen Werterhalt eines Verbrenners als Fakt und nicht als unsichere Wette auf die Zukunft dargestellt hast.

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Passend dazu auch noch
Prof. Fichtner: 16 Mythen zu E-Autos, Batterien und deutscher Energiewende - Geladen - der Batteriepodcast

Allerdings von 2022, der Beitrag. Noch aktuell genug?

Die erste Folge war von 2022, die verlinkte Folge ist aktuell 8.12.24.

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Wer soll die den geben? Und woher soll das Geld dafür kommen?

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Wenn ich mit einem privaten Kunden in der Beratung bin und er mich fragt ob er einen Stromer oder Verbrenner kaufen bzw. leasen will gebe ich aktuell folgenden Antworten:

  • Stromer kaufen wenn man grundsätzlich mit langer Haltedauer plant und eine Lademöglichkeit am Haus hat oder bereit ist auf dem Pendlerweg zu laden.
  • Stromer leasen wenn er bereit ist die relativ hohen Kosten zu tragen und er sich des Rückgaberisikos bewusst ist.
  • Verbrenner kaufen wenn es keine Planung zur Haltedauer gibt weil es wahrscheinlich absehbar keinen guten Markt für gebrauchte Stromer gibt.
  • Verbrenner kaufen wenn man keine Lademöglichkeit am Haus bzw. dessen Nähe oder am Arbeitsplatz hat und nicht bereits ist auf dem Pendlerweg zu laden.

Ganz oft möchten die Kunden aber aktuell keinen Stromer weil kein Vertrauen da ist oder die Möglichkeit eines Anhängers von mehr als 1200 kg Nutzlast von Nöten ist oder man dem dummen Geschwafel von Söder und Co glaubt. Ich werde diesen Kunden dann auch nicht versuchen zu überzeugen, denn hat der Kunde den Eindruck dass ich ihn belehren will geht er zum Mitbewerber, dort bekommt er seinen Verbrenner.

Letztlichhängt fast alles vom Markt für Stromer ab.

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