Wo läge für dich ein attraktiver Preis für Ladestrom?
Auch wenn ich nicht direkt angesprochen wurde: Meine Schmerzgrenze ist bei 49ct/kWh für Schnelladen bzw. 39ct/kWh für AC-laden.
Idealerweise niedriger. Und die gibt es, meist aber leider nur, wenn man zumindest die App des Anbieters hat und somit seine Daten dort lässt. Oft auch nur, wenn man eine monatliche Grundgebühr akzeptiert.
Das Problem momentan ist, dass es im Roaming auch schnell mal 88ct/kWh oder mehr sein können. Und das ist nicht in Ordnung. Da hätte der Gesetzgeber regulierend eingreifen sollen.
Lösungen zeichnen sich langsam auch über den Markt ab.
TEAG zum Beispiel bietet momentan 39ct/kWh an, Bezahlung über EC/Kreditkarte/PayPal oder App. Es gibt mittlerweile eine App, in der man Ad-Hoc-Ladestationen (also ohne Vertrag) mit Preisen unter 49ct/kWh findet.
Das Laden würde aber gerade für Anfänger viel einfacher, wenn man nicht eine böse Überraschung erlebt, nur weil man das Laden mit der falschen Ladekarte gestartet hat.
Also bei den größten Schnelladeanbietern wie ENBW oder Ionity kostet die KWh 39Ct, bei 10€ Grundgebühr.
Zur Info: man bekommt derzeit 200€ THG Prämie pro Jahr, kann man ja schon fast 2 Grundgebühren mit finanzieren.
Mann kann alles per App steuern. Wenn man das aus Datenschutzgründen für nicht zumutbar hält, ist man tatsächlich gekniffen. Mit Bargeld geht da nix.
Beim Aldi kann man für 45 Ct ohne Grundgebühr Schnellladen.
Da ich verstärkten Wettbewerb feststelle, finde ich eine Subvention des Strompreises unnötig.
Also ich würde nicht schlecht sagen, da ist schon viel passiert. Aber es als reine Schutzbehauptung abzutun finde ich zu pauschal.
Hab meinen Arbeitsweg mal gecheckt per EnBW App. Zuhause nächste öffentliche Säule mit 22 kw ist 2 km weg, auf dem Arbeitsweg maximal 22 kw Säulen, an der kurzen Autobahnstrecke gar keine Ladesäule, kurz vor der Arbeit so 3 km vorab zwei Ladeparks mit 300 kw.
Also schon gut, aber so richtig rund noch nicht, wenn ich vorrangig 22 kw habe.
Klar, muss man halt mehr Zeit zum Laden einplanen und auch mal paar Meter laufen, ist jetzt aber nicht „komfortabler“ als beim Benziner.
Nicht falsch verstehen, mein nächster wird auch elektrisch, wenn der Benziner abbezahlt ist, aber bissl besser ginge sicher noch.
Ähnliches könnten viele über den Supermarkt sagen. Den suche ich mindestens so häufig auf wie die Ladesäule. Ich glaube da ist schon viel unnötig geschürte Panik dabei.
Nur danach zu schauen, wo der Hersteller seinen Hauptsitz hat, ist sicherlich eine starke Vereinfachung. Genauer wäre es, danach zu schauen, wieviel lokale Wertschöpfung im Preis des Fahrzeugs enthalten sind, und davon sprach ich. “Made in Germany” ist da nicht eine Frage von entweder 0 % oder 100 %. Sondern Fahrzeuge, die mehr Wertschöpfung (und Steuern und Abgaben, …) in Deutschland haben, sollten stärker von Subventionen, die deutsche Steuerzahler bezahlen, profitieren, als solche, die weniger haben.
Im übrigen fände ich es besser, wenn wir da nicht national, sondern in einer europäischen Zusammenarbeit agieren würden, aber die EU macht da auch gerade keinen guten Eindruck.
Ich weiß, dass ist nicht die Regel. Aber wir wohnen tatsächlich auf dem Dorf in einem 3 Familienhaus zur Miete. Mein Mann hat dennoch ein E-Auto, dass er ausschließlich auf Arbeit lädt, es sei denn wir fahren weiter weg. Ich kann das nicht und fahre deshalb noch einen Benziner.
Das ist eine gute Frage. Irgendwie hat man ja auch rausgefunden, was eine sinnvolle Kaufprämie ist, dann kann man das bestimmt auch
ich finde nur, dass der Betrieb des Autos wichtiger ist aus Kostensicht. die Kaufprämien sind tricky, wir haben ja auch gesehen, dass die Preise der Autos nach dem Wegfall der Prämie nciht um genau den Wert gestiegen sind, da gabs also bei den Herstellern Effekte…
Man könnte bspw. die Netzentgelte für BEVs, die zuhause geladen werden, einfach erlassen. Gerne auch unterwegs bei den Ladestellen. Aber bei den Preisen und Vergleichen kenne ich mich nicht so gut aus, ich hab eine Ladekarte, die geht überall.
