Natürlich ist es wichtig zu wissen, was im Winter bei E-Autos anders ist als im Sommer. Die Probleme sind damit leider nicht aus der Welt: Auch wenn ich weiss, dass die Reichweite im Winter bspw. 1/3 geringer ist, bleibt sie trotzdem geringer und der Nutzwert des Autos ist damit eingeschränkt. Auch wenn ich weiss, dass kalte Batterien länger laden müssen, hilft mir das nicht, wenn mein Auto keine Möglichkeit der Vorkonditionierung bietet. Unabhängig von der Winter-Thematik sollte man vlt. auch darauf hinweisen, dass wenn man sich an die Ladehinweise hält (mögl. immer nur von 20% auf 80% laden), die effektive Reichweite noch einmal drastisch geringer ist, als die offiziell angegebene. Zudem hätte ich mir etwas mehr technischen Tiefgang von einem Podcast der sich auf E-Mobilität fokussiert, gewünscht.
Ich würde sagen, du hast da jetzt einen Großteil der “Winter-Problematik” abgefrühstückt. Ich habe da generell eine etwas andere Meinung zum Thema “Einschränkung”.
Unabhängig davon, ist der Podcast nur eine halbe Stunde lang und hat einige Themen zu bearbeiten. Aus eigener Erfahrung (subjektiv, ich weiß), kann ich sagen, dass sich die Leute, die vom Verbrenner auf eAuto wechseln, sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen. Von daher finde ich es sinnvoll mit einem kürzeren Format “anzufüttern”.
All diese Dinge sind in der Praxis nahezu irrelevant.
Ja, die Reichweite sinkt etwas im Winter bei BEV. Das ist aber auch bei Verbrennern so, da interessiert es nur keinen.
Ist das ein Problem? Nein, denn die Reichweite bleibt weiterhin so hoch, dass man ohne Weiteres seine Arbeitsfahrten durchführen kann.
Benötige ich die Maximale Reichweite täglich? Nein.
Ist das Laden auf „nur“ 80% ein Problem? Nein.
Die Ladegeschwindigkeit sinkt nur bei DC-laden. Wenn man AC lädt ist die Kälte völlig irrelevant.
Und nun muss man sich überlegen, wie die Realität aussehen könnte.
2 nicht allgemeingültige Beispiele von mir:
- Unser Zweitwagen, die Renault Zoe, verliert ca. 40% ihrer Reichweite im Winter und liegt dann bei knappen 200km. Trotzdem laden wir sie maximal 1x pro Woche wie im Sommer auch. Da wir das Privileg einer eigenen Wallbox haben, merken wir davon nichts. Das passiert irgendwann nachts. Aber auch ohne wäre es kein Problem, da es in der Stadt mehrere AC-Lader in der Nähe der Arbeit meiner Frau oder beim Einkaufen gibt.
Da die Technik der Zoe alt ist, kann diese keinen Akku vortemperieren. Sie kann das Laden auch nicht auf 80% SoC begrenzen sondern lädt immer auf 100%. Und trotzdem hat der Akku der Zoe nach 4 Jahren und 50tkm noch einen SoH von 93%. - Ich fahre mit dem Firmenwagen pro Tag ca. 200km sowie 2-3x pro Monat eine längere Strecke. Auf den täglichen Fahrten fällt die nur mäßig geringere Reichweite des BMW i4 bei kalten Temperaturen nicht auf. Da ich sowohl zu Hause als auch an der Arbeit laden kann, ist das Auto immer bei 80%. Selbst wenn es nur in der Firma eine Wallbox geben würde, wäre das kein Problem. Bei längerer Strecke temperiert der BMW den Akku automatisch vor und ich habe die gleiche Ladedauer wie im Sommer.
Die Fokussierung auf die „Winter-Problematik“ von BEV finde ich immer nur bei Leuten, die kein BEV fahren und keinerlei Erfahrung in dem Bereich haben. In Realität spielt es eine untergeordnete Rolle. Dabei bieten BEV so viele Vorteile bei Kälte: Ich muss nicht kratzen, das Auto ist warm beim Einsteigen, es gibt keine Kaltstartphase, es gibt kein Thermofenster in dem die Abgasreinigung abgeschaltet ist …
Ich bin völlig bei dir. Wir sind dieses Jahr das erste Mal im Winter eine längere Strecke gefahren und es war schon heftig mit dem Reichweitenverlust, aber völlig in Ordnung.
