E-Autos im Winter

ChargeME scheint ein Anbieter für Firmenflotten zu sein, für den Nutzer also tatsächlich kostenlos :wink:
Das ist beim Preisvergleich auch wichtig: die billigen haben meist eine Grundgebühr. Elektroauto fahren kostet viel Einsatz, Planung und Reinfuchsen. Das ist tatsächlich Aufgabe des Staates edit: da mal Struktur reinzubringen und wie bei der Zapfsäule Preisklarheit zu schaffen
Wieso schaut die EU zum Beispiel tatenlos zu, wie Kunden bei der THG-Prämie abgezockt werden, statt ein Portal von geprüften Anbietern online zu stellen?

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Andererseits bringt dieser Wildwuchs endlich Wettbewerb in diesen Markt. Hier liegt der städtische Stromversorger mit seinem AC-Preis mittlerweile 15Ct über dem DC-Preis der Discounter. Ich denke, das wird nicht so bleiben.

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Das kommt drauf an welche Diskussion? Die Diskussion ob es noch lokal Nachholbedarf im Ausbau der Infrastruktur gibt muss doch sehr wohl auf Basis genau dieser Minderheit geführt werden für die aktuell die Infrastruktur nicht ausreichend ist um ein E-Auto bequem zu nutzen.

Denen hilft es auch nichts, wenn andere ihnen ihre Geschichte erzählen wie toll es mit Wallbox ist immer in eine geladenes Auto zu steigen und nicht mehr extra tanken zu müssen.

Wenn oft gesagt wird, die Infrastruktur hier sei ja bereits ausreichend, dann Frage ich mich z.B. schon, warum dann in den Niederlanden ähnlich viel Ladepunkte auf weniger Nutzer und weniger Fläche verteilt sind.

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Weil man früh erkannt hat, dass die Ladeinfrastruktur essentiell ist für den Umstieg auf BEV. Es gibt dort z.B. den „Ladepunkt auf Antrag“, d.h. wenn es in der Stadt keinen privaten Stellplatz an deinem Wohnort gibt und auch keinen öffentlichen Ladepunkt, so baut die Stadt auf Antrag einen in die Nähe.
Zudem hat die niederländische Regierung früh und stark in die Ladeinfrastruktur investiert, indem sie klare Vorgaben gemacht haben, selbst stark investiert haben und öffentliche sowie halböffentliche Ladepunkte staatlich fördern.

Bei uns hat man bei der Förderung von Wallboxen auch gemerkt, dass es plötzlich schnell voran ging. Für Firmen und Wohngebäude gibt es Zuschüsse für den Bau von Ladeinfrastruktur und mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 geht das alles schon in die richtige Richtung.
Die Niederlande waren da einfach früher dran.

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Dann bau doch mal Druck bei deiner Gemeinde auf, dass mal was getan wird! Sollte doch gerade in Kleinstädten möglich sein, wo doch der kleine Dienstweg noch viel besser funktioniert.

Ich habe hier in Aachen mehrfach bei der Stadt angeregt in meinem Viertel doch mehr AC-Ladepunkte zu installieren. Jetzt habe ich einen fast vor der Haustüre.

Der Anteil an Gegenden, wo sich sowohl die Gemeinde, als auch Arbeitgeber / Vermieter / Tankstellen / Supermärkte weigern, Ladepunkte zu installieren, nimmt ab. Die letzten werden dann tatsächlich abgehängt.

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Für machen Menschen ist der Verbrenner ganz bestimmt bequemer. Es kommt einfach auf die Umstände an.

Das bezweifle ich nicht.

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Heute Morgen in der Tageszeitung:

In einigen Städten in NRW hat man Lade-Elemente getestet, die im Prinzip in die Bordsteinkante integriert werden. Das Modul kommt wohl aus der zivilen Sparte vom Rüstungsunternehmen Krauss-Maffay, sofern ich mich recht entsinne.
Die Testphase sei positiv gewesen. Anhalten, einstecken, mit EC-Karte bezahlen, fertig. Zudem seien die Teile deutlich robuster als Ladesäulen (Rüstungsunternehmen können offenbar robust).
Aber die Installation sei deutlich aufwändiger und teurer, hieß es.

Dortmund und Köln wollen das wohl ausbauen.
Andere Städte sehen sich da nicht in der Pflicht und setzen auf private Investoren. Der Markt soll es richten.

Es fehlt da offenbar eine konsequente und vor allem durchdachte Strategie.