Das Thema „öffentliche Ladestruktur“ ist aus meiner sicht durch… es gibt viel zu viel Ladesäulen in vielen Orten… bspw. hat unser lokales Möbelhaus nun 10 Schnelllader.. ich frage ich wofür.. wer will denn beim 2h durchs Möbelhaus laufen mit 300kw laden (anstatt 30x 11kw, da wären mehr geholfen)… Laden auf der Autobahn ist eh kein Thema mehr.. es gibt noch Lücken, aber das Auto plant ja automatisch die Stops und das geht easy.
Das ist wohl noch oft ein Problem. Nicht die Zahl der Ladesäulen ist aussagekräftig, sondern die Platzierung.
10 Ladesäulen mit 300 kw an einem zentralen Baumarkt oder eine einzige 11 kw Ladesäule am Rand eines Dorfes hat sicher eine andere Wirkung.
Ja das ist ein Problem. Ich laufe 15 Minuten zum Bahnhof. Leider hielt der Ort, wo meine Mutter wohnt, es vor wenigen Jahren für eine gute Idee, die seit Jahrzehnten ungenutzten Bahngleise rauszureißen und einen Radweg hinzumachen (ich habe den Verdacht, dass die Anwohner dort, die die Grundstücke mal sehr billig erworben haben, daran nicht ganz unschuldig sind). Ohne Auto komme ich da nicht hin, sonst stünde auf meinem Parkplatz vielleicht schon längst ein E-Roller. Die persönliche Verkehrswende hält mit dem Optimum nicht immer Schritt. Trotzdem macht es natürlich Sinn, für das Optimum zu werben.
Wie ich schon oben schrieb, ein Traum ist der Ausbau in den Niederlanden.
Diese haben mit knappen 200.000 Ladepunkten in ihrem kleinen Land mehr als Deutschland (188000).
In nahezu jedem Dorf gibt es AC-Ladestationen, selbst in Amsterdam an den Krachten direkt am Wasser gibt es diese. Oder 60 AC-Ladeplätze im Parkhaus.
Hier mal 2 Ansichten mit Ladestationen dort:
Amsterdam und
kleines Dorf.
Und natürlich, nicht in jede Lebenssituation passt ein BEV ohne dass man seine Gewohnheiten ändern und sich anpassen muss. Trotzdem funktioniert es bei vielen und hat nebenbei viele Vorteile. Eis kratzen? Brauche ich nicht. Im Sommer in ein überhitztes Auto einsteigen? Nein, das ist vorklimatisiert.
Aus meiner Sicht wird die E-Auto Prämie die Menge derer vergrößern, die sich nun vielleicht doch eher für ein BEV entscheiden. Die angebotenen Fahrzeugvarianten sind mittlerweile groß und die Einstiegspreisen kommen in die Nähe der Verbrenner. Mit der Prämie können vergleichbare BEV günstiger als die Verbrenner sein.
Aber DU hast doch geschrieben, dass besser der Strompreis subventioniert werden sollte. Der Marktpreis für Ladestrom liegt derzeit bei 45Ct. Du musst doch irgendeinen Maßstab haben, der dich zu der Aussage bringt, dass der Preis offensichtlich zu hoch ist. Im Vergleich zu was ist er zu hoch?
ich habe eine andere Sicht darauf… Anscheinend ist ja der BEV nicht kommerziell interessant genug, weswegen es nun wieder eine Kaufprämie gibt (ist nicht meine Meinung, aber irgendjemand in der Politik scheint das ja zu glauben)… solche Überlegungen gibt und gabt es ja in unterschiedlichen Ausprägungen auch für Wärmepumpen, im Altbau, aber auch im Neubau. Ich finde einfach, dass sie nicht das beste Mittel sind, denn
- Die WP waren plötzlich alle teurer, der Markt hat geschlossen einen Aufschlag gemacht.. Sollte man in einem Markt mit vielen Marktteilnehmern nicht glauben, aber passiert trotzdem.
- Haben wir auch bei den E Autos gesehen, dass Hersteller ihre Preise gesenkt haben, nachdem die Prämie durch die Ampel plötzlich weggefallen ist, sodass die Autos zwar teuer als „Mit Prämie“ waren, aber günstiger als „Alter Preis+Prämie“.