Ich kann aber einsehen, dass das für Menschen, die keine Wallbox zu Hause oder in der Firma haben problematisch sein kann, dann muss ich das Auto öfter extern irgendwo laden. Und dann kommt es auf die Ladeinfrastruktur vor Ort an. Hier bei uns, sehr ländlich, ploppen immer mehr HPCs auf, da würde ich es nicht als problematisch ansehen. Aber es gibt auch Gegenden, da ist das nicht so.
Und natürlich ist es auch wieder was anderes wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, im Winter regelmäßig längere Strecken zurücklegen muss. Bei unserer Fahrt (650 km einfach) haben wir 3x laden müssen (Ioniq5). Aber wir sind da schmerzbefreit da die Monsterlinge eh ständig auf’s Klo müssen ![]()
Wir laden unsere E-Autos (BMW i3s und iX M70) zu100% zu Hause, im Sommer lade ich den großen einmal auf 80% und schaffe damit 3 Tage lang locker 110km/Tag ins Büro (zwei Tage HomeOffice), der kleine wird alle zwei Tage auch auf 80% geladen (80km/Tag). Alles mit 16kWp auf dem Dach.
Im Winter ändert sich für den großen nichts, allerdings bleibt weniger Reserve. Den kleinen laden wir dann jeden Tag, auch wenn es locker für zwei Tage reichen würde.
Wie Tikka schon schrieb, alles mit viel mehr Komfort wegen Vorheizen und -klimatisieren.
Immer schön wenn “die Praxis” mit der eigenen Lebensrealität verwechselt wird. Diese Armut der Menschen ohne i4 und ohne Wallbox muss einen auch wirklich ankotzen…
Tatsächlich ist das Reichweitenproblem für die meisten Menschen ein großes Dilemma. Bestehende strukturelle Probleme bei der E-Mobilität zu leugnen, zeugt von Wohlstandsverwarlosung. Das ist politisch kontraproduktiv, da es bei den Menschen zu Trotzreaktionen führt. Wer E-Mobilität förden will, spricht die Probleme offen an.
mögl. immer nur von 20% auf 80% laden
Weil man das ja auch immer in anderen Kontexten hört, etwa bei Smartphones: Gibt es hierfür wirklich wissenschaftliche Gründe? Oder ist das so eine Urban Legend, an die mittlerweile jeder glaubt, für die es aber keine Grundlage gibt? Frage aus ehrlichem Interesse.
Ja, ich denke auch, wenn man ehrlich und weniger „ideologisch“ die Vor- und auch Nachteile (oder Benefits und Einschränkungen) benennt, ist die Diskussion konstruktiver.
Ist aber immer die Frage ob ich informieren, überzeugen oder Indoktrinieren will. ![]()
Dann bitte ich als Wohlstandsverwahrloster um Erklärung, wo genau die Reichweite für die meisten Menschen ein großes Dilemma ist. Was sind denn in Deiner Lebensrealität die strukturellen Probleme bei der E-Mobilität?
Gern können wir sachlich über Probleme bei der E-Mobilität diskutieren. Deine Nachricht zeugt aber von sehr wenig Erfahrung.
Generell wird bei dem Thema, und teils auch hier im Forum sehr massiv pauschalisiert. Es ist falsch zu sagen, dass der stressfreie Betrieb von eAutos überall in Deutschland und für jeden möglich wäre. Genauso falsch ist aber, darüber zu schwadronieren, dass die Reichweite für “die Meisten Menschen” ein großes Dilemma wäre.
Wir hätten mit den Reichweiten unserer eAutos auch kein Problem, wenn wir keine Wallbox hätten, da wir mehr als genug Ladestationen hier in der Umgebung haben. Und wir sprechen hier nicht von Frankfurt oder Berlin, sondern von einer strukturschwachen Region in Südhessen, wir fahren zur nächsten Autobahn ne knappe Stunde. Aber natürlich gibt es auch Menschen, die keine Ladestationen in der Nähe haben.