Und ja, natürlich kann ich mich abends 1-2h an die Fabrikhalle stellen und an der 11kw Säule laden, 4 km vom Wohnort. Natürlich kann ich täglich die 50 km zu meinem Arbeitsplatz auch mit dem eBike fahren (ca. 2h einfache Strecke) oder den ÖPNV nutzen (2,5h einfache Strecke, abends plus 3 km Fußweg).
Machbar ist alles.
Und ja, da bin ich zu bequem und fahre es halt in 45 min mit dem Verbrenner zur Arbeit. Für den ich ungern überhaupt Geld ausgebe und der mir ziemlich auf den Keks geht.
Aber diese Bequemlichkeit gebe ich offen zu. :wink:

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Vielleicht hat ja bald deine Tankstelle einen Schnelllader.

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Ich bin froh wenn der Winter wieder vorbei ist. Die reduzierte Reichweite ist halt Lebenszeit Verlust…also noch mehr als im Sommer .. außer man genießt die Zeit an der ladesäule, irgendwo auf einem Autohof…

Im übrigen lädt man nicht zwischen 20 und 80, sondern fährt das Ding schön auf 3-5% runter. Das bringt paar Minuten, weil man dann länger schnell lädt, bevor die Lade Geschwindigkeit dann fällt (bei mir ab 55%, da geht’s abwärts)… dann eher bei 60-70 abstöpseln, bzw. so, dass man mit 2-3% zuhause ankommt.. dann hat Ma den Zeitverlust minimiert… mit bisschen Erfahrung gelingt das problemlos…

je nach Auto und Akku… einige haben ja keinen Peak mehr…

Ach ja, vielleicht hilft es auch, mal zu erklären, dass man sich als e Auto Fahrer NICHT an eine 150kw Säule stellt, an der schon jemand lädt, wenn daneben eine komplett frei ist… oder wenn man als e Auto vollhorst der Meinung ist, dass man mit einem e Auto vor der Säule parken kann, ohne zu laden… oder wenn man als e Auto und Anhänger vollhorst denkt, man könne längs vor den Säulen parken, und damit 4 lader komplett belegt (was leider die App halt als „frei“ glaubt)

Das wäre doch mal was, ein benimm Ratgeber für e Auto Fahrer…

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Dazu:

Abweichungen vom WLTP- Verbrauch von 40-69%.

Moderne Batterietechnik habe wohl Vorteile.

https://www.focus.de/auto/news/hochschule-rechnet-nach-diesel-gegen-elektro-wer-verbraucht-im-winter-mehr-energie_id_180396681.html

Mit ein Hauptgrund: Der Verbrenner erzeugt hauptsächlich Wärme, nur ein kleiner Teil der Energie wird in Vortrieb verwandelt, es muss nicht extra Energie aufgewendet werden, um zu heizen.
Das E-Auto muss Wärme (Innenraum, Batterie wärmen etc.) aktiv erzeugen und hat erheblich weniger Energie dabei. Im Vergleich zu einem Verbrenner, bei dem ein Liter Sprit im Durchschnitt ca. 10kWh Energie enthalten, fährt ein E-Auto mit 80kWh-Akku also mit einem 8-Liter Tank.

Das lässt sich nicht direkt vergleichen, da der ADAC keinen WLTP-Testzyklus sondern eine eigene aufgezeichnete Strecke mit eigenen Startbedingungen nutzt.
Diese ist erheblich näher an der Realität (sieht man auch an den Durchschnittsverbräuchen) als der WLTP-Verbrauch. Aufgrund der großen Unterschiede in der Verbrauchsermittlung sind die Werte aber nicht direkt miteinander zu vergleichen.
Selbst unter Idealbedingungen sind die WLTP-Angaben kaum zu erreichen und dienen eher dem Vergleich unter verschiedenen Fahrzeugen. Sie liegen meist 20-30% unter den wirklichen Verbräuchen. Das ist aber auch bei Verbrennern nicht anders.

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Einfach als aktueller Test zum Thema.

Die Legende sagt ja, dass sich dadurch die Maximalkapazität langsamer sinkt. Aber selbst wenn das stimmt ist das Vorgehen (zumindest bei Smartphones) totaler Quatsch. Vielleicht habe ich dann nach 2.5 Jahren statt 88% Maximalkapazität 90% - aber praktisch verwende ich nur 80% und habe über die gesamte Lebensdauer des Gerätes weniger Strom im Akku als der maximal Ladende. Bro Science and Logic in action :roll_eyes:

Das Verhalten ist abhängig von der Akkuchemie sowie dem wirklichen 100% Bereich.