- Das ganze kaum Planungssicherheit gibt. Bekommt man die Prämie? Ist der Topf noch verfügbar, wenn ich kaufe (bzw. bei der WP, wenn sie in Betrieb geht, was im Bau schonmal Monate dauern kann)? Wie kompliziert ist der Prozess, um sie zu bekommen, welche Ressourcen braucht der Staat.
- Kaufzurückhaltung in der Zeit vor der Prämie ist auch ein Problem (auch wenn das hier wohl rückwirkend passiert).
- Und was ist dann, wenn der Topf leer ist? dann geht das Problem von vorne los…
Daher ist mein Vorschlag einfach, dass man eine Erhöhung der Attraktiviät der Emobilität (die ja offensichtlich gewünscht ist) durch eine Reduktion der Stromkosten machen kann. Das betrifft alle Verbraucher, ist zukunftssicherer und damit planbarer, braucht keine große Administration, schafft Klarheit für Käufer, egal wann sie kaufen… Dazu noch diese Regelung mit dem Haushaltseinkommen und den Grenzwerten, klar, die machen sinn, sozial betrachtet, aber was ein Aufwand… Bei meinem Hausbau hatten wir BAFA für die WP beantragt, und da gabs auch diese Regel, dass das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen des Haushalts der letzten 2 Jahre nicht über einer bestimmten Schwelle liegen darf… Klasse Antragsprozess…
Ich persönlich glaube, dass das hier ein Geschenk an die Auto-Hersteller ist… ich wüsste nicht, warum aktuell im Neuwagenbereich eine Prämie nötig ist. Die Autos sind im Vergleich zu Verbrennern nicht mehr viel teurer, im GW Bereich ist es ähnlich (bspw. hatte mein Vater einen Tiguan und einen ID4, beide Jan25 und gleich viel km, angefragt, haben beide gleich viel gekostet). Im Firmenwagenbereich werden die aktuell noch höheren Leasingraten auf die Volumenfahrzeuge (Id’s, i4, i5 etc) durch die stark reduzierte Versteuerung ausgeglichen, was dafür sorgt, dass summa summarum das Teil nicht mehr als der Diesel davor für den Nutzer kostet… Dazu parkt man, bspw. in Bayern, mit einem E Auto einige Stunden kostenlos. Zudem ist der Neuwagenmarkt von Firmenwagen dominiert. Firmen schauen nüchtern auf die Betriebskosten, da sind niedrigere Strompreise auch ein guter Anreiz. auch im Privathaushalt, viele Firmen zahlen den Nutzern ja die Ladevorgänge zuhause, anhand der kwh-Preise des Anschlusses.
Außerdem verzerren die Prämien massiv den GW Markt. Wenn nun ein Dez25 zugelassener id7 plötzlich einen Wertverlust erleidet in Höhe der Prämie, da ein potentieller Käufer in 2026 ja rechnet, dass das Auto viel weniger kostet, dann hilft das niemandem. Der GW Markt im BEV ist eh ein Risiko für den Käufer von Neuwagen, da die Preise (und damit der Wertverlust des Autos in einer geschätzten Nutzungsdauer) und so einfach zu errechnen ist und tendenziell eher am unteren Ende ist. Das mag gut für GW Käufer sein, aber kein Kaufanreiz im privaten Neuwagenbereich.
Wenn die Prämie dann auch für PlugIn Hybride gilt, die nachweislich im Durchschnitt kaum elektrisch betrieben werden, hat man im Grunde Benziner subventioniert…
Daher: Wenn man die Nutzung billiger macht, durch den am stärksten relevanten Faktor, den Strompreis, hat man die Probleme nicht und das bessere Signal gesetzt. „Kauft reine E Autos, es ist auf dauer günstiger als der Diesel/Benziner/Hybrid)“
Wir sind uns offensichtlich einig. Ich würde gar nix mehr fördern bei der Elektromobilität.
Volkswagen Golf und ID3 lassen sich zum gleichen Preis leasen. Die Verbrauchskosten des Golf liegen 40% höher als die des ID3, wenn man die marktüblichen 45Ct/KWh rechnet.
Wer jetzt noch argumentiert, dass er wegen der Kosten keinen elektrischen (Edit:) Neuwagen will, der ist uninformiert oder doof.
Aber auch das hat doch mit Anreizen für den Ausbau zu tun. Aktuell hat jeder seinen eigenen Grund eine Ladesäule zu bauen, eine übergeordnete Strategie ist mir nicht bekannt.