Mal davon abgesehen, dass es auch immer auf den Vergleich ankommt. Ich fahre mit meinem eAuto mit einer Normreichweite von 507 km weiter als mit meinem BMW E36 Compact vor 20 Jahren und auch weiter als mit meinem Ford S-Max vor 10 Jahren (Autobahn).
Die Reichweite bei eAutos kann ein Problem in manchen Regionen und für eine gewisse Anzahl der Menschen sein. Aber das als generelles Problem hinzustellen sehe ich ehrlich gesagt nicht. Mein Arbeitskollege aus der Werkstatt hat eine Ladesäule im Kaff, fährt aber 15 km bis zur nächsten Tankstelle. Geht also auch anders rum…
Ich glaube auch nicht das Reichweite ein grundlegendes Problem beim E-Auto ist.
Wenn man weiß, das der Akku im Winter eine etwas reduzierte Kapazität hat (die mir die Software genau anzeigt), kann ich das ja einkalkulieren.
Genau wie beim Verbrenner, wenn ich mit gestreckten rechten Fuß lange auf der Autobahn fahre, dann hab ich reduzierte Reichweite. Das weiß ich aber.
Sehe da auch das gravierende Problem nicht.
Schon eher die lokale Präsenz und Ladegeschwindigkeit von Ladesäulen. Da ist die Dislozierung noch sehr unterschiedlich, so das eine Zahl wie „180.000 Ladesäulen bundesweit“ eigentlich keine Aussagekraft hat.
Es gibt laut Statista im letzten Quartal 2025 ein Gesamtvermögen von 9.389 Milliarden Euro in Privathaushalten. Wenn ich das durch 83 Millionen Deutsche teile , komme ich auf rund 113€ pro Nase. Würde aber auch keiner von einer Gleichverteilung der Vermögen sprechen, oder? ![]()
Man kann Probleme ansprechen, aber die “Reichweite im Winter” ist nur in absoluten Randfällen tatsächlich eins. Ein Indiz: Der Vorreiter beim Umstieg auf Elektroautos in Europa ist Norwegen, was nun wirklich nicht für seine gemäßigten Wintertemperaturen bekannt ist.
Man kann also durchaus differenzieren, ohne Probleme klein zu reden: Reichweite bei kalten Temperaturen: (in praktisch allen Einsatzszenarien) kein Problem. Verfügbarkeit von Ladepunkten direkt vor der Haustür bei Mietwohnungen: (oft) ein Problem.
So kommt man dann auch der Lösung näher, ohne sich immer an den falschen Dingen abzuarbeiten.
Hier verstehe ich z.B. nicht, warum nicht seitens der Regierung gefördert wird und zwar auch gerade zum Ausbau bei Arbeitgebern und öffentlichen Einrichtungen.
Man muss da gar nichts neu erfinden, sondern kann einfach zu unseren Nachbarn schauen, z.B. die Niederlande, die in ihrem kleinen Land mehr Ladepunkte haben als Deutschland.
In den Niederlanden sind selbst auf kleinen Dörfern viele einfache 11-kW AC Lader zu finden, Parkhäuser haben ganze Parkebenen mit Ladepunkten und die Schnelllade-Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut.
All das kommt langsam auch bei uns. Immer mehr Supermärkte haben Ladepunkte etc.
Es bedeutet aber auch ein Einlassen auf die neue Technik. Und da merke ich in Deutschland eine große Skepsis. Wenn das nicht so funktioniert wie ich es gewohnt bin, will ich es nicht.
Aus meiner Sicht ist die Ladeinfrastruktur in Deutschland mittlerweile gut, könnte aber noch besser sein. Ich bin allerdings auch beruflich in dieser Bubble und habe viele Jahre Erfahrung mit der E-Mobilität. Daher seht mir nach, dass ich zeitweise die immer gleichen Bedenken nicht mehr hören kann …
Ich kann jedem als Privatperson, der sich für BEV interessiert, nur empfehlen, eines der nun kommenden relativ preiswerten Leasingangebote für eine begrenzte Zeit zu nutzen, um für sich selbst zu testen, ob es passt. Dazu gehört natürlich Offenheit für etwas neues.
Für Menschen, die Firmenwagen wählen können, ist es eigentlich ideal, BEV zu testen.