Li-Ionen Akkus (z.B. NMC): diese befinden sich in einem thermodynamisch instabilen Zustand bei 100% Ladung, was einer Zellspannung von 4,2-4,3V entspricht. In diesem Zustand oxidieren die organischen Elektrolyte und werden verbraucht, was zum Verlust der Kapazität führt. Zusätzlich wird die Kathode strukturgeschädigt und die Oberfläche verringert, auch das führt zur Verringerung der Kapazität.
Außerdem lagert sich Lithium an der Anode ab, was Dendriten bilden kann, die zu Kurzschlüssen führen.

All diese chemischen Prozesse sind stark Zeitabhängig, d.h. ein Aufladen auf 100% und Entladen innerhalb kurzer Zeit schadet nicht.
Lädt man auf 100%, vielleicht noch im Sommer bei hohen Temperaturen, und lässt das Fahrzeug lange stehen, ist das sehr schlecht.
Daher kommt die Empfehlung bei NMC-Akkus, diese im Normalfall nur auf 80% zu laden, da das den Stress erheblich verringert.
Aber auch das hängt vom Hersteller ab. Bei Tesla z.B. sind 100% wirklich 100%, andere Autohersteller haben noch eine Sicherheitsreserve oberhalb der im Fahrzeug angezeigten 100%.

Etwas anders sieht es bei LFP-Akkus aus. Diese haben durch eine niedrigere Zellspannung und Kapazität eine geringere Alterung als NFP-Akkus. Trotzdem altern auch diese Akkus bei Ladungen auf 100% mehr als bei geringeren Ladungen.
LFP-Akkus müssen trotzdem immer mal wieder auf 100% geladen werden, da die Ladespannung der Akkus sehr konstant ist und man daran schlecht den Ladestand feststellen kann. Damit das BMS (Batterie-Management-System) den Ladezustand richtig ermitteln kann, benötigt dieses die 100% Ladungen.

Im Alltag ist das alles relativ unrelevant. Ich lade mein Fahrzeug nur vor langen Fahrten auf 100% und versuche die Standzeit mit 100% so kurz wie möglich zu halten. Das können die Autos meist selbst, indem man die geschätzte Abfahrtszeit eingibt.
Schlussendlich lässt sich ein Fahrakku nicht mit einem aus dem Smartphone vergleichen. Im BEV ist erheblich mehr Technik verbaut, die dafür sorgt, dass es dem Akku gut geht und dieser so wenig wie möglich altert.
Kleines persönliches Beispiel: Ich habe den letzten Wagen, ein Tesla Model Y, nach 2 Jahren und 150.000 km mit einem SoC von 93% verkauft. Mein jetziger Wagen, ein BMW i4 hat nach 100.000 km und 14 Monaten einen SoC von 95%. Beide wurden auf 100% geladen, wenn es nötig war. Und auch oft auf 1-2% heruntergefahren.
Bei beiden war/ist die Degradation im Alltag nicht spürbar.

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Das ist ja auch nur ein Problem am Schnell-Lader.

Wenn man mit 11 oder 22kW lädt, kann man ruhig so weit entladen.

Warum ist es ein Problem an Schnellader? Ich fahre oft auf Strecke unter 5% an den Schnellader.
Mittlerweile gibt es ausreichend Studien, die belegen, dass Schnelladen den Akku nicht mehr schädigt als AC-Laden. Die Ladesäulendichte ist mittlerweile so hoch, dass ich selbst bei unerwartetem Ausfall der Ladesäulen (oder es steht mal wieder ein LKW quer davor …) noch bis zur nächsten komme. Aber das sind Erfahrungswerte.

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Dazu empfehle ich dir diese Folge vom Akku Dok ab Min 9

  • ja es hat einen Einfluss
  • Auch Schnellladen hat einen Einfluss
  • Zellchemie/Zelltyp hat einen Einfluss

E-Auto Akku - Haltbarkeit! Das was KEINER hören will!

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Die Ladeleistung bei so niedrigem Akkustand ist nicht gut.

Eher das Gegenteil, zumindest bei Tesla (erreicht die 250kW Ladeleistung nur kurz unterhalb 5%SoC) und dem BMW.
Bei welchen ist das denn anders?