Meine Vermutung ist, dass das Möbelhaus hier nicht primär einen Service für möglichst viele Kunden bieten möchte, sondern einen Anreiz schaffen für Leute die aktuell nicht Kunde sind das Autohaus zu besuchen. Also lockt man Leute auf der Suche nach Schnellladesäulen an und hofft, dass die zum Teil die Wartezeit im Möbelhaus verbringen wo vielleicht der ein oder andere dann auf die Idee kommt etwas interessant genug zu finden um es dann später zu kaufen.
Und wenn da nur ab und an jemand in der Folge seine Küche oder das neue Schlafzimmer dann dort kauft statt woanders refinanziert man die Investition. Böte man dagegen nur denen die ohnehin kommen eine komfortable Lademöglichkeit, dann refinanziert man damit nichts.
Und da kommen wir dann wieder zu den Lücken. Wer am Dorf in einem Mehrfamilienhaus lebt, in dem der Vermieter keine Lademöglichkeit an den Stellplätzen bauen will und dann auch noch wo arbeitet wo keine Lademöglichkeit hat, kommt dann am Ende eben nur beim Supermarkt komfortabel zum laden, sofern das am Markt wo man täglich einkauft geht.
Ich glaube daher auch, dass am Ende das Geld der Prämie auf anderem Weg besser investiert sein könnte.
Ist das so? Ich hätte gern wieder einen Mittelklassehotel Kombi als Familienauto. Also kein Schlachtschiff wie der ID 7 Tourer (auch wenn ich ihn toll finde), sondern eher etwas bodenständigeres. Es gibt hier zwar zweifellos Modelle, aber laut ADAC beschränkt sich die Auswahl bisher auf ca 6 Modelle, wobei der MG 5 sogar vom Markt genommen wurde. Und so richtig super sind die auch nicht mit oft ca. 350-400 km Reichweite WLTP (real eher 280-320 km im Sommer und 200-250 km im Winter).
Ansonsten findet man fast nur SUVs und Limousinen. Oder hast du da einen Tipp?
Laut Internet gibt es in 2026 in Deutschland über 150 verschiedene BEV-Modelle im Angebot mit stark steigender Tendenz. Dass da trotzdem nicht immer für jeden was dabei ist, sollte klar sein.
Kombis sind so ein deutsches Ding, weltweit eher nicht so gefragt.
Dass der MG5 vom Markt genommen wurde, liegt an den extrem niedrigen Verkaufszahlen in Europa (817 Stück in 2024).
Gefragt sind hohe, SUV-ähnliche Fahrzeuge.
Einen kleinen Überblick gibt es hier:
Aber das kennst Du ja schon.
ja, es ist noch stark SUV lastig, aber mit dem ID7 und dem i5 sind 2 schöne Familien Kombis auf dem Markt… der ID4 ist bei kleineren Familien auch gut, das ist ja mor eor less ein Tiguan, den viele Familien auch fahren…
ich frag mich das auch, warum es an so exotischen Stellen so Ladeparks gibt… Wer geht denn schon zum Möbelhaus zum Laden (also welche Kunden kommen deswegen extra).. vielleicht sind die aber auch stark subventioniert? Das würde erklären, dass es ohne große Kosten für das Möbelhaus den Standort aufwertet…
Wir haben hier auch ein Indoor Kinderspielplatz, das kennt irh bestimmt..so riesige Hallen, wo Kinder zum Geburtstag kommen, es was zu essne gibt, rutschen , GoKarts, Klettern etc.. da stehen jetzt auch 15 Ladesäulen, obwohl direkt gegenüber an der Shell Tankstelle schon 10 Ladesäulen sind.. ich sehe da niemanden laden… und das sind alles 350kw Lader, also da ist man selbst wenn man leer ist, viel länger in der Spielhölle als das Laden sinn macht.. und wer parkt schon um?
Ja, die schlimmste Kombi ist Dorf (ohne öffentliche Ladesäulen), Mehrfamilienhaus ohne Einfluss, und eine Region mit hoher Nachfrage und wenig Angebot… da wird die Marktwirtschaft in den nächsten Jahren bestimmt nachhelfen und solche Häuser werden bei Umzügen gemieden…das wird langsam gehen, aber es wird passieren… Hilft einem aber dann aktuell auch nichts…
Für das Laternenparken, was gerade in vielen Wohngebieten in Großstädten usus ist, kommen ja jetzt die bordsteinlademöglichkeiten mit 11kw.. das finde ich eine super Lösung…
Also Gewerbegebiete liegen oft an Ausfallstraßen und Autobahnanschlüssen, so dass der Durchgangsverkehr dort lädt (wie ich, wenn ich unterwegs bin).
Ist halt insgesamt ein Henne-Ei Problem. Bisher wollen viele kein E-Auto, weil ja “immer belegt” oder “gar keine Lademöglichkeiten” vorhanden sind….