Was würde ich mir wünschen:
Idealerweise bauen Arbeitgeber stark Lademöglichkeiten aus, um ihren Mitarbeitern das Laden zu ermöglichen. Damit wäre es für Menschen in Mietwohnungen ohne Lademöglichkeit in der Nähe erheblich einfacher. Dort reichen einfache 11-kW Lader.
Es ist zu hoffen, dass Unternehmen das von sich aus tun, da ihre Mitarbeiter aufgrund der 0,25%-Regel evl. eher auf BEV setzen als auf Verbrenner. Oder zusätzlichen staatlichen Anreiz schaffen?
Außerdem sollte der Ausbau von AC-Ladern an öffentlichen Parkplätzen und in Parkhäusern ausgebaut werden.
Zusätzlich wäre es wichtig, das Monopol von Tank&Rast aufzubrechen, um direkt an der Autobahn einfacher Schnellader bauen zu können. Das ist momentan sehr kompliziert bis unmöglich.
Das kommt ja alles in der neuen Gebäude-Energie-RL. Tank & Rast Monopol ist nach der Fastned-Entscheidung des EuGH eigentlich auch kein so großes Thema mehr und die Ausschreibung der Ladsäuleninfrastruktur an den unbewirtschafteten Nebenbetrieben kommt ja jetzt ins Rollen.
Das ist aber 1) alles noch sehr spät und hilft 2) innerhalb der Stadt auch nur wenig.
Hier ist weiterhin problematisch, dass die hohe Ladefrequenz bei geringem Ladesäulenangebot den Alltag ordentlich beeinträchtigt. Die wenigsten haben 1-2x in der Woche abends ne Stunde Zeit um ihr Auto irgendwo hinzubringen zum laden. Dann kommt noch das Problem dazu, dass Mittelstrecken um die 200-400km eben relativ betrachtet deutlich länger/aufwenduger werden, da ich hier mindeszens 1x laden muss und das dann 15-20min dauert, was in absoluten Zahlen nicht viel ausmacht, aber relativ gesehen eben schon.
Das ist alles verkraftbar natürlich. Wer elektrisch fahren will, der kann das. Aber wir machen es den Menschen politisch nicht schmackhaft, wenn wir so tun, als wäre jeder, der den Umstieg noch nicht in seinen Alltag integrieren kann, nur zu faul/dumm/assi etc. Einfach ein bisschen den Ton anpassen, anerkennen, dass E-Mobilität noch deutlich unbequemer ist als Verbrenner, dafür aber andere Vorteile hat. Dann wird auch die Ablehnung gegenüber BEV drastisch zurückgehen.
Die Bezahlmöglichkeiten und die “Blockiergebühren” sind ebenfalls noch ein Thema für Laternenparker.
- nicht überall mit Credit/Debitkarte zahlbar oder „Strafpreis“ für ad-hoc Bezahlung
- App-Pflicht, teils mit Abogebühren
- Kostenstruktur intransparent bis Betrugsverdacht
- (hinzugefügt) Standgebühren ab XX Minuten, was Laternenladen über Nacht verkompliziert oder wesentlich teurer macht.
Beispiel aus dem Preisrechner der GoingElectric-community zur Veranschaulichung. Wie man eindrücklich sieht, sind die Kosten für eine gegebene Menge bezogenen Stroms (11kW Ladeleistung, AC) zwischen (kostenlos, wohl eher ein Bug oder begrenzte Aktion) 11€ und 78€, je nachdem welchem Ladeerlebnisanbieter man sich preisgegeben hat. Dies ist universell anwendbar auf sehr viele Situationen, gerade im öffentlichen AC-Bereich.
Das ist Verbrenner-Denke und der falsche Ansatz. Man lädt das Auto, wenn es passt. Ich fahre einkaufen und habe eine Lademöglichkeit vor Ort. Oder ich fahre zum Sport und lade dort. Oder an der Arbeit. Oder beim Baumarkt. Niemand will extra irgendwohin zum Laden fahren. Das ist ja gerade der große Vorteil am Laden, man muss nicht wie beim Tanken daneben stehen und warten.
Passt das bei jedem? Nein, wahrscheinlich nicht. Das ist aber gerade der Punkt, den ich ansprach.
Man muss dafür offen sein, etwas neues auszuprobieren und in seinen Alltag zu integrieren.
Das gilt auch für die Mittelstrecke. Man lädt am Ziel voll, während das Auto sowieso einfach nur rum steht. Unterwegs lädt man das nach, was fehlt um das Ziel zu erreichen.
Sowohl die (undurchsichtigen) Tarife als auch die Blockiergebühren sind ein unterschiedlich großes Problem.
Es hängt stark vom eigenen Nutzungsverhalten sowie den eigenen Möglichkeiten ab.
Kann ich zu Hause oder an der Arbeit laden? Gibt es einen städtischen Anbieter, der gute Konditionen bietet (viele städtische Anbieter haben nachts keine Blockiergebühr)?
Schlussendlich muss es für zu Hause nicht immer eine 11-kW Wallbox sein.
Mit einem normalen „Ladeziegel“ kann ich an haushaltsüblichen Steckdosen mit 2kW laden.
Das heißt, ich lade über Nacht bei 10h Standzeit 20kW nach, was ungefähr 100km entspricht.
Fahre ich tagsüber also weniger als 100km, ist das Auto jeden Tag mit minimalem Aufwand voll.
Aber ja, der Wildwuchs der einzelnen Anbieter ist der E-Mobilität nicht förderlich.
Kleines zusätzliches Beispiel: TEAG bietet gerade Schnelladen für 39ct/kWh an. Dort kann man entweder über deren App oder per EC/Kreditkarte/PayPal diesen Preis nutzen.
Nehme ich eine andere Ladekarte, weil ich es so gewohnt bin, so kann der Preis erheblich höher sein, da es dann im Roaming abgerechnet wird. Lade ich z.B. mit der EnBW-Karte an TEAG, so sind es nicht 39ct/kWh sondern 89ct/kWh.
Wird mir das als Warnung angezeigt? Nein, das sehe ich nur in einem Untermenü oder auf der Abrechnung, wenn es zu spät ist.
Das ist wieder so eine Pauschalaussage, die einfach so nicht stimmt! Für meine Frau und mich ist das eAuto wesentlich bequemer als ein Verbrenner, weil wir eine Wallbox haben und für meine Schwiegereltern ist es wesentlich bequemer als ein Verbrenner weil sie einfach einmal die Woche während des Einkaufens die Kiste am Schnelllader bei Rewecenter laden. Und auch noch beides billiger als Verbrenner.
Ich erkenne an, dass nicht ALLE Menschen diese Möglichkeiten haben. Aber ich erkenne nicht an, dass E-Mobilität “deutlich” unbequemer ist, das ist einfach Quatsch.
In meiner Heimatstadt (13k Einwohner) gibt es 8 Säulen an einem Parkplatz in der Innenstadt, die aber für Erledigungen des täglichen Bedarfs keine Rolle spielt, sowie 2 an einem Action Markt. Dazu noch welche bei Autohäusern am Stadtrand.
Keine Lademöglichkeit an Supermärkten, Baumarkt, Sporteinrichtung, etc.
Wer dort oder in den umliegenden Dörfern zur Miete wohnt und nicht daheim oder in der Arbeit laden kann kommt quasi nicht drum herum extra zum Laden zu fahren. Das ändert sich natürlich, wenn auch dort mal an den Supermärkten und Arbeitsstellen ausreichend Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wobei eigentlich viele Leute in diesem Ort auch zum Einkaufen das Auto stehen lassen könnten (tun sie aber nicht).
Ist halt gerade für die, die keine eigene Möglichkeit haben oft nicht einfach hier nochmal ein Leasing dazuzunehmen. Für manche Menschen spielen halt auch 150-200 € im Monat mehr oder weniger eine Rolle.
Wobei ich schon glaube, dass die Leute die wirklich objektiv betrachtet aktuell nicht wirklich viel von einem E-Auto hätten schon heute eher die Minderheit sind und auch stetig immer weniger werden. Viele die das Ablehnen tun das dann doch aus Gründen die nicht der Realität entsprechen.
Ich finde es aber nicht sinnvoll, genau anhand dieser kleiner werdenden Minderheit die öffentliche Diskussion zu führen.
